Lyxor Core DAX (DR) UCITS ETF

Zyklik ist weiterhin gefragt

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Unternehmensgewinnschätzungen mit Aufwärtsrevisionen
  • Konjunktur dürfte in 2021 insbesondere im 2. Halbjahr wieder deutlich zulegen
  • Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs
  • Physische Index-Nachbildung

07.07.2021

Investmentansatz

Anlageziel des Lyxor Core DAX (DR) UCITS ETF

Der Lyxor Core DAX (DR) UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des DAX® Index anknüpft. Der Index umfasst die 30 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen, die an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind.

Bei der Berechnung des Index werden neben den Kurswerten der in ihm enthaltenen Unternehmen auch Dividenden- und Bonuszahlungen abzüglich der Quellensteuer berücksichtigt.

Physische Replikation des ETF

Physische Replikation baut auf der Grundidee des Indexnachbaus auf. Dabei wird ein ETF so zusammengestellt, dass er tatsächlich die Anteile aller Wertpapiere enthält, die sich auch im zugrunde liegenden Index finden – beim Dax zum Beispiel alle 30 Aktien. Dabei ist der Anteil jeder Aktie genauso groß wie ihr jeweiliges Gewicht im Index.

Allerdings ist ein Index kein statisches Gebilde und verändert sich im Detail. So bleibt die Gewichtung einzelner Aktien entsprechend ihrer Marktkapitalisierung und Entwicklung nicht auf Dauer gleich. Zudem werden immer wieder einzelne Titel ausgetauscht. Die einen verlassen den Index, andere kommen neu hinzu. Um diese Dynamik nachzuvollziehen, gilt es beim ETF nach einer bestimmten Zeit die Gewichtungen anzupassen und einzelne Titel auszutauschen.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Deutschland Large Caps
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN ETF001
ISIN LU0378438732
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,08%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Der deutsche Markt ist in einer guten Verfassung

Der Dax spiegelt die konjunkturellen Aussichten wider und zeigt sich bisher in einer besseren Verfassung als z.B. der US-Markt. Schließlich gehört Deutschland (und die gesamte EU) zu den Nachzüglern, was den „Re-Opening-Trade“ angeht. Da es mit den Impfungen aber vorangeht und auch die Binnenwirtschaft im Zuge der nachlassenden Corona-Einschränkungen ins Laufen kommen sollte, konzentriert sich das Investoreninteresse verstärkt auf Dax und Co.

Die guten konjunkturellen Aussichten zeigen sich auch in den Stimmungsindizes. Sowohl die Umfragen für das verarbeitende Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor steigen und liegen auf erhöhten Niveaus. Zwar ist die Aktienmarktbewertung, gemessen am KGV, absolut gesehen recht hoch, allerdings verzeichnet der Dax weiterhin einen Abschlag zum US-Markt (was nicht so schwer ist), aber auch zum MSCI Welt und zum MSCI EMU. Wir erwarten damit weiterhin eine relative Stärke des deutschen Marktes.

Für eine kräftige Belebung der Wirtschaft in den kommenden Wochen sprechen vor allem drei Faktoren:

• Höhere Temperaturen und die steigende Zahl geimpfter Personen sollten die Neuinfektionen weiter deutlich fallen lassen und damit eine spürbare Lockerung der Corona-Beschränkungen ermöglichen.

• Die privaten Haushalte haben seit dem letzten Frühling zwangsläufig mehr gespart. Schon eine Rückkehr zur üblichen Sparquote würde die privaten Konsumausgaben antreiben. Diese würden noch weiter steigen, wenn Haushalte einen Teil ihrer Überschussersparnis ausgeben sollten.

• Geld- und Finanzpolitik bleiben sehr expansiv ausgerichtet.

Der Ausgang der anstehenden Bundestagswahl sorgt im Inland für eine gewisse Unsicherheit

Der Ausgang der anstehenden Bundestagswahl sorgt derzeit - allerdings eher im Inland - für eine gewisse Unsicherheit. Das ist nicht wirklich überraschend, denn das Land steht nach dem Ende der Ära Merkel, die 16 Jahre als Kanzlerin an der Spitze des Staates stand, womöglich vor einem deutlichen Kurswechsel.

Dass die Grünen in der kommenden Legislaturperiode eine Schlüsselrolle einnehmen werden, lassen die Umfragen bereits jetzt erkennen. Wir sind keine Wahlforscher, aber egal wie hoch der prozentuale Stimmenanteil der Grünen am Ende tatsächlich ausfallen wird, es sieht derzeit nicht danach aus, als ob die Grünen einen einflussreichen Platz in der kommenden Regierung noch verspielen könnten.

Die üblichen Verdächtigen

Während die Auswirkungen des Wahlausgangs auf den Gesamtmarkt wahrscheinlich nicht sehr groß ausfallen werden, bzw. nur kurz für Volatilität sorgen, könnten die Auswirkungen auf der Branchen- und der Einzelwertebene größer ausfallen.

Während Teile des Industriesektors von möglichen Infrastrukturprogrammen profitieren können, dürfte eine grüne Regierungsbeteiligung den Chemiesektor eher unter Druck bringen. Hier spielt insbesondere die Frage nach der Ausgestaltung höherer CO2-Steuern eine wichtige Rolle. Ähnliches gilt für die Versorger, wo die Alternativen Energieerzeuger den Vorzug vor den Unternehmen mit konventioneller Energieerzeugung bekommen sollten.

Inflationssorgen belasten den Markt

Hier ist es insbesondere die Inflationsentwicklung, die hinterfragt wird. Im bisherigen „Goldilocks-Szenario“, also einem Umfeld, in dem alles ziemlich perfekt für eine positive Aktienperformance arrangiert ist, spielt eine mäßige Inflationsentwicklung eine wichtige Rolle. Denn eine zu hohe Inflation sorgt dafür, dass die Notenbanken auf den Plan treten und geldpolitisch gegensteuern. Damit wäre dann auch der zweite Pfeiler der Aktienhausse in Gefahr. Denn die durch die Notenbanken mit ihrer expansiven Geldpolitik verursachte Geldschwemme ist ebenfalls ein wichtiger Faktor hinter der Kursrally.

Fazit

Trotz aller Risiken (u.a. Inflationsdebatte, hohe Bewertung) deretwegen es an den Aktienmärkten holprig werden könnte, ist der grundsätzliche Aufwärtstrend intakt. Die Corona-Impfungen haben an Fahrt gewonnen, so dass wir im Zuge einer konjunkturellen Erholung weitere Kursgewinne erwarten. Dem deutschen Markt hilft hier insbesondere die im internationalen Vergleich hohe Gewichtung von zyklischen Titeln und die günstigere Bewertung. Wir bestätigen unser Votum „Kauf“.

07. Juli 2021

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Deutschland Large Caps
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN ETF001 / LU0378438732
Fondsauflage 21.08.2008
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Ja
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 23.07.2021
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 +16,59% / +21,16% / +48,47%
Volatilität (3 Jahre)3 22,48%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,08%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,08%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kosteninformation

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebene Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
  • Der Fonds ermöglicht die Teilhabe an der Entwicklung des deutschen Aktienmarktes und damit eine besonders breite Streuung (Diversifikation) des Fondsportfolios, sodass dieser weniger abhängig von der Entwicklung einzelner Regionen/Branchen ist

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds