Umgang mit CO₂e-Emissionen im Bankbetrieb

Im Rahmen unseres Net-Zero-Zielpfads

Klimaschutz, also die Reduktion von Treibhausgasemissionen, ist für die Commerzbank ein wichtiger Aspekt ihrer unternehmerischen Verantwortung. Das zeigt sich zum einen im Kerngeschäft durch unsere Net-Zero-Strategie und den Verzicht auf bestimmte Geschäfte, wie die Finanzierung von fossilen Energien. Zum anderen aber auch in unserem Bemühen, verursachte Treibhausgasemissionen des Bankbetriebs kontinuierlich zu reduzieren.

Seit 2009 werden die Treibhausgasemissionen im Bankbetrieb systematisch erfasst und gesteuert. Zur Erreichung des Net-Zero-Ziels im Bankbetrieb bis 2040 verfolgt die Commerzbank einen strukturierten Reduktionspfad, der im Klimatransitionsplan beschrieben ist. Maßnahmen zur Vermeidung und Reduktion von Emissionen haben Vorrang vor dem Erwerb von Zertifikaten.

Reduktion von CO₂e-Emissionen und Umgang mit verbleibenden Emissionen im Bankbetrieb

Die Commerzbank verfolgt im Bankbetrieb das Ziel, Treibhausgasemissionen kontinuierlich zu reduzieren. Dabei gilt der Grundsatz: Vermeidung und Reduktion haben Vorrang. Für verbleibende, unvermeidbare Treibhausgasemissionen aus dem Bankbetrieb, insbesondere Scope-1-Emissionen (direkte Emissionen aus bankeigenen Quellen), Scope-2-Emissionen (indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie) sowie ausgewählte Scope-3-Emissionen (weitere indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette), erwirbt die Commerzbank zusätzlich CO₂-Zertifikate und legt diese still. Grundlage sind die jährlich erfassten und extern verifizierten Treibhausgasemissionen der Commerzbank AG.

Bis zum Jahr 2020 galt dies für die Inlandstandorte, seit 2021 werden auch die Auslandsniederlassungen erfasst. Der Erwerb der CO₂-Zertifikate in Höhe der zu erwartenden verursachten Treibhausgasemissionen erfolgt im Jahresverlauf und wird nach Vorliegen der verifizierten CO₂e-Emissionsdaten komplettiert.

Unterstützte Projekte

Übersicht vergangene Projekte

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Kriterien der Projektauswahl

Die Auswahl der Zertifikate erfolgt auf Basis definierter Kriterien. Diese beziehen sich auf die Qualität der Zertifikate, die zugrunde liegenden Technologien sowie die Länder, in denen die Projekte umgesetzt werden, aus denen die Zertifikate stammen.

Qualität der Zertifikate

Für die eingesetzten Zertifikate gelten definierte Mindestanforderungen.

  • Es muss sichergestellt sein, dass die Treibhausgasminderungen zusätzlich erfolgen und nicht ohnehin realisiert worden wären.
  • Es muss sichergestellt sein, dass die Treibhausgasminderungen tatsächlich erfolgt sind bzw. in Zukunft erfolgen.
  • Für den Nachweis der (kalkulierten) Höhe der Treibhausgasminderungen ist die Prüfung durch unabhängige Dritte erforderlich (durch Validierung, Verifizierung oder Zertifizierung).

Um dies zu gewährleisten, werden CO₂-Zertifikate herangezogen, die nach Maßgabe freiwilliger Mechanismen generiert werden. Zudem sollen die Zertifikate beim Kauf ein maximales Alter von 5 Jahren haben und werden nur berücksichtigt, sofern sie der internen Prüfrichtlinie entsprechen.

Technologien der Projekte

Die Commerzbank verfolgt einen diversifizierten Portfolioansatz, d.h. die genutzten Projektaktivitäten stammen sowohl aus Projektaktivitäten mit dem Ziel der künftigen CO₂-Vermeidung als auch der CO₂-Bindung (Removal). Removal-Projekte umfassen dabei Aktivitäten zur langfristigen Bindung und Speicherung von CO₂ mithilfe von sowohl naturbasierten (z.B. Aufforstung) als auch technologischen (z.B. Direct Air Capture) Projektaktivitäten. Der Anteil von Removal-Zertifikaten soll kontinuierlich gesteigert werden.

Projektländer

Industrienationen sind Hauptverursacher des Klimawandels. Die Folgen des Klimawandels treffen aber die Entwicklungsländer zuerst und am stärksten. Deshalb liegt der Fokus für die Auswahl des Standorts der Projekte auf Ländern des globalen Südens. So werden finanzielle Mittel umgeleitet und Maßnahmen gemäß der beschriebenen Technologien (siehe 2.) zur CO₂-Reduktion ermöglicht. Gleichzeitig wird darauf geachtet, dass die Projekte möglichst über „Maßnahmen zum Klimaschutz“ noch weitere "Ziele für Nachhaltige Entwicklung" (SDGs) unterstützen.

Unsere Mitgliedschaften und Initiativen

Initiative

, Science Based Targets Initiative (SBTi)

Die Commerzbank hat sich 2020 zur Erreichung ihrer Klimaziele der Science Based Targets Initiative (SBTi) angeschlossen. "Die Science Based Targets initiative (SBTi) ist eine Organisation für unternehmerischen Klimaschutz, die Unternehmen und Finanzinstitute weltweit dabei unterstützt, ihren Beitrag zur Bekämpfung der Klimakrise zu leisten. […] Sie entwickelt die Standards, Instrumente und Leitlinien, die es Unternehmen und Finanzinstituten weltweit ermöglichen, glaubwürdige, wissenschaftsbasierte Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen.“

Mitgliedschaft

, Allianz für Entwicklung und Klima

Die Commerzbank ist seit 2018 Mitglied der Allianz für Entwicklung und Klima. "Die Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima verfolgt das Ziel, nachhaltige Entwicklung mit globalem Klimaschutz über das Mittel der freiwilligen Kompensation und der Klimafinanzierung zu verbinden – wenn Treibhausgasemissionen nicht vermieden oder reduziert werden können. Hervorgegangen aus der gleichnamigen Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) tritt die Stiftung an, zusätzliche Mittel für nachhaltige Entwicklung zu mobilisieren."

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