Xtrackers MSCI AC Asia ex Japan Swap UCITS ETF

Schwellenländerbörsen seit Anfang 2021 mit kräftiger Underperformance

Votum: Halten

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Mittelfristig weiter solide makroökonomische Rahmenbedingungen erwartet
  • Globale konjunkturelle Erholung im Jahr 2022 erwartet
  • Niedrige Geld-Brief-Spanne

22.11.2021

Investmentansatz

Anlageziel des db x-trackers MSCI AC Asia ex Japan Index UCITS ETF

Der db x-trackers MSCI AC Asia ex Japan Index UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund), der sich auf die Wertentwicklung des MSCI AC Asia ex Japan TRN Index bezieht.

MSCI AC Asia Ex Japan TRN Index

Beim MSCI AC Asia Ex Japan TRN Index handelt es sich um den asiatischen Leitindex, der nach Streubesitz-Marktkapitalisierung gewichtet ist und die Wertentwicklung von mehr als 500 börsennotierten Unternehmen der Industrie und Schwellenländer Asiens (mit Ausnahme von Japan) widerspiegelt. Der Index setzt sich aus diversen Unternehmen mit hoher und mittlerer Marktkapitalisierung aus folgenden Ländern zusammen: China, Hongkong, Indien, Indonesien, Korea, Malaysia, Pakistan, den Philippinen, Singapur, Taiwan und Thailand.

Gemäß der MSCI-Index-Methodologie strebt der Referenzindex eine 85%ige Marktabdeckung unter Berücksichtigung des Streubesitzes innerhalb jeder Branchengruppe in Asien, mit Ausnahme des japanischen Marktes, an. Der Referenzindex wird in US-Dollar auf Tagesschlussbasis berechnet. Die jährliche Indexprüfung in Bezug auf alle Länder wird für die einzelnen MSCI Länderindizes einmal in 12 Monaten durchgeführt.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet.

Das bedeutet, swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds in der Regel mit der Deutschen Bank einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Hieraus ergeben sich sowohl für die Deutsche Bank als auch für den Fonds Zahlungsverpflichtungen. Entwickeln sich beispielsweise die im Index enthaltenen Wertpapiere besser als die vom Fonds erworbenen, ist die Deutsche Bank verpflichtet, den Unterschied in der Wertentwicklung an den Fonds zu zahlen.

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Xtrackers
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Asien ex Japan Large Caps
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN DBX1AE
ISIN LU0322252171
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,65%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Performance der Schwellenländerbörsen im Oktober 2021

Nachdem der MSCI Emerging Markets-Index im August und im September 2021 eine leichte Outperformance gegenüber dem MSCI Welt-Index aufgewiesen hatte, gab es im Oktober wieder einen herben Rückschlag. Der MSCI EM-Index gewann im Berichtsmonat lediglich 0,9% an Wert. Damit ergab sich sowohl gegenüber dem MSCI Developed Market-Index (+5,6%) als auch gegenüber dem MSCI Welt-Index (+5%) eine deutliche Underperformance. Diese manifestiert sich auch seit Jahresbeginn; hier gab der MSCI EM-Index um 2,1% nach, wohingegen der MSCI Welt-Index um 15,3% zulegte.

Gründe für den Kurseinbruch in China und EM

Verantwortlich für den Kurseinbruch zeichneten insbesondere eine Reihe von regulatorischen Maßnahmen seitens der chinesischen Regierung sowie einiger Regulierungsbehörden. Diese übten einen zuvor nicht gekannten Druck auf inländische Internetfirmen aus. Nach dem faktischen Stopp für den geplanten Börsengang des führenden Online-Zahlungsdienstleisters Ant Financial und der Verhängung einer milliardenschweren Kartellstrafe gegen Alibaba (Mutterkonzern), gerieten mit Didi (Chinas Uber) sowie Tencent und Baidu weitere Techgiganten aus China ins Visier der Machthaber. Auch Firmen aus dem Bildungssektor traf es; diese müssen sich künftig als gemeinnützige Unternehmen registrieren lassen.

Aufgrund der harschen regulatorischen Maßnahmen seitens der chinesischen Regierung und der teilweise hohen Strafzahlungen gegen einige (IT-) Firmen sind die Kurse zum Teil kräftig unter Druck gekommen. So haben sich beispielsweise die Aktienkurse von Tencent und Alibaba seit dem Allzeithoch fast halbiert. Die Aktienkurse einiger Firmen aus dem Bildungssektor fielen teilweise noch viel stärker, da die angestrebten Regulierungen bzw. Eingriffe in die Geschäftstätigkeit infolge der demografischen Entwicklung und angestrebten Drei-Kind-Politik quasi einen „enteignenden Charakter“ haben.

Votum für chinesische A-Aktien und H-Aktien auf Neutral

Aufgrund der oben aufgeführten Faktoren bleiben wir zunächst relativ vorsichtig für die Aktienmärkte in China (A-Aktien) und Hongkong (HAktien). Wir empfehlen hier eine neutrale Gewichtung, auch wenn sich die Bewertungen aufgrund der deutlichen Kursrückgänge ermäßigt haben. In der kurzen Frist ist es aber sehr schwer einzuschätzen, ob weitere Regulierungen seitens der chinesischen Regierung in Teilbereiche der Wirtschaft erfolgen werden oder nicht. Des Weiteren belasten die Zahlungsprobleme bei China Evergrande (Immobilien). Zudem schwächt sich die Konjunktur im Reich der Mitte ab.

Im MSCI AC Asia Ex Japan TRN Index sind China und Hong Kong mit aktuell gut 46% für die Gesamtperformance des Xtrackers MSCI AC Asia ex Japan Index UCITS ETF verantwortlich.

Mittelfristige Perspektiven der globalen Emerging Markets

Der Boom der Emerging Markets hält trotz zwischenzeitlicher Korrekturen an. Kraftzentren der Weltwirtschaft dürften weiter Länder wie China und Indien bleiben. Schätzungen zufolge dürften die Schwellenländer in den nächsten drei Jahren BIP-Wachstumsraten von 3% bis 4% erzielen. Weitere Zuflüsse an Kapital und mittelfristig weitere Währungsaufwertungen sind die Folge. Das Wachstum ist zumeist breit diversifiziert. Eine kaufkräftige Mittelschicht wächst rasant. Sie ist der Garant für nachhaltige Prosperität. Schwellenländeraktien sollten daher Bestandteil eines gut diversifizierten Portfolios sein.

Fazit

Die Schwellenländerbörsen weisen im Jahr 2021 eine deutliche Underperformance auf. Diese resultiert in erster Linie aus der vergleichsweise schwachen Performance des Indexschwergewichts China. Da wir im kommenden Jahr mit einem stärkeren US-Dollar rechnen und einige andere Faktoren die Börsen in den USA und v.a. in Europa begünstigen, stufen wir das Votum auf „Halten“ herab.

Investition im Portfoliokontext

Wer eine Geldanlage plant, sollte diese nach den Gesichtspunkten Risiko, Ertrag und Liquidität beurteilen. Hier kann keine generelle Empfehlung erfolgen, da jeder Anleger eigene Vorstellungen und Voraussetzungen bezüglich dieser Werte hat. Aus diesem Grund kann trotz unserer aktuellen Empfehlung, z.B. aufgrund von Portfoliodiversifizierung, eine Anlage in diesem ETF sinnvoll sein.

22. November 2021

Struktur nach Regionen

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Struktur nach Währungen

Ladevorgang...

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Xtrackers
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Asien ex Japan Large Caps
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN / ISIN DBX1AE / LU0322252171
Fondsauflage 20.01.2009
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 24.06.2022
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -12,68% / +14,42% / +21,40%
Volatilität (3 Jahre)3 19,91%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,65%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,65%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten, auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten, sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds