ComStage MSCI Japan 100 % Daily Hedged Euro UCITS ETF

Japan leidet weniger unter der Coronavirus-Pandemie als andere Länder

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Massives Konjunkturprogramm wegen Covid-19-Pandemie
  • Asien als Exportdestination weiter stark im Fokus
  • Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs

29.07.2020

Investmentansatz

Anlageziel des ComStage MSCI Japan 100% Daily Hedged Euro UCITS ETF

Der ComStage MSCI Japan 100% Daily Hedged Euro UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des MSCI Japan 100% Daily Hedged to EUR Index anknüpft.

Der MSCI Japan 100% Daily Hedged to EUR Index ist ein Index, der die Wertentwicklung des MSCI Total Return Net Japan Index abbilden soll. Ziel des Index ist es, durch den Einsatz von Devisentermingeschäften, die auf Yen lautende Wertentwicklung des Basisindex auf täglicher Basis zu 100% in Euro d.h. in die Basiswährung des Fonds, zu übertragen, um somit eine weitestgehende Unabhängigkeit von der Yen-Euro Wechselkursveränderung anzustreben.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet. Das bedeutet, swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio (sogenannter Basket) und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit einem Swap-Partner einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Hieraus ergeben sich sowohl für den Swap-Partner als auch für den Fonds Zahlungsverpflichtungen. Entwickeln sich beispielsweise die im Index enthaltenen Wertpapiere besser als die vom Fonds erworbenen, ist der Swap-Partner verpflichtet, den Unterschied in der Wertentwicklung an den Fonds zu zahlen.

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (der Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs in der Regel nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Japan Large Caps EUR-Hedged
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung JPY
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN ETF025
ISIN LU1033694107
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,30%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Der japanische Aktienindex verlor seit Jahreanfang 2020 rd. 6,5% an Wert und büßte damit aufgrund der oben aufgeführten Faktoren spürbar weniger ein als seine Kontrahenten in den USA oder in Europa (per 01. Juli 2020). Die Bewertung ist seit dem starken Kursanstieg nach dem „Coronatief“ mit einem KGV (2020) in Höhe von 17,7 nicht mehr als günstig einzustufen. Für ein Übergewichten bedarf es v.a. einer glaubwürdigen Strategie der Regierung zur mittelfristigen Rückführung der hohen Schulden (der jap. Staat ist mit rd. 250 Prozent gemessen am BIP verschuldet) sowie wirksamer und nachhaltiger Strukturreformen. Vielen Anlegern fehlt ein zündendes Investmentthema.

Unterstützend für die Börse wirkten bis Ende 2019 die positive Entwicklung bei den Aktienrückkäufen (fast 20% der Firmen) und Dividendenzahlungen, die sich seit dem Jahr 2000 vervierfachten. Auch die Entwicklung der Eigenkapitalrendite ist beachtlich. Diese ist laut Analystenschätzungen von 0% im Jahr 2008 auf mittlerweile 10,5% gewachsen (USA: +15,9%; Europa: +12,7%). Auch die Nettomarge hat sich mit mittlerweile 6% deutlich aufwärts entwickelt (USA: 8%; Europa: 7,3%).

Durch die Verwerfungen infolge der Corona-Krise dürfte es bei den aufgeführten Faktoren aber spürbare Verwerfungen geben. So ist beispielsweise damit zu rechnen, dass die Aktienrückkäufe (rekordhohe Rückkäufe im Fiskaljahr 2019 in Höhe von 7,8 Billionen Yen) im Jahr 2020 laut Analystenschätzungen zwischen 60 und 70 Prozent schrumpfen könnten.

Bremsend auf die Börse könnte sich auch der nach wie vor nur quälend langsam voranschreitende Prozess in Bezug auf diverse Strukturreformen auswirken. Überdies stellt die demografische Entwicklung einen dauerhaften Belastungsfaktor für Japans Volkswirtschaft und Börse dar. In Japan ist der Anteil der über 64-Jährigen bis Ende 2015 auf rekordhohe 26,7% gestiegen. Damit nimmt Japan weltweit die Spitzenposition ein. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte gemäß jüngster Prognosen bis zum Jahr 2030 um 12,4% (rd. 7,9 Millionen Menschen) sinken. Diese Faktoren befördern tendenziell die Deflation, unter der Japan seit dem Ende der Finanz- und Immobilienblase Anfang der 90er Jahre zu leiden hat.

Faktoren, die die japanische Börse im zweiten Quartal 2020 gestützt haben

  • Ein rasches Wiederhochfahren der wirtschaftlichen Aktivität nach dem „Lockdown“
  • Relativ attraktive Dividendenrenditen
  • Ein starker Yen, der in Krisenzeiten als sicherer Hafen fungiert und bestenfalls noch Währungsgewinne beschert
  • Aktienkäufe der Bank of Japan (BoJ), die das geplante jährliche Ankaufvolumen von 6 auf 12 Billionen Yen erhöhte
  • Hohe Cash-Bestände japanischer Unternehmen, die die gestiegenen Dividendenzahlungen sichern helfen
  • Eine sukzessive Erholung der Konjunktur in China

Fazit

Japan leidet nicht so stark unter der Covid-19-Pandemie wie andere Länder. Trotzdem befindet sich Japan mittlerweile in einer Rezession. Die Regierung steuert mit einem großen Konjunkturprogramm gegen. Der Yen zeigt sich Jahresbeginn recht stabil. Der Japanische Aktienindex büßte weniger ein als vergleichbare Leitindizes in Europa. Für eine nachhaltige Outperformance des Japanischen Aktienindex sind u.E. ein spürbar schwächerer Yen sowie weitere Reformen (Abenomics) nötig. Wir bestätigen unser Votum „Kauf“

29. Juli 2020

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Japan Large Caps EUR-Hedged
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung JPY
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN ETF025 / LU1033694107
Fondsauflage 11.07.2014
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 18.09.2020
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 +2,38% / +4,68% / +13,45%
Volatilität (3 Jahre)3 17,74%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,30%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,30%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kosteninformation

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
  • Der Fonds ermöglicht die Teilhabe an der Entwicklung der japanischen Aktienmärkte und damit eine besonders breite Streuung (Diversifikation) des Fondsportfolios, sodass dieser weniger abhängig von der Entwicklung einzelner Regionen ist

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds