Haus oder Eigentumswohnung kaufen

Bei der Entscheidung, welches Eigenheim für Sie am besten ist, müssen Ihnen keine grauen Haare wachsen. Welche Fakten wirklich weiter helfen, erfahren Sie hier.

Pärchen sitzt lächelnd auf dem Fußboden vor einem Fenster und schauen zusammen in Handy und Laptop

Warum fällt die Entscheidung zwischen Wohnungs- und Hauskauf so schwer?

Eine eigene Immobilie ist für viele immer noch ein unerfüllter Traum. Doch das muss nicht so bleiben. Welche Argumente sprechen für den Kauf einer Eigentumswohnung oder eines Hauses? Was kostet das und wie planen Sie bei der Finanzierung? In unserem Ratgeber finden Sie zahlreiche Tipps und Informationen rund um die Entscheidung Haus oder Wohnung kaufen.

Endlich ist es so weit: Sie haben genug Eigenkapital angespart, um sich den lange gehegten Wunsch nach einem Eigenheim zu erfüllen. Doch jetzt haben sie die Qual der Wahl. Soll es eine schicke Eigentumswohnung mit Stellplatz und praktischer Innenstadtlage sein? Oder doch lieber das Einfamilienhaus mit kleinem Garten und Garage? Jede Immobilie hat ihre Vorteile und Nachteile, das ist klar. Doch gleichzeitig bleibt die Frage, was passt am besten zu Ihnen persönlich? Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, vergleichen wir Wohnung und Haus bei Kauf, Finanzierung und dem Wohnerlebnis.

Haus oder Eigentumswohnung

Wie lebt es sich in der Immobilie?

Sicher haben Sie sich bereits Vorstellungen davon gemacht, wie das Leben in ihrem Eigenheim aussehen soll. Das ist wichtig, denn grundlegende Fragen helfen dabei, die passende Immobilie für Sie und Ihre Bedürfnisse zu finden:

  • Welche Lebensziele verfolgen Sie?
  • Gehören Kinder schon zur Familie oder sind in Planung?
  • Wie viele Räume sollte die Immobilie bieten?
  • Wie lang darf der Weg zur Arbeit sein?
  • Denken Sie beim Kaufen schon ans Alter?
  • Möchten Sie vermieten oder selbst bewohnen?
  • Benötigen Sie einen Garten, um wirklich glücklich zu sein?
  • Welche Wünsche verbinden Sie mit dem Eigenheim?
  • In welcher Umgebung möchten Sie wohnen?

Der ideale Start auf dem Weg zum Eigenheim gelingt Ihnen mit Eigenkapital. Schauen Sie sich doch gleich mal das Bausparen an.

Was macht das Wohnen im Haus besonders?

Häuser finden Sie in Wohngebieten am Stadtrand, in Gemeinden im weiteren Einzugsgebiet der Städte und in ländlichen Gegenden. Die Immobilien bieten großzügig Platz und verfügen oft über weitere Abstellräume im Dachgeschoss oder Keller. Meistens gehört zum Haus auch ein Garten, den Sie für unterschiedliche Zwecke verwenden können. Dort leben Sie Ihr Gärtnerhobby aus, pflanzen selbst Gemüse, planschen im eigenen Pool oder bauen Spielgeräte für die Kinder auf. Grundstück und Wohnung bilden bei einem Einfamilienhaus eine selbstständige Einheit.

Nach dem Hauskauf entscheidet der Eigentümer alleine über sein Eigentum. Das bedeutet, er bestimmt selbst, wann die Zeit für eine Reparatur oder eine Modernisierung gekommen ist. Auch bei der Gestaltung und der Nutzung sind Eigentümern wenig Grenzen gesetzt. Einschränkungen legen vielleicht das Bauamt oder der Bebauungsplan auf. Auch einige Nachbarschaftsrechte müssen Besitzer beachten. Doch gerade bei Kinderlärm oder einer kleinen Party sind kaum Schwierigkeiten mit den Nachbarn zu erwarten.

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Wie lebt es sich in der Eigentumswohnung?

Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen liegen oft in zentraler Lage von Städten und Metropolregionen mit guter Anbindung. Dabei haben Käufer die Wahl zwischen Wohnungen im Erdgeschoss, einer Etagenwohnung oder romantischen Dachgeschosswohnungen. Balkon, Terrasse, Garage, Stellplatz oder Aufzug sind nur einige der Ausstattungsvarianten. Außerdem können Sie gerade in der Innenstadtlage oft Altbauwohnungen bekommen, die mit hohen Stuckdecken, stilvollen Treppenhäusern und alten Dielenböden einen ganz eigenen Charme ausstrahlen.

Eigentümer, die sich für eine Wohnung entscheiden, erwerben gleichzeitig einen Anteil am gesamten Gebäude. Sie werden mit dem Kauf Teil der Eigentümergemeinschaft. Nachbarn in den anderen Wohnungen sind entweder Mieter oder Miteigentümer. Was gehört zum gemeinschaftlichen Eigentum?

  • Treppenhaus und Aufzug
  • Dachboden und Kellerräume
  • Einfahrt und Zugangswege
  • meistens der Garten
  • eventuell Spielplatz auf dem Gelände
  • Tiefgarage
  • Balkone

Klingt das gut? Dann informieren Sie sich über die mögliche Immobilienfinanzierung.

Besonderheit der Wohneigentümergemeinschaft

Die Gemeinschaft der Eigentümer besitzt, entscheidet und bezahlt zusammen alles, was zum Gemeinschaftseigentum gehört. In der Eigentümerversammlung legen sie einen Wirtschaftsplan fest, bestimmen die Hausordnung und regeln Reparaturen. Oft haben sie auch eine gemeinschaftliche Entscheidungsbefugnis, wenn es um eine Veränderung an einer einzelnen Wohneinheit geht, die von außen sichtbar ist. Zum Beispiel, wenn ein Eigentümer eine Bedachung am Balkon befestigen möchte. Das monatliche Wohngeld, in dem die Nebenkosten der Bewohner verrechnet sind, enthält auch eine Rücklage für zukünftige Sanierungen. Dieser Betrag heißt Instandhaltungsrücklage.

Möchten Sie lieber in einer Wohnung oder einem Haus leben?

Bei der Entscheidung zwischen den beiden Immobilien müssen Sie sich darüber klar werden, welcher Wohnstil besser zu Ihnen passt. In einer Eigentumswohnung hören und sehen Sie mehr von Ihren Nachbarn und es gilt, Kompromisse zu schließen. Sie teilen sich die Verantwortung, die Zeit und auch die Kosten für die Hausverwaltung mit anderen Eigentümern. Dagegen wohnen Sie sehr zentral und bequem. Ein Haus ist geräumig, liegt oft im Grünen und bietet freie Entfaltungsmöglichkeiten. Geräusche von Nachbarn dringen nicht durch die Decke und die eigenen Kinder können toben, wie es ihnen gefällt. Ein Eigentümer trägt die Kosten und Entscheidungen für die Immobilie alleine.

WohnzielLeben mit KindernHausperfektWohnunggut möglich
WohnzielWunsch nach eigenem GartenHausperfektWohnungGartenanteil möglich
WohnzielLeben in der StadtHausmöglichWohnungperfekt
WohnzielWohnen im GrünenHausperfektWohnungmöglich
WohnzielWohnen mit wenig ArbeitHauseher nicht geeignetWohnungperfekt
Wohnzielaltersgerecht lebenHausgut möglichWohnungmöglich
WohnzielWohnen ohne KompromisseHausperfektWohnungeher nicht geeignet

Als Eigentümer können Sie grundsätzlich jede Immobilie einem Mieter überlassen. Immobilien mit einer großen Wohnfläche sind jedoch schwieriger zu vermitteln. Das liegt daran, dass die Nebenkosten höher sind und die Verantwortung für die Pflege der Wohnung wächst. Außerdem suchen viele Familien, die mehr Wohnfläche benötigen, nach Eigentum. Für Mieter ist es oft bequemer, in einer Wohnung mit Hausmeisterservice zu leben, da sie dann keine Verantwortung für die Reinigung des Treppenhauses oder das Räumen des Gehwegs haben. Bei einem Haus kommen zusätzlich noch die Arbeiten am Garten hinzu.

Kosten: Haus oder Wohnung kaufen

Was kostet die Immobilie?

Kaufen Sie Ihre erste Immobilie? Dann sind Sie vielleicht erstaunt, welche Kostenfaktoren dabei entstehen. Beim Hauskauf und der Eigentumswohnung sind das:

  • Kaufpreis
  • Nebenkosten
  • Modernisierungskosten
  • Finanzierungskosten
  • laufende Wohnnebenkosten
  • Rücklagen für spätere Sanierungen

Bauen Sie ein neues Haus, bezahlen Sie keinen Kaufpreis, dafür aber den Preis für den Bauplatz und die gesamten Kosten rund um den Neubau. Lesen Sie hier mehr zum Hausbau.

Wie unterscheiden sich die Kosten beim Kauf von Haus oder Wohnung?

Grundsätzlich ist die Eigentumswohnung im Vergleich zu einem Haus günstiger zu bekommen. Dabei sollten Sie bedenken, dass Wohnungen in einer Innenstadtlage mit einem hohen Quadratmeterpreis bezahlt werden, während es kaum vergleichbare Häuser in diesen Gegenden gibt. Trotzdem passt der Kostenvergleich, denn bei einem Haus bezahlt der Eigentümer das gesamte Grundstück, die technischen Anlagen und die Gebäudehülle selbst. Bei einer Wohnung teilen sich diese Kosten auf das Gemeinschaftseigentum auf. Dafür gehört dem Eigentümer auch nur ein Anteil am Grundstück.

Es gibt auch einen Unterschied bei den Kosten für Modernisierungen. Kaufen Sie ein Haus, kommen Sie für alle Umbauten, Reparaturen und Sanierungen selbst auf. Beim Kauf einer Wohnung sollten Sie darauf achten, welche Sanierungen am Gebäude in den letzten Jahren vorgenommen wurden.

Tipp: Lesen Sie unbedingt die Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen. Dort erfahren Sie, welche Instandhaltungsrücklagen bisher angespart wurden, was schon repariert wurde und welche Sanierungen in Zukunft anstehen.





Der Vergleich zwischen Hauskauf und Wohnungskauf an einem Beispiel

Die Grundlage für unseren Vergleich bildet ein renoviertes Einfamilienhaus im Vorort einer Großstadt. Bei 125m² Wohnfläche und einem Grundstück von 335m² soll der Kaufpreis 459.000€ betragen.

Preis: 459.000€

Kaufnebenkosten 13,5%: 61.965€

Gesamtkosten: 520.965€

Die Wohnung finden wir in Zentrumsnähe derselben Stadt mit 103m² Wohnfläche in einem Dreifamilienhaus. Allerdings ist die Eigentumswohnung ein wenig in die Jahre gekommen und braucht neue Bodenbeläge, eine Sanierung des Bades und eine moderne Einbauküche.

Kaufpreis: 375.000€

Preis: 375.000€

Kaufnebenkosten 13,5%: 50.625€

Bodenbeläge 103m² x 50€: 5.150€

Badsanierung geschätzt: 8.000€

Einbauküche geschätzt: 6.000€

Gesamtkosten: 444.775€


Vereinbaren Sie doch gleich einen Termin, um Ihren persönlichen Finanzierungsbedarf durchzurechnen.

Welche Nebenkosten entstehen beim Haus oder der Wohnung?

Kaufen Sie eine Eigentumswohnung, dann bezahlen Sie monatlich ein Wohngeld. In diesem Wohngeld sind die Wohnnebenkosten enthalten sowie die laufenden Kosten der Eigentümergemeinschaft und die monatliche Instandhaltungsrücklage. Für die Gemeinschaftsräume fallen Strom-, Wasser-, Versicherungs- und Hausmeisterkosten an, die sich die Eigentümer teilen. Außerdem wird oft ein Hausverwalter verpflichtet, der sich um die Angelegenheiten der Gemeinschaft kümmert und alle Abrechnungen vornimmt.

Nach dem Hauskauf haben Sie ebenfalls laufende Wohnnebenkosten wie Strom, Wasser, Müll und Versicherungskosten. Im Gegensatz zur Eigentumswohnung müssen Eigentümer diese Ausgaben komplett selbst übernehmen. Andererseits treffen sie auch alleine die Entscheidung, ob und in welcher Höhe sie Rücklagen für Sanierungen bilden und ob sie Maßnahmen für eine bessere Energieeffizienz treffen, um Kosten zu senken.

Kennen Sie schon unsere Grüne Baufinanzierung?

Baufinanzierung: Was ist bei Haus und Eigentumswohnung zu beachten?

Die Finanzierung funktioniert bei jeder Immobilie ähnlich. Natürlich gilt die Faustregel: Je höher der Kredit, desto höher sind auch die Finanzierungskosten. Ein Unterschied besteht, wenn nach dem Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie noch große Bau- oder Renovierungsarbeiten anstehen. Durch die Bauzeit hindurch müssen immer wieder Handwerkerrechnungen bezahlt werden. Jedes Mal, wenn eine Rechnung fällig ist, zahlt die Bank diesen Teil des Immobilienkredits aus. Benötigen Sie einen Anteil der Finanzierung erst nach Monaten, fallen Bereitstellungsprovision für die nicht abgerufen Summe an. Unser 8-Punkte-Plan hilft Ihnen dabei, ihre Baufinanzierung auf die Beine zu stellen.

Wie sieht es aus, wenn Sie nach einiger Zeit das Haus oder die Eigentumswohnung verkaufen möchten? Meistens ist es bei einer Eigentumswohnung leichter, einen Mieter zu finden und die Baufinanzierung einfach weiterzuführen. Doch auch beim Haus findet sich eine Lösung zwischen Bank und Eigentümer: In den meisten Fällen soll das Eigenheim verkauft und eine neue Immobilie erworben werden. Dann kann in Übereinstimmung mit der Bank Zug um Zug die Baufinanzierung auf das neue Objekt umgestellt werden.

Sie brauchen mehr Informationen zu unserer Baufinanzierung? Hier sind die richtig!

Welche Vorteile und welche Nachteile gibt es?

Hauskauf

Vorteile eines Hauskaufs

  • Lage im Grünen
  • viel Platz und Abstellflächen
  • wenig Kompromisse mit der Nachbarschaft
  • viel Entscheidungsfreiheiten
  • eigener Garten
  • schön für Familien

Nachteile eines Hauskaufs

  • lange Fahrtstrecken
  • volle Verantwortung für alle Arbeiten rund ums Haus
  • teurer in der Anschaffung
  • höhere Nebenkosten
  • Vermietbarkeit nicht optimal
  • im Alter vielleicht zu groß

Wohnung

Vorteile eines Wohnungskaufs

  • zentrale Lage
  • wenig Arbeits- und Zeitaufwand
  • gut im Alter geeignet
  • Vermietbarkeit ist optimal
  • Geringere Anschaffungskosten, da nur ein Teil des Grundstücks erworben wird.
  • wenig Verantwortung und geringere Kosten bei Sanierungen

Nachteile eines Wohnungskaufs

  • wenig Entscheidungsfreiheit im Zusammenhang mit der gesamten Immobilie
  • Wohnfläche und Abstellflächen fallen kleiner aus
  • eventuell schlechte Parkmöglichkeiten in der Stadt
  • Hellhörigkeit im Haus
  • Kompromisse mit anderen Eigentümern schließen
  • eventuell kein Gartenanteil möglich

Was sollten Sie während Corona beim Kauf von Haus und Wohnung beachten?

Trotz Pandemie gibt es weiterhin Immobilienkäufe und Baufinanzierungen, doch sie finden unter besonderen Umständen statt. Besichtigungen sind nur noch eingeschränkt möglich und Käufer müssen darauf achten, trotzdem einen genauen Einblick in alle Räume, Unterlagen und Besonderheiten der Gebäude zu bekommen.
Auch bei Modernisierungsmaßnahmen oder dem Hausbau müssen Sie mit Verzögerungen rechnen. Handwerker sind unter der aktuellen Situation ausgelastet und die Wartezeiten verlängern sich dadurch.
Haben Sie Ihren Traum vom Eigenheim schon gefunden? Dann brauchen sie mit der Baufinanzierung nicht zu warten.
Wir sind weiterhin gerne für Sie da.
Vereinbaren Sie doch gleich einen Termin.

Haus oder Wohnung kaufen? Ihre Entscheidung!

Mit dem Kauf einer Immobilie investieren Eigentümer in die Zukunft und wirtschaften die Miete in die eigene Tasche. Ob eine Eigentumswohnung oder ein Haus dabei die bessere Wahl ist, hängt stark vom Lebensentwurf und den Vorlieben ab. Eine Wohnung liegt tendenziell eher zentral, die Kosten sind niedriger und weniger Zeitaufwand ist notwendig. Mit dem Haus fühlt sich eine Familie wohler, da die Immobilie im Grünen gewählt werden kann, viel Platz zur Verfügung steht und weniger Rücksicht auf direkte Nachbarn notwendig wird. Egal, wofür Sie selbst sich nun entscheiden, wir helfen Ihnen gerne bei der Finanzplanung und einer günstigen Finanzierung.