Amundi ETF Short MSCI USA Daily UCITS ETF

„Sichere“ Häfen US-Aktienmarkt und US-Dollar

Votum: Halten

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • US-Wirtschaft nach Corona-bedingtem Einbruch mit kräftiger Erholung – insbesondere sorgten die Schecks aus dem „American Rescue Plan“ für einen Anschub des privaten Verbrauchs
  • Im Gegensatz zu Europa sind die Vereinigten Staaten in Bezug auf Energie fast autark und dürften damit deutlich besser durch die aktuelle Krise kommen
  • Synthetische Index-Nachbildung
  • Niedrige Geld-Brief-Spanne

30.03.2022

Investmentansatz

Anlageziel des AMUNDI ETF SHORT MSCI USA DAILY UCITS ETF

Das Anlageziel des AMUNDI ETF SHORT MSCI USA DAILY UCITS ETF besteht in einer möglichst genauen Nachbildung der Performance des in Euro ausgedrückten Strategieindex MSCI USA Short Daily. Auf täglicher Basis dürfte der Stand des Index somit steigen, wenn der Referenzindex fällt, und fallen, wenn der Referenzindex steigt.

Der Strategieindex MSCI USA Short Daily

Der Strategieindex MSCI USA Short Daily misst die Wertentwicklung einer Strategie, die darin besteht, das Engagement gegenüber dem auf den Euro lautenden MSCI USA-Index umzukehren. So sinkt z.B. bei einem Anstieg des MSCI USA-Index der Nettoinventarwert des Fonds und umgekehrt. Die im MSCI USA-Index geführten Aktien stammen aus dem wichtigsten Wertpapieruniversum des US-amerikanischen Marktes.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet. Swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio (sogenannter Basket) und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit einer Bank einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (der Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs in der Regel nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Amundi
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment USA Short
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN A0X9PC
ISIN FR0010791194
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,35%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Ausgangslage

Ganz im Gegensatz zum Jahr 2020 fiel der Start ins Jahr 2021 sehr dynamisch aus. Mit dem Regierungswechsel wurden die Impfungen massiv vorangetrieben und das neue Hilfsprogramm von Präsident Biden gab weiteren Schub. Im ersten Quartal stieg so die US-Konjunktur (Q/Q, annualisiert) um 6,4%. Angesichts der guten Konjunkturdaten, des Impffortschritts und des zusätzlichen Konjunkturpakets hatten wir unsere Jahresprognose für das US-BIP im Gesamtjahr 2021 auf +6,8% angehoben.

In Q2 trieben weiter Impffortschritte, rückläufige Neuinfektionen, sich fortsetzende Lockerungen sowie die Unterstützung von Finanzpolitik und Notenbank die Wirtschaft an, doch fiel das Plus von 6,5% unter den Erwartungen aus. Sukzessive bremsten die zunehmenden Lieferschwierigkeiten bei Vorprodukten wie Computer-Chips und führten so zu Produktionsengpässen. Diese Entwicklung setzte sich im dritten Quartal verstärkt weiter fort. Letztendlich lag das Wachstum in Q3 nur noch bei 2%. Aufgrund dieser negativen Tendenz wurden die Jahresprognosen erneut angepasst. Im Gesamtjahr 2021 dürfte das Wachstum bei 5,6% gelegen haben. Für die beiden Folgejahre erwarten wir Wachstumsraten von 3,8 und 2,5%.

Auch wenn selbst die US-Wirtschaft sich nicht vollends gegen den weltwirtschaftlichen Gegenwind stemmen werden kann, bleiben hier die Prognosen trotz der unsicheren Lage vorerst unverändert.

Wichtige realwirtschaftliche Tendenzen

Wesentliche Wachstumstreiber in Q1/2021 waren der Konsum und der Wohnungsbau. Während der Konsum zum einen davon profitierte, dass sich der Arbeitsmarkt weiter erholen konnte, haben auf der anderen Seite die verschiedenen Regierungsschecks dafür gesorgt, dass die Kauflaune wiederauflebte. Der Wohnungsbau wiederum wird durch das noch immer niedrige Zinsniveau angetrieben. Auch die in der Pandemie gestiegenen Bedürfnisse hinsichtlich des Wohnumfelds dürften ursächlich dafür sein, dass der Wohnungsbau überdurchschnittlich zum BIP-Wachstum beigetragen hat (+10,8%). Der wichtigste Anschub dürfte allerdings nach jahrelangen Enttäuschungen von den Ausrüstungsinvestitionen gekommen sein (+16,7%).

Konjunktur

Die US-Konjunktur ist erstaunlich schnell wieder auf ihr Vorkrisenniveau zurückgekehrt. Dazu haben insbesondere die ultra-expansive Geldpolitik der US-Notenbank und die diversen Hilfspakete des Finanzministeriums beigetragen. Nachdem die Regierungsschecks den Konsum wieder angeheizt haben, bleibt jetzt die spannende Frage, ob nun die immensen Ersparnisse der privaten Haushalte aus dem Jahr 2020 sukzessive aufgelöst werden und so dafür sorgen, dass der private Verbrauch hoch bleibt. Hierzu muss insbesondere auf die weitere Entwicklung des Konsumentenvertrauens geachtet werden.

Ein Problem dürfte auch der überraschend starke Anstieg der Inflation bleiben. Nachdem die Basiseffekte, die für einen besonderen Preisanstieg gesorgt haben, langsam auslaufen, bleibt die Frage, ob die zahlreichen Engpässe und Produktionsprobleme nicht zu Zweitrundeneffekten führen. Darüber hinaus besteht die Gefahr eines deutlichen Lohnkostenanstiegs, wenn sich die Verspannungen am Arbeitsmarkt weiter fortsetzen.

Auf der anderen Seite ist der sehr starke Arbeitsmarkt zu wesentlichen Teilen Basis für eine vergleichsweise stabile Konjunkturentwicklung. Die steigenden Löhne stützen die wesentliche Säule der US-Konjunktur: den privaten Konsum. Kann sich das Verbrauchervertrauen weiterhin halten, dürfte sich das Wirtschaftswachstum etwas von dem zu erwartenden globalen Trend abkoppeln.

Fazit

Der US-Aktienmarkt beweist aktuell erneut seine defensiven Qualitäten, wie bereits oft während globaler Krisen. Auch der US-Dollar wird wieder als sicherer Hafen gesucht. Da zudem die US-Wirtschaft wegen der Energieunabhängigkeit und des sehr starken Arbeitsmarkts vergleichsweise stabil bleiben dürfte, haben die vergleichsweise hohen Bewertungen an Relevanz verloren. Das Marktszenario hat sich durch die russische Invasion komplett gedreht.

Investition im Portfoliokontext

Wer eine Geldanlage plant, sollte diese nach den Gesichtspunkten Risiko, Ertrag und Liquidität beurteilen. Hier kann keine generelle Empfehlung erfolgen, da jeder Anleger eigene Vorstellungen und Voraussetzungen bezüglich dieser Werte hat. Aus diesem Grund kann trotz unserer aktuellen Empfehlung, z.B. aufgrund von Portfoliodiversifizierung, eine Anlage in den Amundi Short MSCI USA Daily UCITS ETF sinnvoll sein.

30. März 2022

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Amundi
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment USA Short
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN / ISIN A0X9PC / FR0010791194
Fondsauflage 22.09.2009
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan -
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 04.07.2022
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -5,28% / -47,26% / -61,65%
Volatilität (3 Jahre)3 24,29%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Laufende Kosten 0,35%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,35%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kosteninformation

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
  • Der Anleger hat durch den Fonds die Chance von fallenden Märkten zu profitieren.
  • Die vom Fonds gehaltenen Wertpapiere notieren in US-Dollar, sodass der Anlageerfolg von der Wechselkursentwicklung profitieren kann

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Die vom Fonds gehaltenen Wertpapiere notieren in US-Dollar, sodass der Anlageerfolg von der Wechselkursentwicklung belastet werden kann
  • Der ETF bildet die tägliche prozentuale und nicht die absolute Wertentwicklung der Basisstrategie annähernd spiegelbildlich ab. Steigt die Basisstrategie, fällt der Wert des ETFs entsprechend
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds