• Von Eltern zu Eltern

    Corona-Krise: Von Eltern zu Eltern

Eltern leisten viel - beruflich wie privat. Ob das Kind zahnt, es trotzig keinen Mittagsschlaf machen möchte oder einfach Beschäftigung sucht - Eltern sind liebevoll zur Stelle. Zugleich üben Eltern einen Beruf aus, der viel abverlangt. So soll Geld in die Haushaltskasse gespült werden, um Lebensmittel einzukaufen und die Miete zu zahlen. Nebenbei gilt es selbstverständlich einen Haushalt zu führen und für frische Wäsche zu sorgen. Hält man sich die aktuelle Situation vor Augen, wird klar, dass das Organisationsvermögen der Eltern mehr denn je gefordert wird.

Wer betreut, wann das Kind, wenn Kitas bzw. Schulen geschlossen sind, aber Oma und Opa nicht unterstützen können? Wie kann die Arbeitszeit eingeteilt werden? Was kann man sich einfallen lassen, um das Kind zu beschäftigen? Dies sind nur einige Fragen, die in dieser herausfordernden Zeit im Kopf der Eltern kreisen. Es wird nicht nur die eigene Belastbarkeit jeden Tag aufs Neue getestet, sondern auch die Bedeutung des familiären Zusammenhalts wird klar.

Zunächst scheint es für Eltern womöglich ungewohnt, von zu Hause aus zu arbeiten. Mit der Zeit pendelt sich jedoch ein neuer Tagesablauf ein und der vielleicht zuvor noch gewöhnungsbedürftige Tagesrhythmus steigt in der Beliebtheit.

Auch unter Ihren Ansprechpartnern vor Ort befinden sich Eltern, die vor den oben geschilderten Herausforderungen stehen. Wie sie es schaffen, den Kundenanliegen gerecht zu werden und sich um die Bedürfnisse der Kinder zu kümmern, haben die Mitarbeiterinnen im Interview verraten. Vielleicht können Sie den ein oder anderen Tipp für sich nutzen.

Tag strukturieren

Tag strukturieren

Maria Batjili ist Mutter eines kleinen 3-jährigen Sohnes und arbeitet im Wealth Management Düsseldorf als Gruppenleiterin. Im Interview berichtet sie, wie sie sowohl für ihre Kunden und Mitarbeiter ein offenes Ohr hat als auch ihren Sohn betreut.

„Nachdem ich die ersten Tage im Homeoffice als sehr anspruchsvoll empfand, hat sich nun der neue Tagesrhythmus eingependelt. Das heißt für mich, dass ich vor allem die Zeit nutze , wenn mein kleiner Sohn schläft, z.B. früh morgens oder während des Mittagsschlafs. Zusätzlich haben mein Mann und ich uns abgestimmt, wir teilen uns die Betreuungszeit im Block auf, die zeitlichen Absprachen bilden die Grundlage.“

Transparent mit dem Gegenüber sein

Transparent mit dem Gegenüber sein

Frau Huber ist Mutter eines 4-jährigen Sohnes. In der Bank ist sie als Wealth Management Relationshipperin tätig und pflegt einen offenen Umgang mit ihren Kunden – auch von zu Hause aus.

„Besonders in Telefonaten können Hintergrundgeräusche oft nicht unterbunden werden. Kinder rufen dazwischen und möchten Aufmerksamkeit. Während Telefongesprächen kann ich vorab Druck aus der Situation nehmen, indem ich transparent mit meinem Gesprächspartner umgehe. Ich erzähle, dass ich mich zu Hause im Homeoffice befinde und mein kleiner Sohn zu Hause ist. Es kann durchaus sein, dass mein Sohn eine kurze Frage hat. Dann weiß aber mein Gesprächspartner Bescheid. Meine Kunden und Kollegen schätzen diese Offenheit.“

Malvorlagen

Malvorlagen

Frau Schimmel, Unternehmerkunden-Beraterin aus Hamburg, bringt Arbeit und Kinderbetreuung im Homeoffice unter einen Hut.

„Glücklicherweise kann ich die Betreuungszeiten mit meinem Partner abstimmen. Falls ich doch arbeiten muss, wenn ich auf meine Tochter aufpasse, gebe ich ihr gerne etwas zum Malen. So kann ich beispielsweise trotzdem an einer Telefonkonferenz teilnehmen, während meine Tochter malt. Wenn das Kind malt, achtet ich aber darauf, dass die Farbe auf dem Papier landet und nicht auf der Tapete.“

Hier finden Sie Malvorlagen für Ihre Kleinen:

Bastelrituale aus der Kita zu Hause etablieren

Maria Batjili integriert zu Hause nicht nur ihre Arbeit, sondern bringt auch ein Stück Kita in die eigenen vier Wände:

„Der Kita-Tagesablauf der Kinder ist durch feste Zeiten und Rituale geprägt. So kann es sein, dass mein Kind plötzlich anfängt zu singen, da versuche ich dann mit einzusteigen. Darüber hinaus und gerade passend zu Ostern, kann man verschiedene Rituale aus der Kita in den eigenen Vier Wänden etablieren. Ich habe zum Beispiel direkt Oster-Bastelutensilien und Gesellschaftsspiele besorgt, um meinem Kind ein Stück Kita zu Hause bieten zu können. Jetzt basteln wir in meinen Arbeitspausen.“

Sehnsucht nach Freunden stillen

Sabine Buurma ist Leiterin Serviceberatung für 12 Mitarbeiter in der Filiale Kiel. Zu Hause betreut sie einen 6-jährigen Sohn, dem sie in dieser besonderen Situation trotzdem den Geburtstag versüßt hat.

„Kinder sind täglich soziale Kontakte gewohnt. Fehlt der Kontakt zu Freunden, kann schnell Sehnsucht entstehen. Mein Sohn hatte letzte Woche Geburtstag, es war natürlich schade, dass der Kindergeburtstag nicht wie geplant stattfinden konnte. Trotzdem hat mein Sohn an seinem Ehrentag besonders viele Geburtstagsgrüße erhalten, z.B. per Video. Der ein oder andere hat auch ein Geschenk vor die Haustür gestellt, das war großartig! Dank der Digitalisierung ist heute vieles möglich, wir schauen uns die Geburtstagsvideos immer wieder gerne an. Abgesehen davon, blättern wir auch gerne gemeinsam durch sein Freundebuch, mit dem Gedanken – auch bald wieder gemeinsam auf dem Spielplatz spielen zu können.

Grenzen austesten, nicht mit Ihnen!

Frau Huber hat noch einen Tipp, damit Kinder nicht die Gunst der Stunde nutzen, Süßigkeiten zu naschen, nur, weil die Eltern gerade arbeiten. Wenn das Kind nämlich während eines Telefonats nebenbei fragt, ob es Süßigkeiten essen darf, kann die Hemmschwelle des Elternteils schon mal niedriger sein als sonst. Damit das nicht geschieht, kann man das Kind mit seiner Frage in das Telefonat mit einbeziehen und erklären, dass es, auch, wenn Mama gerade beschäftigt ist, die Wahrscheinlichkeit für Süßigkeiten trotzdem nicht steigt. Hierdurch kann man die Grenzen geschickt untermauern und dem Kind verdeutlichen, dass man trotzdem aufpasst.

Hörspiele geben Kindern das Gefühl, nicht alleine zu sein

Im Kindergarten sind Kinder viel Trubel um sich herum gewohnt. Damit dem Kind Zuhause nicht langweilig wird, greift Frau Huber gerne auf Hörspiele zurück:

„Mein Kind beschäftigt sich gerne mit Hörspielen. Aufgrund der Stimmen fühlt es sich nicht allein und nebenbei wird die Phantasie noch angeregt – viel besser als bei TV-Serien.“

Haushalt spannend gemacht

Frau Stüben ist Multikanalmanagerin in Frankfurt und Mutter eines 1 ½-jährigen Sohnes. Wie viele Mütter und Väter, steht Frau Stüben vor der Herausforderung, die Kinderbetreuung zu organisieren – mit einer Besonderheit. Denn Frau Stübens Mann steht der Bevölkerung ehrenamtlich mit dem THW helfend zur Seite.

„Die Wochenplanung stellt uns wöchentlich vor eine besondere Herausforderung, weil ich jede Woche mit meinem Mann Arbeits- und Betreuungszeiten koordinieren muss. Wenn ich mich im Homeoffice um meinen Sohn kümmere, beziehe ich ihn in den Pausen auch in meine Hausarbeit mit ein. Wenn ich mittags koche, findet er es besonders spannend. Da hat er immer etwas zu beobachten.“

Frische Luft macht müde

Der Frühling klopft an, die Sonnenstrahlen wärmen das Gesicht. Perfekt, um den notwendigen Gang zum Supermarkt oder zur Apotheke zu Fuß zurückzulegen, anstatt mit dem Auto zu fahren. Frau Stüben hat dies für sich und ihren Sohn entdeckt:

„Neuerdings lasse ich das Auto stehen und laufe mit meinem Sohn zum Supermarkt. Es dauert zwar etwas länger, aber wir kommen an die frische Luft. Das tut Körper und Seele gut. Nebenbei kann man sogar die Umwelt schonen. Danach schläft mein Sohn auch besonders gut und ich kann wieder an den Schreibtisch.“

  • Von Eltern zu Eltern

Kontaktieren Sie uns

Auch in den kommenden Wochen sind wir weiterhin 24 Stunden am Tag für Sie da:

Hotline anrufen Filiale suchen
069 / 5 8000 8000 Filiale