iShares EURO STOXX Select Dividend 30 UCITS ETF (DE)

Ukraine-Krieg belastet die europäischen Aktienmärkte

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Die Wirtschaft im Euroraum dürfte 2022 wachsen, doch die Rohstoffpreiskrise trübt das Wachstumspotential zunehmend
  • Günstiges Kurs-Gewinn-Verhältnis
  • Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs

11.03.2022

Investmentansatz

Anlageziel des iShares Euro Stoxx Select Dividend 30(DE)UCITS ETF-DIS

Der iShares EURO STOXX Select Dividend 30 UCITS ETF (DE) ist ein börsengehandelter Indexfonds (Exchange Traded Fund, ETF), der möglichst genau die Wertentwicklung des EURO STOXX® Select Dividend 30 (Preisindex) abbildet. In dieser Hinsicht versucht der Fonds, den Referenzindex nachzubilden.

Der Index misst die Wertentwicklung der 30 nach der Dividendenrendite führenden Aktien aus dem EURO STOXX® Index, die bestimmten Kriterien entsprechen. Der Index enthält Unternehmen, die zum Zeitpunkt ihrer Aufnahme, in vier von fünf Kalenderjahren Dividenden gezahlt haben, in den letzten fünf Jahren kein negatives Dividendenwachstum erzielt haben, deren Ausschüttungsquote maximal 60% beträgt und die die Kriterien für Handelsvolumina erfüllen. Der Index wird nach dem Nettodividendenertrag gewichtet, wobei der Höchstanteil der Einzelunternehmen bei 15% liegt. Der Index wird jedes Jahr neu gewichtet.

Physische Replikation des ETF

Physische Replikation baut auf der Grundidee des Indexnachbaus auf. Dabei wird dieser ETF so zusammengestellt, dass er tatsächlich die Anteile aller Wertpapiere enthält, die sich auch im zugrunde liegenden Index finden – beim Dax zum Beispiel alle 30 Aktien. Dabei ist der Anteil jeder Aktie genauso groß wie ihr jeweiliges Gewicht im Index.

Allerdings ist ein Index kein statisches Gebilde und verändert sich im Detail. So bleibt die Gewichtung einzelner Aktien entsprechend ihrer Marktkapitalisierung und Entwicklung nicht auf Dauer gleich. Zudem werden immer wieder einzelne Titel ausgetauscht. Die einen verlassen den Index, andere kommen neu hinzu. Um diese Dynamik nachzuvollziehen, gilt es beim ETF nach einer bestimmten Zeit die Gewichtungen anzupassen und einzelne Titel auszutauschen.

Wertentwicklung 5 Jahre

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Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft BlackRock Asset Management Deutschland AG
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Eurozone Dividendenwerte
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN 263528
ISIN DE0002635281
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,31%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Rohstoffpreise-Krise belastet Gewinnaussichten für den europäischen Aktienmarkt

Die Gewinne der Unternehmen im Euro Stoxx 50 haben sich im Jahr 2021 kräftig erholt, und das durchschnittliche erwartete Gewinnwachstum für 2021 liegt bei beeindruckenden 68%. Die Gewinnerwartungen für das Geschäftsjahr 2022 wurden im vergangenen Quartal dank einer überzeugenden Gewinnsaison nochmals um 5% von 266 auf 281 Indexpunkte erhöht, womit das für 2022 erwartete Gewinnwachstum bei 8% liegt.

Mit dem durch den Ukraine-Kriegs ausgelösten Schock explodierender Rohstoffpreise drohen nun jedoch bald wieder negative Gewinnrevisionen am europäischen Aktienmarkt. Es besteht das Risiko, dass die Unternehmensgewinne für 2022 schließlich unter dem Niveau des Jahres 2021 liegen werden.

Auch auf Unternehmensebene hatten sich die Gewinntrends für das Geschäftsjahr 2022 im Vorfeld des Ukraine-Kriegs positiv entwickelt. Für 34 der Unternehmen im Euro Stoxx 50 sind die Markterwartungen für den Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2022 im vergangenen Quartal nach oben revidiert worden. Für 17 der 50 Unternehmen wurden die Gewinnprognosen sogar um mehr als 5% erhöht. Dagegen wurden nur für sechs der 50 Unternehmen die Gewinnprognosen um mehr als 5% reduziert.

Die Rohstoffpreiskrise wird nun jedoch zu einem zunehmend negativen Gewinnrevisionsmomentum führen. Viele Unternehmen müssen mit deutlich höheren Inputkosten klarkommen, und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage wird unter anderem durch die sehr hohen Energiepreise unter Druck kommen.

Leitzinswenden und Ukraine-Sorgen: KGV wieder unter dem Zehn-Jahres-Durchschnitt

Die lange Liste der Risikofaktoren – Omikron, Inflation, Leitzinswende, Ukraine – hat in den vergangenen Monaten zu einem deutlich fallenden Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für europäische Aktien geführt. Das KGV für den Euro Stoxx 50 ist seit Mitte 2021 deutlich von 20 auf 12 gefallen, da sich neben den Kursverlusten auch der Trend der Gewinnerwartungen für die 50 Euro Stoxx-Unternehmen zuletzt trotz Corona-Beschränkungen robust nach oben bewegt hat. Der Euro Stoxx 50 notiert damit wieder mit einem KGV deutlich unter dem Zehn-Jahres-Durchschnitt von 14.

Erwartete Dividendenrendite steigt wieder an

Die erwartete Dividendenrendite beispielsweise des Euro Stoxx 50 ist aufgrund der jüngsten Kursverluste wieder auf 3,6% gestiegen. Damit liegt die Rendite wieder leicht über dem Zehn-Jahresdurchschnitt von 3,5%. Doch dieser Vergleich zur Vergangenheit berücksichtigt nicht, dass im Gegensatz zu früheren Börsenzyklen Anleger nur noch geringe Renditen in anderen Assetklassen finden.

Fazit

Der Start in das Börsenjahr 2022 ist für die europäischen Aktienmärkte aufgrund großer Inflationssorgen und des Ukraine-Kriegs sehr enttäuschend verlaufen. Zwar werden internationale Anleger europäische Aktien meiden, solange der tragische Putin-Krieg weitergeht. Jedoch liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis beispielsweise für den Euro Stoxx 50 mit 12 bereits sieben Punkte unter dem KGV des S&P 500. Wir votieren weiterhin mit „Kauf“.

11. März 2022

Struktur nach Regionen

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Top Holdings

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Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft BlackRock Asset Management Deutschland AG
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Eurozone Dividendenwerte
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN 263528 / DE0002635281
Fondsauflage 03.05.2005
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Ja
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 04.07.2022
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -13,82% / -9,18% / -5,87%
Volatilität (3 Jahre)3 25,11%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,31%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,31%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kostenaufklärung

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten, auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten, sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)