iShares EURO STOXX Select Dividend 30 UCITS ETF (DE)

Europa leidet unter Iran-Krieg

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie im Basisinformationsblatt (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Schwächere Marktphasen bieten Gelegenheiten, Europa-Positionen auszuweiten
  • Physische Index-Nachbildung
  • Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs

09.04.2026

Investmentansatz

Anlageziel des iShares Euro Stoxx Select Dividend 30(DE)UCITS ETF-DIS

Der iShares EURO STOXX Select Dividend 30 UCITS ETF (DE) ist ein börsengehandelter Indexfonds (Exchange Traded Fund, ETF), der möglichst genau die Wertentwicklung des EURO STOXX® Select Dividend 30 (Preisindex) abbildet. In dieser Hinsicht versucht der Fonds, den Referenzindex nachzubilden.

Der Index misst die Wertentwicklung der 30 nach der Dividendenrendite führenden Aktien aus dem EURO STOXX® Index, die bestimmten Kriterien entsprechen. Der Index enthält Unternehmen, die zum Zeitpunkt ihrer Aufnahme, in vier von fünf Kalenderjahren Dividenden gezahlt haben, in den letzten fünf Jahren kein negatives Dividendenwachstum erzielt haben, deren Ausschüttungsquote maximal 60% beträgt und die die Kriterien für Handelsvolumina erfüllen. Der Index wird nach dem Nettodividendenertrag gewichtet, wobei der Höchstanteil der Einzelunternehmen bei 15% liegt. Der Index wird jedes Jahr neu gewichtet.

Physische Replikation des ETF

Physische Replikation baut auf der Grundidee des Indexnachbaus auf. Dabei wird dieser ETF so zusammengestellt, dass er tatsächlich die Anteile aller Wertpapiere enthält, die sich auch im zugrunde liegenden Index finden – beim Dax zum Beispiel alle 40 Aktien. Dabei ist der Anteil jeder Aktie genauso groß wie ihr jeweiliges Gewicht im Index.

Allerdings ist ein Index kein statisches Gebilde und verändert sich im Detail. So bleibt die Gewichtung einzelner Aktien entsprechend ihrer Marktkapitalisierung und Entwicklung nicht auf Dauer gleich. Zudem werden immer wieder einzelne Titel ausgetauscht. Die einen verlassen den Index, andere kommen neu hinzu. Um diese Dynamik nachzuvollziehen, gilt es beim ETF nach einer bestimmten Zeit die Gewichtungen anzupassen und einzelne Titel auszutauschen.

Wertentwicklung 5 Jahre

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Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft BlackRock Asset Management Deutschland AG
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Eurozone Dividendenwerte
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Replikationsmethode Voll replizierend (Physisch)
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN 263528
ISIN DE0002635281
Produktgruppe Aktien, Aktienfonds, Aktien-ETFs
Sparplanfähig Ja
VL-fähig Ja
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,31%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Iran-Krieg belastet Ausblick für Weltkonjunktur

Nach einem schwierigen Jahr 2025 mit einigen konjunkturellen Rückschlägen sind wir mit Optimismus für die Weltkonjunktur in das Jahr 2026 gegangen. So dürfte die US-Konjunktur 2026 mit 3,0% stärker wachsen als 2025. Für Deutschland erwarten wir dank des XXL-Fiskalpakets eine Wachstumsbeschleunigung von 0,2% auf 0,9%. Und im für viele europäische Unternehmen wichtigen Exportmarkt China dürfte sich das Wachstum im Bereich von 4% stabilisieren, da die chinesische Regierung 2026 wahrscheinlich weitere Nachfrageprogramme starten wird. Mit dem Ausbruch des Iran-Krieges und den steigenden Öl- und Gaspreisen sind jedoch seit Anfang März Risikofaktoren für unser Konjunkturszenario aufgetaucht.

In unserem Basisszenario gehen wir jedoch davon aus, dass der Iran-Krieg mehrere Wochen und nicht mehrere Monate dauern wird. So ist der Iran mittelfristig weiter auf Deviseneinnahmen mittels Ölexporten durch die Straße von Hormus angewiesen. Und US-Präsident Trump dürfte im Vorfeld der Zwischenwahlen in den USA im November kein Interesse an einem langen Iran-Krieg mit hartnäckig hohen Ölpreisen haben. Daher erwarten wir weiterhin nur einen moderaten Anstieg der Inflation in den kommenden Monaten. Und die US-Notenbank dürfte aufgrund der Schwäche des US-Arbeitsmarktes ihren Leitzins (Obergrenze) 2026 dreimal auf 3,0% reduzieren, nachdem sich die Lage im Iran beruhigt hat.

Analysten erwarten 11% Gewinnwachstum, wir halten 4% bis 6% für wahrscheinlich

Die Unternehmenanalysten blicken weiter mit großem Optimismus auf das Geschäftsjahr 2026, denn das Gewinnwachstum soll sich auf 11% beschleunigen. Je länger der Iran-Krieg dauert und je länger die Öl- und Gaspreise auf einem hohen Niveau verharren, desto mehr werden die Analysten unter Druck kommen, ihre Gewinnschätzungen für 2026 nach unten anzupassen.

Euro Stoxx 50-KGV liegt mit 15,7 leicht über dem Zehnjahres-Mittel von 14,6

Der Iran-Krieg hat das KGV für den Euro Stoxx 50 von knapp 17 wieder auf 15,7 gedrückt, verglichen mit einem Zehn-Jahres-Durchschnitt von 14,6. Für 2026 gehen wir davon aus, dass sich die KGV-Bewertung für den Euro Stoxx 50 größtenteils auf dem aktuellen Niveau seitwärts bewegen wird. Bei einer stagnierenden Bewertung wird daher das 2026er-Gewinnwachstum der Euro Stoxx 50-Unternehmen wohl entscheiden, wie stark der Euro Stoxx 50 im Börsenjahr 2026 steigen kann.

Iran-Krieg als erster großer Risikofaktor im Börsenjahr 2026

Die implizite Euro Stoxx 50-Volatilität VSTOXX stellt dar, welche erwarteten Kursschwankungen für den Euro Stoxx 50 an den Optionsmärkten eingepreist werden. Je höher der VSTOXX notiert, desto höher ist die Nervosität, und desto größer ist die Angst der Anleger vor weiteren Kursverlusten. Im Börsenjahr 2025 gab es 54 Handelstage (21% der Handelstage) mit einem VSTOXX größer 20 - Trumps Handelsstreit hatte vor allem im April und Mai eine deutlich steigende Volatilität ausgelöst. Der VSTOXX ist im Börsenjahr 2026 bereits an 10 Handelstagen (21% der Handelstage) über die Marke von 20 geklettert, da der Iran-Krieg die Investoren stark verunsichert.

Fazit

Wir erwarten 2026 eine positive Performance für europäische Aktien. Die EZB hat ihren Einlagensatz kräftig reduziert, die Staatsausgaben für Infrastruktur dürften steigen, und die deutsche Wirtschaft wird wohl stärker wachsen. Schwächere Marktphasen - ausgelöst durch den Iran-Krieg - bieten Gelegenheiten, Aktienpositionen in Europa auszuweiten. Jedoch werden die Unternehmensgewinne wohl nur leicht wachsen. Wir erwarten daher gegenüber dem MSCI-Welt eine unterdurchschnittliche Entwicklung. Wir votieren den ETF weiterhin mit „Kauf“.

09. April 2026

Struktur nach Regionen

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Top Holdings

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Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft BlackRock Asset Management Deutschland AG
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Eurozone Dividendenwerte
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Replikationsmethode Voll replizierend (Physisch)
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN 263528 / DE0002635281
Fondsauflage 03.05.2005
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Sparplanfähig Ja
VL-fähig Ja
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 19.04.2026
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 +31,10% / +69,44% / +55,74%
Volatilität (3 Jahre)3 12,09%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,31%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,31%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kostenaufklärung

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten, auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten, sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)