Kreislaufwirtschaft
Ansätze zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs im Wirtschaftskreislauf
Nachhaltigkeit und ESG sind viel verwendete Begriffe. Nachhaltigkeit beschreibt eine zukunftsgerichtete Perspektive, bei der ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte langfristig berücksichtigt werden, um die Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen auch für zukünftige Generationen zu erhalten. Insbesondere im Unternehmens- und Finanzsektor werden diese Aspekte unter dem Begriff ESG (Environmental, Social and Governance) zusammengefasst. Nachhaltigkeit wird in unterschiedlichen regulatorischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Kontexten unterschiedlich definiert. Regulatorische Vorgaben, wie beispielsweise die EU-Taxonomie oder die EU-Offenlegungsverordnung, schaffen einen Rahmen für einzelne Nachhaltigkeitsaspekte, lassen jedoch Raum für unternehmensspezifische Konkretisierungen.
Die konkrete Bedeutung von Nachhaltigkeit für Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsaktivitäten der Commerzbank AG wird im ESG-Rahmenwerk festgelegt. Dieses definiert die maßgeblichen Kriterien und unterscheidet insbesondere zwischen dem bankeigenen Geschäft sowie dem externen Kunden-Anlagegeschäft und Versicherungsgeschäft einschließlich Vermögensverwaltungs- und Wertpapiergeschäft („Fremdgeschäft“).
Was bedeutet Kreislaufwirtschaft?
Das Konzept der Kreislaufwirtschaft zielt im Idealzustand auf eine vollständige Abfallvermeidung sowie eine wirksame Nutzung von Rohstoffen und damit die Reduktion des Rohstoffverbrauchs ab. Dabei handelt es sich um einen systematischen und ganzheitlichen Ansatz und nicht um schrittweise Effizienzgewinne.
Kreislaufwirtschaft bedeutet insbesondere:
- Nutzung recyclingfähiger Ressourcen im Rahmen des Produktdesigns
- Nutzung von schadstoffarmen Stoffen zur Risikominimierung
- Nutzung von Materialien mit dokumentierter Eignung für den vorgesehenen Einsatz
- "build to last“ – Entwicklung von Produkten mit möglichst langer Lebensdauer
- Reparatur, Aufbereitung oder Wiederverwendung von Produkten
- Zuführen in den Kreislauf durch Umnutzung und Zweitnutzung sowie Wiederverwendung der einzelnen Bestandteile von Produkten
- Gemeinschaftliche Nutzung der Produkte zur Verringerung der Produktionsmenge
Im Vergleich zu einer linearen Wirtschaftsweise trägt eine Kreislaufwirtschaft dazu bei, den Ressourcenverbrauch zu verringern.
Wie berücksichtigt die Commerzbank Kreislaufwirtschaft im Bankgeschäft?
Auch die Commerzbank geht mit gutem Beispiel voran und richtet interne Aktivitäten gezielt auf die Erreichung einer Kreislaufwirtschaft aus:
Neues Leben für gebrauchte Papierhandtücher
In den Sanitäranlagen der Commerzbank AG fallen Papierhandtücher als Abfall an, insbesondere an größeren Backoffice-Standorten. Seit 2016 werden Papierhandtücher an ausgewählten Standorten getrennt erfasst und einer stofflichen Verwertung zugeführt. Bis September 2025 konnten so rund 264 Tonnen Papier dem Materialkreislauf zugeführt werden.
Damit setzt die Commerzbank das Projekt „Tork PaperCircle“ von Essity um, einem schwedischen Hersteller für Hygienepapier. Das Recyclingprojekt wurde nach erfolgreicher Pilotierung auf 14 Bürogebäude der Commerzbank ausgeweitet.
Recyclingpapier und Papierverbrauch
Im internen Betrieb wird überwiegend Recyclingpapier eingesetzt. Parallel dazu werden Maßnahmen zur Reduzierung des Papierverbrauchs umgesetzt, insbesondere durch die Digitalisierung von Prozessen. Die Entwicklung des Papierverbrauchs wird regelmäßig analysiert, um weitere Reduktionspotenziale zu identifizieren.
Beschaffung und Rücknahme von Büromaterialien
Bei der Beschaffung von Büromaterialien berücksichtigt die Commerzbank Anforderungen an Weiterverwendbarkeit und den Einsatz von Materialien mit Recyclinganteil, soweit diese für die jeweilige Produktgruppe festgelegt sind. In den zentralen Materiallagern stehen Rücknahmeboxen zur Verfügung, über die gebrauchte Stifte aus Kunststoff unabhängig vom Hersteller gesammelt und einer stofflichen Verwertung zugeführt werden.
Mit dem geleasten Rad zur Arbeit
Mitarbeitende der Commerzbank AG können vom Leasing hochwertiger Fahrräder, Pedelecs oder anderer E-Bikes profitieren. Dabei least die Bank das Fahrrad und überlässt es dem Mitarbeitenden zur Nutzung. Durch den Abzug vom Bruttogehalt können Mitarbeitende einen individuellen Steuervorteil im Vergleich zum privaten Kauf erzielen. Zusätzlich ist im Bikelease-Paket eine Versicherung gegen Diebstahl, Vandalismus und Akkuschäden bei E-Bikes enthalten. Für Commerzbank-Mitarbeiter*innen bedeutet das, sie sparen Steuern, tun etwas für die Umwelt und fördern ihre Gesundheit.
Fahrradnutzung für dienstliche Wege
Commerzbank-Mitarbeitenden stehen die über 15.000 Fahrräder des Bike-Sharing-Anbieters „Call a Bike“ in ganz Deutschland kostenlos zur Verfügung. Sie können für dienstliche Fahrten zu anderen Standorten oder Kundenterminen genutzt werden.
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