Lyxor MDAX (DR) UCITS ETF

Zwischen Hoffen und Bangen

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Notenbanken und Regierungen steuern mit Hilfspaketen gegen die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise
  • Konjunktur dürfte in 2021 insbesondere im 2. Halbjahr wieder deutlich zulegen
  • Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs
  • Physische Index-Nachbildung

22.12.2020

Investmentansatz

Anlageziel des Lyxor MDAX (DR) UCITS ETF

Der Lyxor MDAX (DR) UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des MDAX® TR Index anknüpft. Der von der Deutsche Börse AG berechnete MDAX® TR (Performance-Index) umfasst 50 mittelgroße Unternehmen, so genannte Midcaps, aus den klassischen Industriebranchen, darunter Medien, Chemie, Industrie und Finanzdienstleistungen.

Bei der Berechnung des Index werden neben den Kurswerten der in ihm enthaltenen Unternehmen auch Dividenden- und Bonuszahlungen abzüglich der Quellensteuer berücksichtigt.

Physische Replikation des ETF

Physische Replikation baut auf der Grundidee des Indexnachbaus auf. Dabei wird ein ETF so zusammengestellt, dass er tatsächlich die Anteile aller Wertpapiere enthält, die sich auch im zugrunde liegenden Index finden – beim Dax zum Beispiel alle 30 Aktien. Dabei ist der Anteil jeder Aktie genauso groß wie ihr jeweiliges Gewicht im Index.

Allerdings ist ein Index kein statisches Gebilde und verändert sich im Detail. So bleibt die Gewichtung einzelner Aktien entsprechend ihrer Marktkapitalisierung und Entwicklung nicht auf Dauer gleich. Zudem werden immer wieder einzelne Titel ausgetauscht. Die einen verlassen den Index, andere kommen neu hinzu. Um diese Dynamik nachzuvollziehen, gilt es beim ETF nach einer bestimmten Zeit die Gewichtungen anzupassen und einzelne Titel auszutauschen.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Deutschland Mid Caps
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN ETF007
ISIN LU1033693638
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,30%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

2020 – Ein Jahr, das man nicht vergisst

Nachdem es noch im Februar ein neues Allzeithoch beim Dax zu verzeichnen war, risst kurz darauf die Corona-Pandemie den Markt um rd. 40% in die Tiefe. Obwohl das Virus für die stärkste Rezession seit den 30er-Jahren sorgte, konnte sich der Markt angesichts der beispiellosen geld- und fiskalpolitischen Hilfspakete recht schnell wieder erholen. Dem rekordschnellen Fall folgte eine rekordschnelle Erholung. Denn während es normalerweise Jahre dauert, bis die Aktienmärkte wieder den Vor- Rezessionsstand erreichen, konnte dies zu 95% bereits nach vier Monaten erreicht werden.

Die bereits angesprochenen Hilfsmaßnahmen und die Hoffnung auf eine erfolgreiche Impfung gegen das Virus sorgen für Optimismus am Markt.

Kursanstieg sollte sich auch in 2021 fortsetzten – wenngleich gebremst

Auch wenn es uns sehr hoffnungsfroh stimmt, dass die ersten Impfstoffe bereits Ende des Jahres zur Verfügung stehen werden und die Impflogistik aufgebaut wird: die Rückkehr zur Normalität wird dennoch Zeit brauchen. Zunächst ist nicht auszuschließen, dass sich die Pandemie während der Wintermonate noch verschlimmert, bevor sich die Lage wieder bessert.

So dürfte die deutsche Wirtschaft, trotz eines guten Starts im vierten Quartal 2020, geschrumpft sein. Denn die neuerlichen lockdownbedingten Einbrüche - insbesondere im Gastgewerbe - dürften durch die positive Tendenz in der Industrie nicht wettgemacht werden.

So lange es keinen merklichen und nachhaltigen Rückgang der Infektionszahlen gibt, dürften die verhängten Einschränkungen weitgehend beibehalten werden. Darum gehen wir davon aus, dass es auch im ersten Quartal 2021 keine merkliche Verbesserung geben wird. Vielmehr besteht die Gefahr, dass die Wirtschaft wegen der dann wieder höheren Mehrwertsteuer sogar noch einmal leicht schrumpfen wird, womit die häufig verwendete Definition für eine neuerliche „technische“ Rezession erfüllt wäre.

Mit witterungsbedingt fallenden Infektionszahlen dürften spätestens im Frühjahr die Einschränkungen spürbar gelockert werden und eine neuerliche Erholung der Wirtschaft beginnen. Diese dürfte im zweiten Halbjahr zusätzlich an Fahrt gewinnen, weil mit der fortschreitenden Impfung der Bevölkerung die Pandemie nach und nach überwunden wird und damit auch die letzten Einschränkungen fallen dürften.

Einen starken Schub wird die Wirtschaft dadurch erhalten, dass die privaten Haushalte ihre Sparquote deutlich verringern werden. Diese hatte sich im Frühjahr fast verdoppelt, da der Staat etwaige Einnahmeausfälle der privaten Haushalte weitgehend ausglich, gleichzeitig aber die Konsummöglichkeiten stark eingeschränkt waren.

Die Chancen dafür, dass sich die jüngste Outperformance des deutschen Marktes noch etwas fortsetzen kann, sind gestiegen. Das Zusammenspiel fiskalpolitischer Hilfen mit den monetären Unterstützungsmaßnahmen der EZB sind hier ein wichtiges Argument.

Mit dem Ende der Pandemie und dem damit einhergehenden Ende der Einschränkungen dürften die privaten Haushalte ihre Sparquote zumindest wieder normalisieren, wenn nicht sogar einen Teil der zusätzlichen Ersparnis ausgeben. Die Geldpolitik wird weiter Vollgas geben. Die EZB dürfte auf ihrer Sitzung im Dezember weitere expansive Maßnahmen beschließen und im kommenden Jahr noch einmal nachlegen. Auch die US-Notenbank wird das monatliche Volumen ihrer Anleihekäufe (120 Mrd. Dollar) unter dem Eindruck steigender Corona-Infektionen vermutlich schon bald erhöhen.

Fazit

Auch wenn es kurzfristig angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen und diverser politischer Risiken (Brexit, Wiederaufbaufonds) an den Aktienmärkten noch holprig zugehen dürfte: Die kommenden Corona-Impfungen sorgen für Licht am Ende des Tunnels, so dass wir für 2021 weitere Kursgewinne erwarten. Dem deutschen Markt hilft insbesondere die vergleichsweise hohe Gewichtung von zyklischen Titeln. Unterstützend wirken außerdem die zunehmenden Zuflüsse internationaler Anleger in den Euroraum insgesamt. Wir bestätigen unser Votum „Kauf“.

22. Dezember 2020

Top-Holdings

Ladevorgang...

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Deutschland Mid Caps
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN ETF007 / LU1033693638
Fondsauflage 24.03.2014
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Ja
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 21.06.2021
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 +29,99% / +25,07% / +69,08%
Volatilität (3 Jahre)3 19,89%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,30%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,30%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kosteninformation

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds