ComStage DivDAX® TR UCITS ETF

Zwischen Hoffen und Bangen

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Notenbanken und Regierungen steuern mit Hilfspaketen gegen die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise
  • Unternehmensgewinnschätzungen mit Aufwärtsrevisionen
  • Handelskrieg mit den USA (Autozölle) bisher nur vertagt
  • Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs
  • Physische Index-Nachbildung

30.07.2020

Investmentansatz

Anlageziel des ComStage DivDAX® TR UCITS ETF

Der ComStage DivDAX® TR UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des DivDAX® Performanceindex anknüpft.

Der von der Deutsche Börse AG berechnete Index umfasst die 15 Unternehmen des deutschen Leitindex DAX® mit der höchsten Dividendenrendite. Die Dividendenrendite berechnet sich dabei aus der gezahlten Dividende geteilt durch den Schlusskurs der Aktie am Tag vor der Ausschüttung. Dabei werden die Gewichtungen im Index vierteljährlich angepasst und die Zusammensetzung jährlich im September überprüft.

Physische Replikation des ETF

Physische Replikation baut auf der Grundidee des Indexnachbaus auf. Dabei wird ein ETF so zusammengestellt, dass er tatsächlich die Anteile aller Wertpapiere enthält, die sich auch im zugrunde liegenden Index finden – beim Dax zum Beispiel alle 30 Aktien. Dabei ist der Anteil jeder Aktie genauso groß wie ihr jeweiliges Gewicht im Index.

Allerdings ist ein Index kein statisches Gebilde und verändert sich im Detail. So bleibt die Gewichtung einzelner Aktien entsprechend ihrer Marktkapitalisierung und Entwicklung nicht auf Dauer gleich. Zudem werden immer wieder einzelne Titel ausgetauscht. Die einen verlassen den Index, andere kommen neu hinzu. Um diese Dynamik nachzuvollziehen, gilt es beim ETF nach einer bestimmten Zeit die Gewichtungen anzupassen und einzelne Titel auszutauschen.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Deutschland Dividendenwerte
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN ETF003
ISIN LU0603933895
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,25%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Zwischen Hoffen und Bangen

Am deutschen Markt dürfte die Kursrally der vergangenen Monate nach der kursmäßig positiven Verarbeitung des „Wiederaufbaufonds“ bald eine Pause einlegen. Insbesondere die in den USA (und zum Teil auch in Europa) wieder steigenden Covid-Infiziertenzahlen steigern die Nervosität an den Märkten. Angesichts unverändert kaum vorhandener Alternativen zur Aktienanlage bewegt sich die Gemütslage je nach Nachrichtenfluss zwischen Hoffen und Bangen. Nach den deutlichen Kursgewinnen der vergangenen Monate dürfte damit die Phase einer volatilen Seitwärtsbewegung eingeleitet werden.

Die Angst vor der zweiten Welle

In den vergangenen Monaten hatte der Dax von seiner zyklischen Ausrichtung profitiert. Mit den Lockerungen bei den Eindämmungsmaßnahmen hatten deutlich zulegende konjunkturelle Frühindikatoren zu einer stärkeren Nachfrage nach zyklischen Titeln gesorgt. Auch konnte die sich abzeichnende Erholung in China dem Dax auf die Sprünge helfen.

Dafür, dass die Märkte nun doch wieder etwas ins Stocken geraten, sorgt einmal mehr der Corona-Virus. Bisher sah die Geschichte, die der Markt erzählte so aus, dass die Indizes nicht nur den „harten“ Konjunkturdaten (was typisch ist, der Markt schaut nach vorne) sondern auch den konjunkturellen Frühindikatoren weit voraus gelaufen war, dies aber durch die fallenden Infiziertenzahlen zu rechtfertigen war.

Schließlich bedeuten sinkende Coronazahlen, dass zum einen die Lockerungsmaßnahmen weiter aufgehoben werden können und dass sich damit auch die Wirtschaft weiter auf „Normalisierungskurs“ bewegt. Die zudem zwar absolut gesehen schwachen, aber überwiegend besser als befürchtet ausgefallenen Makrodaten taten dann ihr übriges.

Während das Virus in Europa unter Kontrolle scheint, hat sich dagegen die Lage in den USA wieder deutlich verschlechtert. Die Folgen des relativ späten Lockdowns und dessen nur kurze Dauer schlagen sich anscheinend in wieder steigenden Erkrankungsfällen nieder. Hatten zuvor die stark sinkenden Fälle im Hot Spot New York die Zahlen für die gesamten USA nach unten gedrückt, zeigt sich nun, dass sich in einigen US-Staaten die Lage derart verschlechtert hat, dass sich dies nun auch in den landesweiten Zahlen niederschlägt. Damit steigen die Nervosität und die Volatilität an den Märkten weltweit. Die Infiziertenzahlen bleiben somit ein Frühindikator für den Markt.

Politische Risiken bleiben auf der Agenda

Es stellt sich die Frage, was aus fundamentaler Sicht nun eingepreist ist. Zwar lässt sich dies nie genau sagen, aber Vergleiche mit anderen Krisen und Rezessionen lassen den Schluss zu, dass der Markt bereits ein „mittleres“ Rezessionsszenario spielt, aber im Lichte unserer neuen Prognosen noch etwas Luft nach unten hat. So zeigt die absolute Höhe der bisherigen Kursverluste ein Ausmaß wie es üblicherweise in starken Rezessionsphasen erreicht wird.

Zum anderen zeigt der Kursrutsch auch, dass bereits ein ordentlicher Rückgang bei den zu erwartenden Unternehmensgewinnen eingepreist ist.

Nicht nur, dass US-Präsident Trump wieder eine härtere Gangart gegenüber China an den Tag legen könnte - schließlich dürfte das im Wahlkampf gut ankommen -, er scheint nun auch wieder Europa ins Visier zu nehmen. So wurden neue Importzölle für Waren aus Großbritannien und der EU angekündigt. Damit ist auch die jüngst bessere Performance von Europa gegenüber den USA nicht in Stein gemeißelt. Der weiterhin unklare Ausgang der Brexit-Verhandlungen ist hier ein weiterer Belastungsfaktor.

Die Chancen dafür, dass sich die jüngste Outperformance des deutschen Marktes noch etwas fortsetzen kann, sind gestiegen. Das Zusammenspiel fiskalpolitischer Hilfen mit den monetären Unterstützungsmaßnahmen der EZB sind hier ein wichtiges Argument.

Fazit

Nach den deutlichen Kursgewinnen ist nun eher eine volatile Seitwärtsbewegung angesagt. Die Wirtschaft dürfte sich in den kommenden Monaten zwar weiter erholen, dies ist aber zu einem großen Teil bereits eingepreist. Die zunehmenden Corona- Risiken und anhaltenden geopolitische Spannungen bleiben Risikofaktoren. Unterstützend wirken aber die zunehmenden Zuflüsse internationaler Anleger in den Euroraum. Hier hilft die Einigung über den Wiederaufbaufonds. Wir bestätigen unser Votum „Kauf“.

30. Juli 2020

Top-Holdings

Ladevorgang...

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Deutschland Dividendenwerte
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN ETF003 / LU0603933895
Fondsauflage 10.05.2011
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 22.09.2020
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 +4,11% / +3,78% / +26,55%
Volatilität (3 Jahre)3 22,99%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,25%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,25%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kosteninformation

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds