5 Tipps, für Sicherheit im Internet

Cybersecurity wird immer wichtiger

09.01.2024 – Erfahren Sie alles über die aktuelle Bedrohungslage, was Internetkriminalität für Ihre Geldgeschäfte bedeutet und wie Sie sich schützen können.

Älteres Ehepaar sitzt auf dem Sofa und schaut in ein Laptop

Die Meldungen über Cyberattacken häufen sich - erst kürzlich legte ein Cyberangriff die Verwaltungen und Rathäuser von über 70 Kommunen in Nordrhein-Westfalen lahm. Gerade wenn es um Geld und persönliche Daten geht, spielt Sicherheit eine entscheidende Rolle.

Was ist der Tag der Computersicherheit?

Bedeutung von Cybersecurity

Unter Computer- bzw. IT-Sicherheit oder auch Cybersecurity versteht man alle Maßnahmen, um Computer, elektronische Systeme, Netzwerke und Daten gegen Cyberangriffe zu schützen. Am 30. November findet jährlich der Tag der Computersicherheit statt. Ins Leben gerufen wurde der Cybersecurity Day schon 1988 von der Vereinigung für Computersicherheit in den USA. Ziel ist es, Menschen darauf aufmerksam zu machen, ihre digitalen Geräte sowie ihre persönlichen Daten zu schützen. Was damals schon wichtig war, hat heute noch mehr an Relevanz gewonnen.

Cyberattacken aus dem Ausland

Cybersecurity ist wichtiger als je zuvor

Im Jahr 2022 wurden in Deutschland mehr als 130.000 Straftaten im Bereich Cybercrime begangen.1 Immer häufiger werden die Angriffe aus dem Ausland verübt – Cyberrisiken aus China und Russland gelten laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom aus dem Jahr 2023 als besonders bedrohlich. So konnten 46 Prozent der Angriffe auf Unternehmen nach Russland und 42 Prozent nach China zurückverfolgt werden. Unternehmen stehen besonders häufig im Fokus von Angriffen, noch häufiger als deutsche Regierungseinrichtungen.

Für die zunehmende Wichtigkeit von Cybersicherheit sprechen folgende Gründe:

Zunehmende Online-Aktivitäten

Egal ob einkaufen, bezahlen oder kommunizieren – aus Gründen der Bequemlichkeit und Schnelligkeit wird immer mehr digital erledigt. Dadurch vertrauen wir immer mehr Unternehmen und Online-Anbietern unsere Daten und Informationen an und machen uns damit angreifbar für Kriminelle.

Verbesserte Angriffsmethoden

Kriminelle perfektionieren Ihre Angriffsmethoden stetig. Zusätzlich wirken Technologien wie Künstliche Intelligenz als Treiber. Generative KI kann realistisch klingende Phishing-Mails verfassen oder Programmcode für Schadsoftware erstellen. Angriffe werden immer effektiver und professioneller durchgeführt.

Daten in der Cloud

Um von überall auf Daten und Dateien zugreifen zu können, wird heute vieles in der Cloud gespeichert. Neben der privaten Nutzung haben sich durch die zunehmende Homeoffice-Arbeit auch im betrieblichen Kontext Cloud-Services etabliert. Die Cloud ermöglicht dezentrale Arbeit, birgt aber auch das Risiko, dass unautorisierte Personen auf die Daten zugreifen oder dass die Daten verloren gehen, wenn der Cloud-Anbieter Opfer eines Cyberangriffs wird.

Cybercrime entwickelt sich stetig weiter

Künstliche Intelligenz treibt Cybercrime voran

Das Hype-Thema Künstliche Intelligenz (KI) verstärkt Sicherheitsrisiken im Internet weiter. Durch die schnellen Entwicklungsfortschritte kann generative KI beispielsweise bei der Vorbereitung von Cyberattacken unterstützen. So kann KI in einer großen Anzahl von Online-Nutzern diejenigen ausfindig machen, bei denen die Umstände für bestimmte Mails passend scheinen. Generative KI wie das Sprachmodell ChatGPT kann dabei helfen, automatisierte E-Mails zu formulieren, die jeden Empfänger persönlich ansprechen und den Ton und die Inhalte des vermeintlichen Absenders täuschend echt imitieren. Es wird immer herausfordernder zu erkennen, ob eine Nachricht seriös ist oder von Kriminellen stammt, die versuchen Daten zu erbeuten.

Präventionsmaßnahmen können Schutz bieten

Unternehmen investieren großzügig in IT-Sicherheit

Jedes zehnte Unternehmen in Deutschland war 2022 von einem erfolgreichen Cyberangriff betroffen, so die Ergebnisse einer Umfrage vom TÜV-Verband.2 Im selben Jahr bewerteten mehr als zwei von drei der von Ernst & Young befragten Führungskräfte die Gefahr, Opfer einer Cyberattacke zu werden, als eher hoch oder sehr hoch.3 Um sich vor diesem Risiko zu schützen, ergreifen Unternehmen kostspielige Maßnahmen. Das hat zur Folge, dass die Ausgaben für IT-Sicherheit seit Jahren kontinuierlich steigen. Momentan werden Höchststände erreicht. 2022 wurden weltweit 71 Milliarden US-Dollar für Cybersicherheit ausgegeben. Für 2023 wird ein Wert von 79,5 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Davon profitieren Cybersecurity-Unternehmen, die Dienstleistungen und Software im Bereich Informationssicherheit anbieten.

Risikominderung durch Aufklärung und Vorsicht

Was können Sie selbst tun, um sich vor Cybercrime zu schützen?

Auch wenn viele Unternehmen ihre Aktivitäten im Bereich Cybersicherheit verstärken, ist es nicht ausreichend, sich ausschließlich auf die Sicherheitsvorkehrungen der Online-Anbieter zu verlassen. Durch vorsichtiges Verhalten und indem Sie sich regelmäßig über aktuelle Bedrohungen informieren, können Sie dafür sorgen, dass Ihre Daten sicher bleiben.

Achtung vor Phishing-Angriffen

Phishing-Angriffe gehören momentan zu den größten Bedrohungen im Bereich Cyberkriminalität. Bei Phishing-Angriffen versuchen Kriminelle mittels E-Mail oder anderen authentisch wirkenden Nachrichten,an vertrauliche Daten zu kommen. Oft wird dabei von angeblichen Sicherheitsüberprüfungen, neuen Datenschutzverordnungen oder Gewinnspielen gesprochen, um Opfer dazu zu bewegen, ihre Daten preiszugeben.

Wichtig: Achten Sie bei E-Mails & Co. immer ganz genau auf den Absender. Viele Hacker nutzen Absenderadressen, die seriös wirken und nur minimal von bekannten Absenderadressen abweichen. Klicken Sie in Mails unbekannter Absender keine Links an und öffnen Sie keine E-Mail-Anhänge.

5 Tipps, wie Sie online sicher bleiben

Geldgeschäfte finden heute zum großen Teil digital statt. Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen haben den Trend in Richtung Digital Banking weiter vorangetrieben. Knapp die Hälfte der Deutschen nutzt das Internet für Banking-Aktivitäten.4 Daneben wird das Internet für Einkäufe, Kommunikation und vieles mehr verwendet. Mehr Online-Aktivitäten bedeuten automatisch auch eine größere Angriffsfläche für Cyber-Kriminelle. Beachten Sie daher folgende Tipps für mehr Sicherheit im Internet.

1

Virenscanner installieren

Stellen Sie sicher, dass nicht nur auf Ihrem Computer, sondern auch auf Ihrem Smartphone, auf Ihrem Tablet und allen Geräten, die Sie für Online-Shopping und Online Banking nutzen, ein aktuelles Antivirenprogramm installiert ist. Computer-Viren können Daten auf Ihrem Computer löschen oder Hardware dauerhaft beschädigen. Damit dies gar nicht erst passiert, überprüfen Virenscanner die Daten auf Ihren Geräten, um verdächtige Inhalte zu blockieren und im Ernstfall zu beseitigen. Dies ist wichtig, denn: haben Sie erstmal einen Virus auf dem PC, bringt auch weitere Vorsicht nichts mehr.

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2

Passwörter mit Bedacht wählen

Generell empfiehlt es sich, Passwörter zu wählen, die keine geläufigen Begriffe enthalten. Passwörter sollten mindestens 8 Zeichen lang sein und neben Groß- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen und Ziffern enthalten. Ihr Online Banking-Passwort sollten Sie auf keinen Fall für andere Online-Dienste oder -Accounts nutzen. Im Idealfall erneuern Sie die Passwörter für die wichtigsten Online-Dienste regelmäßig. Teilweise informieren Sie Ihre Geräte auch über Sicherheitsrisiken bezüglich Ihrer Passwörter. Je nach Betriebssystem müssen Sie dafür z. B. zu den Passwort-Einstellungen gehen. Wurde Ihr Passwort bei einem Datenleck gefunden, werden Sie aufgefordert, ein neues zu wählen.


Tipp:
Sogenannte Passwort-Manager erstellen für Sie automatisiert komplexe Passwörter und speichern diese in gesicherten Datenbanken, sodass Sie sich nicht alle unterschiedlichen Passwörter merken müssen.

3

Achtung bei öffentlichem WLAN

Ihre Bankgeschäfte sollten Sie niemals im öffentlichen WLAN (Hotspot) erledigen. Öffentliche WLAN-Netze sind nicht so stark verschlüsselt und können von jedem Menschen verwendet werden. Sie können nicht kontrollieren, wer im gleichen Netz unterwegs ist und womöglich Ihre Daten abfängt. Auf fremden Geräten sollten Sie sich ebenfalls nicht in Ihr Online Banking einloggen, da Ihre Dateneingaben gespeichert werden könnten. Wichtig ist auch, dass Ihre Daten im Internet nur verschlüsselt übermittelt werden. Schauen Sie dafür in die Adresszeile Ihres Browsers und achten Sie darauf, dass das Schlosssymbol sowie das Kürzel „https“ und nicht „http“ zu sehen ist.

4

Gütesiegel bei Onlineshops beachten

Siegel können Aufschluss über die Vertrauenswürdigkeit eines Webshops geben. Ein bekanntes Siegel, das europaweit sichere Onlineshops markiert, ist das sogenannte Trusted Shops Gütesiegel. Aber Vorsicht: Nicht jedes Siegel bedeutet automatisch, dass Sie online sicher einkaufen. Teilweise werden Auszeichnungen willkürlich erfunden und garantieren damit keine wirkliche Sicherheit. Überprüfen Sie die Echtheit des Siegels durch einen Klick auf das Siegelemblem. Bei einem echten Siegel sollten Sie auf die Internetseite des Gütesiegelbetreibers weitergeleitet werden, wo das gültige Prüfzertifikat angezeigt wird. Gelangen Sie auf eine beliebige Seite oder ist das Emblem nicht klickbar, ist es womöglich gefälscht.

5

Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung kennen Sie bestimmt von Ihrem Online Banking. Loggen Sie sich dort ein oder tätigen eine Überweisung, müssen Sie sich mittels eines TAN-Verfahrens mit einem zweiten Sicherheitsfaktor anmelden. Hiermit soll verhindert werden, dass Kriminelle sich einfach Zugang zum Online Banking Dritter verschaffen und Schäden verursachen können. Seit September 2019 ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung für Zahlungsverkehr verpflichtend. In anderen Bereichen ist dieser doppelte Zugang freiwillig, aber dennoch sinnvoll. Wenn diese Option angeboten wird, sollten Sie sie aktivieren, um sich zusätzlich abzusichern.

Diese 12 Goldenen Regeln helfen Ihnen, sich beim Digital Banking selber zu schützen.

Cyberversicherungen können Schutz bieten

Bei aller Vorsicht – eine 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht. Deshalb gibt es spezielle Cyberversicherungen, die Schäden im Zusammenhang mit Cyberkriminalität abdecken. Ursprünglich wurden die Versicherungen für kleine und mittlere Unternehmen angeboten. Inzwischen gibt es auch Policen für Privatpersonen. Bevor Sie eine solche Versicherung abschließen, prüfen Sie, was Ihre bestehenden Versicherungen im Onlinebereich bereits absichern. Teilweise schließen Hausratversicherungen Schäden beim Online Banking und Online-Shopping durch Hackerangriffe mit ein. Wenn Sie unbeabsichtigt einen Virus weiterleiten und anderen damit schaden, kann teilweise die Private Haftpflichtversicherung daraus entstehende Kosten abdecken.

Cyberversicherungen können je nach Anbieter und Tarif auch die Datenwiederherstellung, die Kostenübernahme für IT-Experten und Forensiker sowie die Übernahme gerichtlicher und außergerichtlicher Kosten beinhalten.

Was tut die Commerzbank für Sicherheit im Online Banking?

Die Commerzbank hat hohe Sicherheitsstandards, damit Ihr Online Banking sicher bleibt. Dazu zählen unter anderem eine starke Kundenauthentifizierung (Zwei-Faktor-Authentifizierung), die Verschlüsselung der Datenübertragung, aber auch die Verwendung von Sicherheitszertifikaten und die Durchführung regelmäßiger Sicherheitsüberprüfungen. Falls es zu einem Diebstahl oder Verlust kommt, oder falls ein Verdacht auf Betrug vorliegt, haben Sie jederzeit die Möglichkeit, Ihre Karten oder Ihr Digital Banking online zu sperren. Um die Sicherheit für Ihr Online Banking zu garantieren, informieren wir Sie auf unserer Webseite über aktuelle Warnhinweise.

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