iShares Euro Corporate Bond Large Cap UCITS ETF

Unternehmensanleihen weiter übergewichten

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Anleihen von Unternehmen sind deutlich besser verzinst als Bundesanleihen
  • Jährliche Ausschüttung der Erträge

10.05.2022

Investmentansatz

Anlageziel des iShares Euro Corporate Bond Larg Cap UCITS ETF

Der iShares Euro Corporate Bond Larg Cap UCITS ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds (Exchange Traded Fund, ETF), der möglichst genau die Wertentwicklung des Markit iBoxx EUR Liquid Corporates Large Cap Index abbildet.

Der Markit iBoxx EUR Liquid Corporates Large Cap Index

Der Markit iBoxx EUR Liquid Corporates Large Cap Index bietet Zugang zu den liquidesten in Euro denominierten Unternehmensanleihen mit Investment Grade.

Der Index enthält ausschließlich Rentenpapiere mit einer Restlaufzeit von mindestens 1 Jahr sowie einem mindestens ausstehenden Volumen von 500 Mio. Euro je Emission. Nur Emittenten, die insgesamt Anleihen von mindestens 3,5 Mrd. Euro ausstehend haben, werden im Index berücksichtigt. Jede Anleihe wird mit Ihrem tagesaktuellen Marktwert im Gesamtindex gewichtet, zusätzlich besteht eine Obergrenze von 4% für jeden Emittenten.

Physische Replikation des ETF

Physische Replikation baut auf der Grundidee des Indexnachbaus mit Wertpapieren auf. Dabei wird ein ETF so zusammengestellt, dass er tatsächlich die Anteile aller Wertpapiere enthält, die sich auch im zugrunde liegenden Index finden.

Allerdings ist ein Index kein statisches Gebilde und verändert sich im Detail. So bleibt die Gewichtung einzelner Wertpapiere entsprechend ihrer Marktkapitalisierung und Entwicklung nicht auf Dauer gleich. Zudem werden immer wieder einzelne Titel ausgetauscht. Die einen verlassen den Index, andere kommen neu hinzu. Um diese Dynamik nachzuvollziehen, gilt es beim iShares Euro Corporate Bond Large Cap UCITS ETF nach einer bestimmten Zeit die Gewichtungen anzupassen und einzelne Papiere auszutauschen.

Zur Erzielung einer seinem Index ähnlichen Rendite setzt der Fonds Optimierungstechniken ein. Dies kann unter anderem die strategische Auswahl bestimmter Wertpapiere, aus denen sich der Index zusammensetzt, oder anderer festverzinslicher Wertpapiere sein, die eine ähnliche Wertentwicklung wie bestimmte Indexwerte aufweisen. Auch der Einsatz derivativer Finanzinstrumente (DFI) (d. h. von Anlagen, deren Kurse bzw. Preise auf einem oder mehreren zugrunde liegenden Vermögenswerten basieren) kann hierzu zählen. DFI können zu Zwecken der Direktanlage eingesetzt werden. Der Einsatz von DFI wird für diese Anteilklasse voraussichtlich beschränkt sein.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft BlackRock
Fondstyp Rentenfonds
Anlagesegment Unternehmensanleihen Euro Large Caps
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN 778928
ISIN IE0032523478
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,20%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Anleihekurse bleiben angesichts steigender Risikoaufschläge und steigender Zinsen unter Druck

Die hohen Inflationsraten im Euroraum haben bei der EZB ein Umdenken bewirkt, so dass Zinserhöhungen grundsätzlich nicht mehr ausgeschlossen werden. Inzwischen ändern immer mehr Zentralbanken ihre Strategie und bereiten eine Straffung ihrer Geldpolitik vor bzw. haben damit schon begonnen. Die Renditen dürften weiter ansteigen und folglich die Anleihekurse nachgeben.

Die Wirtschaft im Euroraum hat sich noch immer nicht vollständig von der Coronakrise erholt. Nun droht neues Ungemach durch den Ukrainekrieg (ein Energieembargo gegenüber Russland dürfte die europäische Wirtschaft deutlich schwächen). Und Covid-19 ist noch nicht verschwunden. China versucht mit einer sogenannten „Null-Covid-Strategie“ jegliche Ausbreitung zu verhindern, indem ganze Städte wochenlang abgeriegelt werden.

Erhebliche Störungen im Lieferverkehr sind die Folge, was sich weltweit auswirkt. Insbesondere die deutsche exportorientierte Wirtschaft leidet darunter. Ein Risiko von Kreditausfällen von betroffenen Unternehmen bleibt bestehen. Die Rückkehr der Wirtschaft im Euroraum zum Vorkrisenniveau verzögert sich daher.

Die Europäische Zentralbank (EZB) befindet sich daher in einer Zwickmühle. Einerseits die Inflation nicht aus den Augen zu verlieren und keine Lohn-Preis-Spirale zuzulassen, aber andererseits auch die nach wie vor schwächelnde Wirtschaft durch mögliche Zinserhöhungen nicht zu belasten bzw. die Konjunkturerholung abzuwürgen.

Nachdem das Corona-Hilfsprogramm zum Ankauf von Vermögenswerten des privaten und öffentlichen Sektors (Pandemic Emergency Purchase Programme – PEPP) im März 2022 auslief, wird voraussichtlich das alte APP-Programm im Juli enden. Damit entfällt eine wichtige Stütze der Anleihekurse durch die EZB.

Seit den Tiefs der Risikoaufschläge Mitte 2021 erfolgte über Monate überwiegend eine kontinuierliche Ausweitung der Spreads. Aufgrund der anhaltenden geopolitischen Unsicherheit erwarten wir für den weiteren Jahresverlauf eine moderate Ausweitung der Risikoaufschläge, da sich im historischen Vergleich Risikoaufschläge in einem Umfeld steigender Zinsen eher erhöhen.

Vor dem Hintergrund der sehr niedrigen Renditen bei Staatsanleihen raten wir unverändert dazu, Unternehmensanleihen im Portfolio überzugewichten.

Fazit

Angesichts steigender Zinsen raten wir zu Engagements in kurze bis mittlere Laufzeiten. Wegen der geopolitischen Unsicherheiten sowie konjunktureller Sorgen (Stichwort Chinas „Null-Covid-Strategie“ mit den einhergehenden Lieferkettenproblemen) empfehlen wir eine breite Streuung in Bezug auf Laufzeiten und Bonitäten.

Der iShares Euro Corporate Bond Large Cap UCITS ETF kommt unserer Empfehlung entgegen und umgeht das Einzelwertproblem. Wir belassen unser Votum für diesen Exchange Traded Fund daher bei „Kauf“.

10. Mai 2022

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft BlackRock
Fondstyp Rentenfonds
Anlagesegment Unternehmensanleihen Euro Large Caps
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN 778928 / IE0032523478
Fondsauflage 17.03.2003
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse D
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 04.07.2022
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -12,91% / -10,83% / -5,79%
Volatilität (3 Jahre)3 3,74%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,20%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,20%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
  • Anleihen bieten eine laufende Verzinsung, Kurschancen sowie eine konstante Wertentwicklung
  • Risikoaufschläge bei Unternehmensanleihen erhöhen das Renditepotenzial gegenüber Staatsanleihen

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Kontrahentenrisiko: Die Zahlungsunfähigkeit von Institutionen, die Dienste wie die Verwahrung von Vermögenswerten anbieten oder als Kontrahent bei Derivategeschäften oder Geschäften mit anderen Instrumenten auftreten, kann zu Verlusten für die Anteilklasse führen.
  • Der Fonds legt direkt in die Bestandteile des Index an und seine Rendite hängt von der Wertentwicklung der im Index enthaltenen Anleihen ab
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Unternehmensanleihen unterliegen im Vergleich zu Staatsanleihen höheren Ausfallrisiken
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds