iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF

Covid-19-Pandemie beeinflusst Lebensgewohnheiten sowie Konsumverhalten

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Vierteljährliche Ausschüttung der Erträge
  • Physische Index-Nachbildung
  • Direkter Zugang zu börsennotierten Immobiliengesellschaften und REITs

21.09.2020

Investmentansatz

Anlageziel des iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF

Der iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds (Exchange Traded Fund, ETF), der möglichst genau die Wertentwicklung des Index abbildet.

Der Fonds hält dabei kein physisches Immobilienvermögen, sondern er investiert indirekt in immobilienbezogene Vermögenswerte (d. h. die Anteile börsennotierter Immobiliengesellschaften und von REITs).

Der Index im Detail

Der Index bietet Engagements in notierten Immobiliengesellschaften und Real Estate Investment Trusts (REITS) aus entwickelten Ländern weltweit und umfasst Aktienwerte, die eine prognostizierte Rendite von mindestens 2% aufweisen. Grundlage für die Einbeziehung von Unternehmen in den Index ist der Anteil ihrer im Umlauf befindlichen Aktien, die ausländischen Anlegern zum Kauf zur Verfügung stehen.

Aktuell umfasst der Referenzindex unter anderem die folgenden entwickelten Länder: Australien, Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Hongkong, Irland, Israel, Italien, Japan, Kanada, Neuseeland, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden, die Schweiz, Singapur, Spanien, die USA und das Vereinigte Königreich.

Physische Replikation des ETF

Physische Replikation baut auf der Grundidee des Indexnachbaus auf. Dabei wird ein ETF so zusammengestellt, dass er tatsächlich die Anteile aller Wertpapiere enthält, die sich auch im zugrunde liegenden Index finden.

Allerdings ist ein Index kein statisches Gebilde und verändert sich im Detail. So bleibt die Gewichtung einzelner Aktien entsprechend ihrer Marktkapitalisierung und Entwicklung nicht auf Dauer gleich. Zudem werden immer wieder einzelne Titel ausgetauscht. Die einen verlassen den Index, andere kommen neu hinzu. Um diese Dynamik nachzuvollziehen, gilt es beim iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF nach einer bestimmten Zeit die Gewichtungen anzupassen und einzelne Titel auszutauschen.

Wertentwicklung 5 Jahre

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Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft iShares
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Immobilien
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN A0LEW8
ISIN IE00B1FZS350
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,59%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Geschäftsmodell profitiert vom Umfeld rekordniedriger Zinsen

Immobilienaktien profitieren bereits seit mehreren Jahren von dem vorherrschenden Niedrigzinsniveau und vom Immobilienboom in vielen europäischen Ländern. Das historisch niedrige Zinsniveau bedeutet für Immobiliengesellschaften nicht nur geringe Finanzierungskosten. Auf der anderen Seite sorgt der Mangel an vergleichbaren Investitionsalternativen für Anleger dafür, dass trotz der immer schwächeren Konjunkturentwicklung eine robuste Immobiliennachfrage herrscht. Darüber hinaus ist durch die niedrigen Zinsen das Bewertungsniveau der Wohnbestände und somit auch der Immobilienkonzerne deutlich angestiegen. Die Branche ist also absolut zinssensitiv.

Immobilienaktien in Zeiten von Corona

Mit den aufkommenden Handelskonflikten kehrten die Notenbanken zu ihrer Nullzinspolitik zurück und fluten seither unter dem zusätzlichen Druck der Belastungen durch die Pandemie die Kapitalmärkte mit Liquidität. Das Umfeld hat sich komplett gewandelt und der zuvor boomende Immobilienmarkt ist letztendlich nicht eingebrochen und konnte die zwischenzeitliche Schockstarre schnell überwinden. Inzwischen hat in Europa der Geschäftsbetrieb der Bewirtschafter von Wohn-, Büro-, Handels- und Logistikimmobilien zu großen Teilen wieder das Niveau der Zeit von Ausbruch der Pandemie erreicht. Dies gilt partiell auch für die Betreiber von Shopping-Centern, nicht aber für Hotelimmobilien.

Die Folgen des Wirtschaftsstillstands werden die Renditen für Jahre, wenn nicht sogar für Jahrzehnte, auf einem extrem niedrigen Level halten. Somit werden auch die Finanzierungskosten der Immobiliengesellschaften lange Zeit niedrig bleiben und sorgen für eine gute Basis des Geschäftsmodells. Positiv dürfte im aktuellen Umfeld auch die besondere Trägheit des Immobilienmarktes zu werten sein. Der aufwendige Prozess der Veräußerung einer Immobilie verhindert grundsätzlich Panikverkäufe. Spannend wird die Entwicklung der Transaktionsvolumina sowie der Miet- und Kaufpreise in den nächsten Monaten sein. Die aktuellen Aktienkurse im Vergleich zu den Substanzwerten zeigen ein sehr heterogenes Bild

Berichtssaison: Q2 besser als erwartet

In der Berichtssaison zum zweiten Quartal konnten die europäischen Konzerne in der Breite die Prognosen übertreffen. Insbesondere die Spezialisten für Wohnimmobilien wiesen größtenteils besser als erwartete operative Ergebnisse aus. Nur wenige Mieter hatten Hilfsanfragen gestellt. Schwieriger gestaltete sich der Geschäftsverlauf bei Immobiliengesellschaften mit einem größeren Portfolio von unterschiedlichen Immobilienarten. Während Büroimmobilien, Großhandel und insbesondere Logistik kaum Belastungen durch Corona aufwiesen, gab es größere Probleme bei Shopping-Centern und Hotels. Im Berichtszeitraum ist hier ein großer Teil der Mieteinnahmen ausgefallen bzw. musste gestundet werden.

Noch ist unklar, wieviel der Mieter Konkurs anmelden müssen, also langfristig ausfallen werden und sich so die Leerstandsquoten erhöhen. Nachdem Einkaufszentren längere Zeit geschlossen waren, sind sie allerdings jetzt in Europa zu nahezu 100 % wieder geöffnet und die Besucherfrequenz hat sich wieder alten Niveaus angenähert.

Fazit

Der Immobiliensektor profitiert über günstige Kreditbedingungen und vergleichsweise attraktive Mietrenditen von der immer länger andauernden Niedrigzinsphase. Auch gibt es bisher keinen signifikanten Einfluss der Pandemie auf das operative Geschäft der meisten Konzerne. Auf der anderen Seite belasten natürlich der Lockdown und der globale Konjunktureinbruch sowie die Probleme der Shopping Center und die diversen politischen Unwägbarkeiten. Wir votieren den iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF weiterhin mit Kauf.

21. September 2020

Strukturanalyse nach Land

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Strukturanalyse nach Währung

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Übersicht ausgewählter Strukturgrafiken

Strukturanalyse nach Land

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Strukturanalyse nach Währung

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Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft iShares
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Immobilien
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN A0LEW8 / IE00B1FZS350
Fondsauflage 20.10.2006
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 22.09.2020
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -21,83% / -3,77% / +9,38%
Volatilität (3 Jahre)3 21,21%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,59%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,59%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds