Lyxor Core DAX (DR) UCITS ETF

Mit einer defensiven Positionierung in das vierte Quartal

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Günstiges DAX-Kurs-Gewinn-Verhältnis
  • Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs
  • Physische Index-Nachbildung

25.10.2022

Investmentansatz

Anlageziel des Lyxor Core DAX (DR) UCITS ETF

Der Lyxor Core DAX (DR) UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des DAX® Index anknüpft. Der Index umfasst die 40 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen, die an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind.

Bei der Berechnung des Index werden neben den Kurswerten der in ihm enthaltenen Unternehmen auch Dividenden- und Bonuszahlungen abzüglich der Quellensteuer berücksichtigt.

Physische Replikation des ETF

Physische Replikation baut auf der Grundidee des Indexnachbaus auf. Dabei wird ein ETF so zusammengestellt, dass er tatsächlich die Anteile aller Wertpapiere enthält, die sich auch im zugrunde liegenden Index finden – beim Dax zum Beispiel alle 40 Aktien. Dabei ist der Anteil jeder Aktie genauso groß wie ihr jeweiliges Gewicht im Index.

Allerdings ist ein Index kein statisches Gebilde und verändert sich im Detail. So bleibt die Gewichtung einzelner Aktien entsprechend ihrer Marktkapitalisierung und Entwicklung nicht auf Dauer gleich. Zudem werden immer wieder einzelne Titel ausgetauscht. Die einen verlassen den Index, andere kommen neu hinzu. Um diese Dynamik nachzuvollziehen, gilt es beim ETF nach einer bestimmten Zeit die Gewichtungen anzupassen und einzelne Titel auszutauschen.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Amundi Luxembourg S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Deutschland Large Caps
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN ETF001
ISIN LU0378438732
Produktgruppe Aktien, Aktienfonds, Aktien-ETFs
Sparplanfähig Ja
VL-fähig Ja
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,08%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Aktien dürften Rezessionsszenario noch nicht ausreichend eingepreist haben

In unserem Konjunkturszenario wird die Wirtschaft in den USA 2023 um 0,5% schrumpfen, während sich der Rückgang im Euroraum auf 0,7% belaufen dürfte. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,25 für den DAX und von 3,20 für den S&P 500 signalisiert unserer Meinung nach, dass die Aktienmärkte die drohende Rezession noch nicht ausreichend eingepreist haben. Das pessimistische Anlegersentiment und die defensive Positionierung der Aktieninvestoren dürften zwar kurzfristig immer wieder zu schnellen, kurzfristigen Aktienerholungen führen, wie wir sie kürzlich nach Meldung der US-Inflationszahlen gesehen haben. Schließlich dürfte sich jedoch der Trend fallender Aktienkurse noch einige Monate fortsetzen.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für den DAX ist in den vergangenen Quartalen bereits kräftig von 18 auf 10 gefallen und notiert damit auf einem Niveau, welches in den Jahren 2003, 2009 und 2020 am Ende eines DAX-Bärenmarkts zu beobachten war. Dennoch sind wir überzeugt, dass die Aktienmärkte die für 2023 drohenden Rezessionen in Deutschland (Commerzbank-Prognose minus 1,5%), im Euroraum (minus 0,7%) und in den USA (minus 0,5%) noch nicht vollständig eingepreist haben. Denn zum einen basiert das DAX-KGV von 10 auf der wohl zu optimistischen Erwartung, dass die DAX-Unternehmen eine Nachsteuermarge von 7,5% erzielen werden, verglichen mit langjährigen Durchschnittsmargen von 4,5%.

Eine Rückkehr zu dieser durchschnittlichen Gewinnmarge würde das DAX-KGV von 10 auf 16 nach oben treiben. Und zum anderen notiert das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) des DAX mit 1,25 weiterhin über dem Niveau von 1,00 bis 1,20, welches in vergangenen Rezessionen regelmäßig erreicht wurde.

Ähnliche Bewertungstrends gelten für die US-Aktienmärkte. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis für den S&P 500 ist zwar bereits kräftig von 23 auf 16 gefallen und notiert damit mittlerweile im Bereich der KGV-Tiefstände in den Aktien-Bärenmärkten 2003 und 2020. Doch auch das S&P 500-KGV basiert auf optimistischen Prognosen, dass die S&P 500-Unternehmen eine Nachsteuermarge von 11,8% verdienen werden, verglichen mit einem langjährigen Durchschnitt von 8,0%. Ein Margenrückgang Richtung dem langjährigen Durchschnitt würde das S&P 500-KGV von 16 auf 24 nach oben drücken. Zudem liegt das Kurs-Buchwert-Verhältnis des S&P 500 mit 3,20 noch deutlich über den Tiefs der Jahre 2003 und 2020 von jeweils 2,50.

Die unserer Meinung nach zu optimistischen Erwartungen für die Gewinnmargen und die insbesondere in den USA noch recht hohe Kurs-Buchwert-Bewertung sprechen dafür, dass sich die Aktien-Abwärtstrends noch einige Monate fortsetzen sollten — auch wenn es infolge des bereits sehr pessimistischen Anlegersentiments regelmäßig schnelle, kurzfristige Bärenmarktrallys geben dürfte.

Fazit

Wir empfehlen, das Portfolio zunächst weiter defensiv auszurichten und sich bietende Chancen wahrnehmen. Geopolitische Spannungen, steigende Leitzinsen, gestiegene Rezessionsrisiken, höhere Anleiherenditen und negative Gewinnrevisionen lassen auch für das vierte Quartal eine volatile Phase an den Kapitalmärkten erwarten. Mit Blick auf das vierte Quartal und der Erwartung eines erneuten Anstiegs der Volatilität bleiben wir in unserer Asset Allokation zunächst defensiv ausgerichtet mit einem Untergewicht in Aktien mit einem Fokus auf defensive Sektoren. Investoren können jedoch Stressphasen an den Aktienmärkten sukzessive für Aufstockungen nutzen. Wir votieren diesen ETF weiterhin mit „Kauf“.

25. Oktober 2022

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Amundi Luxembourg S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Deutschland Large Caps
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN ETF001 / LU0378438732
Fondsauflage 21.08.2008
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Sparplanfähig Ja
VL-fähig Ja
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 30.01.2023
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -2,93% / +9,60% / +10,51%
Volatilität (3 Jahre)3 24,80%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,08%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,08%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kosteninformation

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebene Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
  • Der Fonds ermöglicht die Teilhabe an der Entwicklung des deutschen Aktienmarktes und damit eine besonders breite Streuung (Diversifikation) des Fondsportfolios, sodass dieser weniger abhängig von der Entwicklung einzelner Regionen/Branchen ist

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds