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Commerzbank unter Vorreitern

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Nach seiner Erstauflage im Jahr 2020 hat der WWF Deutschland auch für das Jahr 2021 wieder sein „Rating zur Integration von Nachhaltigkeit in Kerngeschäftsfeldern“ veröffentlicht. Dazu wurden die 15 größten Banken Deutschlands gegen die Anforderungen des WWF an die „zukunftsfähige Bank 2025“ bewertet.

Die Analyse der Banken durch den WWF und den Partner NKI erfolgt dabei anhand eines ausführlichen Fragebogens, der auf Basis öffentlich verfügbarer Informationen vorausgefüllt und anschließend durch vertiefende Workshops mit Vertretern der Bank ergänzt wird. Thematisch deckt der Fragebogen Nachhaltigkeitsthemen aller Bereiche des Managements und Kerngeschäfts ab. Als Maßstab für die Bewertung wurden wie im Vorjahr acht Kriterien zugrunde gelegt, die – gemäß WWF – von Banken umgesetzt werden müssen, um den Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft aktiv zu begleiten und die somit die „zukunftsfähige Bank 2025“ charakterisieren. Beim finalen Rating, bei dem die 15 Banken in fünf Kategorien eingeordnet werden, erreichte erneut keine der Banken – weder im Privat noch im Corporate Banking – eine der beiden höchsten Kategorien. Die Commerzbank gilt aber neben sieben weiteren Banken als „Vorreiter“ im Corporate Banking. Im Private Banking liegen die Deutsche Bank, die Deutsche Kreditbank (DKB) und die ING vorne.

Mit der Bewertung als „Vorreiter“ im Corporate Banking verbessert sich die Commerzbank im Vergleich zum letzten Jahr um eine Kategorie. Hier bewertet der WWF vor allem die Definition und Veröffentlichung von klaren Richtlinien mit Ausschlusskriterien und Finanzierungsbedingungen für Branchen, deren Prozesse und Produkte mit negativen Auswirkungen auf Umwelt und Klima verbunden sind, positiv. Zudem seien die klima- und nachhaltigkeitsbezogenen Kriterien im Kreditvergabeprozess und die verschiedenen Finanzierungsangebote mit umwelt- und klimabezogener Ausrichtung als „zeitgemäß“ einzustufen. Im Private Banking liegt die Commerzbank jeweils in der darauffolgenden Kategorie der „Verfolger“. Auch hierbei sieht der WWF die Unternehmensführung der Commerzbank in Sachen Nachhaltigkeit als zeitgemäß an. Hervorgehoben werden außerdem die Verankerung von Nachhaltigkeit im Konzernprogramm Sustainability 360°, die Vielzahl der Teilnahmen an Brancheninitiativen und -verbänden, das erarbeitete Sustainable Finance Framework sowie die umfassende und qualitativ hochwertige Berichterstattung über das nachhaltigkeitsbezogene Engagement der Commerzbank.

In den beiden Kategorien Sparen & Anlage und Finanzierungen & Hypotheken wurden der Commerzbank wie im Vorjahr Stärken attestiert, wie z.B. im Produktangebot (Nachhaltige Vermögensverwaltung, Grüne Baufinanzierung) und im Management von Umwelt- und Sozialrisiken im Kerngeschäft. Gleichzeitig zeigt das Rating aber auch Herausforderungen auf. Dazu zählen unter anderem, dass bisher in der Anlage von Eigenmitteln keine Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt werden und Umwelt- und nachhaltige Anlagelösungen im Bereich des Kontosparens noch fehlen. Verbesserungsbedarf sei auch im diesjährig erstmals erhobenen Bereich der Biodiversität vorhanden, wo klare Zielsetzungen und Berichterstattungen fehlen. Allerdings arbeitet die Commerzbank bereits an diesen und weiteren Themen im Rahmen der Umsetzung des Konzernprogramms Sustainability 360°.

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