Xtrackers MSCI AC Asia ex Japan Swap UCITS ETF

Schwellenländerbörsen weisen im Juli 2020 eine Outperformance aus

Votum: Starker Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Niedrige Geld-Brief-Spanne
  • Mittelfristig weiter solide makroökonomische Rahmenbedingungen erwartet
  • BIP-Wachstum 2020 dürfte trotz Covid-19-Krise um 1,4% zulegen

03.09.2020

Investmentansatz

Anlageziel des db x-trackers MSCI AC Asia ex Japan Index UCITS ETF

Der db x-trackers MSCI AC Asia ex Japan Index UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund), der sich auf die Wertentwicklung des MSCI AC Asia ex Japan TRN Index bezieht.

MSCI AC Asia Ex Japan TRN Index

Beim MSCI AC Asia Ex Japan TRN Index handelt es sich um den asiatischen Leitindex, der nach Streubesitz-Marktkapitalisierung gewichtet ist und die Wertentwicklung von mehr als 500 börsennotierten Unternehmen der Industrie und Schwellenländer Asiens (mit Ausnahme von Japan) widerspiegelt. Der Index setzt sich aus diversen Unternehmen mit hoher und mittlerer Marktkapitalisierung aus folgenden Ländern zusammen: China, Hongkong, Indien, Indonesien, Korea, Malaysia, Pakistan, den Philippinen, Singapur, Taiwan und Thailand.

Gemäß der MSCI-Index-Methodologie strebt der Referenzindex eine 85%ige Marktabdeckung unter Berücksichtigung des Streubesitzes innerhalb jeder Branchengruppe in Asien, mit Ausnahme des japanischen Marktes, an. Der Referenzindex wird in US-Dollar auf Tagesschlussbasis berechnet. Die jährliche Indexprüfung in Bezug auf alle Länder wird für die einzelnen MSCI Länderindizes einmal in 12 Monaten durchgeführt.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet.

Das bedeutet, swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds in der Regel mit der Deutschen Bank einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Hieraus ergeben sich sowohl für die Deutsche Bank als auch für den Fonds Zahlungsverpflichtungen. Entwickeln sich beispielsweise die im Index enthaltenen Wertpapiere besser als die vom Fonds erworbenen, ist die Deutsche Bank verpflichtet, den Unterschied in der Wertentwicklung an den Fonds zu zahlen.

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Xtrackers
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Asien ex Japan Large Caps
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN DBX1AE
ISIN LU0322252171
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,65%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Schwellenländerbörsen weisen im August 2020 eine Underperformance aus

Nachdem die Schwellenländerbörsen im Juni und Juli 2020 eine deutliche Outperformance sowohl gegenüber dem MSCI Developed Market-Index als auch gegenüber dem MSCI Welt-Index ausgewiesen haben, kehrte sich der Trend im August 2020 schon wieder um. Im Berichtsmonat legte der MSCI EM-Index nur um 2,1% zu, während der MSCI Developed Market-Index um 6,5% und der MSCI Welt-Index um 6% kletterten. Von Januar bis August 2020 weitete sich die Underperformance der EM (-1,2%) gegenüber dem MSCI Welt-Index (+3,5%) somit wieder aus.

Innerhalb der Schwellenländerbörsen wies die Region Asien ex-Japan mit einem Verlust von „nur“ 12,2% eine deutliche Outperformance auf. Diese verdankt sie vor allem der „guten“ Performance vom MSCI China- Index, der im Berichtsmonat lediglich um 6,6% nachgab. In China greifen offensichtlich die Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie, auch wenn es nach wie vor Zweifel an den Zahlen der Neuinfektionen etc. gibt. Die Regionen EMEA (-21,6%, Russland: -23,3%) und insbesondere Lateinamerika (-34,6%; Brasilien: -38,3%) verloren massiv an Wert.

Mittelfristige Perspektiven der globalen Emerging Markets

Der Boom der Emerging Markets hält trotz zwischenzeitlicher Korrekturen an. Kraftzentren der Weltwirtschaft dürften weiter Länder wie China und Indien bleiben. Schätzungen zufolge dürften die Schwellenländer in den nächsten drei Jahren BIP-Wachstumsraten von 3% bis 4% erzielen. Weitere Zuflüsse an Kapital und mittelfristig weitere Währungsaufwertungen sind die Folge. Das Wachstum ist zumeist breit diversifiziert. Eine kaufkräftige Mittelschicht wächst rasant. Sie ist der Garant für nachhaltige Prosperität. Schwellenländeraktien sollten daher Bestandteil eines gut diversifizierten Portfolios sein.

Voten für A- und H-Aktien weiter auf Übergewichten

Das ist vor dem Hintergrund der vielfältigen Probleme, die nicht nur infolge des Coronavirus weltweit existieren, zwar nicht mehr als günstig zu bezeichnen. Aufgrund einer sich aller Voraussicht nach fortsetzenden Erholung der chinesischen Wirtschaft im Jahr 2021 bestätigen wir aber zunächst noch unsere Übergewichten-Empfehlung für die Aktienmärkte in China (A-Aktien) und in Hongkong (H-Aktien). Letztere sind mit einem KGV von 8,5 (Hang Seng China Enterprises Index) weiterhin relativ moderat bewertet.

Im MSCI AC Asia Ex Japan TRN Index sind China und Hong Kong mit aktuell mehr als 50% für die Gesamtperformance des Xtrackers MSCI AC Asia ex Japan Index UCITS ETF verantwortlich.

Fazit

Der Ausbruch des Coronavirus in China im Dezember 2019 führte im Jan./Feb. 2020 zu kräftigem Kursdruck in China. Seither hat der Markt sich jedoch wieder kräftig erholt. Von Januar bis Juli 2020 stieg der MSCI China-Index sogar um 11,7% und weist damit eine deutliche Outperformance ggü. dem MSCI EM-Index (-3,2%) aus. Im Juli 2020 legte der MSCI China-Index um 8,9% zu. Die chinesischen Makrodaten erholen sich weiter. Innerhalb der EM-Aktien sehen wir die Region Asien weiterhin am besten gegen die Krise aufgestellt. Wir bestätigen unser Votum „Starker Kauf“.

03. September 2020

Struktur nach Regionen

Ladevorgang...

Struktur nach Währungen

Ladevorgang...

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Xtrackers
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Asien ex Japan Large Caps
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN / ISIN DBX1AE / LU0322252171
Fondsauflage 20.01.2009
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 24.09.2020
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 +7,67% / +13,75% / +47,99%
Volatilität (3 Jahre)3 17,99%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,65%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,65%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten, auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten, sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds