Bilanz nach der Global Reporting Initiative Bilanz nach der Global Reporting Initiative

Commerzbank_AG-MD_organisation_mark-Jul_2019

Die Commerzbank berichtet über ihre Nachhaltigkeitsleistung für das Jahr 2018 nach den Standards der Global Reporting Initiative (GRI, Version 2016). Dieser Bericht wurde in Übereinstimmung mit den GRI-Standards Option „Kern“ erstellt. Die Auswahl der Angaben, über die wir berichten, erfolgte auf Basis einer 2018 durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse. Gleichzeitig ist diese Bilanz unser jährlicher Fortschrittsbericht („Communication on Progress“) über den Stand der Umsetzung der zehn Prinzipien des UN Global Compact (UNGC).

Diese Bilanz lag der GRI zur Durchführung des „GRI Materiality Disclosures Service“ vor. Dabei bestätigte das GRI-Services-Team die korrekte Positionierung der „GRI Materiality Disclosures“ (102-40 bis 102-49). Alle im folgenden GRI-Inhaltsindex aufgeführten GRI-Standards wurden 2016 veröffentlicht.

GRI-Inhaltsindex

GRI 101 Grundlagen

Wir haben beim Erstellen der vorliegenden GRI-Bilanz die Inhalte aus dem Standard „101 Grundlagen“ berücksichtigt.

GRI 102 Allgemeine Angaben

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1 Organisationsprofil

Nr.        AngabeUNGCSDG
102-1Name der Organisation
Commerzbank AG
  
102-2Aktivität, Marken, Produkte und Dienstleistungen
Die Commerzbank AG bietet in den zwei Geschäftsbereichen Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden ein umfassendes Portfolio an Bank- und Kapitalmarktdienstleistungen. Ihre Töchter Comdirect in Deutschland und mBank in Polen sind zwei der weltweit innovativsten Onlinebanken. 80% ihrer relevanten Prozesse wird die Bank im Rahmen der Strategie „Commerzbank 4.0“ bis 2020 digitalisieren und das Angebot der digitalen Multikanalbank weiter ausbauen.
  
102-3Hauptsitz der Organisation
Der Sitz der Commerzbank AG befindet sich in Frankfurt am Main, Deutschland.
  
102-4Betriebsstätten
Die Commerzbank hat Standorte in knapp 50 Ländern. Im Ausland ist die Bank mit 6 wesentlichen Konzerngesellschaften, 20 operativen Auslandsniederlassungen (2017: 21) sowie 31 Repräsentanzen und Financial Institutions Desks (2017: 32) an allen wichtigen Finanzplätzen der Welt vertreten. Der Schwerpunkt der internationalen Aktivitäten liegt dabei auf Europa. Für Details zur weltweiten Präsenz siehe Geschäftsbericht 2018 (Umschlag hinten).
  
102-5Eigentumsverhältnisse und Rechtsform
Die Commerzbank AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Zum 31. Dezember 2018 befanden sich rund 45% der Commerzbank-Anteile im Besitz unserer Großaktionäre Bundesrepublik Deutschland, Cerberus und BlackRock sowie unserer überwiegend in Deutschland beheimateten Privataktionäre. Rund 55% aller Commerzbank-Aktien entfielen auf institutionelle Investoren. Der Streubesitz, der sogenannte Free Float, lag bei knapp 80%.

Aktionärsstruktur (PDF, 25 kB)
  
102-6Belieferte Märkte
Die Commerzbank ist eine führende Geschäftsbank mit Standorten in knapp 50 Ländern auf allen Kontinenten. Insgesamt betreut die Bank mehr als 18,8 Mio. Privat- und Unternehmerkunden sowie über 70.000 Firmenkunden, multinationale Konzerne, Finanzdienstleister und institutionelle Kunden. Die Commerzbank wickelt rund 30% des deutschen und einen wesentlichen Anteil des europäischen Außenhandels ab. Mit rund 1.000 Filialen betreibt sie in Deutschland ein flächendeckendes Filialnetz, über das alle Kundengruppen betreut werden. Zusätzlich ist die Commerzbank mit 414 Auslandsfilialen (2017: 390) an den für ihre Kunden wichtigsten Wirtschaftszentren direkt vertreten.
  
102-7Größe der Organisation
Im Geschäftsjahr 2018 erwirtschaftete der Commerzbank-Konzern mit rund 49.410 Mitarbeitern Bruttoerträge von 8,6 Mrd. Euro und ein operatives Ergebnis von 1.245 Mio. Euro. Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis betrug 865 Mio. Euro. Die Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2018 bei 462,4 Mrd. Euro.

Zentrale Unternehmenskennzahlen Commerzbank-Konzern (PDF, 26 kB)
  
102-8Informationen zu Angestellten und sonstigen Mitarbeitern
Zum Jahresende 2018 waren 30.566 Mitarbeiter für die Commerzbank AG Inland tätig. Hinzu kommen 3.431 Mitarbeiter, die in der Commerzbank AG Ausland beschäftigt sind. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die Mitarbeiterangaben im Folgenden auf die Beschäftigten der Commerzbank AG Inland. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Beschäftigten in der Commerzbank AG Inland um 310 zurück. Die Mehrheit der Mitarbeiter hat einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Derzeit arbeiten rund 29% unserer Mitarbeiter in Teilzeit. Der Anteil der externen Mitarbeiter in der Commerzbank ist nicht signifikant.

Gesamtbelegschaft Commerzbank AG Inland nach Geschlecht und Beschäftigungsart (PDF, 28 kB)
Geschlechterverteilung Commerzbank AG Inland nach Beschäftigungsverhältnis und Vertrag (PDF, 29 kB)
Belegschaft Commerzbank AG Inland nach Arbeitsorten und Vertrag (PDF, 27 kB)
6 
102-9Lieferkette
Die Kernproduktkategorien der Beschaffung bei Zulieferern und Dienstleistern in der Commerzbank sind die Infrastruktur zur Datenverarbeitung (unter anderem Netzwerktechnik, Rechenzentrum, Telekommunikation), Marktdaten, Servicedienstleistungen (insbesondere Beratung, externe Personalleistung, Mobilitätsdienstleistungen) sowie Gebäude, Logistik und Versicherung (zum Beispiel Bauleistungen, Gebäudebetrieb, Banktechnik). Zu den Nachhaltigkeitskriterien siehe 308/103 und 414/103.
  
102-10Signifikante Änderungen in der Organisation und ihrer Lieferkette
Wichtige personelle und geschäftspolitische Ereignisse werden im Geschäftsbericht 2018 (S. 66 f.) detailliert dargestellt. Im Jahresverlauf gab es sowohl bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats, der neu gewählt wurde, als auch des Vorstands personelle Veränderungen. Des Weiteren hat die Commerzbank Mitte Oktober 2018 ihren ersten eigenen Green Bond am Kapitalmarkt mit einem Emissionsvolumen von 500 Mio. Euro begeben. Mit dem Erlös refinanziert die Bank Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien. Beim Stresstest 2018 der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat die Commerzbank trotz eines nochmals verschärften Krisenszenarios ihr Ergebnis deutlich verbessert. Außerdem haben die Commerzbank und die Société Générale im November einen Kaufvertrag für den Geschäftsbereich Equity Markets & Commodities (EMC) unterschrieben.
  
102-11Vorsorgeansatz oder Vorsorgeprinzip
Wir haben im Nachhaltigkeitsmanagement der Commerzbank Handlungsfelder definiert, die unsere zentralen Herausforderungen beschreiben und zugleich den Rahmen unserer Antworten darauf bilden: Nachhaltige Unternehmensführung, Markt & Kunden sowie Umwelt & Gesellschaft. Denn wir wollen alle Möglichkeiten nutzen, um Risiken für unser Geschäft zu vermeiden und zugleich Chancen für eine zukunftsorientierte Ausrichtung zu erschließen. Entscheidend für ein erfolgreiches Risikomanagement sind die Identifikation aller wesentlichen Risiken und Risikotreiber, das unabhängige Messen und Bewerten dieser Risiken sowie eine hierauf aufbauende risiko- und ertragsorientierte Steuerung im Rahmen einer zukunftsorientierten Risikostrategie. Details siehe Konzernrisikobericht im Geschäftsbericht 2018 (S. 107 ff.).

Die frühzeitige Erkennung von und der adäquate Umgang mit ökologischen oder sozialen Risiken fließt über das Reputationsrisiko-Management in die Gesamtrisiko-Strategie und -Steuerung des Konzerns ein. Im Rahmen dieses Reputationsrisiko-Managements prüfen wir Produkte, Geschäfte und Kundenbeziehungen, bei denen Nachhaltigkeitsaspekte eine besondere Rolle spielen. Der Fokus liegt dabei auf ethisch, sozial oder ökologisch sensiblen Themenfeldern – beispielsweise dort, wo Projekte zu einem erhöhten Schadstoffeintrag in Luft, Wasser und Böden führen oder mit dem Übernutzen natürlicher Ressourcen verbunden sein können. Ebenso berücksichtigen wir die Achtung der Menschenrechte im Rahmen der Geschäftstätigkeit mit unseren Kunden. Diese kann zum Beispiel Anrainer oder Mitarbeiter beim Rohstoffabbau in Entwicklungs- und Schwellenländern betreffen. Das Reputationsrisiko-Management legt Voraussetzungen und Grenzen für die Geschäftstätigkeit der Commerzbank fest, indem es differenziert bewertet und Geschäfte, Produkte oder Kundenbeziehungen unter bestimmten Bedingungen ablehnt. 2018 prüfte das Reputationsrisiko-Management der Commerzbank rund 5.900 Einzelfälle zu ökologischen, sozialen und ethischen Themen (2017: 6.000 Voten). Details zum Reputationsrisiko-Management siehe Kapitel „Sustainable Finance“.

Prüfanfragen im Reputationsrisiko-Management im Jahresvergleich (PDF, 19 kB)
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102-12Externe Initiativen
Mit der Mitgliedschaft in renommierten Vereinigungen bekennt sich die Commerzbank seit Jahrzehnten zu ihrer Verantwortung als Finanzdienstleister. Dazu zählen unter anderen:

  • Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M., seit 1987)
  • Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e. V. (VfU, seit 2006)
  • Umweltforum Rhein-Main e. V. (seit 2009)
  • Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V. (DGNB, seit 2010)
  • UPJ e. V. (seit 2013)
  • Roundtable on Sustainable Palm Oil (seit 2014)
  • Green Bond Principles (seit 2014)


Weiterhin sind wir Teilnehmer oder Unterzeichner folgender Initiativen:


Daneben beteiligen wir uns in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv an der Weiterentwicklung von Nachhaltigkeitsstandards:

  • Finanz-Forum Klimawandel des VfU (seit 2007, damals im Bundesministerium für Bildung und Forschung)
  • Arbeitskreis „Sustainability Management“ (vormals „Nachhaltigkeit“) im Bankenverband (seit 2013, Gründungsmitglied)
  • Sustainable Trade Working Group der International Chamber of Commerce (seit 2016)
  • Green Finance Working Group am Institute of International Finance (seit 2016)


Informationen zu ausgewählten Initiativen und Mitgliedschaften veröffentlichen wir auch in unserem quartalsweise aktualisierten Factsheet Nachhaltigkeit.

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102-13Mitgliedschaft in Verbänden und Interessengruppen
Die Commerzbank ist Mitglied in einer Reihe von Verbänden und Interessengruppen, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Dazu zählen unter anderem die folgenden Organisationen:

  

2 Strategie

Nr. AngabeUNGCSDG
102-14Erklärung des höchsten Entscheidungsträgers
Sehr geehrte Damen und Herren,

nachhaltiges Handeln und Klimaschutz sind entscheidend für unsere Zukunft. Es geht dabei nicht nur um Gefahren wie die bedrohte Artenvielfalt oder die Folgen extremer Wetterereignisse. Es geht nicht nur um mögliche Lösungswege wie Elektromobilität oder Ökostrom. Die aktuelle Forderung der insbesondere jungen Aktivistinnen und Aktivisten bringt es auf den Punkt: Klimaschutz und Nachhaltigkeit gehören ganz oben auf unsere Agenda. Das gilt für Unternehmen genauso wie für die Gesellschaft. Denn nur gemeinsam können wir dem Klimawandel tatsächlich entgegenwirken.

Die EU hat – dem Pariser Klimaabkommen folgend – im März 2018 ihren Aktionsplan „Financing Sustainable Growth” veröffentlicht. Er benennt Maßnahmen, um Finanzströme in nachhaltige Investitionen zu lenken und finanzielle Risiken aus dem Klimawandel zu managen. Ziel der EU-Kommission ist es, Europa zum Vorreiter beim Thema Sustainable Finance zu machen. Banken kommt dabei eine wichtige Rolle zu: Es sind die Finanzinstitute, die durch Kreditvergabe und Anlagegeschäft nachhaltige Akzente in der Realwirtschaft setzen können.

Das ist ganz im Sinne von Investoren, Kunden und der Zivilgesellschaft. Sie legen zunehmend Wert darauf, dass Finanzinstitute bei ihren geschäftlichen Entscheidungen ökologische und soziale Kriterien mit einbeziehen. Auch die Prinzipien einer guten Unternehmensführung müssen berücksichtigt werden.

Dessen ist sich die Commerzbank bewusst. Wir setzen uns aktiv dafür ein, den Finanzsektor nachhaltiger zu gestalten, und engagieren uns in verschiedenen Verbänden und Gremien, wie dem Arbeitskreis „Sustainability Management“ im Bankenverband oder dem Green and Sustainable Finance Cluster Germany. In unserem Kerngeschäft arbeiten wir beständig daran, unser Produktangebot noch nachhaltiger zu gestalten und damit unsere Kunden bei ihren eigenen Nachhaltigkeitsaktivitäten zu unterstützen. Zum Beispiel haben wir unsere Position als einer der größten Finanzierer erneuerbarer Energien in Europa beibehalten und unser Portfolio internationalisiert. Das Gesamtvolumen der Green und Social Bonds, die wir 2018 begleitet haben, ist auf 11,4 Mrd. Euro angestiegen von 5,2 Mrd. Euro im vergangenen Jahr. Dies beinhaltet auch den ersten eigenen Green Bond mit einem Volumen von 500 Mio. Euro, den die Commerzbank im Oktober 2018 erfolgreich am Kapitalmarkt platziert hat.

Und auch an uns als Unternehmen haben wir klare Ansprüche. Wir hatten uns 2007 ein ambitioniertes Klimaziel für 2020 gesetzt: die CO2-Emissionen in der Commerzbank um 70% zu reduzieren. Dieses Klimaziel haben wir schon 2018 – und damit zwei Jahre früher als geplant – erreicht. Das ist eine beachtliche Leistung. Aber wir werden uns darauf nicht ausruhen. In unserem Nachhaltigkeitsprogramm haben wir rund 100 kurz-, mittel- und langfristige Ziele formuliert, die alle Bereiche der Bank umfassen. Diese verfolgen wir mit Nachdruck.

Die Maßgabe für unser Handeln sind die zehn Prinzipien des UN Global Compact (UNGC) für Menschen- und Arbeitnehmerrechte, Umweltschutz und Bekämpfung der Korruption sowie die 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen. Mit dem vorliegenden Bericht dokumentieren wir die Nachhaltigkeitsleistung der Commerzbank für das Jahr 2018 und unseren Beitrag zu einem nachhaltigen Finanzsektor. Gleichzeitig stellt er unseren UNGC-Fortschrittsbericht für 2018 dar.

Ihr
Martin Zielke

Vorstandsvorsitzender der Commerzbank AG
1-107, 12, 13
102-15Wichtige Auswirkungen, Risiken und Chancen
In ihrer Nachhaltigkeitsstrategie hat die Commerzbank das Bekenntnis formuliert, den globalen Herausforderungen als verantwortungsvoller Partner für eine nachhaltige wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung zu begegnen. Dafür beobachten wir relevante Megatrends, analysieren aktuelle Entwicklungen und bewerten sie hinsichtlich möglicher Chancen und Risiken. Wir sind kontinuierlich darum bemüht, mögliche negative Auswirkungen unserer Finanzdienstleistungen zu reduzieren. Um Risiken für Umwelt und Gesellschaft in ihren unternehmerischen Entscheidungen zu berücksichtigen, hat die Commerzbank im Jahr 2018 ein Rahmenwerk für den Umgang mit Umwelt- und Sozialrisiken im Kerngeschäft entwickelt und im Internet veröffentlicht. Darüber hinaus entwickeln und vertreiben wir Produkte und Finanzdienstleistungen, die zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung beitragen können. Details dazu im Kapitel „Sustainable Finance“.

Die nachhaltigkeitsrelevanten Bereiche der Bank – dazu zählen die Kundensegmente ebenso wie Compliance, Human Resources, Organisationseinheiten oder das Umweltmanagement – haben gemeinsam ein Nachhaltigkeitsprogramm mit 100 Zielen formuliert, an deren Erreichung wir seit 2017 arbeiten und welches wir im Nachhaltigkeitsmagazin 2019 (S. 31 f.) auszugsweise darstellen.
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3 Ethik und Integrität

Nr.        AngabeUNGC SDG
102-16


Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen

Zu einer nachhaltigen Unternehmensführung gehört für uns das Versprechen, „Die Bank an Ihrer Seite“ zu sein. Wir wollen unseren Stakeholdern ein zuverlässiger Partner sein und richten unser Handeln an ethischen Werten wie Integrität und Fairness aus. Wir verpflichten uns, Gesetze, Richtlinien und Marktstandards ebenso einzuhalten wie freiwillige Selbstverpflichtungen, wie den UN Global Compact, und eine Reihe interner Leitlinien. So geben beispielsweise die verbindlichen globalen Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct) Mitarbeitern eine Handlungsorientierung für korrektes und ethisch einwandfreies Verhalten bei der täglichen Arbeit. Sie machen deutlich, was die Commerzbank von den Mitarbeitern im Konzern erwartet: nicht nur Gesetze, Regularien und interne Vorschriften einzuhalten, sondern auch sich innerhalb unseres Wertegerüsts zu bewegen.

Wichtige Grundsätze für verantwortungsvolles Handeln bilden außerdem die


Diese Leitlinien finden sich im Überblick im Nachhaltigkeitsportal der Commerzbank.

1016, 12

4 Unternehmensführung

Nr.        AngabeUNGC SDG
102-18
Führungsstruktur
Der Vorstand der Commerzbank leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung im Unternehmensinteresse. Er ist dabei den Belangen von Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und sonstigen der Bank verbundenen Gruppen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, erörtert sie mit dem Aufsichtsrat und sorgt für ihre Umsetzung.

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands und sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung. Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte insgesamt acht Ausschüsse gebildet. Um den Wandel der Bank zu einem digitalen Technologieunternehmen und insbesondere die Veränderungen des Geschäftsmodells, die Entwicklung digitaler Produkte und Prozesse und die damit einhergehenden Änderungen der Organisationsstruktur angemessen zu begleiten sowie den Vorstand bei der Beratung und Überwachung der Digitalisierungsfortschritte der Bank und des damit verbundenen IT- und Investitionsbudgets zu unterstützen, hat der Aufsichtsrat im Jahr 2018 den Ausschuss für Digitalisierung und Technologie neu gebildet. Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf S. 15 des Geschäftsberichts 2018 nachzulesen. Weitere Angaben enthalten im Geschäftsbericht 2018 der Bericht des Aufsichtsrats (S. 6–14) sowie der Corporate-Governance-Bericht (S. 23–28).

Die Steuerung des Themas unternehmerischer Verantwortung erfolgt in der Commerzbank innerhalb der Konzernkommunikation in zwei Abteilungen:

  • Dem Nachhaltigkeitsmanagement obliegen die strategische Ausrichtung und die Koordination der ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsleistungen der Bank. Es steht im Dialog mit Stakeholdern und ist für die interne und externe Kommunikation unternehmerischer Verantwortung zuständig.
  • Das Reputationsrisiko-Management überprüft Geschäfte, Kundenbeziehungen und Produkte insbesondere daraufhin, ob sie mit unseren Nachhaltigkeitsgrundsätzen vereinbar sind. Dabei arbeitet es eng mit dem klassischen Risikomanagement der Bank zusammen und steht zu relevanten Themen im Austausch mit den entsprechenden Nichtregierungsorganisationen.


Organisation der unternehmerischen Verantwortung in der Commerzbank (PDF, 45 kB)

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102-25Interessenkonflikte
Wo immer es um geschäftliche Interessen geht, kann es zu Interessenkonflikten kommen. Wir setzen alles daran, solche Konflikte zu vermeiden. Für die Mitglieder des Aufsichtsrates gibt es interne Richtlinien zum Umgang mit Interessenkonflikten.

Informationen zu Interessenkonflikten finden sich im Geschäftsbericht 2018 (S. 12, 25 f., 57).
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102-35Vergütungspolitik
Unseren Mitarbeitern bieten wir ein attraktives Vergütungspaket aus marktgerechten Grundgehältern, variablen erfolgsorientierten Zahlungen und zahlreichen Zusatzleistungen. Im Tarifbereich gelten die Tarifverträge für das private Bankgewerbe. Höhere Positionen vergüten wir außertariflich. Dazu haben wir alle Funktionen in der Bank bewertet, in Karriereleitern und -stufen zusammengefasst und mit marktkonformen Grundgehaltsbändern hinterlegt.

Seit 2017 gilt in Deutschland das Entgelttransparenzgesetz. Wie die Commerzbank die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in qualifizierten Positionen sowie die gleiche Vergütung von Frauen und Männern bei gleicher und gleichwertiger Tätigkeit fördert, ist im Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit dargelegt.

Detaillierte Angaben zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat enthält der Vergütungsbericht im Geschäftsbericht 2018 (S. 29–42).
 5

5 Einbeziehung von Stakeholdern

Nr.        AngabeUNGC SDG
102-40Liste der Stakeholder-Gruppen
Unternehmerische Verantwortung zu leben, bedeutet auch, den regelmäßigen Austausch mit externen und internen Anspruchsgruppen zu suchen. Im aktiven Dialog versuchen wir, den Erwartungen und Bedürfnissen unserer Stakeholder gerecht zu werden, sie in unsere Unternehmensstrategie einfließen zu lassen und unsere Sichtweisen darzulegen. Mit folgenden Anspruchsgruppen stehen wir insbesondere im Austausch:

  • Aktionären/Investoren
  • Forschung/Wissenschaft
  • Kunden
  • Lieferanten
  • Medien
  • Mitarbeitern
  • Mitbewerbern/Finanzbranche
  • Nichtregierungsorganisationen
  • Politik
  • Zivilgesellschaft

  
102-41Tarifverträge
Die Gehälter der Tarifmitarbeiter werden über den Manteltarifvertrag für das private Bankgewerbe geregelt. Auch die Gehälter der am niedrigsten eingruppierten Mitarbeiter liegen deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn. Der Prozentsatz der Mitarbeiter, die unter Tarifverträge fallen, beträgt 44,3%. Siehe Tabelle Gesamtbelegschaft Commerzbank AG Inland nach Geschlecht und Beschäftigungsart (102-8).
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102-42Ermittlung und Auswahl der Stakeholder
Die Commerzbank pflegt Beziehungen zu Organisationen und Gruppen, die Ansprüche, Wünsche oder Anregungen an das Unternehmen herantragen. Prioritär verfolgen wir dabei den Dialog mit Anspruchsgruppen, die die ökonomische, ökologische oder gesellschaftliche Leistung der Commerzbank merklich beeinflussen oder davon stark betroffen sind.
  
102-43
102-44
Ansatz für die Einbindung von Stakeholdern und
Wichtige Themen und hervorgebrachte Anliegen
Dem Diskurs zu wichtigen gesellschafts-, wirtschafts- und finanzpolitischen Fragen kommt für uns angesichts des Vertrauensverlustes im Nachgang der Finanzmarktkrise eine große Bedeutung zu. Im aktiven und transparenten Dialog versucht die Commerzbank, den Erwartungen und Bedürfnissen ihrer Anspruchsgruppen gerecht zu werden, sie in ihre Unternehmensstrategie einfließen zu lassen und die eigenen Sichtweisen darzulegen. Die folgenden Formate und die daraus hervorgegangenen Ergebnisse stellen eine Auswahl an strategischer Kommunikation mit unseren Anspruchsgruppen dar.

Kunden

Die Unternehmen des Konzerns binden ihre Kunden aktiv ein, um die Kundeninteressen systematisch zu berücksichtigen. Experten tauschen sich in verschiedenen Formaten mit Kunden aus, damit deren Ideen und Anregungen in die (Weiter-)Entwicklung von Services und Produkten einfließen können. Eines davon ist das „UX-Studio“: ein Testlabor, in dem wir Kunden schon bei der Entwicklung von digitalen Produkten und Services einbinden. UX steht für User Experience und damit für das Erlebnis, das ein Kunde bei der Bedienung eines Produktes hat. Im UX-Studio lassen sich Produkte und Services bereits in der Entwicklungsphase testen und erleben, verbunden mit der Möglichkeit, direktes Feedback an das jeweilige Entwicklungsteam zu geben. Die Rückmeldungen ermöglichen eine kostengünstige und schnelle Anpassung und stärkere Ausrichtung am Kundenbedürfnis.

Auch Unternehmerkunden haben sich 2018 im Rahmen diverser Workshops und Interviews aktiv in die Weiterentwicklung unseres Angebots eingebracht. Ergebnis ist unter anderem die Plattform UnternehmerPlus. Sie kommt dem Kundenbedürfnis nach digitalen Kooperationsangeboten nach, z.B. in den Bereichen Rechnungsmanagement und Buchhaltung, und unterstützt somit unsere Unternehmerkunden in ihrem Alltag. Auch zur Entwicklung des Nachfolgeportals, einer Plattform für geregelte Unternehmensnachfolgen und -verkäufe, wurden tiefgehende Kunden- und Nichtkunden-Befragungen, persönliche Tagesworkshops mit Kunden sowie Studien durchgeführt.

Die Themen des Mittelstands stehen im Fokus der 2006 gegründeten Commerzbank-Initiative UnternehmerPerspektiven. Einmal jährlich befragt sie 2.000 Eigentümer und Manager der ersten Führungsebene aus Unternehmen unterschiedlicher Größenordnungen und Branchen. Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden, Politik und Wissenschaft diskutieren die Ergebnisse im Rahmen öffentlicher Podien. 2018 ging es um Big Data und die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen für den Mittelstand. Bei bundesweit 19 Veranstaltungen sowie einer in der Schweiz hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich dazu auszutauschen, Ideen für die Umsetzung zu bekommen und neue Kontakte zu knüpfen.

Das Firmenkundensegment der Commerzbank führt für die Weiterentwicklung des Angebots regelmäßig themenspezifische Kundenbefragungen durch. So werden Erkenntnisse zu Kundenwünschen und -anforderungen gewonnen, die in die Gestaltung von Produkten und Prozessen einfließen. Ziel ist es dabei, Produktoptimierungen und Innovationen, etwa im Rahmen der Digitalisierung, am Kundennutzen auszurichten. Weitere Befragungen geben Aufschluss darüber, wie zufrieden Firmenkunden mit der Betreuung in diesem Segment sind und welche Wünsche und Erwartungen sie an die Zusammenarbeit haben.

Aktionäre / Investoren

Nachhaltigkeitsratingagenturen aggregieren die Erwartungen von Investoren mit Blick auf die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten durch die Bank. Mit steigendem Interesse unserer Investoren an diesen Themen steigt auch die Bedeutung der Nachhaltigkeitsratings. Die Commerzbank pflegt den aktiven Austausch mit ausgewählten Agenturen. Der Hauptfokus liegt zunehmend auf der strategischen Integration von Nachhaltigkeitsaspekten im Kerngeschäft der Bank. Darüber hinaus hilft eine transparente und gleichzeitig übersichtliche Kommunikation den Analysten bei der Bewertung unserer Nachhaltigkeitsleistung.

Weitere Angaben zur Kommunikation mit Aktionären finden sich im Geschäftsbericht 2018 (S. 28 f.). Zudem ist der Aufsichtsratsvorsitzende in angemessenem Rahmen bereit, Gespräche mit Investoren über aufsichtsratsspezifische Themen zu führen.

Mitarbeiter

Die Interessenvertretung unserer Mitarbeiter nehmen der Gesamtbetriebsrat, die Gesamt-Jugend-und-Auszubildendenvertretung (GJAV), die Gesamtschwerbehindertenvertretung (GSBV), mehr als 20 örtliche Betriebsräte, Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) und Schwerbehindertenvertretungen (SBV) sowie für die leitenden Angestellten der Unternehmenssprecherausschuss wahr. Von den Interessenvertretungen sind alle Mitarbeiter der Commerzbank AG erfasst. Lediglich der Vorstand ist dort nicht vertreten.

Für die Beteiligung unserer Mitarbeiter am Unternehmensgeschehen setzen wir neben Mitarbeiterbefragungen auch auf unser mehrfach ausgezeichnetes Ideenmanagement „WikIdee“. Über diese Onlineplattform können alle Mitarbeiter Vorschläge eingeben und diskutieren. Im Berichtsjahr wurden rund 1.500 Ideen eingereicht. Zu den erfolgreichen Ideen gehörte 2018 unter anderem eine Vereinfachung von internen Firmenkundenprozessen, durch die ein Medienbruch bei Formularen beseitigt werden konnte. Eine weitere Idee, die zur Umsetzung vorbereitet ist, gilt der strukturierten Kundenansprache nach erfolgreicher Rückzahlung einer Baufinanzierung.

Aufsichtsrat

2018 fanden insgesamt neun Aufsichtsratssitzungen statt. Zudem trafen sich jeweils die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner zu einer ganztägigen Strategiesitzung. Gegenstand aller ordentlichen Sitzungen war die aktuelle Geschäftslage der Bank, die jeweils eingehend mit dem Vorstand erörtert wurde. Die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Bank, die Risikolage, die Strategie und deren Umsetzungsstand, die Planung, Compliance-Themen, das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem wurden vertieft behandelt. Inhaltliche Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit waren zudem die wirtschaftliche Entwicklung und Ausrichtung der einzelnen Geschäftsfelder. Ferner wurde der Aufsichtsrat fortlaufend über den Stand der Zusammenarbeit mit dem US-Monitor informiert. Details zu den einzelnen Sitzungen finden sich im Geschäftsbericht 2018 (S. 6-9).

Politik

Wir stehen im kontinuierlichen Austausch mit nationalen wie internationalen Regulierungs- und Aufsichtsbehörden sowie den Verantwortlichen in der Politik, um auf die Klarheit und Verlässlichkeit von Regelungen zu Produkten und Dienstleistungen hinzuwirken – im Interesse unserer Kunden sowie einer langfristigen Planungsfähigkeit.

Für den Dialog mit politischen Vertretern gibt es verschiedene Veranstaltungsformate, insbesondere in Berlin. Eines davon ist das „Politische Frühstück“: Während der parlamentarischen Sitzungswochen tauschen sich Gastredner mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Themen aus.

Finanzinstituten kommt eine besondere Rolle zu bei der Eindämmung des Klimawandels, zu der sich die Staatengemeinschaft mit dem Klimaabkommen von Paris verpflichtet hat. Dort wurde als eines von drei Zielen vereinbart, die globalen Finanzströme in Projekte und Technologien zu lenken, die Treibhausgasemissionen vermindern und eine klimaresistente Entwicklung fördern – etwa erneuerbare Energien. Ebenso wichtig für die Zielerreichung ist es, dass Finanzdienstleister bestimmte Geschäfte nicht mehr begleiten. Den Aktionsplan der Europäischen Kommission zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums und die darin vorgesehenen legislativen und nichtlegislativen Maßnahmen verfolgen wir interessiert. Wir halten die vorgeschlagenen Initiativen für wichtig und begleiten sie positiv, aber auch konstruktiv-kritisch, unter anderem durch unsere Mitarbeit in Verbänden und Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen. Parallel dazu haben wir im Berichtsjahr mit großem Interesse die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures sowie der Technischen Expertengruppe der EU-Kommission zu Sustainable Finance verfolgt.

Zivilgesellschaft

Im Dezember 2018 war Tijen Onaran zu Gast bei „Commerzbank im Dialog“. Die CEO und Gründerin von Global Digital Women diskutierte mit dem Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank Martin Zielke darüber, was die digitale Transformation für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bedeutet. Eine weitere Kommunikationsplattform bietet das „She-VIP-Lunch“. Hier setzen sich erfolgreiche Frauen aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Medien und Diplomatie mit gesellschaftspolitisch relevanten Aspekten auseinander.

Nichtregierungsorganisationen

Der Austausch mit Nichtregierungsorganisationen ist uns wichtig, um die möglichen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Mensch und Umwelt zu diskutieren. Darüber hinaus wertet die Commerzbank entsprechende Studien regelmäßig aus. Die Ergebnisse fließen in unsere geschäftspolitischen Entscheidungen mit ein. Im Berichtsjahr standen weiterhin Klimaschutz und CO2-Emissionen durch Kohleverstromung im Fokus dieses Austausches.

Angaben zur Einbindung der Stakeholder in die Wesentlichkeitsanalyse finden sich unter 102-46.
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6 Vorgehensweise bei der Berichterstattung

Nr.        AngabeUNGC SDG
102-45Im Konzernabschluss enthaltene Entitäten
Die vorliegende GRI-Bilanz bezieht sich grundsätzlich auf die Commerzbank AG (In- und Ausland). Ausnahmen sind jeweils kenntlich gemacht. Die Finanzkennzahlen werden auf Ebene des Konzerns erhoben und sind dem Geschäftsbericht 2018 der Commerzbank entnommen. Für eine Aufstellung aller darin konsolidierten Unternehmen siehe dort S. 293–296 sowie 309–311.
  
102-46Vorgehen zur Bestimmung des Berichtsinhalts und der Abgrenzung der Themen
Welche Themen für das Unternehmen heute und in Zukunft wesentlich sind, hat die Commerzbank im Herbst 2018 im Rahmen einer mehrstufigen Wesentlichkeitsanalyse herausgearbeitet. Dafür wurden 17 Nachhaltigkeitsthemen hinsichtlich ihrer Relevanz für Stakeholder und den Geschäftserfolg sowie des Umfangs der Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Gesellschaft bewertet.

Aufbauend auf der zuletzt 2015 erfolgten Wesentlichkeitsanalyse haben wir dafür zunächst Studien, Standards und Ratings analysiert und potenziell relevante Sachverhalte ermittelt. Ein Panel mit elf Vertretern externer Stakeholder-Gruppen formulierte hierzu in qualitativen Interviews ihre Erwartungen an die Commerzbank und priorisierte die Themen nach Relevanz (für ausgewähltes Feedback siehe S. 14 des Nachhaltigkeitsmagazins 2019). Mit einer Online-Befragung unter Mitarbeitern und Führungskräften konnten wir zusätzlich die Signifikanz der Auswirkung unserer Geschäftstätigkeit darauf ermitteln. Die daraus resultierende Wesentlichkeitsmatrix wurde in einem Workshop durch Fachverantwortliche aus Einheiten mit Nachhaltigkeitsbezug diskutiert und verabschiedet. In einem letzten Schritt wurden dann die jeweiligen GRI-Standards den relevanten Themen zugeordnet und eine Einschätzung getroffen, ob die größte Einflussmöglichkeit innerhalb oder außerhalb der Commerzbank liegt.

Wesentlichkeitsmatrix der Commerzbank AG (PDF, 33 kB)
  
102-47Liste der wesentlichen Themen
Sämtliche wesentlichen Themen sowie die Zuordnung ihrer Bedeutung inner- oder außerhalb des Unternehmens sind im nachfolgend hinterlegten PDF tabellarisch aufgeführt.

Wesentliche Themen und Zuordnung der GRI-Standards (PDF, 36 kB)
  
102-48Neudarstellung von Informationen
Eine Neudarstellung der Informationen fand nach Möglichkeit nicht statt, um den Vorjahresvergleich zu erleichtern. Anpassungen von Zahlen, über die wir in der Vergangenheit berichteten, machen wir gegebenenfalls über Fußnoten kenntlich.
  
102-49Änderung bei der Berichterstattung
Aufgrund der Neuerstellung der Wesentlichkeitsanalyse gab es Änderungen in der Liste der wesentlichen Themen im Vergleich zu den Vorjahren. So werden die zwei Themen „Produkte & Services mit sozialem / ökonomischem Nutzen“ weitgehend ersetzt durch „Nachhaltige Geldanlage und Kapitalmarktprodukte“, „Nachhaltigkeitskriterien in den Eigenanlagen“ und „Ganzheitliches Risikomanagement“. Neu hinzu kamen „Datenschutz und -sicherheit“, „Nachhaltigkeitsbezug in der Vergütung“, „Corporate Responsibility Ratings und Reporting“ sowie „Stakeholderdialog“. Das Thema „Langfristige ökonomische Stabilität“ dagegen wurde als nicht wesentlich für die Berichterstattung der Nachhaltigkeitsleistungen im Rahmen von GRI angesehen. Insgesamt hat sich eine Ausweitung der wesentlichen Themen von 13 auf 17 ergeben. Die berichteten GRI-Standards wurden diesen teilweise neu zugeordnet, sind jedoch unverändert geblieben. Ausnahme sind vier Standards, zu denen wir nicht mehr berichten, da sie als nicht relevant eingestuft sind: „201 Wirtschaftliche Leistung“, „301 Materialien“, „303 Wasser“ sowie „306 Abwasser und Abfall“.
  
102-50Berichtszeitraum
Alle Zahlen in dieser GRI-Bilanz beziehen sich auf den Zeitraum 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018. Über diesen Berichtszeitraum hinausgehende Informationen werden gegebenenfalls mit Datum gekennzeichnet. Redaktionsschluss war der 30. Juni 2018.
  
102-51Datum des letzten Berichts
Die letzte GRI-Bilanz erschien im Juli 2018 mit Angaben für das Berichtsjahr 2017.
  
102-52Berichtszyklus
Seit dem Berichtsjahr 2014 veröffentlicht die Commerzbank eine jährliche Aktualisierung der vorliegenden GRI-Bilanz. Im Zweijahresrhythmus gibt die Bank zusätzlich ihr Magazin zur unternehmerischen Verantwortung heraus, in dem wesentliche Themen aus dem Nachhaltigkeitsmanagement redaktionell beleuchtet werden. Alle bisherigen Berichte, Bilanzen und Magazine sind im Nachhaltigkeitsportal archiviert.
  
102-53Ansprechpartner bei Fragen zum Bericht
Commerzbank AG
Anna Ritschel
Group Communications
Sustainability and Issue Management
nachhaltigkeit@commerzbank.com
  
102-54Erklärung zur Berichterstattung in Übereinstimmung mit den GRI‑Standards
Dieser Bericht wurde in Übereinstimmung mit den GRI-Standards: Option „Kern“ erstellt.
  
102-55GRI-Inhaltsindex
Die vorliegende GRI-Bilanz stellt zugleich den GRI-Inhaltsindex dar. Sie wurde nach den GRI-Standards (2016) der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt. Bei der Themenauswahl wurden im Kapitel „Sustainable Finance“ zusätzlich spezifische Angaben für Finanzdienstleister berücksichtigt.
  
102-56Externe Prüfung
Die Verbrauchsdaten, der Erhebungsmodus und die berechneten CO2-Emissionen für die Commerzbank AG Inland werden seit 2009 im Rahmen unseres Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 und seit 2016 im Rahmen unseres Energiemanagementsystems nach ISO 50001 durch die DNV GL Business Assurance Zertifizierung und Umweltgutachter GmbH extern geprüft. Für 2018 werden in dieser GRI-Bilanz erneut auch die nicht verifizierten Umweltdaten der Commerzbank AG Ausland dargestellt. Eine externe Verifizierung der gesamten GRI-Bilanz findet nicht statt.
  

Wesentliche Themen

1. Wirtschaft

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GRI 203 Indirekte ökonomische Auswirkungen

Nr.AngabeUNGCSDG
GRI 103Managementansatz (inklusive 103-1, 103-2, 103-3)
Als aktiver Teil der Gesellschaft wollen wir unser Umfeld positiv mitgestalten. Dies geschieht vor allem durch die positiven Effekte unserer Finanzdienstleistungen auf die Wirtschaft sowie die Rolle der Bank als Arbeitgeber und Steuerzahler. Darüber hinaus betrachten wir das Angebot hochwertiger Finanzdienstleistungen als wichtigen infrastrukturellen Beitrag unserer Bank für die Gesellschaft.

Unser bundesweites Netz mit rund 1.000 Filialen ist unter den privaten Banken in Deutschland eines der dichtesten. Die Commerzbank beabsichtigt nicht, sich aus der Fläche zurückzuziehen. Unsere Filialen bleiben im Gegenteil ein wichtiger Bestandteil unserer Wachstumsstrategie. Gleichzeitig wird das Zusammenspiel mit dem digitalen Angebot immer wichtiger. Seit 2016 arbeiten wir im Filialgeschäft mit der für Kunden und Berater einheitlichen Multikanalplattform „One“ und sind über unser Kundencenter, Mobil- und Onlinebanking rund um die Uhr erreichbar.

Um die Angebote der Commerzbank für alle Interessierten zugänglich zu machen, legen wir großen Wert auf die barrierefreie Gestaltung unserer Filialen. Aktuell verfügen rund 65% unserer Filialen über eine vollständig barrierefreie Zugänglichkeit. Bei jeder zukünftigen Umbaumaßnahme in einer Filiale und der Einrichtung von Geldautomaten achten wir auf einen Zugang für möglichst alle Nutzergruppen. Für den Auszahlungsvorgang sind alle Selbstbedienungsgeräte der Commerzbank mit einer Vorlesefunktion für sehbehinderte Kunden ausgestattet.

Die Bank hat sich im Nachhaltigkeitsprogramm Ziele für eine noch stärkere finanzielle Inklusion gesetzt. Dazu zählt das Vorhaben, dass auch in Zukunft mindestens 70% der Kunden nicht mehr als zehn Kilometer zur nächsten Commerzbank-Filiale zurücklegen müssen. Zusätzlich strebt die Bank eine möglichst verständliche und lösungsorientierte Sprache in der Kundenkommunikation an und nutzt unter anderem den Hohenheimer Verständlichkeitsindex für Produktinformationen und andere Kommunikationsmittel.
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203-1Infrastrukturinvestitionen und geförderte Dienstleistungen
Für ihr gesellschaftliches Engagement ist die Commerzbank auf vielfältige Weise mit ihrem Umfeld vernetzt. Zahlreiche Projekte und Initiativen, die gemeinsam mit Partnern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ins Leben gerufen wurden, leisten Beiträge zur Lösung aktueller Problemstellungen. Einen besonderen Schwerpunkt legt die Bank dabei auf das Corporate Volunteering, indem Mitarbeiter zum Beispiel durch Freistellungen oder das Bereitstellen von Infrastruktur ermutigt und befähigt werden, sich sozial zu engagieren. Dieser persönliche Einsatz der Mitarbeiter nützt der gesellschaftlichen Entwicklung und verbessert die Lebensbedingungen von Benachteiligten. Gleichzeitig erhöht das Engagement die Motivation am Arbeitsplatz und fördert ein verständnisvolles Miteinander.

Commerzbank-Mitarbeiter haben sich zum Beispiel als Mentor engagiert bei dem 2013 ins Leben gerufenen Bildungspaten-Programm der Commerzbank. Es richtet sich an Jugendliche, die Schwierigkeiten haben, ihren Schulabschluss zu erreichen, keinen Ausbildungsplatz finden oder Gefahr laufen, ihre Ausbildung abzubrechen. 2018 war ein Einsatz in nunmehr 11 Bundesländern möglich. Das Programm verzeichnete im Berichtsjahr 45 neue Teilnehmer. Seit 2013 haben damit rund 325 Mitarbeiter der Commerzbank mehr als 500 Jugendliche als Bildungspaten unterstützt. Weiterhin unterstützt die Commerzbank die Organisation Joblinge beim Aufbau von „Kompass“ – einem bundesweiten speziell auf die Bedürfnisse von Geflüchteten ausgerichteten Programm zu deren Integration in den ersten Arbeitsmarkt. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, das Programm ehrenamtlich als Sprachtrainer oder Mentor zu unterstützen. Zur Qualifizierung für diese Aufgabe werden sie bezahlt freigestellt.

Im Rahmen unseres Einsatzes für das Gemeinwohl nahmen 2018 nahezu 300 Mitarbeiter der Commerzbank am Malteser Social Day teil und unterstützten bundesweit 30 soziale Projekte in 8 Städten. Viele dieser Hilfsaktionen unterstützten Menschen mit Behinderungen, Senioren und Geflüchtete, daneben setzten sich Commerzbanker bei der Renovierung und anderen Gestaltungsmaßnahmen in Kindertagesstätten und Schulen ein. Die Commerzbank beteiligt sich seit 2012 am Malteser Social Day, stellt die Mitarbeiter für diesen Tag von der Arbeit frei und übernimmt den Teilnehmerbetrag.

2018 hatten Mitarbeiter der Commerzbank AG und der Commerz Real des Weiteren wieder die Möglichkeit zur sogenannten Restcent-Spende, bei der das Gehalt auf den nächsten vollen Eurobetrag abgerundet und die Differenz gespendet wird. Von den 4.950 im zweiten Jahr der Restcent-Spende beteiligten Mitarbeitern kamen insgesamt gut 25.300 Euro zusammen und sozialen Einrichtungen zugute.

Die Commerzbank will zur finanziellen Allgemeinbildung insbesondere in Schulen beitragen und unterstützt dafür unter anderem das Projekt „business@school“. Diese Bildungsinitiative der Boston Consulting Group soll Wirtschaftsthemen anschaulich und praxisnah vermitteln. In ihrem Rahmen beschäftigen sich Schüler der gymnasialen Oberstufe ein Jahr intensiv mit dem Thema Ökonomie. Im Schuljahr 2018/2019 engagieren sich 36 Mitarbeiter der Commerzbank auf freiwilliger Basis als Schulbetreuer. Führungskräfte aus dem Topmanagement beteiligen sich darüber hinaus ehrenamtlich als Jurymitglieder bei den Regionalentscheiden und dem Europafinale.

Seit über 30 Jahren gibt es die Initiative Das Grüne Band: Gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund prämiert die Commerzbank jährlich 50 Sportvereine, die sich durch vorbildliche Talent- beziehungsweise Jugendförderung auszeichnen, mit einer Förderprämie von je 5.000 Euro. Bis heute haben über 500.000 Kinder und Jugendliche aus mehr als 1.800 Sportvereinen von der Initiative profitiert. Die Unterstützung des Breitensports steht auch im Fokus des Kooperationsprojekts DFB-Junior-Coaches. Während der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Jugendliche bundesweit an ca. 200 Schulen für eine Tätigkeit als Nachwuchstrainer ausbildet, unterstützen lokalansässige Commerzbank-Paten bei der Berufsvorbereitung: Sie organisieren Bewerbertrainings an den Schulen und vermitteln Schülerpraktika in Commerzbank-Filialen.

Bereits seit 1990 bietet die Commerzbank interessierten Studierenden das Commerzbank-Umweltpraktikum. Es vermittelt jährlich bis zu 75 Studierenden in Schutzgebieten in ganz Deutschland praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Wir organisieren und finanzieren das Umweltpraktikum, die Schutzgebiete sorgen für die fachliche Betreuung. 2018 hat die Bank turnusmäßig entschieden, das Projekt mindestens bis 2022 fortzusetzen. Seit Beginn des Programms haben nahezu 1.600 Praktikanten daran teilgenommen. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen anschließend in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder im Umweltschutz ein.

Die Commerzbank hat im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt rund 332.000 Euro an verschiedene Institutionen und Organisationen gespendet.

Weitere Informationen zum gesellschaftlichen Engagement der Commerzbank finden sich im Nachhaltigkeitsmagazin 2019 (Seite 25 ff.) und im Geschäftsbericht 2018 (Seite 58 f.).

Einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft leisten außerdem verschiedene vom Konzern getragene oder geförderte Stiftungen. Das gemeinsame Ziel aller Stiftungen ist es, einen nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft zu leisten. Dabei unterscheiden sich die Förderschwerpunkte:


  • Die Commerzbank-Stiftung konzentriert sich auf die bundesweite Förderung von Wissenschaft, Kultur und Sozialem. Dabei schafft sie gemeinsam mit ihren Partnereinrichtungen Anreize für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Sie steht für die Weiterentwicklung und Stärkung der kulturellen Bildung in unserer Gesellschaft – so auch durch den 2018 erstmals ausgeschriebenen Preis ZukunftsGut für institutionelle Kulturvermittlung. Nicht zuletzt unterstützt sie Projekte, die benachteiligten Menschen zu mehr Selbstbestimmung verhelfen. Als Stiftung des bürgerlichen Rechts setzt die Commerzbank-Stiftung die Tradition der 1970 gegründeten unselbstständigen Unternehmensstiftung fort.
  • Seit 1977 widmet sich die rechtlich selbstständige Jürgen Ponto-Stiftung dem künstlerischen Nachwuchs in Deutschland. Sie unterstützt Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Musik, bildende Kunst, Literatur und darstellende Kunst, die am Beginn ihrer Karriere stehen. Neben Stipendien an hochbegabte junge Musikerinnen und Musiker lobt sie alle zwei Jahre den Musikpreis der Jürgen Ponto-Stiftung aus, der an junge Streichquartette vergeben wird. Im Laufe ihrer 40-jährigen Geschichte war die Jürgen Ponto-Stiftung aber auch in der Breitenförderung aktiv. Zum Ende des Berichtsjahres ist die Stiftung eigenständig geworden und somit nicht mehr Teil der Commerzbank.
  • Ergänzt wird das Stiftungsengagement in der Commerzbank durch die Tätigkeit der sechs Sozialstiftungen. Diese leisten finanzielle Unterstützung für Mitarbeiter und Pensionäre der Bank, die unverschuldet in Notsituationen geraten sind.


Die Entscheidung über zu fördernde Projekte treffen die Gremien der einzelnen Stiftungen gemäß dem jeweiligen Stiftungszweck.

Das jeweilige Stiftungskapital sowie die Fördervolumina im Berichtsjahr zeigen die nachfolgenden Tabellen.

Fördervolumen der Stiftungen in der Commerzbank (PDF, 25 kB)
Stiftungskapital der Stiftungen in der Commerzbank (PDF, 24 kB)

Die Commerzbank unterstützte 2018 diese Stiftungen mit insgesamt rund 925.000 Euro unter anderem für Personal, Arbeitsplätze und sonstige Sachkosten.

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GRI 205 Korruptionsbekämpfung

Nr.AngabeUNGCSDG
GRI 103Managementansatz (inklusive 103-1, 103-2, 103-3)
Im Kampf gegen Korruption und Bestechung berücksichtigen wir nicht nur bestehende gesetzliche Verpflichtungen wie den UK Bribery Act oder den US Foreign Corrupt Practices Act. Daneben richten wir uns nach den OECD-Leitlinien für multinationale Unternehmen und halten die OECD-Konvention gegen die Bestechung ausländischer Amtsträger im internationalen Geschäftsverkehr ein. Zudem hat sich die Commerzbank dem UN Global Compact mit seinen zehn Prinzipien verpflichtet – unter anderem zur Korruptionsbekämpfung.

Diese externen Standards werden um interne Richtlinien ergänzt. Zusammen formen sie den Rahmen des Compliance-Managements zur Korruptionsbekämpfung. Dazu gehören verbindliche Verhaltensgrundsätze, die einen Orientierungsrahmen für korrektes und ethisch einwandfreies Verhalten bei der täglichen Arbeit geben. Mit der Global Anti-Bribery and Corruption Policy (ABC-Policy) wendet sich die Commerzbank gegen Bestechung, Vorteilsnahme und andere Formen der Korruption. Dies gilt innerhalb und außerhalb des Konzerns, gegenüber Handelsorganisationen, Amtsträgern und Personen, die in Beziehung zu Gesellschaften der Bank stehen.

Die Commerzbank hat für den Konzern zentrale Präventionssysteme eingeführt, um Compliance-Risiken zu erkennen, zu überwachen, zu mindern und nach Möglichkeit zu vermeiden und so die Einhaltung der ABC-Policy zu sichern. Dazu gehören Risikoanalyse, Compliance-Prüfungen und die Bewertung ihrer Effektivität, Fortbildungen, Pflichtabwesenheiten (Mandatory Time Away), die Globalen Verhaltensgrundsätze („Code of Conduct“), Zuverlässigkeitsprüfungen von potenziellen Mitarbeitern, die Due-Diligence-Prüfung Dritter sowie das Hinweisgebersystem („Business Keeper Monitoring System“, BKMS). Darüber können Kunden, Mitarbeiter und Dritte online einen Verdacht auf wirtschaftskriminelle Handlungen sowie Verstöße gegen gesetzliche, regulatorische und interne Vorgaben in der Commerzbank melden – auf Wunsch auch anonym.

Neu verhandelte Verträge der Commerzbank mit Dienstleistern erhalten eine verbindliche Integritätsklausel. Zudem werden sie im Rahmen der Due Diligence, also der sorgfältigen Prüfung, auch nach Aufnahme der Geschäftsbeziehung regelmäßig auf korruptionsrelevante Treffer in kommerziellen Datenbanken überprüft.

Mit dem Ziel, mögliche Interessenkonflikte zu vermeiden oder angemessen zu lösen, haben wir ein System zum Interessenkonflikt-Management eingeführt. Die Commerzbank setzt beispielsweise ein Conflict-of-Interest-Tool ein. Damit werden weltweit Daten zu relevanten Transaktionen im Firmenkunden- oder Kapitalmarktgeschäft gesammelt und geprüft. Wir treten Versuchen von Marktmanipulation entschieden entgegen und setzen uns für die Wahrung der Integrität der Märkte sowie des Schutzbedürfnisses unserer Kunden ein.
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205-1Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden
Grundlage für die Einschätzung und Minimierung potenzieller Compliance-Risiken ist die Gefährdungsanalyse. Sie wird einmal jährlich durchgeführt und erstreckt sich auf alle konzernangehörigen Unternehmen, Zweigstellen und sonstigen gebundenen beziehungsweise abhängigen Unternehmen im In- und Ausland, die als compliancerelevant eingestuft werden. Sie umfasst auch einen dezidierten Teil zu Korruption, der 2018 für alle globalen Einheiten deutlich an Detailtiefe dazugewonnen hat, und bewertet die entsprechenden Risiken und Kontrollaktivitäten der Einheiten. Die im Rahmen der Gefährdungsanalyse betrachteten potenziellen Korruptionsrisiken umfassen neben Geschenken und Einladungen auch Geschäftspartner-Compliance sowie Spendentätigkeiten, Personalprozesse und Zahlungsprozesse.

Die aus der Gefährdungsanalyse abgeleiteten Maßnahmen zur Prävention überprüfen wir regelmäßig und ergänzen sie bei Bedarf. Um der stetig wachsenden Komplexität der nationalen wie internationalen Gesetze und Regelungen gerecht zu werden, entwickelt der Konzern seine Compliance-Risikosteuerung ständig weiter und passt diese an aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen an.
1016
205-2Kommunikation und Schulungen zu Richtlinien und Verfahren zur Korruptionsbekämpfung
Um den Mitarbeitern Hilfestellung bei der Umsetzung der Richtlinien zu geben, wurde ein spezielles ABC-Training konzipiert. Das webbasierte Training muss als Pflichtschulung von allen Mitarbeitern und Führungskräften und externen Gewerknehmern jährlich absolviert werden. Mehr als 40.000 Mitarbeiter des Commerzbank-Konzerns werden so regelmäßig unter anderem zu Fragen der Korruptionsprävention geschult. Geschäfts- und Funktionseinheiten mit erhöhtem Risikoprofil sowie Personen in Funktionen der Commerzbank, die einem höheren Bestechungs- und Korruptionsrisiko ausgesetzt sind, erhalten zudem bedarfsorientiert gezielte Trainings. Beispielsweise durchliefen die Vorstandsassistenzen 2018 eine spezielle Schulung. Zudem wurde für und mit Senior Relationship-Managern im Bereich Corporates International eine dreitägige interaktive Schulung – das sogenannte Compliance Bootcamp – entwickelt, das regelmäßig als Präsenztraining durchgeführt wird. Auch für den Aufsichtsrat gibt es eine jährliche Schulung durch den Chief Compliance Officer zu compliancerelevanten Themen. Daneben steht ein Antikorruptionsteam jederzeit für Fragen zur Verfügung.
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205-3Bestätigte Korruptionsvorfälle und ergriffene Maßnahmen
Korruption und sonstige strafbare Handlungen von Mitarbeitern werden von der Commerzbank ausdrücklich nicht toleriert. Aufgedeckte strafbare Handlungen verfolgt die Bank nach dem „Nulltoleranzprinzip“. Jeder Mitarbeiter, der nachweislich gegen diesen Grundsatz verstößt, muss die arbeits-, zivil- oder strafrechtlichen Konsequenzen tragen. Für das Jahr 2018 sind keine Korruptionsfälle im Commerzbank-Konzern bekannt.
1016

2. Ökologie

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GRI 302 Energie

Nr.AngabeUNGCSDG
GRI 103Managementansatz (inklusive 103-1, 103-2, 103-3)
Betrieblicher Umweltschutz und die systematische Minimierung des Ressourcenverbrauchs der Commerzbank sind wichtige Bestandteile unseres Nachhaltigkeitsverständnisses. „Umwelt & Gesellschaft“ bildet eines der drei Handlungsfelder unseres Nachhaltigkeitsmanagements (siehe Nachhaltigkeitsmagazin 2019, S. 30 f.). Um den ökologischen Fußabdruck der Bank zu verringern, haben wir auch 2018 an den verschiedenen Maßnahmen zur Umsetzung unserer Klimastrategie (siehe 305/103) sowie der stetigen Verbesserung unseres zertifizierten Umwelt- und Energiemanagementsystems gearbeitet. Dies betrifft die Themen Energie, Emissionen sowie Compliance im Umweltbereich.

Da die Commerzbank Umweltschutz als Führungsaufgabe versteht, tragen alle Führungskräfte – angefangen beim Vorstand – die Verantwortung für die Umsetzung der vereinbarten Umweltziele. Das Umwelt- und Energiemanagement ist in der Konzerneinheit Organisation & Security angesiedelt, die direkt an den Konzernvorstand berichtet. Darüber hinaus ist der betriebliche Umweltschutz mit vielen anderen Abteilungen vernetzt, um den Umweltleitlinien der Commerzbank umfassend Geltung zu verschaffen und Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Bank zu nehmen. Maßnahmen im Umwelt- und Energiebereich werden über die Linienfunktionen bis hin zum Gesamtvorstand entschieden. Das Umwelt- und Energiemanagementsystem liefert dem Gesamtvorstand über seine regelmäßigen Berichte hierfür eine erweiterte Entscheidungsgrundlage. Der COO ist zuständig für Umweltthemen innerhalb des Vorstands. Die Commerzbank hat mit ihren Umweltleitlinien klare Regeln für eine umweltverträgliche Geschäftstätigkeit definiert und veröffentlicht.

Die Commerzbank und 15 Tochtergesellschaften verfügen über ein integriertes Umwelt- und Energiemanagementsystem. Das System wird durch die DNV GL Business Assurance Zertifizierung und Umweltgutachter GmbH nach den Standards ISO 14001 und ISO 50001 zertifiziert. Im Jahr 2018 deckte das System 92% des Strom- und Heizenergieverbrauchs der Commerzbank im In- und Ausland ab. Die Ziele für den betrieblichen Umweltschutz finden sich im Nachhaltigkeitsprogramm.

Für die Ermittlung der Umweltdaten im Ausland wurden unterschiedlichste Quellen herangezogen, teilweise waren aber auch keine Daten erhältlich. Insofern ist die Datenlage noch unvollständig und qualitativ nicht mit den Inlandsdaten vergleichbar. Beispielsweise konnten keine Kühl- und Löschmittelverluste erhoben werden. Auch Pendelverkehrszahlen wurden für das Ausland nicht ermittelt, da die erforderlichen statistischen Basisdaten nicht vorliegen. Eine externe Verifizierung findet deshalb bislang nicht statt. Wir arbeiten weiter an der Verbesserung der Datenqualität auch für Auslandsfilialen.

Um das Ziel im Rahmen unserer Klimastrategie zu erreichen (siehe 305/103), setzen wir auf eine Vielzahl von Maßnahmen, unter anderem im Bereich Energienutzung. Die rund 1.100 Gebäude der Commerzbank in Deutschland werden seit 2013 vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen versorgt. Die Herkunftsnachweise für unseren Ökostrom werden von unserem Energielieferanten im Herkunftsnachweisregister ordnungsgemäß entwertet, sodass eine Doppelvermarktung ausgeschlossen werden kann. Es handelt sich hierbei um EECS-Herkunftsnachweise von Wasserkraftwerken, die nicht älter als sieben Jahre sind (EECS = European Energy Certificate System). Eines der Nachhaltigkeitsziele im Bereich „Umwelt: Energie und Emissionen“ lautet: Senkung des Energieverbrauchs um 8% bis zum Jahr 2020 ausgehend vom Basisjahr 2014 (417,32 MWh). Dieses Ziel wurde bereits 2017 mit einem Rückgang von 13,2% auf 362,27 MWh deutlich übererfüllt. Die Energieeinsparung konnte im Jahr 2018 weiter gesteigert werden und beläuft sich inzwischen auf -17,5% (344,43 MWh) im Vergleich zum Basisjahr. Dazu beigetragen haben die relativ warmen Wintermonate im Jahr 2018 und ein Umzug an einen effizienteren Standort innerhalb von Berlin.

Die Commerzbank beteiligt sich gemeinsam mit 14 anderen Frankfurter Unternehmen an der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke der deutschen Bundesregierung und der Industrieverbände.

Neben der Umsetzung energiesparender Maßnahmen geht es bei diesem Projekt um einen intensiven Erfahrungsaustauch zwischen den Unternehmen, unterstützt von unabhängigen Energieberatern.
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302-1Energieverbrauch innerhalb der Organisation
In der Commerzbank AG Inland werden rund 64% der Wärmeenergie aus Erdgas gewonnen. Im Ausland werden über 69% der Heizenergie mit Erdgas und fast 26% der Heizenergie mit Fernwärme erzeugt. Hiervon ausgenommen sind einzelne Standorte in Asien, die über die Klimaanlage auch mit Wärme versorgt werden. Ölheizungen werden nach und nach durch umweltfreundlichere Systeme ersetzt und tragen mittlerweile nur noch in sehr geringem Umfang zur Wärmeerzeugung bei: Der Anteil von Heizöl als Heizenergiequelle liegt im Inland bei 1,5%, im Ausland bei 5,1%. Dabei war der absolute Heizölverbrauch im Ausland im Jahr 2018 unverändert im Vergleich zum Vorjahr und der Anstieg des Anteils um 3 Prozentpunkte ist auf die Reduzierung der anderen Heizenergieverbräuche zurückzuführen.

Der Stromverbrauch bei der Commerzbank AG Inland konnte gegenüber dem Vorjahr stabil gehalten werden. Der gesamte Stromverbrauch ging dagegen um 6,1% zurück, da an einzelnen Auslandsstandorten die Hochrechnungen durch Messwerte ersetzt werden konnten. Bei Fernwärme gelang 2018 erneut eine deutliche Reduzierung. Der gesamte indirekte Energieverbrauch der Commerzbank nahm gegenüber dem Vorjahr um 6,9% ab.

Direkter Energieverbrauch der Commerzbank AG (PDF, 26 kB)
Indirekter Energieverbrauch der Commerzbank AG durch Strom und Fernwärme (PDF, 31 kB)
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302-4Verringerung des Energieverbrauchs
2018 konnte der Energieverbrauch der Commerzbank AG Inland im Vergleich zum Vorjahr um rund 3,1% gesenkt werden. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten die über das Energiemanagementsystem gesteuerten Maßnahmen wie Optimierungen bei Klimaanlagen, Beleuchtung, Betriebszeiten und der IT-Infrastruktur. Auch der Pkw-Geschäftsreiseverkehr war mit -1,8% leicht rückläufig.
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GRI 305 Emissionen

Nr.AngabeUNGCSDG
GRI 103Managementansatz (inklusive 103-1, 103-2, 103-3)
Der übergreifende Managementansatz für das betriebliche Umwelt- und Energiemanagement unter 302 gilt auch für 305. Im Rahmen unserer Klimastrategie haben wir uns das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen der Commerzbank AG Inland bis 2020 um insgesamt 70% gegenüber dem Basisjahr 2007 zu senken. Als Basis für das Klimaziel wurde 2007 gewählt, da in diesem Jahr die erste CO2-Bilanz nach der Übernahme der Dresdner Bank erfolgte und die Leitlinien zur unternehmerischen Verantwortung erarbeitet wurden.

Um unser Klimaziel zu erreichen, setzen wir auf eine Vielzahl von Maßnahmen, insbesondere in den Bereichen Energienutzung und Mobilität. In erster Linie geht es darum, Treibhausgasemissionen grundsätzlich zu vermeiden oder – wo dies nicht möglich ist – konsequent zu reduzieren. Das Ergebnis: 2018 haben wir 70,1% weniger CO2 emittiert als 2007 und damit unser Klimaziel zwei Jahre vor der Frist erreicht. Die verbliebenen, nur schwer vermeidbaren Emissionen (inklusive durch Pendelverkehr der Mitarbeiter von und zur Arbeitsstätte) werden seit 2015 kompensiert. Die Commerzbank AG Inland arbeitet somit klimaneutral. Weitere Details zur Klimaneutralität inklusive Kriterien für die Wahl der Projekte sowie Stilllegungsbestätigungen der 2018 getätigten Zertifikatekäufe finden sich in unserem Nachhaltigkeitsportal.

Um Reduktionspotenziale bewerten und wirksame Maßnahmen einleiten zu können, sind eine systematische Analyse der Emissionsquellen und die Kenntnis des eigenen CO2-Fußabdrucks grundlegend. Die Commerzbank geht hierfür den Schritt vom bewährten Öko-Controlling zum CO2-Accounting. Auf dieser Basis werden CO2-Substitutionsmaßnahmen wie die Umstellung auf Ökostrom und CO2-Reduktionsmaßnahmen eingeleitet.

Unsere Dienstreiserichtlinie schreibt vor, auf das Flugzeug für Reisen im Inland weitgehend zu verzichten und stattdessen öffentliche Verkehrsmittel zu bevorzugen, Mitfahrgelegenheiten zu prüfen und – wo möglich – technische Alternativen wie Video- und Telefonkonferenzen zu nutzen. Durch ein derzeit laufendes Projekt zur digitalen integrierten Kommunikation und Zusammenarbeit am Arbeitsplatz mittels moderner Kommunikationstechnologien wird dieser Ansatz vorangetrieben.

Die Bankwagenrichtlinie setzt durch ein Bonus-Malus-Modell und die Möglichkeit zum Bestellen von Elektrofahrzeugen klare Anreize für eine ökologischere Fahrzeugauswahl im Firmenwagenleasing. Die Poolwagen der Commerzbank werden seit 2014 sukzessive durch deutlich verbrauchsgünstigere Modelle mit einem geringeren CO2-Ausstoß ersetzt und die durchschnittlichen CO2-Emissionen so auf künftig unter 100 g/km gesenkt. An den Standorten Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart und München können Mitarbeiter auch Elektrofahrzeuge als Poolwagen für Dienstfahrten nutzen. Zudem bieten wir unseren Mitarbeitern mit Fahrradangeboten eine klimafreundliche Alternative zu Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln. Dazu zählen neben einem Bikelease-Angebot auch 70 Firmenräder an acht Standorten in Frankfurt/Main. Bahnreisen der Mitarbeiter sowie die Nutzung der Bahncard haben in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Die Inlandsgeschäftsfahrten mit der Bahn mit 100% Ökostrom leisten einen zusätzlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Unsere Zielsetzungen im Bereich Mobilität enthält das Nachhaltigkeitsprogramm unter „Umwelt: Mobilität“.
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305-1Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die Commerzbank ermittelt ihre Treibhausgasemissionen gemäß dem vom Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten (VfU) entwickelten Standard. Dieser richtet sich an internationalen Vorgaben der Umwelt- und Klimaberichterstattung aus wie dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol, CDP sowie der Global Reporting Initiative (GRI). Die Emissionen werden als CO2-Äquivalente berechnet. Das heißt: Neben CO2 werden weitere Klimagase wie Methan (CH4) und Stickstoffmonoxid (N2O) bei der Berechnung der Emissionen berücksichtigt und die Klimaschädlichkeit in den Referenzwert CO2 umgerechnet. In unserer Berichterstattung zu CO2-Emissionen unterscheiden wir gemäß Greenhouse Gas Protocol nach Scope 1 (allen direkten durch Verbrennung in den eigenen Anlagen erzeugten Emissionen), Scope 2 (indirekten Emissionen aus eingekaufter Energie) und Scope 3 (allen übrigen indirekten Emissionen aus durch Dritte erbrachten Dienstleistungen sowie vor- und nachgelagerten Prozessen). Die Verbrauchsdaten, der Erhebungsmodus und die berechneten CO2-Emissionen werden seit 2009 durch die DNV GL Business Assurance Zertifizierung und Umweltgutachter GmbH extern verifiziert.

Die CO2-Emissionen der Commerzbank AG Inland konnten 2018 um rund 7.442 Tonnen und damit 6,4% gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Die in der aktuellen Version des VfU-Kennzahlenrechners um gut 97% angehobene Emissionskennzahl für Fernwärme hat unverändert großen Einfluss auf die Höhe der CO2-Bilanz. Hauptsächlich betroffen waren die indirekten CO2-Emissionen aus der Energieversorgung. Sie stiegen von 6.940 Tonnen CO2 im Jahr 2014 auf 7.728 Tonnen CO2 im Jahr 2018 an. Im gleichen Zeitraum ging der entsprechende Energieverbrauch um 25,4% zurück, während die CO2-Emissionen aufgrund der Kennzahlanpassung um 11,4% zunahmen.

Auch die Reisetätigkeit unserer Mitarbeiter hat Einfluss auf die CO2-Bilanz der Commerzbank. Mit einem Anteil von etwa 25,9% trug diese 2018 wesentlich zu unserem Ausstoß von Treibhausgasen in der AG Inland bei. Rund 62,6% aller Dienstreisestrecken der Commerzbank AG Inland beziehungsweise 52,9% der AG gesamt wurden mit dem Auto zurückgelegt.

Direkte und indirekte Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) der Commerzbank AG (PDF, 42 kB)
CO2-Bilanz der Commerzbank AG nach Scopes (PDF, 30 kB)
Dienstreisen der Commerzbank AG (PDF, 33 kB)
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305-2Indirekte energiebedingte THG-Emissionen (Scope 2)
Siehe 305-1.
  
305-3Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Siehe 305-1.
  
305-4Intensität der THG-Emissionen
Intensität der Treibhausgasemissionen pro Vollzeitkraft (PDF, 25 kB)
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305-5Senkung der THG-Emissionen
Das 2013 formulierte Klimaziel der Commerzbank, das bis 2020 eine Verringerung der CO2-Emissionen um 70% gegenüber 2007 vorsieht (Scope 1 und 2 sowie 3 ohne Pendelverkehr und Logistikfahrten), wurde mit einer CO2-Reduktion von 70,07% Ende 2018 vorzeitig erreicht. Meilensteine waren dabei unter anderem die Umstellung der Schaufenster- und Außenbeleuchtung in allen Filialen auf Leuchtdioden (LED) sowie die Entscheidung, alle rund 1.100 von der Bank genutzten Gebäude ausschließlich mit Ökostrom zu versorgen. Um die 70%-Marke dauerhaft zu halten, arbeiten wir weiterhin an Maßnahmen, die uns dabei helfen können, CO2 Emissionen einzusparen. Seit Anfang 2015 arbeitet die Commerzbank AG Inland klimaneutral, indem alle unvermeidbaren CO2-Emissionen des Geschäftsbetriebs inklusive Pendelverkehr der Mitarbeiter von und zur Arbeitsstätte kompensiert werden (siehe 305/103).

Verringerung der CO2-Emissionen 2008-2018 (PDF, 68 kB)

2018 lag der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Neubestellungen im Firmenwagenleasing bei 140 g/km (2017: 118 g/km; 2016: 118 g/km). Der Anstieg ist auf die seit dem 1. September 2018 geltende WLTP-Norm für Verbrauchstests zurückzuführen. Im Vergleich zu 2017 ging bei den Poolfahrzeugen der Commerzbank der durchschnittliche CO2-Wert bei Diesel- und Benzinfahrzeugen 2018 um rund 1% auf 101 g/km bzw. 95 g/km zurück. Die Poolfahrzeugflotte wurde bis Ende 2018 auf 305 Fahrzeuge reduziert (Vorjahr: 322). Dies entspricht einem Rückgang um 5,3%.

Eine spezifische Initiative zur Emissionssenkung ist in der fortschreitenden Digitalisierung der Commerzbank zu finden. Diese hat u. a. einen Rückgang der THG-Emissionen durch Papierverbrauch um 20,2% gegenüber dem Vorjahr unterstützt. Begleitende technisch verbesserte Kommunikationsmedien haben zugleich mitgeholfen, die Dienstreisestrecken um 8,2% gegenüber 2017 zu vermindern. Damit konnten die Emissionen durch Geschäftsreisen um 7,3% reduziert werden.
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GRI 307 Umwelt-Compliance

Nr.AngabeUNGCSDG
GRI 103Managementansatz (inklusive 103-1, 103-2, 103-3)
Der übergreifende Managementansatz für das betriebliche Umwelt- und Energiemanagement unter 302 gilt auch für 307. Darüber hinaus ist das Einhalten gesetzlicher Vorschriften und regulatorischer Vorgaben für die Commerzbank selbstverständlich. Weitere Details zum Umgang mit Umweltrisiken siehe 102-11.
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307-1Nichteinhaltung von Umweltschutzgesetzen und -verordnungen
Für die Nichteinhaltung von Rechtsvorschriften im Umweltbereich gab es im Berichtszeitraum keine wesentlichen Bußgelder.
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GRI 308 Umweltbewertung der Lieferanten

Nr.AngabeUNGCSDG
GRI 103Managementansatz (inklusive 103-1, 103-2, 103-3)
Die unternehmerische Verantwortung der Commerzbank endet nicht bei internen Prozessen und Aktivitäten, sondern erstreckt sich entlang der Wertschöpfungskette. Bei der Entscheidung über externe Lieferanten und Dienstleister spielen daher Umwelt- und soziale Kriterien eine wichtige Rolle. Beschaffung wird in der Commerzbank über Corporate Procurement abgewickelt. Dieser zentrale Bereich ist in der Konzerneinheit Organisation & Security angesiedelt, die direkt an den Konzernvorstand berichtet. Im Rahmen des zertifizierten Umweltmanagementsystems werden die Prozesse für Einkauf und Lieferantenauswahl intern und extern auditiert. Darüber hinaus nehmen Mitarbeiter aus Corporate Procurement an den mehrmals jährlich stattfindenden Sitzungen des Energiemanagement-Teams teil.

Die Berücksichtigung einheitlicher Nachhaltigkeitsstandards stellen wir durch verschiedene Regelwerke und Prozesse sicher – auch bei unseren Lieferanten und Dienstleistern:

  • Die Verhaltensgrundsätze der Commerzbank geben verbindlich vor, dass die Bank die Achtung der Menschen- und Persönlichkeitsrechte auch von ihren Geschäftspartnern erwartet.
  • Das Einhalten von Sozialstandards durch die Lieferanten ist zudem ein integraler Bestandteil des Standards für eine nachhaltige Beschaffung der Commerzbank. Alle Lieferanten und Dienstleister, die geschäftlich mit der Commerzbank verkehren, stellen sicher, die spezifischen sozialen Anforderungen dieses Regelwerkes einzuhalten und ihrerseits die eigenen Lieferanten und Dienstleister zur Einhaltung der entsprechenden Vorgaben zu verpflichten. Verstöße gegen den Standard für eine nachhaltige Beschaffung durch einen Lieferanten oder Dienstleister können bis zur Beendigung der Geschäftsbeziehung führen.
  • Zu integrem Verhalten im Geschäftsverkehr verpflichten sich die Lieferanten und Dienstleister der Commerzbank mit der obligatorischen Unterzeichnung der Vertragsklausel „Integrität, Umwelt und soziale Verantwortung“.
  • Das Einhalten von Sozialstandards ist Gegenstand jährlich stattfindender Gespräche mit den Hauptlieferanten der Commerzbank.
  • Bei der Lieferantenauswahl finden zudem anlassbezogene Analysen durch das Reputationsrisiko-Management statt.

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308-1Neue Lieferanten, die anhand von Umweltkriterien überprüft werden
Die Angabe nachhaltigkeitsrelevanter Informationen ist fester Bestandteil des standardisierten Ausschreibungsverfahrens. Zur Qualitätssicherung geben wir einen elektronischen Lieferantenselbstauskunftsbogen aus, der unter anderem Fragen zu Nachhaltigkeitskriterien enthält.
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3. Soziales

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GRI 401 Beschäftigung

Nr.AngabeUNGCSDG
GRI 103Managementansatz (inklusive 103-1, 103-2, 103-3)
Die Commerzbank möchte ihren Mitarbeitern ein Arbeitsumfeld bieten, das von Partnerschaft geprägt ist. Unsere Personalpolitik bildet einen Rahmen, der die Entwicklung des einzelnen Mitarbeiters ebenso wie die kollegiale Zusammenarbeit im Konzern fördert – auch in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld. Zugleich muss sich die Bank den Anforderungen einer zunehmenden Digitalisierung stellen, um zukunftsfähig zu bleiben. Der in diesem Kontext beschlossene Stellenabbau bei der Commerzbank wurde 2018 weiter ohne betriebsbedingte Kündigungen sozialverträglich umgesetzt. Dies umfasst beispielsweise Aufhebungsverträge mit Abfindung inklusive einer besonderen Ausgestaltung für Mitarbeiter über 56 Jahren, New-Placement-Angebote, Vorruhestand, Altersteilzeit, Leistungen bei Standortwechsel, individuelle Arbeitszeitverkürzung und unbezahlten Langzeiturlaub. Der Anteil der externen Mitarbeiter in der Commerzbank ist nicht signifikant.

Eine der großen Herausforderungen der Personalarbeit im Konzern besteht aktuell darin, einerseits den Abbau bei der Commerzbank fair zu gestalten und gleichzeitig Mitarbeiter in einem anspruchsvollen Arbeitnehmermarkt zu halten sowie junge, fähige Talente für den digitalen Wandel zu gewinnen. Um demografischen Engpässen durch den Ausstieg der Generation „Babyboomer“ entgegenzuwirken, richten wir unsere Personal- und Kapazitätssteuerung an den langfristigen Entwicklungen aus. Initiativen zur Nachwuchssicherung sind in der strategischen Agenda der Personalarbeit bis 2020 verankert.

Die Personalarbeit der Commerzbank wird im Vorstandsressort Compliance, Human Resources und Legal von Dr. Bettina Orlopp verantwortet und operativ im Bereich Group Human Resources umgesetzt. Leitplanken der Personalarbeit sind unter anderem die Konzernstrategie „Commerzbank 4.0“, die „Strategie für Group Management HR“ und die mitarbeiterbezogenen Ziele im Nachhaltigkeitsprogramm. Im Sinne eines partnerschaftlichen Umgangs auf Augenhöhe befragt die Commerzbank regelmäßig ihre Mitarbeiter. So können wir ihre Bedürfnisse erkennen und in die Unternehmensentwicklung einfließen lassen. Im Fokus standen 2018 Studien bei Executives und leitenden Angestellten zur Digitalisierung und zur Kultur der Integrität sowie die Evaluation von Vorstandsveranstaltungen. Darüber hinaus wurde die Implementierung neuer Prozesse und Plattformen durch begleitende Befragungen erleichtert.

Die Ziele aus dem Bereich Mitarbeiter finden sich im Nachhaltigkeitsprogramm im Handlungsfeld „Nachhaltige Unternehmensführung“.
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401-1Neu eingestellte Angestellte und Angestelltenfluktuation
Die Fluktuationsquote lag im Berichtsjahr bei 4,8%. Sie ist damit gegenüber dem Vorjahr um 0,2% gestiegen. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in der Commerzbank AG Inland beträgt rund 21 Jahre. 17% der Beschäftigten sind bis zu 9 Jahre im Unternehmen angestellt, 29% zwischen 10 und 19 Jahren und 54% 20 Jahre und länger.

Neueinstellung Commerzbank AG Inland nach Alter, Geschlecht und Region (PDF, 28 kB)
Mitarbeiterfluktuation Commerzbank AG Inland nach Alter, Geschlecht, Region und Austrittsgründen (PDF, 29 kB)
68

GRI 403 Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Nr.AngabeUNGCSDG
GRI 103Managementansatz (inklusive 103-1, 103-2, 103-3)
Health Management ist als ein wesentliches Anliegen in der „Strategischen Agenda der Personalarbeit bis 2020“ der Commerzbank verankert: Ziel ist es, die psychische und physische Gesundheit sowie das soziale Wohlbefinden aller Mitarbeiter zu fördern. Zudem wollen wir Mitarbeiter und Führungskräfte in ihrer Eigenverantwortung befähigen, Ressourcen aufzubauen, mit denen sie den sich verändernden Anforderungen begegnen können. In schwierigen Berufs- und Lebenssituationen unterstützen externe Psychologen und Sozialberater im Rahmen des Employee Assistance Program (EAP) die Mitarbeiter und Führungskräfte.

Die Commerzbank unterstützt verschiedene Programme zur Gesundheitsförderung. An rund 160 Standorten in Deutschland gibt es Betriebssportgemeinschaften, in denen Mitarbeiter eine Reihe von Sportarten ausführen können. Neben der Gesundheitsförderung wird dabei gleichzeitig das betriebliche Zusammengehörigkeitsgefühl gepflegt. Im Berichtsjahr haben sich mehr als 14.000 Mitglieder im Betriebssport betätigt. Regelmäßig finden überregionale Turniere und deutsche Meisterschaften statt.

Die Global Challenge lädt weltweit dazu ein, sich gemeinsam als Team mehr zu bewegen und etwas für die eigene Gesundheit zu tun. 100 Tage lang messen die Teilnehmer selbstständig das eigene Bewegungsverhalten in Schritteinheiten. Darüber hinaus erhalten sie Hilfsmittel und Tipps zu Ernährung, Schlaf, Energie und Konzentration, um zu einem gesünderen Lebensstil zu finden. 2018 haben sich rund 1.600 Mitarbeiter weltweit an der Aktion beteiligt.

In der Commerzbank ist der Umgang mit Stressreaktionen und Überforderung schon lange kein Tabuthema mehr. Bank und Gesamtbetriebsrat gehen offen und offensiv mit dem Thema um. Mit einem umfassenden und präventiven Ansatz möchte die Bank den Betroffenen möglichst frühzeitig Informationen zu Unterstützungsformaten anbieten. Das 2011 gegründete Mitarbeiternetzwerk „HORIZONT“ möchte dazu beitragen, Mitarbeiter in der Commerzbank zum Thema Burnout-Syndrom (psychischer und physischer Erschöpfungszustand) zu sensibilisieren sowie Vorurteile und Hemmschwellen abzubauen. Es bietet eine Austauschplattform und geschulte Ansprechpartner für betroffene Mitarbeiter. Diese stellen auf Wunsch Kontakt zu verschiedenen Anlaufstellen sowie internen und externen Experten her. Außerdem bietet die Bank den Mitarbeitern verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen rund um Achtsamkeit und Stressmanagement an. Im Jahr 2018 wurde das Maßnahmenpaket „Vermeidung von Gesundheitsgefahren einer Always-on-Arbeitskultur“ auf den Weg gebracht und bereits weitgehend umgesetzt: mit Führungskräfteveranstaltungen, Impulsvorträgen und Audio-Events.

Die Commerzbank hat bereits 2013 als erstes Unternehmen in Deutschland das betriebliche Gesundheitsmanagement nach dem „Corporate Health Standard“ von TÜV Süd zertifizieren lassen.

Zielsetzungen im Bereich Gesundheitsschutz enthält das Nachhaltigkeitsprogramm unter „Mitarbeiter: Gesundheitsschutz“.
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403-1Repräsentation von Mitarbeitern in formellen Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüssen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Alle Mitarbeiter der Commerzbank sind im Arbeitsschutzausschuss repräsentiert. In Frankfurt am Main ist ein zentraler Arbeitsschutzausschuss für den Bereich „Konzern Inland“ angesiedelt, der für die Zentrale, die Filialen und die Tochtergesellschaften zuständig ist. Die Aufgaben und die Besetzung des Ausschusses sind durch das Arbeitssicherheitsgesetz vorgeschrieben. Alle Gruppen und Bereiche, die partnerschaftlich zusammenarbeiten, sind im Arbeitsschutzausschuss durch Interessenvertreter repräsentiert. Des Weiteren sind bei den größeren Konzerngesellschaften zusätzliche Arbeitsschutzausschüsse implementiert, die die Besonderheiten der jeweiligen Gesellschaften behandeln.

Darüber hinaus gibt es in der Bank seit 2010 einen „Beschäftigtenbeirat Gesundheit“, dem 45 Mitarbeiter angehören. Ihre wichtigsten Themen besprechen sie mit dem Personalvorstand und dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden. Alle vier Jahre wird der Beirat über eine bankweite Ausschreibung und ein sich anschließendes Auswahlverfahren besetzt.
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403-2Art und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Arbeitsausfalltage, Abwesenheit und Zahl der arbeitsbedingten Todesfälle
Die Krankenquote der Commerzbank AG Inland lag 2018 bei 4,9%, wobei Dauerkranke nicht eingeschlossen sind. Im Jahr 2018 betrug die Quote der meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfälle für die Commerzbank in Deutschland 6,8 Unfälle je 1.000 Mitarbeiter (2017: 5,6) und lag damit erneut auf einem niedrigen Niveau unterhalb der Quoten der zuständigen gesetzlichen Unfallversicherung. Im Berichtsjahr ereignete sich kein Unfall mit Todesfolge.

Anzahl der Arbeitsunfälle Commerzbank AG Inland nach Region und Geschlecht (PDF, 45 kB)
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403-4Gesundheits- und Sicherheitsthemen, die in formellen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt werden
Mehrere Betriebsvereinbarungen zu den Themen „Fairness am Arbeitsplatz“, „Suchtprävention“, „Betriebliches Eingliederungsmanagement“ und „Bildschirmarbeitsplätze“ regeln gesundheitsorientiertes Arbeiten in der Bank. Mit dem sogenannten Kreismodell zur Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen bauen wir seit 2013 den Gesundheitsschutz und die Prävention kontinuierlich aus. Die Ergebnisse sind Grundlage dafür, entsprechende Maßnahmen gemeinsam mit Mitarbeitern und Führungskräften zu entwickeln und umzusetzen. Diese reichen von Präventionsmaßnahmen wie professionellen Beratungsangeboten über Qualifizierungsmaßnahmen – etwa zum Umgang mit Beanspruchung – bis hin zu Bewegungsaktionen. In Kooperation mit den Arbeitnehmervertretern wurden 2016 alle bestehenden Teilaspekte der Gefährdungsbeurteilung einem umfassenden Review-Prozess unterzogen. In der Folge wurde der Fragebogen optimiert und eine neue Systematik in der Zuordnung der Berichte eingeführt, die zu einer zielgerichteten Bearbeitung durch die Führungskräfte beiträgt. Außerdem wurde 2018 ein Spezialistenteam etabliert, das die Ergebnisqualität weiter verbessert und zugleich die Verantwortlichen im Gesamtprozess der Gefährdungsbeurteilung unterstützt. Damit wird die Bearbeitung effektiver und effizienter gestaltet.
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GRI 404 Aus- und Weiterbildung

Nr.AngabeUNGCSDG
GRI 103Managementansatz (inklusive 103-1, 103-2, 103-3)
Um Mitarbeiter langfristig an die Commerzbank zu binden und ihre Qualifikationen gewinnbringend für die Entwicklung unseres Unternehmens einzusetzen, wollen wir ihre Fähigkeiten frühzeitig entdecken und ausbauen. Das Talent-Management verfolgt daher einen ganzheitlichen Ansatz. Es beginnt mit der Rekrutierung und Entwicklung von Auszubildenden und reicht über die Begleitung von akademischen Nachwuchskräften in erste Zielfunktionen bis hin zur Personalentwicklung für Fach- und Führungskräfte sowie Projektmanager.

In der Commerzbank kommen verschiedene Personalführungsinstrumente zum Einsatz, so etwa die Ziel- und Leistungsbewertung, die Leistungsbeurteilung, die Zielvereinbarung und ab 2020 der Entwicklungsdialog. Diese dienen zur persönlichen Standortbestimmung des Mitarbeiters, sofern eine variable leistungsorientierte Vergütung bezahlt wird, und zur Entgeltfindung im Rahmen der bestehenden inländischen Betriebsvereinbarungen und lokalen Regelungen. Durch die Anwendung der Personalführungsinstrumente wird unter anderem sichergestellt, dass die Mitarbeiter ihr Handeln an den strategischen Zielen der Bank ausrichten.

Zielsetzungen im Bereich Aus- und Weiterbildung enthält das Nachhaltigkeitsprogramm unter „Mitarbeiter: Qualifizierung und Entwicklung“.
65, 8, 10
404-1Durchschnittliche Stundenzahl der Aus- und Weiterbildung pro Jahr und Angestelltem
Wir können nicht zu den Aus- und Weiterbildungsstunden für 2018 berichten, da uns die Daten nicht vorliegen. Dies ist begründet in einer Umstellung im Erfassungssystem. Wir arbeiten an der Erfassung und werden ab 2019 wieder dazu berichten.

Durchschnittliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung je Mitarbeiter nach Geschlecht (PDF, 33 kB)

Von den am 31. Dezember 2018 in der Commerzbank AG Inland beschäftigten 30.566 Mitarbeitern befanden sich 691 in einer Berufsausbildung (513 Auszubildende und 178 Studierende dualer Studiengänge). Im Berichtszeitraum haben wir 294 Auszubildende und Studierende dualer Hochschulen eingestellt. Sie lassen sich zu Bankkaufleuten ausbilden oder erwerben einen Bachelorabschluss. Von den an einer Übernahme interessierten Auszubildenden und Studenten dualer Studiengänge haben wir im Berichtszeitraum 218 (71,2%) eine aussichtsreiche berufliche Perspektive in der Bank eröffnet. Ende 2018 beschäftigte die Bank des Weiteren 189 Mitarbeiter als Trainees und 314 Studierende im Commerzbank-Studienkreis. Darüber hinaus waren 125 akademische Praktikanten 2018 bei uns tätig.

Ausbildung in der Commerzbank AG Inland (PDF, 26 kB)
65, 8
404-2Programme zur Verbesserung der Kompetenzen der Angestellten und zur Übergangshilfe
In der „Commerzbank-Akademie“ bündeln wir alle Angebote unter einem Dach und ermöglichen lebenslanges berufsbezogenes Lernen. Mitarbeiter werden bestärkt, ihre berufliche und persönliche Weiterentwicklung noch aktiver mitzugestalten und gemeinsam mit ihrer Führungskraft die eigene Entwicklung in die Hand zu nehmen. Nicht minder wichtig ist es, die Mitarbeiter für den Wandel durch die Digitalisierung des Bankwesens zu qualifizieren und ihre Fähigkeiten kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dafür bietet die Commerzbank-Akademie im Rahmen ihres vielfältigen Entwicklungsangebotes mit zahlreichen Seminaren, Workshops oder E-Learnings verschiedene Qualifizierungsbausteine. Internationale Einheiten haben eigene Angebotskataloge außerhalb der Lernplattform.

Der „Digital Campus“ der Commerzbank ist der Motor der Transformation zu einem digitalen Technologieunternehmen. Die Qualifizierung erfolgt nicht nur durch Seminare, sondern „on the job“. Die Mitarbeiter, die in den digitalen Campus entsendet waren, haben 2018 die Entwicklung und Umsetzung von digitalen Projekten wesentlich beschleunigt.

Mitarbeitern stehen drei gleichwertige Laufbahnen mit klar strukturierten Qualifizierungs- und Entwicklungsmöglichkeiten zur Verfügung: die Fachlaufbahn, die Führungslaufbahn und die Projektlaufbahn inklusive der entsprechenden Qualifizierungsbausteine.
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404-3Prozentsatz der Angestellten, die eine regelmäßige Beurteilung ihrer Leistung und ihrer beruflichen Entwicklung erhalten
Karriereentwicklung erfolgte in der Commerzbank bisher strukturiert durch den „Kompetenz-Dialog“. Dieser befindet sich derzeit in Überarbeitung und Abstimmung mit den Arbeitnehmergremien und soll 2020 durch den Entwicklungsdialog ersetzt werden. Im Berichtsjahr 2018 fand kein Kompetenz-Dialog statt. Außertarifliche Mitarbeiter erhalten zudem eine jährliche Ziel- und Leistungsbewertung als Grundlage für die Bonuszahlung. Eine Leistungsbeurteilung wurde Mitarbeitern 2018 bei Versetzung, Wechsel des Vorgesetzten oder Ausscheiden aus der Bank sowie auf besonderen Wunsch von Mitarbeitern und Vorgesetzten ausgestellt.
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GRI 405 Diversität und Chancengleichheit

Nr.AngabeUNGCSDG
GRI 103Managementansatz (inklusive 103-1, 103-2, 103-3)
Die Themen „Diversity & Inclusiveness“ haben bei der Commerzbank einen hohen Stellenwert. Gleichbehandlung, Förderung und Vielfalt sowie Inklusion sind mittlerweile ein wesentlicher Teil unserer Personalstrategie. Denn nur in einem Umfeld wechselseitiger Toleranz und Wertschätzung sind wir in der Lage, unsere Ziele zu erreichen.

Das zentrale Gremium zur strategischen Ausrichtung ist das „Global Diversity Council“, welches unter dem Vorsitz des für Personal zuständigen Vorstandsmitglieds tagt. Die Beteiligung aller Geschäftsbereiche und die Unterstützung durch regionale Councils ermöglichen es, länderspezifische Unterschiede und Bedürfnisse zu berücksichtigen. Zu den bestehenden Handlungsfeldern „Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf“, „Chancengleichheit und Geschlechtervielfalt“, „Sexuelle Orientierung und Identität“, „Generationenvielfalt“, „Kulturelle Vielfalt“, „Inklusion von Menschen mit Behinderungen“ kam 2018 das Handlungsfeld „Religion, Glaube, Weltanschauung“ hinzu. Zum 1. Januar 2017 ist die Commerzbank dem „Unternehmensforum zur Inklusion e.V.“ beigetreten. Im Juli 2018 haben wir als erste Bank in Deutschland einen „Aktionsplan zur Inklusion“ auf Basis der UN-Behindertenrechtskonvention veröffentlicht. Damit verpflichten wir uns, bis 2023 wesentliche Ziele und Maßnahmen umzusetzen, um die Situation von Menschen mit Behinderungen in der Commerzbank zu verbessern. Dies schließt sowohl Mitarbeiter als auch Kunden und Lieferanten der Bank ein. Gemeinsam arbeiten das Global Diversity Council, die Gesamtschwerbehindertenvertretung und der Projektkreis Barrierefreiheit insbesondere daran, dass unsere Gebäude und unsere digitalen Zugänge barrierefrei nutzbar sind. Auch die Bestellung von Hilfsmitteln für Mitarbeiter mit Behinderungen konnte wesentlich vereinfacht werden. Ebenfalls unter dem Zeichen „Inklusion von Menschen mit Behinderungen“ stand 2018 der „Deutsche Diversity-Tag“, der in der Bank mit einer ganzen Aktionswoche mit informativen Veranstaltungen begangen wurde.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten bauen wir unsere Aktivitäten rund um das Thema Beruf und Privatleben kontinuierlich aus und bieten unseren Mitarbeitern gezielte Angebote für jede Lebenslage an, auch mit kombinierbaren Bausteinen bei der Pflege von Angehörigen. Seit 2000 ist die Commerzbank Zertifikatsträger des „Audit Beruf & Familie“ und erhielt 2018 zum sechsten Mal die Bestätigung des Zertifikats. Außerdem hat die Commerzbank bereits zum achten Mal das Prädikat Total E-Quality für Chancengleichheit erhalten. Dieses Zertifikat richtet sich an Unternehmen, die freiwillig, langfristig und systematisch daran arbeiten, Chancengleichheit zu etablieren. Zudem gehört die Commerzbank zu den besten Arbeitgebern für Frauen. Das ergab eine Studie der Zeitschrift Brigitte mit rund 160 Unternehmen – vom Kleinunternehmen bis zum Dax-Konzern.

Ein hohes Maß an zeitlicher und örtlicher Flexibilität ist ein zentraler Faktor, um den Wandel der Arbeitswelt im Unternehmen umzusetzen. Um es unseren Mitarbeitern zu erleichtern, Familie und Beruf zu vereinbaren, bietet die Commerzbank den Mitarbeitern unterschiedliche Teilzeitmodelle und Gestaltungsmöglichkeiten an: zum Beispiel eine befristete „Schnupper-Teilzeit“ oder das Jobsharing, bei dem sich zwei Mitarbeiter in Teilzeit eine Stelle teilen. Die Teilzeitquote der Commerzbank hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht, von 21,0% Ende 2011 auf 28,6% Ende 2018.

Möglichkeiten längerer Freistellungsphasen (bis zu 6 Monate) bieten sich im Rahmen unserer Sabbatical-Optionen. Hierzu haben wir eine Betriebsvereinbarung geschlossen, bei der Zeiten „angespart“ werden können, um eine längere berufliche Auszeit zu ermöglichen. Im Jahr 2018 haben rund 150 Mitarbeiter ein Sabbatical in Anspruch genommen. Daneben existieren verschiedene Angebote zur Flexibilisierung des Arbeitsortes.

Darüber hinaus bieten wir neben Kinderbetreuung ebenso eine umfangreiche Unterstützung für Mitarbeiter, die Angehörige pflegen. Grundlage ist unsere „Betriebsvereinbarung Pflege“, die 2015 für die Gesamtbank geschlossen wurde. Die Kinderbetreuung unterstützen wir bundesweit mit circa 320 Kinderbetreuungsplätzen. Mit unseren im Vergleich zu kommunalen Angeboten längeren Öffnungszeiten auch in den Schulferien bieten wir für viele Eltern in der Bank das eindeutig attraktivere Angebot.

Die Ausnahme- und Ferienbetreuung der Commerzbank wurde 2018 von 674 Kindern an 4.482 Betreuungstagen genutzt. Damit konnten Eltern in der Bank zum Beispiel bei Streiks in von ihnen genutzten kommunalen Kinderbetreuungseinrichtungen wesentlich entlastet werden. Denn die Bank übernimmt für jedes Kind an 20 Tagen pro Jahr die Kosten für die Ausnahmebetreuung.

Fest etabliert sind die Mitarbeiternetzwerke, die sich unter anderem im Juni 2018 beim sechsten Diversity-Tag wieder in Workshops präsentierten. Insgesamt rund 1.500 Mitarbeiter sind bei Arco (Homo-, Bi- und Transsexuelle), dem Frauennetzwerk Courage, bei Fokus Väter, Horizont (Burnout), Cross Culture (Interkulturalität), Ideal (Mitarbeiter mit Behinderungen), dem christlichen Netzwerk Ichthys und dem Netzwerk Pflege engagiert. Mit eigenen Veranstaltungen und Projekten machen die Netzwerke auf sich und ihre Arbeit aufmerksam. Sie stehen für eine starke Kultur des Miteinanders in der Commerzbank. Neben dem bankinternen Väternetzwerk initiierte die Commerzbank mit der Väter gGmbH an mehreren Standorten ein unternehmensübergreifendes Väternetzwerk, über das Vorträge, Workshops oder Vater-Kind-Wochenenden angeboten werden.

Eine „Väter-Studie”, die von der Väter gGmbH und der Frankfurter Agentur für Innovation und Forschung im Auftrag der Commerzbank erstellt wurde, brachte unter anderem das Ergebnis, dass sich Männer mehr auf sie zugeschnittene familienbewusste Maßnahmen und Angebote wünschen. Auch 2018 wurde daraufhin wieder der Workshop „Aushandlungsprozesse in Familien gestalten“ durchgeführt, in dem Paare mit Begleitung einer Trainerin zum Beispiel Vereinbarungen über die Aufteilung der Familienarbeit treffen können. Der Anteil der Väter, die in der Commerzbank Elternzeit nehmen, lag 2018 bei 19,5% (Vorjahr: 19,2%). Die durchschnittliche Dauer der Elternzeit betrug 2018 bei Frauen 8,7 Monate und bei Männern 2,1 Monate.

Zielsetzungen im Bereich Diversity und Chancengleichheit enthält das Nachhaltigkeitsprogramm unter „Mitarbeiter: Diversity und Chancengleichheit“.
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405-1Diversität in Kontrollorganen und unter Angestellten
Obwohl mit circa 51% eine knappe Mehrheit der Commerzbank-Belegschaft aus Frauen besteht, sind diese auf den Führungsebenen noch nicht in gleichem Maße vertreten. Aus diesem Grund wurden in den vergangenen Jahren die Rahmenbedingungen rund um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben weiter verbessert, um insbesondere Frauen neue Karrieremöglichkeiten zu eröffnen. Hierzu gehören der Ausbau der Kinderbetreuung, innovative Teilzeitmodelle – auch für Führungskräfte – und ein bankweites Mentoringprogramm.

Fördermaßnahmen sowohl für Einsteigerinnen als auch für Frauen, die bereits in der Bank tätig sind, wurden 2018 planmäßig weitergeführt, z.B. in Form von Karrieretagen. Weitere Maßnahmen zur Förderung von Frauen in der Bank sind Workshops im Rahmen des „Forums Diversity“ sowie Programme wie „Keep in touch“ (10% bis 20% Teilzeit für bis zu 12 Monate nach Geburt eines Kindes) oder eine „Rückkehrgarantie nach der Elternzeit“. Insbesondere „Keep in touch“ hat sich zu einem erfolgreichen Teilzeitangebot entwickelt. Das Angebot wurde 2018 von insgesamt 227 Mitarbeitern – auch von Männern – genutzt. Das Programm „Management Experience“ bietet Mitarbeitern die Möglichkeit, sich als Führungskraft oder Projektmanager auf vorübergehend vakanten Stellen auszuprobieren.

In den letzten Jahren konnte die Commerzbank ihren Frauenanteil in Führungspositionen damit konzernweit auf über 30% steigern. Einen Anteil von 35% über alle Führungsebenen bis Ende 2021 hat sich die Bank als nächstes Ziel gesetzt, 2018 lag er im Konzern bei 30,8%. In der Commerzbank AG Inland ist der Anteil von Frauen unter den Führungskräften im Berichtsjahr aufgrund des laufenden Personalabbaus auf 28,0% leicht gesunken (Vorjahr: 28,6%). Alle Bereiche der Bank haben die explizite Aufgabe, im Rahmen von Stellenbesetzungen geeignete Mitarbeiterinnen aktiv anzusprechen. Ziel ist es, die Quote weiblicher Kandidaten für Managementpositionen bei Neubesetzungen weiter zu erhöhen. Gleiches gilt im Gegenzug für die Ansprache von Männern, sollten sich nur Frauen auf eine Führungsposition bewerben.

Weitere Informationen zum Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand sowie der folgenden ersten und zweiten Führungsebene finden sich im Geschäftsbericht 2018 auf den Seiten 5 und 16 f. sowie dem Corporate-Governance-Bericht (S. 23 f.).

Anteil weiblicher Mitarbeiter der Commerzbank AG Inland nach Führungsebenen (PDF, 25 kB)
Alters- und Geschlechtsstruktur der Mitarbeiter der Commerzbank AG Inland (PDF, 24 kB)

Im Jahr 2018 war die Bank verpflichtet, 1.546 Arbeitsplätze für schwerbehinderte Mitarbeiter vorzuhalten. Mit 1.751 von schwerbehinderten Mitarbeitern besetzten Arbeitsplätzen – und damit 5,66% aller Arbeitsplätze in der Commerzbank AG Inland – wurde die gesetzliche Vorgabe von 5% das fünfte Jahr in Folge übererfüllt.
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405-2Verhältnis des Grundgehalts und der Vergütung von Frauen zum Grundgehalt und zur Vergütung von Männern
Die Gehaltsstruktur der Commerzbank kann in einer Gesamtübersicht am besten durch die Tarifgruppen dargestellt werden, da individuelle Gehälter als vertrauliche Information geschützt sind und ihre Weitergabe, einschließlich zu statistischen Auswertungen nach Geschlecht oder anderen Kriterien der Vielfalt, entsprechend eingeschränkt bleibt. Im Hinblick auf das Geschlechterverhältnis in den verschiedenen Tarifgruppen ergibt sich für Deutschland folgendes Bild:

Gehaltsstruktur der Commerzbank AG Inland (PDF, 26 kB)
65, 8, 10

GRI 406 Nichtdiskriminierung

Nr.AngabeUNGCSDG
GRI 103Managementansatz (inklusive 103-1, 103-2, 103-3)
Jedwede Form der Diskriminierung untergräbt die Menschenrechte. Diskriminierung von Mitarbeitern wird ebenso wie Belästigung in der Commerzbank nicht geduldet. Dies schließt sowohl verbale und körperliche Übergriffe als auch sexuelle Belästigung oder Missbrauch ein. Inakzeptabel sind bereits die Androhung einer Belästigung oder die Schaffung eines einschüchternden Umfeldes. Die Commerzbank garantiert ihren Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten, dass sie im Falle berechtigter Beschwerden schnell und angemessen reagiert.

Mitarbeiter haben die Freiheit, ohne Repressalien die existierenden Beschwerdeprozesse zu nutzen. Betroffene Mitarbeiter können außerdem das Employee Assistance Program (EAP) in Anspruch nehmen. Zusätzlich bietet die Betriebsvereinbarung „Partnerschaftliches und faires Verhalten am Arbeitsplatz“ umfassende Informationen und Guidelines für Führungskräfte und Mitarbeiter der Commerzbank zum Umgang mit Diskriminierung.

Eine schnelle Reaktion auf jedwede Diskriminierung und Belästigung sehen wir als klare Verpflichtung. Mit unserem Diversity Management gehen wir aber seit vielen Jahren einen wesentlichen Schritt weiter, indem wir Mitarbeitergruppen, die vor allem in der Vergangenheit in der Gesellschaft Benachteiligungen erfahren haben, besonders unterstützen. Unsere Mitarbeiternetzwerke für Frauen in der Bank (Courage) und Schwule, Lesben und Transsexuelle (Arco) zählen zu den größten unternehmensinternen Netzwerken und tragen wesentlich zu einer Kultur der Toleranz und des Miteinanders bei. Auch die Inklusion von Menschen mit Behinderungen ist ein Bestandteil unserer Diversity-Strategie (siehe GRI 405-103).

Mit innovativen Maßnahmen, Workshops und Informationsveranstaltungen wirbt das Diversity Management für Vielfalt im Unternehmen. Unsere Aktivitäten werden mindestens zweimal im Jahr im Global Diversity Council vorgestellt und bewertet. Auch die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben wie das „Gesetz zur Gleichstellung“ und das „Gesetz zur Entgelttransparenz“ wird in diesem Gremium geprüft und diskutiert.
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406-1Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen
Mitarbeiter, denen ein Fehlverhalten in Bezug auf Diskriminierung nachgewiesen wurde, müssen damit rechnen, dass die Commerzbank alle arbeitsrechtlichen Optionen prüft. In besonders gravierenden, strafrechtlich relevanten Fällen werden die Behörden eingeschaltet. 2018 hat sich kein solcher Fall ereignet. 2018 gab es im EAP insgesamt 34 Kontakte zum übergreifenden Themenfeld „Mobbing, Diskriminierung und sexuelle Belästigung“. Das entspricht knapp 1% von rund 2.900 gesamten EAP-Kontakten 2018.
610

GRI 407 Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen

Nr.AngabeUNGCSDG
GRI 103Managementansatz (inklusive 103-1, 103-2, 103-3)
Die Commerzbank bekennt sich zu den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Die überwiegende Mehrzahl der Mitarbeiter im Commerzbank-Konzern arbeitet in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Diese Länder haben die Standards der ILO gesetzlich verankert. Die nationalen gesetzlichen Vorgaben setzt die Commerzbank selbstverständlich um. Hierzu zählt nicht zuletzt die im Grundgesetz Art. 9 verankerte Vereinigungs- und Koalitionsfreiheit. Als Unternehmen mit Sitz in Deutschland ist die Commerzbank zudem an die Leitsätze für multinationale Unternehmen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gebunden. Außerdem bekennt sich die Commerzbank bereits seit 2006 zu den Prinzipien des UN Global Compact (UNGC) und verpflichtet sich damit unter anderem, die Vereinigungsfreiheit und die wirksame Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen zu wahren, für die Beseitigung aller Formen der Zwangsarbeit und die Abschaffung von Kinderarbeit einzutreten sowie sich für die Beseitigung von Diskriminierung bei Anstellung und Erwerbstätigkeit einzusetzen.
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407-1Betriebsstätten und Lieferanten, bei denen das Recht auf Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen bedroht sein könnte
Die Zusammenarbeit zwischen der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite der Commerzbank ist von gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägt. Die gemeinsam getroffenen Betriebsvereinbarungen tragen den Zielen der Bank ebenso Rechnung wie den sozialen Interessen der Mitarbeiter. Das gilt auch für die Zukunft. Es sind keine Fälle bekannt, bei denen in der Commerzbank Rechte in Bezug auf Vereinigungsfreiheit oder Beteiligungsrechte auf tarif- oder betriebsverfassungsrechtlicher Ebene nicht eingehalten wurden.

Auch von unseren Lieferanten erwarten wir, die Vereinigungsfreiheit zu respektieren, und haben dies im Standard für eine nachhaltige Beschaffung festgehalten.
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GRI 414 Soziale Bewertung der Lieferanten

Nr.AngabeUNGCSDG
GRI 103Managementansatz (inklusive 103-1, 103-2, 103-3)
Siehe 308-103.
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414-1Neue Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien überprüft wurden
Siehe 308-1.
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414-2Negative soziale Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen
Im Rahmen des Lieferantenmanagements sind Fragen der Nachhaltigkeit ein Kriterium der jährlichen Bewertung der wesentlichen Lieferanten. Im Falle von Verstößen gegen den Standard für eine nachhaltige Beschaffung werden Lieferanten gezielt auf Verbesserungserfordernisse hingewiesen. Es wurden im Berichtsjahr keine Verträge mit Lieferanten wegen Nichteinhaltung von Menschenrechten oder Sozialstandards aufgelöst.
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GRI 415 Politische Einflussnahme

Nr.AngabeUNGCSDG
GRI 103Managementansatz (inklusive 103-1, 103-2, 103-3)
Die Commerzbank steht im kontinuierlichen Austausch mit nationalen wie internationalen Regulierungs- und Aufsichtsbehörden sowie den Verantwortlichen in der Politik, um auf die Klarheit und Verlässlichkeit von Regelungen zu Produkten und Dienstleistungen hinzuwirken – im Interesse unserer Kunden sowie einer langfristigen Planungsfähigkeit. Im Dialog mit Politik und Verbänden tragen wir somit zu einer verantwortungsvollen Gestaltung der Rahmenbedingungen des Bankgeschäfts bei. Die politische Kommunikation der Commerzbank wird durch den Bereich Public Affairs in enger Abstimmung mit den Mitgliedern des Vorstands koordiniert.

Die Commerzbank unterhält Verbindungsbüros in Berlin und Brüssel und hat einen Mitarbeiter beim Internationalen Bankenverband (IIF) in Washington. Sie ist im Transparenzregister der EU registriert und berichtet über dortige Aktivitäten, handelnde Personen und jährliche Aufwendungen im Rahmen der politischen Meinungsbildung. Die Zielsetzungen dazu enthält das Nachhaltigkeitsprogramm unter dem Stichwort „Politische Willensbildung“.

Die Spendenrichtlinie der Commerzbank definiert klare Rahmenbedingungen für ihr Spendenwesen. Demnach darf eine Spende insbesondere nicht mit der Geschäfts- und Verhaltensethik der Commerzbank, den Compliance-Grundsätzen sowie speziell definierten Ausschlusskriterien in Konflikt stehen. Spenden, die zu einem Interessenkonflikt führen könnten, sind nicht zugelassen. Als Spendenempfänger ausgeschlossen sind vom Verfassungsschutz beobachtete Vereinigungen und Sekten sowie Organisationen, vor denen das Deutsche Zentrum für soziale Fragen ausdrücklich warnt.
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415-1Parteispenden
Die Commerzbank tätigt gemäß ihrer konzernweit gültigen Spendenrichtlinie keine Spenden an Parteien, parteinahe Institutionen oder Politiker.
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GRI 417 Marketing und Kennzeichnung

Nr.AngabeUNGCSDG
GRI 103Managementansatz (inklusive 103-1, 103-2, 103-3)
Fairness gegenüber dem Kunden bedeutet für uns eine ganzheitliche und verständliche Beratung zu Finanzprodukten, ihren Risiken und möglichen Alternativen entlang der langfristigen Bedürfnisse des Kunden sowie eine transparente und nachvollziehbare Dokumentation des Beratungsprozesses.

Die Commerzbank verfolgt ihren Anspruch, fair und kompetent zu beraten, mit der Finanzplanungssoftware „KundenKompass“. Der damit verbundene Beratungsprozess, bei dem die spezifischen Bedürfnisse eines Privat- oder Unternehmerkunden zu individuellen Lösungen und Finanzplänen führen, wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, zuletzt im bundesweiten Bankentest „Beste Bank vor Ort“ mit dem Gesamtsieg für 2018. Auch die Zeitschrift „Euro“ hat die Commerzbank als Beste Filialbank Deutschlands ausgezeichnet.

Zudem hat die Commerzbank in den vergangenen Jahren neue Produkte und Dienstleistungen mit besonderem Kundennutzen eingeführt. Dazu zählen kostenlose Girokonten, Konten mit Zufriedenheits- und Sicherheitsgarantie oder die Baufinanzierungs-App, mit der Kunden ihren Baufinanzierungskredit online beantragen können. Das Businessportal MoneyBaze vermittelt edukative Inhalte speziell für Unternehmer in allen Lebensphasen: von der Gründung und dem Aufbau über die Wachstumsphase bis zur potenziellen Übergabe des Unternehmens.

Großen Nutzen für Kunden haben Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung von Überweisungsbetrug und den damit verbundenen Schäden. Damit können Betrugsversuche frühzeitig aufgedeckt und Verluste minimiert werden. Für das Betrugsmuster CEO Fraud, bei dem Firmenkunden betrügerisch veranlasst werden, Zahlungen zu leisten, hält die Commerzbank unter anderem ein Schulungsangebot für Kunden in Deutschland und an ausgewählten europäischen Standorten bereit.
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417-1Anforderungen für die Produkt- und Dienstleistungsinformationen und Kennzeichnung
Im Zuge der Information ihrer Kunden über die Chancen und Risiken von Finanzprodukten erstellt die Commerzbank Geeignetheitserklärungen zu ihren Beratungsgesprächen und stellt den Kunden alle relevanten Produktinformationen zur Verfügung. Hierzu zählen unter anderem regulatorisch vorgeschriebene Informationsblätter wie Produktinformationsblatt (PIB), Basisinformationsblatt (BIB) oder die wesentlichen Anlegerinformationen (WA).
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GRI 418 Schutz der Kundendaten

Nr.AngabeUNGCSDG
GRI 103Managementansatz (inklusive 103-1, 103-2, 103-3)
Nur mit zufriedenen Kunden kann der Commerzbank-Konzern nachhaltig erfolgreich sein. Deshalb richtet er sein Angebot an Kundeninteressen aus und zählt Kundenzufriedenheit zu den wichtigsten Kennzahlen in der Bewertung des Geschäftserfolgs. Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung ist dabei auch der Schutz der Kundendaten und die Wahrung des Bankgeheimnisses von größter Bedeutung.

Das Security Board der Commerzbank legt die Sicherheitsstrategie des Konzerns fest. Die Umsetzung des internationalen Datenschutzes erfolgt durch ein Governance-Modell mit definierten Rollen und Verantwortlichkeiten, Policies und Richtlinien, standardisierten Prozessen sowie Kontrollmechanismen. Grundlage für den rechtmäßigen Umgang mit personenbezogenen Daten und kundenbezogenen Informationen bildet die Konzern-Datenschutz-Policy. Sie enthält unter anderem konzernweit geltende Grundsätze für die Erhebung, Verarbeitung, Verwendung und internationale Übermittlung von personenbezogenen Daten.

Die Mitarbeiter des betrieblichen Datenschutzbeauftragten der Commerzbank unterstützen die Geschäftseinheiten im In- und Ausland und überwachen das gesetzeskonforme Einhalten datenschutzrechtlicher Bestimmungen. Dazu zählte 2018 insbesondere die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Zu den zentralen Anliegen der DSGVO gehört die Nachweis- und Rechenschaftspflicht, der wir mit einer erweiterten Datenschutz-Dokumentation nachkommen. Damit unsere Mitarbeiter für die Themenfelder Datenschutz und Datensicherheit sensibilisiert und informiert bleiben, gibt es regelmäßige Schulungen wie obligatorische Lernprogramme zum Datenschutz und zur Sicherheitsunterweisung sowie ein Seminar zur Datenschutzpraxis oder das Angebot individueller Informationsveranstaltungen.
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418-1Begründete Beschwerden in Bezug auf die Verletzung des Schutzes und den Verlust von Kundendaten
Im Verhältnis zur Zahl von rund 18,8 Mio. Privat- und Unternehmerkunden sowie über 70.000 Firmenkunden inklusive multinationaler Konzerne, Finanzdienstleistern und institutioneller Kunden weltweit gab es auch 2018 nur eine relativ geringe Zahl von Beschwerden zum Datenschutz. Bei der Commerzbank AG im Inland beispielsweise gingen im Berichtsjahr 434 Kundenbeschwerden beim Datenschutzbeauftragten ein. In den meisten Fällen wurde reklamiert, dass Kundendaten unbefugt genutzt oder an Dritte zur Kenntnis gelangt seien. Allerdings erwies sich ein Großteil Fälle nach Prüfung als unbegründet. Von diesen Beschwerden wurden einige direkt den Datenschutz-Aufsichtsbehörden vorgebracht. 2018 wurden dem Datenschutzbeauftragten keine Fälle von Datendiebstahl gemeldet.
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GRI 419 Sozioökonomische Compliance

Nr.AngabeUNGCSDG
GRI 103Managementansatz (inklusive 103-1, 103-2, 103-3)
Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten ist die Grundlage jeder unternehmerischen Verantwortung. Vor diesem Hintergrund hat beispielsweise der Compliance-Bereich der Commerzbank umfangreiche Weisungs- und Eskalationsrechte sowie Informations- und Untersuchungsbefugnisse. Die Schwerpunkte der Compliance-Aktivitäten liegen in der Abwehr von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Insiderhandel, Betrug, Korruption und anderen kriminellen Aktivitäten im Umfeld der Geschäftstätigkeit. Darüber hinaus sorgen wir für den Schutz von Insiderinformationen, sonstigen vertraulichen Daten über unsere Kunden und ihre Geschäfte sowie den Anlegerschutz. Integrität und Compliance sind integrale Bestandteile unserer Unternehmenskultur und erfordern das verantwortungsvolle Handeln jedes Einzelnen, damit seine Tätigkeiten im Einklang mit den maßgeblichen Gesetzen, freiwilligen Selbstverpflichtungen wie den global verbindlichen Verhaltensgrundsätzen und internen Richtlinien stehen.

Mit dem bereichsübergreifenden Projekt „Kultur der Integrität“ vermittelt die Commerzbank ihren Mitarbeitern, worauf es im Arbeitsalltag ankommt: im Einklang mit unseren „ComWerten“ achtsam, ehrlich und fair zu handeln. Diese Werte sind Leitplanken und geben Orientierung in einem dynamischen Umfeld. Um besonders integres Verhalten zu fördern und Mitarbeiter mit Vorbildfunktion auszuzeichnen, hat die Commerzbank den Culture of Integrity Award ins Leben gerufen und 2018 erstmals vergeben. Prämiert werden Mitarbeiter oder Teams, die sich beim Thema Integrität und Schutz von Kunden- sowie Bankinteressen besonders hervortun.

Im Berichtsjahr wurde außerdem das Konsequenzen-Management der Bank global etabliert, um im Konzern Verstöße gegen Regelwerke sowie gesetzliche oder regulatorische Bestimmungen möglichst einheitlich ahnden zu können. Fehlverhalten von Mitarbeitern, das mindestens eine schriftliche Ermahnung erfordert, wird zentral dokumentiert. Die anonymisierte Auswertung der Fälle hilft zu erkennen, welches Fehlverhalten vorkommt und gegen welche Regelwerke oder regulatorischen Bestimmungen verstoßen wurde.
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419-1Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich
Im Berichtsjahr wurde die Commerzbank zu keinen wesentlichen Bußgeldern verurteilt. Angaben zu laufenden rechtlichen Verfahren zum Jahresende 2018 enthält der Geschäftsbericht 2018 (S. 136-137).
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4. Sustainable Finance

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Managementansatz

Nr.AngabeUNGCSDG
GRI 103Managementansatz (inklusive 103-1, 103-2, 103-3)
Die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit bietet uns als Bank zahlreiche Chancen: Energiewende und CO2-Reduktion erfordern neue Technologien und Produkte, die mit hohen Investitionen verbunden sind. Zudem wächst das Interesse von Investoren und Kunden an nachhaltigen Anlagemöglichkeiten. Deswegen entwickeln wir Produkte und Dienstleistungen, die diesen Veränderungen gerecht werden und dabei sozialen oder ökologischen Nutzen entfalten. Gleichzeitig wollen wir negative Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Gesellschaft verhindern und Risiken vermeiden oder verringern, die sich daraus ergeben könnten. Diesen Prozess begleitet das „Sustainable Finance Committee“, ein Gremium zur Vernetzung von Einheiten und Aktivitäten mit Bezug zu nachhaltigem Finanzwesen der Commerzbank. Mit diesem Komitee will die Bank internationale Transformationsprozesse aktiv unterstützen sowie neue und innovative Geschäftsfelder erschließen (siehe auch S. 10 f. im Nachhaltigkeitsmagazin 2019). Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit wird ein übergreifender Informationsaustausch ermöglicht und gefördert, der die Entwicklung neuer und die Verbesserung bestehender nachhaltiger Angebote unterstützt.

Vertreten in diesem Gremium ist auch das Reputationsrisiko-Management, das für die zunehmende Etablierung von Sustainable Finance in der Commerzbank von besonderer Bedeutung ist. Es legt die Voraussetzungen und Grenzen für die Geschäftstätigkeit fest, indem es Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen differenziert bewertet. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Prüfung der Vereinbarkeit von Finanzierungstätigkeiten mit den Nachhaltigkeitsgrundsätzen der Bank, die in entsprechenden Positionen und Richtlinien zu Umwelt- und Sozialrisiken festgehalten sind. Dazu gehört auch eine detaillierte Position zur Förderung und Achtung der Menschenrechte von Mitarbeitern sowie bei Lieferanten und Kunden (siehe 407/103), die im Internet veröffentlicht ist.

Bei der inhaltlichen Definition von Menschenrechten bezieht sich die Commerzbank auf international akzeptierte Normen wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Als Unternehmen mit Sitz in Deutschland ist die Commerzbank an die Leitsätze für multinationale Unternehmen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gebunden und orientiert sich darüber hinaus an den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen (UN). Mit dem Bekenntnis zum UN Global Compact hat sich die Commerzbank unter anderem verpflichtet, den Schutz der internationalen Menschenrechte zu unterstützen und sicherzustellen, sich nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig zu machen.

Der Prüfprozess startet auf der Marktseite: Sobald ein von der Bank als sensibel definiertes Themenfeld tangiert wird, ist das entsprechende Produkt, Geschäft oder die Kundenbeziehung dem Reputationsrisiko-Management vorzustellen. Dort wird eine intensive Recherche möglicher ökologischer oder sozialer Risiken durchgeführt, die mit den bestehenden oder potenziellen Geschäftspartnern beziehungsweise dem Geschäftsinhalt verbunden sein könnten. Hierbei greift die Abteilung auf Informationen und Berichte von Nichtregierungsorganisationen und Analysten ebenso zurück wie auf Medienberichte und Unternehmensveröffentlichungen. Anschließend erfolgt eine umfangreiche Analyse, die durch ein differenziertes Votum abgeschlossen wird. Die Bewertung erfolgt anhand einer fünfpoligen Skala und kann bis zur Ablehnung des Produkts, des Geschäfts oder der Geschäftsbeziehung führen.

Als eine Abteilung des Konzernbereichs Group Communications liegt das Reputationsrisiko-Management im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden. Die Steuerung von Reputationsrisiken ist zudem Teil der Gesamtrisikostrategie der Commerzbank (für weitere Informationen siehe Konzernrisikobericht Seite 107 ff. im Geschäftsbericht 2018). Bei Geschäften und Geschäftsbeziehungen mit erheblichem Reputationsrisiko wird stets ein Bereichsvorstand involviert. In gravierenden Fällen ist eine Eskalation zum Konzernvorstand möglich. Im Rahmen des Reportings werden alle erheblichen und hohen Reputationsrisiko-Voten vierteljährlich dem Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats vorgestellt.

Im Jahr 2018 hat die Commerzbank ein Rahmenwerk für den Umgang mit Umwelt- und Sozialrisiken im Kerngeschäft entwickelt und im Internet veröffentlicht. In diesem beschreiben wir detailliert den Prozess, wie wir diese Risiken steuern. Zudem enthält das Rahmenwerk alle branchenspezifischen Anforderungen, beispielsweise zu Bergbau, Energie sowie Öl und Gas. Branchenübergreifende Anforderungen betreffen Menschenrechte und indigene Völker. Für besonders kritische Branchen wurden Ausschlusskriterien formuliert. So finanziert die Commerzbank zum Beispiel keine neuen Kohlekraftwerke und keine Projekte mit Bezug zu Fracking oder Teersanden.

Die Sensibilisierung der Mitarbeiter für die geschäftliche Relevanz nichtfinanzieller Themen erfolgt unter anderem über einen vierteljährlichen Newsletter. Aufgrund der großen Bedeutung des Energiesektors im Reputationsrisiko-Management widmete sich eine Ausgabe 2018 beispielsweise den Risiken der Öl- und Gasgewinnung durch Fracking und aus Teersanden. Hinzu kommen Präsentationen an ausgewählten Standorten sowie ein kontinuierlicher Austausch mit der Marktseite im Zuge der Bewertungsprozesse und Themendiskussionen.

Reputationsrisiko-Prüfungen finden nicht nur bei Neugeschäften statt, sondern auch bei Prolongationen sowie aus gegebenem Anlass. Neben der Prüfung ist die Hauptaufgabe des Reputationsrisiko-Managements die Steuerung originärer Reputationsrisiken über einen qualitativen Ansatz. Um das Reputationsrisiko-Management weiterzuentwickeln, beobachtet die Commerzbank fortlaufend potenziell ökologisch und sozial relevante Themen und prüft deren mögliche Einbettung in die Prozesse und Bewertungskriterien der Bank. So hat das Reputationsrisiko-Management im Februar 2019 eine Position zu Tabak in das Rahmenwerk für den Umgang mit Umwelt- und Sozialrisiken im Kerngeschäft aufgenommen. Alle sensiblen Themenfelder, Positionen und Richtlinien werden kontinuierlich überprüft und bei Bedarf aktualisiert. Auch die Votierungs- und Reportingprozesse werden bedarfsweise angepasst.

Funktionsweise der Steuerung von Umwelt- und Sozialrisiken in der Commerzbank (PDF, 42 kB)

Der größte Teil unserer Cashflow-orientierten Projekt- und strukturierten Finanzierungen wird in Europa abgewickelt. Dabei überwachen wir die Einhaltung der nationalen Umweltrichtlinien im Rahmen einer sorgfältigen Projektprüfung (Due Diligence). Bei der Finanzierung dieser Projekte arbeiten wir entweder mit supranationalen Institutionen wie der International Finance Corporation (IFC) oder nationalen Exportkreditversicherungen zusammen. Somit gelten automatisch die Standards der supranationalen Institutionen oder der nationalen Exportkreditversicherungen (Common Approaches) der OECD.

Der Commerzbank ist bewusst, dass Banken über die eigene Unternehmensgrenze hinaus einen Einfluss auf Fragen der Nachhaltigkeit nehmen können. Aus diesem Grund spricht sie beispielsweise Firmenkunden aktiv auf Nachhaltigkeitsthemen an – etwa im Rahmen unserer Mitgliedschaft in der Bremer Baumwollbörse oder dem Roundtable on Sustainable Palm Oil. Dies erfolgt bei Bedarf, etwa um unklare Sachverhalte bilateral zu klären oder Voraussetzungen für Bankdienstleistungen abzustimmen.

Auch bei der Entwicklung klassischer Finanzierungslösungen bezieht die Commerzbank aktiv Nachhaltigkeitsaspekte ein, indem sie ihre Kunden über die Vorteile öffentlicher Fördermittel für diese Investitionen berät. So können Kunden bei der Finanzierung von Energieeffizienzprojekten von den günstigen Konditionen der Förderkredite profitieren. Mit einem Anteil von rund 9% an den gewerblichen Energieeffizienzprogrammen der KfW (Stand Ende 2018) ist die Commerzbank in Deutschland eine der führenden Banken bei der Nutzung öffentlicher Fördermittel für entsprechende Investitionen des Mittelstands.

Im Privatkundengeschäft liegt der Fokus der Commerzbank bei der Verantwortung im Kreditgeschäft auf „Responsible Lending“. Dieser ganzheitliche Beratungsansatz umfasst auch die mögliche Veränderung der wirtschaftlichen Situation der Kunden. Für diesen Fall gibt es im Risikobereich der Bank spezielle Einheiten, die sich mit der Risikofrüherkennung beschäftigen. Zu ihrer Aufgabe gehört es, Kunden mit sich abzeichnenden finanziellen Problemen frühzeitig – und damit möglichst vor dem Auftreten existenzieller Probleme – zu identifizieren und gemeinsam Maßnahmen zu vereinbaren, die im Idealfall in einen geregelten Rückzahlungsprozess münden.
  

SF1 Produkte und Dienstleistungen mit sozialem Nutzen

Nr.AngabeUNGCSDG
SF1Produkte und Dienstleistungen mit sozialem Nutzen
Produkte und Dienstleistungen, die einen speziellen sozialen Nutzen aufweisen, lassen sich nicht klar von den übrigen Produkten und Dienstleistungen trennen, da der soziale Nutzen wesentlich von den Kaufmotiven der Kunden abhängt, die sich einer Bewertung durch die Commerzbank entziehen. Dennoch gibt es eine Reihe von Angeboten speziell im Privatkundengeschäft, die einen sozialen Nutzen beinhalten. Dazu zählen insbesondere Wohneigentum und Altersvorsorge. Das Brutto-Bauspargeschäft der Commerzbank hatte 2018 einen Umfang von rund 2,6 Mrd. Euro.

Im niedrigen Zinsumfeld stehen ein Eigenkapitalaufbau für den späteren Eigentumserwerb sowie langfristige Zinssicherung bei Baufinanzierung und Modernisierungsmaßnahmen im Fokus. Daneben sind die Absicherung von Lebensrisiken und die private Altersvorsorge unverändert kundenrelevante Beratungsthemen. Im Berichtsjahr wurden im Versicherungsgeschäft geförderte Riester- und Basisrenten-Verträge mit einer Bewertungssumme von rund 196 Mio. Euro vermittelt. Zum Vorsorgeportfolio der Commerzbank gehören darüber hinaus Produkte zur Risikoabsicherung wie Risikolebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie weitere Produkte zum Aufbau einer Altersvorsorge (Privatrenten). Überwiegend werden sicherheitsorientierte Vorsorgekonzepte in der Kapitalanlage nachgefragt.
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SF2 Produkte und Dienstleistungen mit ökologischem Nutzen

Nr.AngabeUNGCSDG
SF2Produkte und Dienstleistungen mit ökologischem Nutzen
Das bei der Klimakonferenz im Dezember 2015 in Paris vereinbarte 2-Grad-Ziel stellt die Weltgemeinschaft vor große Aufgaben. Unter dem Schlagwort „Sustainable Finance“ entwickeln Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gemeinsam in zahlreichen Projekten auf nationaler wie internationaler Ebene das Bankgeschäft der Zukunft (siehe auch S. 10 f. im Nachhaltigkeitsmagazin 2019). Die Commerzbank beteiligt sich in verschiedenen Initiativen daran, so seit 2016 auch in der Sustainable Trade Working Group der International Chamber of Commerce sowie der Green Finance Working Group am Institute of International Finance.

Für die Commerzbank ist Sustainable Finance kein neues Thema: So gehören Unternehmens- und Projektfinanzierungen entlang der Wertschöpfungskette erneuerbarer Energien bereits seit den 80er-Jahren zum Portfolio der Commerzbank. Kerngeschäft des Center of Competence (CoC) Energy der Commerzbank mit seinen Standorten in Hamburg und New York ist die weltweite Finanzierung von Wind- und Solarparks, die von institutionellen Investoren, Stadtwerken, Energiekonzernen oder auch von Privatinvestoren betrieben werden. Heute zählen wir zu den größten Finanzierern erneuerbarer Energien in Europa und treiben die Internationalisierung weiter voran. Unter anderem konnte 2018 die erste Projektfinanzierung in Lateinamerika – ein kombiniertes Fotovoltaik- und Solarthermie-Kraftwerk in Chile – erfolgreich abgeschlossen werden. Daneben hat das CoC Energy 2018 drei neue Offshore-Windparks im europäischen Ausland als Konsortialführer und Hedging-Bank begleitet. Das Kreditengagement des CoC Energy (Exposure at Default) umfasste 2018 rund 4,6 Mrd. Euro (2017: 4,6 Mrd. Euro).

Projektfinanzierung erneuerbarer Energien nach Technologien (PDF, 26 kB)

Auch im Anlagegeschäft wollen wir unseren Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung leisten und die damit verbundenen Geschäftschancen nutzen, etwa durch das Angebot nachhaltiger Fonds, die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die Vermögensverwaltung sowie durch nachhaltige Kapitalmarktinstrumente.

2007 war die damalige Dresdner Kleinwort Konsortialführer des weltweit ersten Green Bonds. Seither haben wir zahlreiche Kunden bei der Vorbereitung und Platzierung von „grünen“ Anleihen unterstützt. Alleine 2018 hat die Commerzbank die Emission von 20 Green- und Social-Bond-Transaktionen federführend begleitet. Das Gesamtvolumen aller Green- und Social Bonds, deren Emission die Commerzbank 2018 begleitet hat, beträgt 11,4 Mrd. Euro (5,8 Mrd. Euro im Vorjahr). Außerdem arbeiten wir in entsprechenden Interessenvereinigungen und Fachverbänden mit und tragen so aktiv zur Weiterentwicklung des Marktes bei. Als Teilnehmerin am europäischen Emissionsrechtehandel engagiert sich die Commerzbank darüber hinaus in der Carbon Pricing Leadership Coalition (CPLC) der Weltbank und ist damit in der Lage, ihre Firmenkunden sachkundig zu aktuellen internationalen Entwicklungen im Emissionsrechtehandel und Carbon Pricing zu beraten.

Im Oktober 2018 hat die Bank ihren ersten eigenen Green Bond mit einem Emissionsvolumen von 500 Mio. Euro und einer Laufzeit von fünf Jahren emittiert. Das Orderbuch mit einem Volumen von über 1,1 Mrd. Euro zeugt vom großen Investoreninteresse. Die Anleihe wurde auf Basis der Green Bond Principles entwickelt, einem Marktstandard, der hohe Transparenz über den konkreten Mitteleinsatz schafft. Auf dieser Grundlage haben wir dem Bond Kredite für Onshore- und Offshore-Windprojekte sowie Solarprojekte in Deutschland, anderen europäischen Ländern sowie Nord- und Südamerika zugeordnet. Mit einer installierten Gesamtleistung von knapp 462 Megawatt sparen die über den Bond refinanzierten Projekte CO2-Emissionen von rechnerisch rund 755.200 Tonnen pro Jahr ein. Die sogenannte Second Party Opinion der Nachhaltigkeitsratingagentur Sustainalytics bestätigt, dass die Anleihe die Anforderungen der aktuellen Green Bond Principles erfüllt.

Auch im Privatkundensegment gewinnt das Angebot nachhaltiger – und damit auch ökologischer – Investments weiter an Bedeutung. Durch strategische Partnerschaften mit ausgewählten Fondsgesellschaften bieten wir nachhaltige Investments wie beispielsweise Anleihen und Aktien- oder Rentenfonds in Bereichen wie Klimaschutz, Solar- und Windenergie an. Gleichzeitig wird prozessual sichergestellt, dass unter anderem gezielte Investitionen in gesellschaftlich kontroversen Branchen wie Rüstung oder Direktinvestitionen in Agrarrohstoffe ausgeschlossen werden.

Im Rahmen von Aktionskonditionen bot die Commerzbank zwischen Januar und Oktober 2018 in befristeten Zeiträumen zwei ausgewählte Nachhaltigkeitsfonds im Onlinebanking und in den Filialen ohne Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag an, um weitere Kunden für diese Anlagemöglichkeit zu gewinnen.

Unter dem Slogan „Papierlos glücklich“ unterstützt die Commerzbank Naturschutzprojekte in Deutschland. Für jede Aktivierung eines elektronischen Postfachs forsten wir in einem seit Oktober 2018 laufenden Projekt in Kooperation mit dem gemeinnützigen Bergwaldprojekt e.V. einen Quadratmeter Wald in Deutschland auf. Zusätzlich spart das elektronische Postfach Papier und CO2 ein. Per Ende 2018 hatten bereits rund 120.000 Kunden die Aktivierung vorgenommen.
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SF3 Anlagevermögen, das auf ökologische und soziale Aspekte geprüft wurde

Nr.AngabeUNGCSDG
SF3Anlagevermögen, das auf ökologische und soziale Aspekte geprüft wurde
Die Commerzbank bietet ihren Kunden bei der Geldanlage zunehmend Möglichkeiten, am wachsenden Markt verantwortungsvoller Investments teilzuhaben. So vertreibt sie Nachhaltigkeitsfonds verschiedener Anbieter an private und institutionelle Kunden. Mit dem hauseigenen Fonds „Globale Aktien – Katholische Werte“ können Anleger an der Entwicklung eines internationalen Aktienportfolios partizipieren, das auf dem MSCI Catholic Value Custom Index beruht. Dieser Fonds wurde Ende 2018 zum dritten Mal in Folge mit dem FNG-Siegel des Forums Nachhaltige Geldanlagen ausgezeichnet (Details im Nachhaltigkeitsportal).

Längst sind es nicht mehr nur Stiftungen oder Kirchen, die ihr Geld nachhaltig anlegen wollen. Auch Privatanleger erwarten zunehmend, dass die Unternehmen, in die sie investieren, ethisch und umweltbewusst handeln. Vermögende Privat- und Firmenkunden können daher bei der Commerzbank eine individuelle nachhaltige Vermögensverwaltung vereinbaren, bei der insbesondere in Einzelwerte investiert wird, die ein hohes Nachhaltigkeitsrating aufweisen und zudem nicht gegen bestimmte Ausschlusskriterien verstoßen. Die Bank hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der nachhaltigen Anlagen am gesamten Volumen der für das Privatkundengeschäft durch die Vermögensverwaltung gemanagten Assets bis 2020 zu verdreifachen (Basisjahr 2017). Dieser Anteil konnte bis Ende 2018 fast verdoppelt werden, damit liegt die Zielerreichung im Plan.

Auch in der betrieblichen Altersvorsorge berücksichtigt der Commerzbank-Konzern im Inland Nachhaltigkeitsaspekte: Die Unterzeichnung der UN Principles for Responsible Investment (PRI) ist Grundvoraussetzung bei der Auswahl der Asset-Manager für den Pensionsplan der Bank.

Die Commerzbank hat den Eigenhandel in ihrem Investmentbanking bereits 2004 eingestellt. Eigenanlagen der Commerzbank bestehen vornehmlich aus Anlagen für die Liquiditätsreserve nach Basel 3. Der Fokus liegt wie vom Gesetzgeber vorgesehen auf der hohen Marktliquidität der Anleihen. Wir investieren deshalb in Anleihen von Zentralstaaten – zum Beispiel Bundesanleihen – und Regionalstaaten wie jenen der deutschen Bundesländer oder Agencies – etwa KfW, ESM, EFSF oder EIB – sowie in Pfandbriefe. Dabei legt die Commerzbank Wert darauf, auch in Bonds mit Nachhaltigkeitscharakter zu investieren, und plant, ihren Anteil weiter auszubauen.
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SF4 Active Ownership

Nr.AngabeUNGCSDG
SF4Active Ownership
Die Commerzbank hat eine Richtlinie für die Stimmrechtsvertretung für die Unternehmen im Fonds „Globale Aktien – Katholische Werte“ (siehe SF3) verfasst. Mit GES wurde ein führender Anbieter für Dienstleistungen im Bereich nachhaltiges Investment mit der Wahrnehmung der Stimmrechte im Sinne dieser Proxy-Voting-Policy beauftragt. Für die übrigen Firmen im Anlageportfolio gibt es keine Abstimmungsrichtlinien zu ökologischen und sozialen Fragen, da dies zentrale Themen der Geschäftsführung sind, die damit üblicherweise nicht im Rahmen der Hauptversammlung durch die Aktionäre entschieden werden, falls es der Vorstand nicht ausdrücklich verlangt (siehe auch § 119 Aktienrecht).
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Im Interesse der Lesefreundlichkeit verzichten wir im Text auf geschlechtsbezogene Dopplungen.

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