Lyxor MSCI Russia UCITS ETF -Dist

Russischer MSCI-Index gewinnt im Mai 2020 rd. 8%

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Relativ niedrige Bewertung innerhalb der Emerging Markets
  • Relativ geringe Verschuldung des Staates
  • Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs
  • Synthetische Index-Nachbildung

29.07.2020

Investmentansatz

Anlageziel des Lyxor MSCI Russia UCITS ETF - Dist

Der Lyxor MSCI Russia UCITS ETF - Dist ist ein OGAW-konformer börsengehandelter Fonds mit dem Ziel, den Referenzindex MSCI Russia IMI Select GDR Net Total Return USD Index so genau wie möglich abzubilden, zuzüglich von gegebenenfalls auf Aktien im Index gezahlten Divenden. Der MSCI Russia IMI Select GDR Net Total Return USD Index zielt darauf ab die Performance des führenden an der London Stock Exchange gehandelten Russian Global Depository Receipts (GDRs), basierend auf Streubesitz-Marktkapitalisierung abzubilden. Gleichzeitig soll die Volatilität der Renditedifferenz zwischen Teilfonds und Benchmarkindex („Tracking Error“) so gering wie möglich gehalten werden.

Dieser Index wird erstellt, indem die Wertpapiere des Basisindex MSCI IMI-Index MSCI Russia durch liquide Hinterlegungsscheine (GDRs) ersetzt werden.

Nur an der Londoner Börse notierte Global Depository Receipts (GDRs) können in die MSCI Russland aufgenommen werden. Bestandteile des Ursprungsindex ohne solche GDR-Listings sind vom MSCI Russia IMI Select ausgeschlossen.

Bei jeder vierteljährlichen Indexüberprüfung wird das Gewicht der Indexkomponenten auf 18% gedeckelt.

Der Benchmarkindex ist ein Index des Typs „Net Total Return“ (Netto-Gesamtrenditeindex). Ein Netto-Gesamtrenditeindex berechnet die Performance der Indexkomponenten auf der Grundlage, dass sämtliche Dividenden oder Ausschüttungen in der Indexrendite nach Einbehaltung der Quellensteuer inbegriffen sind.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet. Das bedeutet, swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio (sogenannter Basket) und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit einem Swap-Partner einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Hieraus ergeben sich sowohl für den Swap-Partner als auch für den Fonds Zahlungsverpflichtungen. Entwickeln sich beispielsweise die im Index enthaltenen Wertpapiere besser als die vom Fonds erworbenen, ist der Swap-Partner verpflichtet, den Unterschied in der Wertentwicklung an den Fonds zu zahlen.

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (der Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs in der Regel nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Der Fonds versucht sein Anlageziel durch eine indirekte Nachbildung zu erreichen, das heißt durch einen oder mehrere im Freiverkehr gehandelte Swapkontrakte (derivative Finanzinstrumente, „DFI“). Der Fonds kann ebenfalls in ein diversifiziertes Portfolio mit internationalen Aktien investieren, deren Performance mit jener des Benchmarkindex über DFI getauscht wird.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor International Asset Management S.A.S.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Russland
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung GBP
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN LYX01C
ISIN LU1923627332
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,65%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

MSCI Russland-Index gewinnt im Mai 2020 rd. 8%

Der Aktienmarkt in Russland ist durch den Ausbruch der Covid-19-Pandemie kräftig in Mitleidenschaft gezogen worden. Nach einem schwachen Februar büßte der MSCI Russland-Index im März 2020 um satte 23,3% ein. Damit akkumulierte sich der Verlust im ersten Quartal 2020 auf 36,5%. Gegenüber dem MSCI Welt-Index (-21,7% in Q1 2020) und dem MSCI EM-Index (-23,9%) wies der MSCI Russland-Index somit eine starke Underperformance auf. Verantwortlich hierfür zeichnete v.a. der Ölpreiskollaps (-55% im März), wodurch auch der Rubel auf Talfahrt geschickt wurde. Im März 2020 wertete er gegenüber dem US-Dollar um 14,7% ab.

Im April und Mai 2020 gab es dann eine kräftige Gegenreaktion an den globalen Börsen. Im Mai 2020 kletterte der MSCI Russland-Index um 8% und wies damit sowohl gegenüber dem MSCI EM-Index (+0,6%) als auch gegenüber dem MSCI Welt-Index (+4,2%) eine klare Outperformance auf. Diese resultierte insbesondere aus einer kräftigen Erholung des zuvor schwer gebeutelten Ölpreises (+39,8% im Mai 2020). In der Folge kam es auch zu einer deutlichen Erholung des russischen Rubel, der gegenüber dem US-Dollar im Berichtsmonat um 6% aufwertete.

Verantwortlich für die kräftige Erholung an den globalen Börsen zeichnen insbesondere die beispiellosen Hilfsmaßnahmen der Notenbanken und Regierungen.

Die russische Notenbank, die in den vergangenen Jahren einen sehr guten Job gemacht hat, senkte den Leitzins im April 2020 um 50 Basispunkte auf nunmehr 5,5% und signalisierte, dass im Juni 2020 ein weiterer Schritt erfolgen könnte. Der gesunkene Ölpreis dürfte die russische Wirtschaft zusammen mit einem spürbaren Exportrückgang belasten. Somit sollte die Wirtschaftsleistung im zweiten und dritten Quartal 2020 rückläufig sein (BIP-Prognose 2020: -2% J/J).

Aufgrund der relativ günstigen Bewertung (KGV 2020e: 8,1) und wegen der sich verbessernden Dividendenpolitik (siehe u.a. Gazprom) bestätigen wir unser neutrales Votum für die Börse in Russland. Gegen eine Übergewichtung sprechen v.a. die kräftige globale Wirtschaftskrise mit den negativen Implikationen für den Ölpreis und rohstoffaffine Währungen sowie ein Mangel an Reformen in Russland. Es mangelt unverändert an Vertrauen in die staatlichen Institutionen.

Fazit

Infolge des Ausbruchs der Covid-19-Pandemie kam es im März 2020 zu einem globalen Crash an den Kapitalmärkten. Der russische Aktienmarkt verlor in kurzer Zeit stark an Wert, da mit dem historischen Ölpreiscrash auch der Rubel kräftig abwertete. Im April/Mai/Juni 2020 setzte dann dank einer expansiven globalen Geld- und Fiskalpolitik eine kräftige Erholung ein. Auch der Ölpreis und der Rubel erholten sich. Wir votieren den Lyxor MSCI Russia ETF - Dist mit Kauf.

29. Juli 2020

Top Holdings

Ladevorgang...

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor International Asset Management S.A.S.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Russland
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung GBP
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN LYX01C / LU1923627332
Fondsauflage 14.03.2019
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Ja
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 18.09.2020
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -23,03% / - / -
Volatilität (3 Jahre)3 -
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,65%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,65%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kosteninformation

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
  • Der Fonds ermöglicht die Teilhabe an der Entwicklung der russischen Aktienmärkte und damit eine besonders breite Streuung (Diversifikation) des Fondsportfolios, sodass dieser weniger abhängig von der Entwicklung einzelner Regionen ist

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds