Allianz Merger Arbitrage Strategy

Marktunabhängig Preisineffizienzen nutzen

Votum: Starker Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Risikoreduktion und stetige Wertentwicklung im Fokus
  • Seit Auflegung des Fonds jedes Kalenderjahr mit positiver Rendite
  • Hohe Marktunabhängigkeit und geringe Schwankung
  • Konservativer Stabilisator für das Depot

01.11.2017

Investmentansatz

Das Anlageziel des Fonds

Ziel des Fonds ist die Nutzung von Preisineffizienzen am Aktienmarkt, die sich im Zuge von Übernahmen, Verschmelzungen und sonstigen Unternehmenstransaktionen ergeben. Dabei soll eine positive und marktunabhängige Rendite erreicht werden.

Der Arbitrage-Spread ist Kern der Strategie

Nach der Ankündigung einer Unternehmens-Übernahme steigt der Kurs des Zielunternehmens meist deutlich an auf ein Niveau knapp unterhalb des veröffentlichten Kaufpreises. Die Höhe der Differenz zwischen aktuellem Kurs und Übernahmekurs spiegelt die Einschätzung des Marktes zum Risiko wider, dass die Übernahme letztlich doch nicht zustande kommt, z.B. wegen Kartellrechtsbedenken. Diese Differenz wird Arbitrage-Spread genannt und ist desto höher, je größer das Risiko eines Scheiterns eingeschätzt wird.

Der Allianz Merger Arbitrage Strategy vereinnahmt systematisch mit einem klar definierten Investmentprozess diesen Arbitrage-Spread. Er setzt explizit nicht darauf, auf kommende, noch nicht veröffentlichte Übernahmen zu spekulieren.

Systematischer Filter wählt Portfoliopositionen aus

Der Investmentprozess ist zu einem großen Teil quantitativ getrieben. Investiert wird grundsätzlich global in alle angekündigten Transaktionen, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Ausschließlich freundliche Übernahmen
  • Arbitrage-Spread zwischen 2% und 5% p.a. über Geldmarkt (EONIA)
  • Marktkapitalisierung >200 Mio. USD

Die Beteiligung am Zielunternehmen kann dabei über den Kauf der Aktie direkt oder über Termingeschäfte erfolgen. Das Portfoliomanagement-Team entscheidet sich dabei für die jeweils profitabelste Umsetzung.

Marktneutralität im Portfolio

Findet eine Unternehmensübernahme nicht durch eine Cash-Zahlung, sondern durch Lieferung von Aktien des kaufenden Unternehmens statt, sichert das Fondsmanagement durch entsprechende Termingeschäfte das Kursrisiko ab. Somit wird Marktneutralität erreicht und die Performance des Fonds hängt nahezu ausschließlich von der Entwicklung der Arbitrage-Spreads ab. Auch Fremdwährungsrisiken im Portfolio werden abgesichert.

Strenge Vorgaben des Risikomanagements

Um eine breite Diversifikation im Portfolio zu erhalten ist die Gewichtung einer einzelnen Transaktion auf 4% des Portfolios begrenzt. Sind am Markt weniger als 25 geeignete Transaktionen verfügbar, werden fehlende Transaktionen durch Investitionen im Geldmarkt ersetzt.

Außerdem werden Portfoliopositionen, die nicht mehr den definierten Filterkriterien entsprechen, konsequent verkauft. Somit werden mögliche Verluste konsequent begrenzt, wenn der erfolgreiche Abschluss einer Transaktion durch z.B. folgende Ereignisse gestört wird:

  • Ablehnung durch zuständige Behörden
  • Rücknahme des Übernahmeangebotes durch den Käufer
  • Änderung der Gesetzeslage

Wertentwicklung 5 Jahre

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Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Allianz Global Investors GmbH
Fondstyp Alternative Investments
Anlagesegment Welt
Managementtyp Aktiv
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausländisch ausschüttend
WKN A2AGFZ
ISIN LU1389837813
Kosten
Ausgabeaufschlag1 2,5%
Performanceabhängige Vergütung -
TER2 1,30%

1 Fließen an die Commerzbank

2 Total Expense Ratio, Gesamtkosten nach Angabe der Fondsgesellschaft für das letzte abgelaufene Geschäftsjahr

Langjährige Erfahrung von Allianz Global Investors

Die Fondsgesellschaft Allianz Global Investors managt alternative Investments seit mehr als 10 Jahren und verwaltet dabei Kundengelder von über 14 Mrd. Euro. Die Merger Arbitrage Strategy besteht bereits seit 2006 und ist seit 2012 in einem Luxemburger Investmentfonds erwerbbar. Seit Mai 2016 ist auch eine ausschüttende Anteilklasse für Privatkunden verfügbar.

Risikoreduktion und Verstetigung der Rendite im Vordergrund

Sehr gut gefällt uns, dass alle Schritte des Investmentprozesses konsequent auf Risikoreduktion ausgelegt sind. Um eine möglichst stetige und attraktive Wertentwicklung zu erzielen, müssen fortlaufend Arbitrage-Spreads vereinnahmt werden und möglichst wenige Transaktionen scheitern. Aufgrund der gewählten Filter, insbesondere die Beschränkung auf freundliche Übernahmen und die Obergrenze des Spreads von 5% p.a. über Geldmarkt, wird die Ausfallquote im Portfolio deutlich unter Marktniveau gesenkt.

Positive Wertentwicklung

Seit Auflegung des Fonds im Oktober 2012 konnte die Merger Arbitrage Strategy von Allianz Global Investors in jedem vollen Kalenderjahr eine positive Wertentwicklung erzielen. Im letzten Jahr 2016 lag die Performance bei +0,9%. Im laufenden Jahr 2017 bewegt sie sich noch um die Nulllinie.

Zwar lässt sich keine exakte Renditeprognose für die Zukunft ableiten. Aufgrund der bekannten Parameter wie aktueller Geldmarktrendite, Arbitrage-Spreads im Fonds, Kostenstruktur und geschätzter Ausfallquoten erwarten wir aber weiterhin eine attraktive Rendite im Vergleich zu anderen schwankungsarmen Anlagealternativen wie z.B. kurzfristigen Anleihen.

Dynamischer M&A-Markt

Aktuell besteht das Portfolio aus rund 40 Positionen und ist damit breit diversifiziert. Allerdings hat die Zahl der Investitionen in letzter Zeit etwas abgenommen. Hintergrund ist insbesondere eine vielfach abwartende Haltung von US-Unternehmen, die sich mehr Klarheit über die angekündigte große Steuerreform versprechen. Sobald es hier konkrete Details gibt, erwartet das Fondsmanagement wieder eine deutliche Zunahme der Übernahmeaktivitäten. Daher ist derzeit auch ein größerer Teil des Portfolios in Liquidität investiert.

Folgende weitere Gründe sprechen in der Zukunft für einen dynamischen Markt für Unternehmensübernahmen (M&A, Mergers&Aquisitions):

  • Hohe Liquidität bei den Unternehmen und am Markt
  • Niedrigzinsniveau verbilligt (fremdfinanzierte) Übernahmen bzw. senkt Opportunitätskosten
  • Unternehmen, die global eine kritische Masse/Größe erreichen wollen, sind zu Übernahmen gezwungen

Konservativer Diversifikator für das Depot

Kurzfristige, kleinere Rückschläge sind aufgrund des Produktkonzeptes bei Scheitern von Transaktionen zwar jederzeit einzukalkulieren. In Summe jedoch eignet sich der Allianz Merger Arbitrage Strategy aufgrund der hohen Marktunabhängigkeit, geringen Schwankung und stetigen Wertentwicklung hervorragend als konservativer Stabilisator für ein Depot.

01. November 2017

Struktur nach Top-Holdings

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Struktur nach Branchen

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Übersicht ausgewählter Strukturgrafiken

Struktur nach Top-Holdings

Ladevorgang...

Struktur nach Branchen

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Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Allianz Global Investors GmbH
Fondstyp Alternative Investments
Anlagesegment Welt
Managementtyp Aktiv
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausländisch ausschüttend
WKN / ISIN A2AGFZ / LU1389837813
Fondsauflage 30.10.2012
Auflage dieser Anteilklasse 18.05.2016
Orderannahmezeit Erfassung bis 18.00 (t), Bewertungstag: t+1, Valuta: t+3
Produktrisikokategorie E
Sparplan 25 EUR
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 17.11.2017
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 +0,40% / - / -
Volatilität (3 Jahre)3 -
Kosten
Ausgabeaufschlag1 2,5%
Verwaltungsvergütung 1,25%
Performanceabhängige Vergütung -
TER2 1,30%
Laufende Vertriebsprovision1 48% der Verwaltungsvergütung

1 Fließen an die Commerzbank

2 Total Expense Ratio, Gesamtkosten nach Angabe der Fondsgesellschaft für das letzte abgelaufene Geschäftsjahr

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

Chancen & Risiken

Chancen

  • Überdurchschnittliches Renditepotenzial bei erfolgreicher Ausnutzung von Preisineffizienzen in Übernahmesituationen (Merger Arbitrage) im Vergleich zu Alternativanlagen
  • Integration von Mechanismen zur Begrenzung von Verlustrisiken
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Der Fonds besitzt keine formale Benchmark und kann somit in Bezug auf Einzelwerte/Branchen/Marktkapitalisierungen das Portfolio frei zusammensetzen, um eine höhere Rendite zu erzielen

Risiken

  • Eine Gewähr für den Erfolg der Merger-Arbitrage-Strategie ist nicht gegeben, da es auch zu Verlusten kommen kann
  • Gelingen des Risikomechanismus ist nicht gesichert
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des ursprünglichen Kapitals entsprechen
  • Da der Fonds Einzelwerte/Branchen/Marktkapitalisierungen unabhängig von einer Benchmark allokiert, kann sich der Fonds auch deutlich schlechter entwickeln als andere Fonds dieser Vergleichsgruppe
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds