LYXOR NASDAQ-100 UCITS ETF - Dist USD

Jo Biden gewinnt die US-Wahl

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • US-Wirtschaft nach Lockerungen mit kräftiger Erholung – vor allem Arbeitsmarkt und Wohnungsbau überraschen positiv
  • US-Aktienmarkt lange Zeit getragen durch extrem starken IT-Sektor, jetzt ziehen bisher vernachlässigte zyklische Sektoren nach
  • Synthetische Index-Nachbildung
  • Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs

10.12.2020

Investmentansatz

Anlageziel des Lyxor Nasdaq-100 UCITS ETF - Dist USD

Der Lyxor Nasdaq-100 UCITS ETF - Dist USD ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Ziel der Anlage ist die Nachbildung der Aufwärts- und Abwärtsbewegungen des NASDAQ-100 Notional Net Total Return Index („Benchmarkindex“) in US-Dollar, der die 100 größten Unternehmen aus den USA und auf internationaler außerhalb des Finanzwesens repräsentiert. Gleichzeitig soll die Volatilität der Renditedifferenz zwischen Fonds und Benchmarkindex („Tracking Error“) so gering wie möglich gehalten werden. Das erwartete Niveau des Tracking Errors unter normalen Marktbedingungen wird im Prospekt angegeben.

Der Benchmarkindex ist ein Index des Typs „Net Total Return“ (Netto-Gesamtrenditeindex). Ein Netto-Gesamtrenditeindex berechnet die Performance der Indexkomponenten auf der Grundlage, dass sämtliche Dividenden oder Ausschüttungen in der Indexrendite nach Einbehaltung der Quellensteuer inbegriffen sind.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet. Das bedeutet, swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio (sogenannter Basket) und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit einem Swap-Partner einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Hieraus ergeben sich sowohl für den Swap-Partner als auch für den Fonds Zahlungsverpflichtungen. Entwickeln sich beispielsweise die im Index enthaltenen Wertpapiere besser als die vom Fonds erworbenen, ist der Swap-Partner verpflichtet, den Unterschied in der Wertentwicklung an den Fonds zu zahlen.

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (der Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs in der Regel nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment USA Large Caps Technologie
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN LYX05V
ISIN LU2197908721
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,22

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Ausgangslage

Der Aktienmarkt wird weiterhin wesentlich von der Corona-Gesamtlage bestimmt. Während noch im Oktober die rasant steigenden Neuinfektionszahlen eine deutliche Verunsicherung hervorgerufen hatten, sind es jetzt die markant gestiegenen Impfstoff-Hoffnungen, die für einen Stimmungswechsel und somit für Konjunkturoptimismus und steigende Kurse sorgen.

Neben Corona waren die US-Wahlen das beherrschende Thema. Entgegen der Prognosen gab es bei der Präsidentschaftswahl ein Kopf-an-Kopf- Rennen und erst nach einigen Tagen kristallisierte sich heraus, dass der demokratische Herausforderer Joe Biden letztendlich die Nase vorn haben wird. Da Amtsinhaber Donald Trump dieses Ergebnis lange Zeit nicht wahrhaben wollte und mit seiner Haltung den normalen „transitionprocess“ (Übergangsphase der Amtsübergabe) behinderte, sorgte dies eine gewisse Zeit für Unsicherheit.

Trotz all der bereits eingetretenen und weiter drohenden Belastungsfaktoren konnte der US-Aktienmarkt seit seinem Corona-Tief vom 23. März bis September rund 60% zulegen und damit zudem einen neuen Höchststand erreichen. Nach einem von Infektionsängsten belasteten Oktober wurden mit der beschriebenen Entwicklung im November neue Rekordmarken erreicht.

Nachdem bis September vor allem die drei technologieorientierten Branchen IT, Communications (Interaktive Medien) und Gebrauchsgüter (Online-Retail) einen Großteil der starken Performance verantworteten und die beiden Sektoren Energie und Finanzen eine deutlich negative Entwicklung aufwiesen, entwickelte sich spätestens seit November ein neues Bild.

Insbesondere die beiden zurückgebliebenen Segmente sind seither gesucht und konnten deutlich zulegen. Dabei erfolgte aber auch kein Ausverkauf bei den zuvor genannten Branchen, womit noch nicht von einer eindeutigen Sektorrotation gesprochen werden kann, sondern eher von einem zwischenzeitlichen Favoritenwechsel.

Im dritten Quartal zog die Produktion zunächst kräftig an, da vorerst die während des Lockdowns angestaute Nachfrage getrieben hatte. Nach aktueller Schätzung sollte das BIP so aufs Jahr hochgerechnet 33,1% zugelegt haben. Allerdings dürfte die Erholung danach wesentlich langsamer vorangeschritten sein, da es nur einen stufenweisen Neustart der Wirtschaft gab. Dieser wurde durch die sprunghaft gestiegenen Schulden, zahlreiche weggefallene Arbeitsplätze sowie eine Menge an Unternehmensinsolvenzen erschwert.

Die Prognose für das kommende Jahr steht noch auf tönernen Füßen. Zwar konnte die Erholung nach dem historischen Einbruch im Frühjahr stetig voranschreiten, doch gibt es nun im Dezember einige Unsicherheiten für den weiteren Verlauf. Einerseits bleibt die laufende Infektionswelle ungebrochen und es stellt sich die Frage, wie die Familienzusammenkünfte an Thanksgiving und dann zu Weihnachten sich auswirken werden. Zwar ist davon auszugehen, dass noch in diesem Jahr die Zulassung für einen oder auch mehrere der vielversprechenden Impfstoffe erteilt wird, doch dürfte es noch Monate dauern, bis eine flächendeckende Impfung vorgenommen werden kann.

Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass das Herunterfahren vieler Aktivitäten wegen der dritten Welle zusätzlich restriktiv gewirkt haben dürfte. Für das letzte Quartal des Jahres wird mit einem Plus von nur noch 5% (ann.) gerechnet, womit für das Gesamtjahr von einem Abrutschen der Konjunktur um 3,5% (J/J) auszugehen ist. Nächstes Jahr dürfte die Konjunktur dann wieder um 4,0% zulegen. Damit wird das Vorkrisenniveau erst 2022 erreichbar sein.

Auf der anderen Seite enden im Dezember einige Hilfsprogramme und nach wie vor ist noch unsicher, ob adäquate Anschlussprogramme bereitgestellt werden. Darüber hinaus läuft per 11.12. auch die Ausgabenermächtigung der US-Bundesregierung aus und es droht wieder einmal ein Shutdown der Regierung. Davon ausgehend, dass wie schon so oft, in letzter Minute Einigung über ein Ausgabengesetz erzielt oder zumindest ein „Continuing Resolution“ beschlossen werden kann, droht von dieser Seite kein Ungemach.

In Bezug auf die Hilfsprogramme gibt es aktuell Hoffnung, dass man sich auf einen Kompromiss einigen kann. Aktuell steht ein Stimulierungs-Programm in der Höhe von 908 Mrd. USD als Verhandlungsgrundlage zur Diskussion. Können also all diese Klippen umschifft werden, dürfte unsere Prognose eines BIP-Wachstums von 4% im Jahr 2021 letztendlich sogar relativ konservativ sein. Wir votieren weiterhin mit „Kauf“.

10. Dezember 2020

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment USA Large Caps Technologie
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN LYX05V / LU2197908721
Fondsauflage 10.09.2020
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Ja
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 - / - / -
Volatilität (3 Jahre)3 -
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,22
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,22
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • Der Fonds ermöglicht eine gezielte Teilhabe an Aktienmarktchancen in den USA. Diese Fokussierung bietet die Chance, von der Entwicklung der Aktienmärkte in den USA zu profitieren

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Mit der Fokussierung auf Aktien aus den USA ist gleichzeitig jedoch auch das Risiko verbunden, dass sich der Aktienmarkt in den USA und somit auch der Fonds schwächer entwickelt als andere Regionen bzw. der Gesamtmarkt