iShares EURO STOXX Select Dividend 30 UCITS ETF (DE)

Corona-Krise bringt die Kurse unter Druck

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Physische Index-Nachbildung
  • Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs
  • Bewertung auf angemessenem Niveau
  • Notenbanken und Regierungen steuern mit Hilfspaketen gegen die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Pandemie

19.03.2020

Investmentansatz

Anlageziel des iShares Euro Stoxx Select Dividend 30(DE)UCITS ETF-DIS

Der iShares EURO STOXX Select Dividend 30 UCITS ETF (DE) ist ein börsengehandelter Indexfonds (Exchange Traded Fund, ETF), der möglichst genau die Wertentwicklung des EURO STOXX® Select Dividend 30 (Preisindex) abbildet. In dieser Hinsicht versucht der Fonds, den Referenzindex nachzubilden.

Der Index misst die Wertentwicklung der 30 nach der Dividendenrendite führenden Aktien aus dem EURO STOXX® Index, die bestimmten Kriterien entsprechen. Der Index enthält Unternehmen, die zum Zeitpunkt ihrer Aufnahme, in vier von fünf Kalenderjahren Dividenden gezahlt haben, in den letzten fünf Jahren kein negatives Dividendenwachstum erzielt haben, deren Ausschüttungsquote maximal 60% beträgt und die die Kriterien für Handelsvolumina erfüllen. Der Index wird nach dem Nettodividendenertrag gewichtet, wobei der Höchstanteil der Einzelunternehmen bei 15% liegt. Der Index wird jedes Jahr neu gewichtet.

Physische Replikation des ETF

Physische Replikation baut auf der Grundidee des Indexnachbaus auf. Dabei wird dieser ETF so zusammengestellt, dass er tatsächlich die Anteile aller Wertpapiere enthält, die sich auch im zugrunde liegenden Index finden – beim Dax zum Beispiel alle 30 Aktien. Dabei ist der Anteil jeder Aktie genauso groß wie ihr jeweiliges Gewicht im Index.

Allerdings ist ein Index kein statisches Gebilde und verändert sich im Detail. So bleibt die Gewichtung einzelner Aktien entsprechend ihrer Marktkapitalisierung und Entwicklung nicht auf Dauer gleich. Zudem werden immer wieder einzelne Titel ausgetauscht. Die einen verlassen den Index, andere kommen neu hinzu. Um diese Dynamik nachzuvollziehen, gilt es beim ETF nach einer bestimmten Zeit die Gewichtungen anzupassen und einzelne Titel auszutauschen.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft BlackRock Asset Management Deutschland AG
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Eurozone Dividendenwerte
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN 263528
ISIN DE0002635281
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,31%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Historische Kursbewegungen

Die Corona-Pandemie hat die Märkte fest im Griff und sorgte in den vergangenen Tagen für panikartige Verkäufe. Das wir uns vor gut vier Wochen noch an den Rekordstände diverser Indizes erfreuen konnten, erscheint wie eine Episode aus grauer Vorzeit. Der Dax verzeichnet mit einem Verlust von über 30% in diesem Zeitraum einen bis dato noch nicht so gesehenen Kursrutsch. Der Kursverlust am 12. März war der heftigste seit dem „Schwarzen Freitag“ im Oktober 1987.

Corona wirft alle Prognosen über den Haufen

Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass die dramatischer als erwartet verlaufene Entwicklung der Corona-Pandemie die Frühindikatoren und auch die BIP-Schätzungen der Volkswirte deutlich nach unten drückt. Dies auch bei unseren Prognosen. Statt wie bisher eine moderate Rezession in Europa und eine Wachstumsverlangsamung in den anderen Regionen durch Corona zu erwarten, rechnen unsere Experten nun mit einem scharfen Wachstumseinbruch im ersten Halbjahr. Dieser trifft neben Europa auch die nordamerikanischen Staaten und ist daher als ausgeprägte globale Rezession zu charakterisieren.

Auch wenn wir im aktuellen Umfeld von Punktprognosen für Wirtschaftswachstum und Inflation absehen, ist klar, dass hier deutlich negative Veränderungsraten im ersten und zweiten Quartal zu erwarten sind. Ab dem zweiten Halbjahr erwarten wir eine konjunkturelle Belebung, die aber nicht verhindert, dass auch die BIP-Veränderungsraten für das Gesamtjahr in den meisten Ländern negativ ausfallen werden.

Einzig China als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt kann sich dem Negativstrudel etwas entziehen. Hier erwarten wir nach einem schwierigen ersten Quartal eine konjunkturelle Erholung ab April. Aufgrund der zunehmenden Probleme in den anderen Regionen wird die Erholung aber nicht ganz so spürbar ausfallen wie erhofft, das BIPWachstum dürfte im Gesamtjahr wohl schwerlich über 4% hinauskommen..

Ausblick für den europäischen Markt – zu früh um aggressiv aufzustocken

Die Unsicherheit über die weitere (konjunkturelle) Entwicklung sorgt natürlich auch für Unsicherheit an den Märkten. Seit Urzeiten bedeutet Unsicherheit entweder Flucht oder Kampf. Die Anleger haben sich verständlicherweise für die Flucht entschieden und Aktien in den Depots abgebaut.

Dabei muss man aber ergänzen, dass dies nicht allein ein „Aktienthema“ ist, sondern auch ein „Cross Asset-Thema“. Denn in einem breit aufgestellten Depot, welches nicht nur mit Aktien sondern auch mit anderen Anlageklassen bestückt ist, machen derzeit viele Investoren einmal mehr die Erfahrung, dass nicht alle Portfoliopositionen auch in Krisenzeiten handelbar sind. Um aber dennoch an Geld zu kommen oder zum Zweck des Abbaus von Risikoanlagen werden die Anlageklassen verkauft, die liquide sind. Dies betrifft neben Gold auch Aktien, die damit zum Opfer ihrer hohen Liquidität werden und besonders stark unter Druck stehen.

Dennoch stellt sich die Frage, was aus fundamentaler Sicht nun eingepreist ist. Zwar lässt sich dies nie genau sagen, aber Vergleiche mit anderen Krisen und Rezessionen lassen den Schluss zu, dass der Markt bereits ein „mittleres“ Rezessionsszenario spielt, aber im Lichte unserer neuen Prognosen noch etwas Luft nach unten hat. So zeigt die absolute Höhe der bisherigen Kursverluste ein Ausmaß wie es üblicherweise in starken Rezessionsphasen erreicht wird.

Wie sich die Pandemie tatsächlich entwickelt und welche ökonomischen Folgen das hat, ist derzeit immer noch nicht absehbar. Denn die weitere Entwicklung des Virus bestimmt die notwendigen Gegenmaßnahmen, die dann entsprechenden ökonomischen Schaden anrichten. Immense ökonomische Belastungen sind gleichwohl unvermeidlich.

Die Märkte jedenfalls preisen nach den panikartigen Verkäufen der vergangenen Tage zwar eine globale Rezession ein, da Märkte bekanntlich übertreiben und wir immer noch keine nachlassende Dynamik bei den Infektionszahlen sehen stellen wir Käufe in der Breite noch zurück.

Eine endgültige Entwarnung kann also – insbesondere vor dem Hintergrund einer immer noch steigenden Dynamik bei den Neuinfektionen noch nicht gegeben werden. Die kommenden Wochen dürften volatil bleiben. Dabei dürfte insbesondere die Nachrichtenlage zum Virus entscheidend sein.

Fazit:

Die Märkte jedenfalls preisen nach den panikartigen Verkäufen der vergangenen Tage zwar eine globale Rezession ein, da Märkte aber zu Übertreibungen neigen, technisch keine Bodenbildung in Sicht ist und wir immer noch keine nachlassende Dynamik bei den Infektionszahlen sehen, ist es u.E. für aggressive Aufstockungen noch zu früh. Wir stufen den unser Votum auf „ Kauf“ herab

19. März 2020

Struktur nach Regionen

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Top Holdings

Ladevorgang...

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft BlackRock Asset Management Deutschland AG
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Eurozone Dividendenwerte
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN 263528 / DE0002635281
Fondsauflage 03.05.2005
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Ja
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 24.09.2020
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -27,74% / -25,20% / -0,20%
Volatilität (3 Jahre)3 22,69%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,31%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,31%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kostenaufklärung

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten, auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten, sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)