Amundi ETF Short MSCI USA Daily UCITS ETF

US-Wahlen rücken langsam näher

Votum: Halten

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • US-Aktienmarkt getragen durch extrem starken IT-Sektor, der in der Krise weiter an Attraktivität gewonnen hat
  • Früh- und Sentimentindikatoren deutlich angesprungen, inzwischen wird neben den Erwartungen auch die aktuelle Lage positiver eingeschätzt
  • Synthetische Index-Nachbildung
  • Niedrige Geld-Brief-Spanne

04.08.2020

Investmentansatz

Anlageziel des AMUNDI ETF SHORT MSCI USA DAILY UCITS ETF

Das Anlageziel des AMUNDI ETF SHORT MSCI USA DAILY UCITS ETF besteht in einer möglichst genauen Nachbildung der Performance des in Euro ausgedrückten Strategieindex MSCI USA Short Daily. Auf täglicher Basis dürfte der Stand des Index somit steigen, wenn der Referenzindex fällt, und fallen, wenn der Referenzindex steigt.

Der Strategieindex MSCI USA Short Daily

Der Strategieindex MSCI USA Short Daily misst die Wertentwicklung einer Strategie, die darin besteht, das Engagement gegenüber dem auf den Euro lautenden MSCI USA-Index umzukehren. So sinkt z.B. bei einem Anstieg des MSCI USA-Index der Nettoinventarwert des Fonds und umgekehrt. Die im MSCI USA-Index geführten Aktien stammen aus dem wichtigsten Wertpapieruniversum des US-amerikanischen Marktes.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet. Swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio (sogenannter Basket) und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit einer Bank einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (der Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs in der Regel nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Amundi
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment USA Short
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN A0X9PC
ISIN FR0010791194
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,35%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Ausgangslage

Die Gegenmaßnahmen, die ab März gegen die Ausbreitung des Corona- Virus ergriffen wurden, haben zu einer Vollbremsung der Wirtschaft geführt. Besonders betroffen wurde der über lange Zeit extrem stabile Arbeitsmarkt, der den wesentlichen Faktor für einen starken privaten Konsum darstellte, der wiederum die tragende Säule des Wirtschaftswachstums war.

Die stark angesprungenen Früh- und Sentimentindikatoren haben den Anlegern einen Großteil ihrer Rezessionsängste genommen. Allerdings ist dies ein extrem schmaler Grat. Denn diese Indizes sagen nichts über die Stärke des Aufschwungs aus und schon gar nicht, wie lange er andauern kann. Da die Industrieumfragen lediglich ermitteln, ob Indikatoren zugelegt haben oder geschrumpft sind, können sie nach dem historischen Absturz fast nur noch nach oben tendieren. Bei der Konsumentenstimmung werden Einschätzung der aktuellen Lage und entsprechende Erwartungen erfragt, diese Werte können aber wieder ansatzlos kippen, wenn wie aktuell der exogene Schock erneut auftritt.

Die politisch basierenden Risiken haben zuletzt wieder deutlich angezogen. Durch den Corona-Schock ist die Stimmung bereits angespannt gewesen. Die jetzt einsetzenden Rassenproteste sorgen für weitere Irritationen und spalten die amerikanische Volksseele. Nicht zuletzt das schwache Krisenmanagement und die beratungsresistente Haltung des Präsidenten verhindern eine lösungsorientierte Herangehensweise. Außenpolitisch ist der Ton gegen China schärfer geworden, was die Gefahr einer Eskalation im Handelskonflikt verschärft hat. Jetzt steht langsam die heißeste Phase des Wahlkampfs an, in dem beide Kontrahenten die aktuellen Probleme schonungslos für ihren jeweiligen Vorteil anprangern werden.

Trotz all der bereits eingetretenen und weiter drohenden Belastungsfaktoren konnte der US-Aktienmarkt seit seinem Corona-Tief vom 23. März wieder rund 45% zulegen und lag zuletzt nur noch 6% unter seinem Höchststand aus dem Februar 2020. Vor allem der technologielastige Nasdaq 100 hangelte sich zuletzt von einem „all time high“ zum anderen.

Konjunktur

Die konjunkturelle Vollbremsung, ausgelöst durch die vielfältigen Kontaktbeschränkungen und Geschäftsschließungen wegen des Ausbruchs von Covid-19, bescherte der US-Wirtschaft im ersten Quartal ein Minus von 5% (ggü. Vorjahresquartal, auf Jahresrate hochgerechnet). Und das, obwohl die intensivste Belastung erst in Q2 auftreten sollte. Hier erwarten wir einen entsprechenden Absturz um 31%. Für das Gesamtjahr ist, vorausgesetzt, dass kein erneuter landesweiter Shutdown droht, ein Wirtschaftseinbruch von 4,5% zu erwarten.

Im dritten Quartal sollte die Produktion zunächst kräftig anziehen, da zunächst die während des Lockdowns angestaute Nachfrage treibt. Allerdings dürfte die Erholung dann wesentlich langsamer voranschreiten, da es nur einen stufenweisen Neustart der Wirtschaft gibt. Dieser wird durch die sprunghaft gestiegenen Schulden, zahlreiche weggefallene Arbeitsplätze sowie eine Menge an Unternehmensinsolvenzen erschwert. Darüber hinaus besteht ständig die Gefahr einer zweiten Welle an Infektionen, die u.U. ein Herunterfahren aller Aktivitäten erfordern könnte. Nächstes Jahr dürfte die Konjunktur dann wieder um 4% zulegen. Damit wird das Vorkrisenniveau erst 2022 erreichbar sein.

Früh- und Sentimentindikatoren

Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe als auch der ISM-Index „Non Manufacturing“ konnten sich nach ihrem Absturz im April bereits im Mai leicht erholen und sprangen im Juni wieder über die Expansionsschwelle. Hieraus kann allerdings nur abgeleitet werden, dass sich die US-Wirtschaft erholt. Über die Stärke und die Geschwindigkeit der „Recovery“ können die Umfragen wie bereits beschrieben nur wenig aussagen. Darüber hinaus können sie auch wieder schnell kippen, wenn sich das Umfeld wieder drehen sollte. Somit besteht hier nur eine Zeitpunktbetrachtung und es muss ihr weiterer Verlauf abgewartet werden, um werthaltige Schlüsse für die USKonjunktur zu ziehen.

Die US-Wirtschaft sieht vergleichsweise stabil aus. Bekommt die Regierung die Neuinfektionszahlen unter Kontrolle, dürfte sich die Erholung weiter fortsetzen. Die Fed hat sich klar positioniert, von der Fiskalpolitik muss mehr erwartet werden. Die Spannungen zu China steigen weiter an und die innenpolitischen Probleme dürften angesichts eines harten Wahlkampfs nicht kleiner werden. Die Bewertungen sind vor allem bei IT deutlich gestiegen, was angesichts der starken Quartalsergebnisse der großen Konzerne in der laufenden Berichtssaison gerechtfertigt erscheint.

Investition im Portfoliokontext

Wer eine Geldanlage plant, sollte diese nach den Gesichtspunkten Risiko, Ertrag und Liquidität beurteilen. Hier kann keine generelle Empfehlung erfolgen, da jeder Anleger eigene Vorstellungen und Voraussetzungen bezüglich dieser Werte hat. Aus diesem Grund kann trotz unserer aktuellen Empfehlung, z.B. aufgrund von Portfoliodiversifizierung, eine Anlage in den Amundi Short MSCI USA Daily UCITS ETF sinnvoll sein.

04. August 2020

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Amundi
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment USA Short
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN / ISIN A0X9PC / FR0010791194
Fondsauflage 22.09.2009
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan -
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 23.09.2020
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -18,53% / -44,64% / -58,61%
Volatilität (3 Jahre)3 23,29%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Laufende Kosten 0,35%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,35%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kosteninformation

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
  • Der Anleger hat durch den Fonds die Chance von fallenden Märkten zu profitieren.
  • Die vom Fonds gehaltenen Wertpapiere notieren in US-Dollar, sodass der Anlageerfolg von der Wechselkursentwicklung profitieren kann

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Die vom Fonds gehaltenen Wertpapiere notieren in US-Dollar, sodass der Anlageerfolg von der Wechselkursentwicklung belastet werden kann
  • Der ETF bildet die tägliche prozentuale und nicht die absolute Wertentwicklung der Basisstrategie annähernd spiegelbildlich ab. Steigt die Basisstrategie, fällt der Wert des ETFs entsprechend
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds