Commerzbank-Nachhaltigkeits­beirat

Für den konstruktiven und kritischen Blick von außen

Kristina Jeromin, Frank Bsirske, Tim Janßen, Ana Christina Grohner und Stefan Müller vor dem Commerzbank Logo.

Konstruktiver Expertendialog

2022 haben wir einen externen Nachhaltigkeitsbeirat unter der Schirmherrschaft des Vorstandsvorsitzenden gegründet. Damit wollen wir einen konstruktiv-kritischen Dialog mit unseren Stakeholdern sicherstellen. Der Beirat setzt sich zusammen aus sechs Expertinnen und Experten der Bereiche Politik, Wissenschaft, Gesellschaft, NGOs, Gewerkschaft und dem Mittelstand. Sie vertreten ein breites inhaltliches Spektrum. Dieses deckt unter anderem Themen wie Kreislaufwirtschaft und Biodiversität ab, die für uns an Bedeutung gewinnen. Der Nachhaltigkeitsbeirat gibt Impulse für die Weiterentwicklung und Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie.

Unsere Governance-Struktur haben wir erweitert, indem wir das Gremium eingeführt haben.

Unsere Mitglieder

Politik, Wissenschaft, Gesellschaft, NGOs, Gewerkschaft und Mittelstand - für jeden Bereich haben wir eine Expertin beziehungsweise einen Experten im Beirat. Dies ermöglicht eine umfassende Sicht auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte.

Bundestagsabgeordneter der Partei Bündnis 90/Die Grünen und ehemaliger Vorsitzender der Gewerkschaft ver.di

Frank Bsirske

Bereits vor seinem Diplomstudium der Politologie war Frank Bsirske in der politischen Jugendarbeit aktiv. Nach dem Studium engagierte er sich unter anderem als Fraktionsmitarbeiter der Grünen. 1991 folgte die Position als stellvertretender Vorsitzender der ÖTV Niedersachsen. Neben Erfahrungen als hauptamtlicher Stadtrat des Personal- und Organisationsdezernats Hannover kann Frank Bsirske auch auf umfassende Erfahrungen als Vorsitzender der Gewerkschaft ver.di und ÖTV zurückgreifen. Im Rahmen seiner Tätigkeiten organisierte er unter anderem die erste erfolgreiche Europäische Bürgerinitiative „Wasser ist ein Menschenrecht“ mit und sprach als erster deutscher Gewerkschaftsvorsitzender mit den Aktivisten und Aktivistinnen von Fridays for Future.

[…] Ökologie, Ökonomie und Soziales müssen zusammengedacht und alle Chancen genutzt werden, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Dabei müssen die Industrie und Dienstleistungsberufe zukunftsfähig aufgestellt und nachhaltiger Wohlstand geschaffen werden.
Managerin und Buchautorin

Ana-Cristina Grohnert

Die studierte Betriebswirtin blickt auf eine langjährige Bank- und Industrieerfahrung im Finanz- und Risikomanagement zurück. Hierbei nahm sie insbesondere den Blick der Business- und Personalmanagerin ein und begleitete Unternehmen bei ihrer Transformation. Unter anderem war sie als Vorständin für Personal bei der Allianz Deutschland AG tätig. Zuvor richtete sie die Personalstrategie bei Ernst & Young neu aus. Von 2013 bis 2023 war sie Vorstandsvorsitzende der Arbeitgeberinitiative Charta der Vielfalt und setzte sich so für mehr Nachhaltigkeit, Vielfalt und Wertschätzung in der Wirtschaft ein.

Unternehmen können heute nur dann zukunftsfähig sein, wenn sie sich als Teil eines Ökosystems verstehen und all ihren Stakeholdern einen relevanten Mehrwert bieten. […] Wachstum ist nur dann möglich, wenn das gesamte Ökosystem mitwächst, nicht gegen die Interessen des Ökosystems.
Co-Geschäftsführer und Mitgründer von Cradle to Cradle NGO

Tim Janßen

Tim Janßen gründete 2012 die Nichtregierungsorganisation „Cradle to Cradle NGO“ und leitet diese seitdem als Co-Geschäftsführer. Mit seiner mehr als zehnjährigen Expertise ist der Wirtschaftswissenschaftler ein gefragter Gesprächspartner zur Transformation unserer Wirtschaft in eine geschlossene Kreislaufwirtschaft bei politischen Roundtables und Wirtschaftskongressen. Cradle to Cradle NGO vernetzt Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Politik sowie die Zivilgesellschaft miteinander und treibt das Konzept Cradle to Cradle voran, nach dem alle Ressourcen in technischen oder biologischen Kreisläufen zirkulieren und immer wieder zu Nährstoff für neue Produkte werden können.

Die Finanzwirtschaft kann ein Treiber der dringend notwendigen Transformation unserer linearen in eine zirkuläre Wirtschaft sein, denn dafür brauchen wir innovative zirkuläre Geschäftsmodelle und dazu passende Finanzierungen.
Co-Geschäftsführerin Green and Sustainable Finance Cluster Germany

Kristina Jeromin

Nach ihrem Studium der Philosophie und Politikwissenschaft war Kristina Jeromin von 2009 bis 2020 bei der Gruppe Deutsche Börse beschäftigt und dort zunächst zuständig für die in- und externe Kommunikation von Nachhaltigkeitsthemen. Ab 2015 verantwortete sie als Head of Group Sustainability das konzernweite Nachhaltigkeitsmanagement der Börse. Seit 2018 ist Kristina Jeromin außerdem Geschäftsführerin des Green and Sustainable Finance Cluster Germany. Sie war Mitglied des Sustainable Finance Beirats der letzten deutschen Bundesregierung und von 2019 bis 2021 dessen stellvertretende Vorsitzende. Sie ist außerdem Mitglied der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome.

Der Finanzwirtschaft kommt im Rahmen des Auf- und Ausbaus resilienter und nachhaltiger Wirtschaftsstrukturen eine bedeutende Rolle zu. Inwiefern es der Branche gelingt, dieser Rolle gerecht zu werden, hat enorme Konsequenzen für deren eigene Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit.
Geschäftsführer Marketing Hassia-Gruppe

Stefan Müller

Der studierte Betriebswirt ist seit 2016 als Geschäftsführer Marketing und Unternehmensentwicklung bei der Hassia-Gruppe tätig. Die Hassia-Gruppe ist langjähriger Kunde der Commerzbank und setzt sich stark für das Thema Nachhaltigkeit ein, welches im Ressort Marketing angesiedelt ist. Als Anbieter einer Vielzahl regionaler Mineralwässer und natürlicher Erfrischungsgetränke wie Bionade, nimmt Nachhaltigkeit bei Hassia einen besonderen Stellenwert ein. Hassia legt großen Wert darauf, alle Betriebsbereiche nachhaltig auszurichten und somit verantwortungsvollen Konsum und unternehmerisches Handeln zu vereinen.

Als Familienunternehmen denken wir nicht in Quartalen, sondern in Generationen. Daher ist nachhaltiges Wirtschaften seit jeher Teil unserer DNA. Alles, was wir tun, denken wir zu Ende und übernehmen die Verantwortung für unser Handeln.
Umweltwissenschaftler

Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker

Als Diplomphysiker und promovierter Biologe beschäftigt sich Ernst Ulrich von Weizsäcker schon seit langer Zeit mit Klimaveränderungen. Sein Engagement gilt insbesondere dem Klimaschutz und der Klimagerechtigkeit. Als Gründungspräsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, als ehemaliger Co-Präsident des „Club of Rome“, ehemaliges Mitglied des Bundestages (dort Vorsitzender des Umweltausschusses) sowie Leiter der kalifornischen Umwelthochschule ist er seit langem einer der relevantesten deutschen Vordenker in Sachen Klimaschutz. Er ist im regen Austausch mit der neuen Generation der Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten und verbindet so jahrzehntelange Wissenschaft mit aktuellen Bestrebungen für mehr Klimaschutz und Klimagerechtigkeit.

Finanzfirmen sind wie Stellschrauben, auch in Sachen Nachhaltigkeit.