iShares Euro Government Bond 3-7yr UCITS ETF

Wirtschaft im Euroraum vom Krieg in der Urkaine belastet

Votum: Halten

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Investition in Kern- und Peripherieländer der EWU in das mittlere Laufzeitensegment
  • BIP-Wachstum im Euroraum deutlich abgeschwächt
  • Physische Index-Nachbildung

09.05.2022

Investmentansatz

Anlageziel des iShares Euro Government Bond 3-7yr UCITS ETF

Der iShares Euro Government Bond 3-7yr UCITS ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds (Exchange Traded Fund, ETF), der möglichst genau die Wertentwicklung des Barclays Euro Government Bond 3-7 Year Term Index abbildet.

Barclays Euro Government Bond 3-7 Year Term Index

Der Index bietet Zugang zu in Euro denominierten Staatsanleihen mit Investment Grade, die in einem der Heimatmärkte der Eurozone börsennotiert sind. Der Index enthält ausschließlich Rentenpapiere mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von 3 bis 7 Jahren, die einen ausstehenden Mindestbetrag von 2 Milliarden EUR haben

Physische Replikation des ETF

Physische Replikation baut auf der Grundidee des Indexnachbaus auf. Der iShares Euro Government Bond 3-7yr UCITS ETF investiert in alle oder eine representative Auswahl der Wertpapiere des zugrunde liegenden Index (Optimised Sampling).

Allerdings ist ein Index kein statisches Gebilde und verändert sich im Detail. So bleibt die Gewichtung einzelner Aktien entsprechend ihrer Marktkapitalisierung und Entwicklung nicht auf Dauer gleich. Zudem werden immer wieder einzelne Titel ausgetauscht. Die einen verlassen den Index, andere kommen neu hinzu. Um diese Dynamik nachzuvollziehen, gilt es beim iShares Euro Government Bond 3-7yr UCITS ETF nach einer bestimmten Zeit die Gewichtungen anzupassen und einzelne Titel auszutauschen.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft BlackRock
Fondstyp Rentenfonds
Anlagesegment Staatsanleihen Euro
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN A0X8SL
ISIN IE00B3VTML14
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,20%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Wirtschaft im Euroraum vom Krieg in der Urkaine belastet

Im 1. Quartal stieg das reale BIP im Euroraum wie erwartet um 0,2% Q/Q bzw. 5,0% J/J. Zu Jahresbeginn waren die Beschränkungen wegen Omikron noch sehr stark, wurden im Quartalsverlauf aber gelockert. Der Anstieg der Energiepreise hat jedoch den Privaten Konsum belastet und der Krieg in der Ukraine hat das Konsumentenvertrauen eingetrübt. Zudem haben die Lieferengpässe die Produktion gebremst. Im Frühjahr dürfte die Wirtschaft durch das Abebben der Omikron-Welle unterstützt bleiben. Die anderen Belastungsfaktoren bleiben jedoch. Im Jahresdurchschnitt 2022 erwarten wir ein geringeres Wirtschaftswachstum von 2,7%.

Kerninflationsrate steigt im April weiter

Im Euroraum verharrte die Inflationsrate im April bei 7,5% J/J. Die Kernrate (ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise) stieg von 2,9% auf 3,% J/J auf ein neues Rekordhoch. Allein dem moderaten Rückgang der Energiepreise (-3,7% gg. Vormonat) ist es zu verdanken, dass die alle Güter umfassende Inflationsrate nur leicht auf 7,5% zulegte. Ein schneller Rückgang der Inflation ist nicht in Sicht. Der Krieg in der Ukraine dürfte die Energiepreise weiter hoch halten. Wir rechnen mit einem Anstieg der Verbraucherpreise von 6,5% im Jahresdurchschnitt.

Renditeausblick

Die bevorstehenden Leitzinserhöhungen und das weiter inflationäre Umfeld dürften zu einer Fortsetzung des Renditeanstiegs führen. Es sind fast vier EZB-Zinserhöhungen eingepreist, werden aber von vielen Analysehäusern nicht in diesem Umfang erwartet. Auch die EZB ist unentschlossen und will datenabhängig handeln und der EZB-Rat ist weiter uneinig. Zeichnen sich erste EZB-Zinserhöhungen realistischer ab und zeigt die Rückführung der Wertpapierneukäufe Wirkung, ist ein weiterer Renditeanstieg zu erwarten. Zudem gibt es Gegenwind vom US-Bondmarkt (Fed-Zinserhöhungen, Bilanzverkürzung) und auch andere Notenbanken, wie die Bank of England, bringen die EZB unter Zugzwang.

Wir rechnen bis Jahresende mit Renditen von 1,25% bis 1,50% für 10-jährige Bundesanleihen. Die Renditekurve dürfte im Euroraum steiler werden. In der Euro-Peripherie kann der Anstieg noch höher ausfallen und zu Spreadausweitungen führen. Staatsanleihen im Euroraum bleiben weiterhin unattraktiv, solange Kursverluste drohen und sich die Renditen noch auf relativ niedrigem Niveau befinden. In den USA rechnen wir mit einem Renditeanstieg auf 3,50% für 10-jährige US-Treasuries. Die Zinskurve dürfte dort flach bleiben.

Fazit

Die Rentenmärkte erleben eine Neubewertung und stehen weiter unter Druck. Wie weit die Renditen ansteigen werden, hängt neben dem Umfang der EZB-Zinserhöhungen vom weiteren Verlauf des Krieges in der Ukraine und der Entwicklung der Rohstoff- und Verbraucherpreise ab. Inzwischen zeichnet sich ein Ölembargo gegen Russland ab. Attraktiver als Staatsanleihen sind weiterhin Bank- und Unternehmensanleihen. Aufgrund des erwarteten Renditeanstiegs präferieren wir den mittleren Laufzeitenbereich, um größere Kursverluste zu vermeiden. In dem Umfeld steigender Staatsanleiherenditen und steigender Spreads raten wir dazu, Euro-Peripherieanleihen zu verkaufen.

Der iShares Euro Government Bond 3-7yr UCITS ETF kommt unserer Empfehlung entgegen und umgeht dabei das Einzelwertproblem. Votum unverändert Halten.

Investition im Portfoliokontext

Wer eine Geldanlage plant, sollte diese nach den Gesichtspunkten Risiko, Ertrag und Liquidität beurteilen. Hier kann keine generelle Empfehlung erfolgen, da jeder Anleger eigene Vorstellungen und Voraussetzungen bezüglich dieser Werte hat. Aus diesem Grund kann trotz unserer aktuellen Empfehlung, z.B. aufgrund von Portfoliodiversifizierung, eine Anlage in diesem ETF sinnvoll sein.

09. Mai 2022

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft BlackRock
Fondstyp Rentenfonds
Anlagesegment Staatsanleihen Euro
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN / ISIN A0X8SL / IE00B3VTML14
Fondsauflage 02.06.2009
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse D
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 24.06.2022
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -9,09% / -7,97% / -5,92%
Volatilität (3 Jahre)3 3,21%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,20%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,20%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Anleihen bieten eine laufende Verzinsung, Kurschancen sowie eine konstante Wertentwicklung
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • Anleihen mit einer kurzen Duration reagieren weniger zinssensitiv bei Veränderungen des Marktzinsniveaus weshalb durch die Fokussierung Schwankungsrisiken minimiert werden können
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
  • Die Konzentration auf Anleihen guter Bonität begrenzt die Schwankungsrisiken

Risiken

  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds
  • Der Fokus auf Anleihen mit einer kurzen Duration begrenzt das Renditepotenzial
  • Die Konzentration auf Anleihen guter Bonität begrenzt das Renditepotenzial
  • Der Fonds legt direkt in die Bestandteile des Index an und seine Rendite hängt von der Wertentwicklung der im Index enthaltenen Anleihen ab
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann