Lyxor Bloomberg Equal-weight Commodity ex-Agriculture UCITS ETF

Gute Argumente für Investments in Rohstoffe

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Kunden können an der Wertentwicklung von 12 Rohstoffen partizipieren
  • Synthetische Index-Nachbildung
  • Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs

21.01.2021

Investmentansatz

Anlageziel des Lyxor Bloomberg Equal-weight Commodity ex-Agriculture UCITS ETF

Der Lyxor Bloomberg Equal-weight Commodity ex-Agriculture UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des Bloomberg Equal-weight Commodity ex-Agriculture Index anknüpft.

Der Index spiegelt die Wertentwicklung von 12 Rohstoffen in den Bereichen Energie, Edel- und Industriemetalle wider, die durch Terminkontrakte abgebildet werden. Sämtliche Indexkomponenten sind anfänglich jeweils mit 1/12 gewichtet. Eine Anpassung und Überprüfung der Gewichtung der Indexkomponenten findet in der Regel viermal pro Jahr statt.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet. Das bedeutet, swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio (sogenannter Basket) und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit dem Swap-Partner einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Hieraus ergeben sich sowohl für den Swap-Partner als auch für den Fonds Zahlungsverpflichtungen. Entwickeln sich beispielsweise die im Index enthaltenen Wertpapiere besser als die vom Fonds erworbenen, ist der Swap-Partner verpflichtet, den Unterschied in der Wertentwicklung an den Fonds zu zahlen.

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (der Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs in der Regel nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Rohstofffonds
Anlagesegment Welt
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN ETF090
ISIN LU0419741177
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,30%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Edelmetalle:

Die Flutung der Märkte mit Liquidität durch die Notenbanken, die vor allem auch die steigenden Staatsdefizite finanzieren, ist der ideale Nährboden für deutlich höhere Edelmetallpreise. Denn dadurch sinken die Nominalzinsen, bzw. bleiben niedrig, während die Inflationserwartungen steigen. Die Realzinsen dürften also weiter, ähnlich wie in den Jahren nach der Finanzkrise, sinken. Deswegen ist beispielsweise Gold auch eine risikodiversifizierende Anlage, die zusätzlich durch eine Angebotsverknappung unterstützt wird.

Basismetalle:

Das Angebot bei den Basismetallen wächst langfristig nur mäßig. Zudem ist die Versorgungslage u.a. mit Blick auf Chile, Kongo, Indonesien und Peru besonders bei Kupfer unsicher. Steigende Produktionskosten dämpfen die Investitionstätigkeit. Grundsätzlich gilt daher, dass nach Jahren niedriger Investitionen die Kapazitäten bei Basismetallen eng sind und die Schwelle, ab der die Nachfrage das Angebot übersteigt und somit die Preise stimuliert werden, niedrig ist.

Die relative robuste Nachfrage Chinas sowie die Produktionseinschränkungen sorgten dafür, dass sich die Lagerbestände in der aktuellen Krise kaum erhöhten und sich die Preise rasch über das Vorkrisenniveau erholten. Kurzfristig besteht aufgrund der anhaltend hohen Nachfrageunsicherheit und der optimistischen Marktpositionierung Konsolidierungsbedarf. Kupfer und Nickel sollten weiter relative Stärke zeigen und dürften mittelfristig von einer anhaltenden Wachstumserholung und dem starken strukturellen Rückenwind profitieren.

Rohöl:

Durch die so oder so langfristig eher schwache Nachfrageprognose besteht neben dem Überhang an Lagerbestän-den auch ein Überhang an Produktionskapazitäten am Ölmarkt. Viele Ölunternehmen beginnen sich darauf einzustellen, indem sie bei den Investitionen sparen bzw. diese in alternative Energien umleiten und Ölreserven abschreiben. Langfristig wird dies zu einem Marktgleichgewicht führen. Zunächst aber gibt es noch hohe freie Kapazitäten, die bei sich bietender Gelegenheit ausgelastet werden dürften.

Die Auswirkung der Ölpreiserholung ist so beim Fracking in den USA bereits sichtbar, da man hier, relativ zu den langen Vorlaufzeiten bei Ölinvestitionen z.B. in der Tiefsee, flexibler ist. Die Produktion beginnt hier seit Mitte Juni wieder leicht anzuziehen, nachdem sie um 2,5 Mio. Fass/Tag gefallen war. Allerdings sind Preise unter 50 $/Fass kaum ausreichend für neue Wachstumsinvestitionen. Zudem ist die Industrie hoch verschuldet, was Investitionen ebenfalls begrenzt. Der aktuelle Preisanstieg gibt aber neue Produktionsanreize.

Bei Preisen von 50-60 $/Fass dürfte das Ölangebot gut ausreichen, um eine per saldo noch leicht steigende Nachfrage in den nächsten Jahren zu befriedigen. Dann könnte der Nachfragegipfel spätestens erreicht werden, was einem möglichen Engpass und deutlichen Preisanstieg entgegenwirkt. Ölpreise nachhaltig über 60 $/Fass sind daher langfristig kaum zu erwarten – es sei denn, es käme zu erheblichen dauerhaften Förderausfällen. Preise unter 50 $/Fass werden wiederum das Angebot einschränken und sind daher ebenfalls nicht als nachhaltig anzusehen.

Fazit

Der ETF spiegelt die Wertentwicklung von 12 Rohstoffen in den Bereichen Energie, Edel- und Industriemetalle wider, die durch Terminkontrakte abgebildet werden. Aufgrund unserer Kapitalmarkteinschätzung votieren wir den Lyxor Bloomberg Equal-weight Commodity ex-Agriculture UCITS ETF mit „Kauf“.

21. Januar 2021

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Rohstofffonds
Anlagesegment Welt
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN ETF090 / LU0419741177
Fondsauflage 22.05.2009
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 22.01.2021
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -4,04% / +10,20% / +50,28%
Volatilität (3 Jahre)3 18,17%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,30%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,30%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Die Anlage in Rohstoffe eröffnet ein überdurchschnittliches Renditepotenzial
  • Durch die Investition in Rohstoffe wird der Anteilswert insbesondere von der Entwicklung der Rohstoffe sowie von der Preisfindung der Derivate beeinflusst
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds