6 Tipps zum Schutz vor Kartenmissbrauch, Geld abheben - von Limits bis Gebühren
Wo und wie Sie Bargeld abheben können, worauf Sie im Ausland achten sollten und wie kostenloses Geld abheben sicher ist.
Geld abheben, Das Wichtigste in Kürze
- Bargeld abheben bedeutet Auszahlung von Kontoguthaben per Karte und PIN
- Kostenlos Geld abheben meist nur am Automaten der eigenen Bank oder für Commerzbank-Kunden in der Cash Group
- Gebühren können bei Fremdautomaten, im Ausland oder bei Fremdwährungen entstehen
- Sicherheit: PIN schützen, Automat prüfen, Sperrnummer 116 116 kennen
Was bedeutet Geld abheben?
Geld abheben bedeutet, Bargeld vom Konto abzuheben – meist am Geldautomaten per Karte und PIN. Dabei gelten Limits und je nach Standort Gebühren. Aber auch im Einzelhandel ist es möglich, Geld abzuheben.
Wo kann ich kostenlos Geld abheben?
Kostenloses Abheben ist meist bei Geldautomaten der eigenen Bank möglich. Die Commerzbank, Deutsche Bank, Postbank und Hypovereinsbank gehören zudem der Cash Group an – einem Automatenverbund, der Ihnen Zugriff auf über 4.500 Geldautomaten bietet. Als Kunde unserer Bank können Sie dort jederzeit Bargeld abheben.
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Laut der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist es wichtig, auf mögliche Entgelte des Automatenbetreibers zu achten – auch wenn die eigene Bank keine Gebühr verlangt, kann der Anbieter selbst ein zusätzliches Entgelt erheben. Bei Automaten im Ausland gelten oft abweichende Gebührenmodelle, über die vor der Bestätigung am Automaten in der Europäischen Union informiert werden muss. Außerhalb der Europäischen Union unterliegt die Informationspflicht den jeweiligen örtlichen Rechtsnormen. Weiterhin können bei Kreditkartenverfügungen in Fremdwährung zusätzliche Gebühren für den Einsatz im Ausland anfallen.
Kostenlos Geld abheben? Das geht mit den Commerzbank-Konten Ruck zuck – erfahren Sie hier mehr.
Wie viel Bargeld kann man abheben – und wie oft?
Wer wie viel Geld am Automaten abheben kann, hängt vom individuellen Kartenlimit beziehungsweise Verfügungsrahmen ab. Bei Bedarf sollte eine Anpassung direkt bei der Bank online beantragt werden. Bei der Commerzbank geht das für das Girokonto hier und für das Kreditkartenlimit hier.
Was beachten?, Mit Kreditkarte Geld abheben
Mit Kreditkarten lässt sich auch Bargeld abheben – weltweit. Dabei können jedoch Gebühren anfallen – abhängig von den jeweiligen Instituts- und Kartengesellschaft-Regelungen. Zusätzlich kann der Betreiber des Geldautomaten ein eigenes Entgelt verlangen, insbesondere im Ausland. Ein genauer Blick in das Preis- und Leistungsverzeichnis lohnt sich – auch im Hinblick auf mögliche Fremdwährungsgebühren.
Alle Gebühren bei der Commerzbank auf einen Blick erhalten Sie hier.
Hätten Sie es gewusst? Mit der Premium-Kreditkarte der Commerzbank sind Bargeldauszahlungen an über 2 Mio. Geldautomaten rund um den Globus bis zu 25 Mal pro Jahr und Karte im Ausland und bis zu 12 Mal pro Jahr und Karte im Inland kostenlos.
Wann wird es teuer?, Gebühren beim Geld abheben
Kosten entstehen in folgenden Fällen:
- Nutzung eines fremden Geldautomaten im Inland
- Abhebung im EU-Ausland mit Girokarte oder Kreditkarte meist kostenpflichtig (oft 1 bis 1,75 Prozent). Eine Ausnahme bildet die Commerzbank Premium Kreditkarte: Sie ermöglicht bis zu 25 kostenlose Abhebungen.
- Abhebung in Fremdwährung (zuzüglich 1,5 bis 2,5 Prozent Umrechnungsgebühr)
Die BaFin weist darauf hin, dass Banken verpflichtet sind, alle Gebühren für das Geld abheben klar und vollständig auszuweisen – sowohl im Preisverzeichnis als auch am Automaten. Auch im Ausland muss der Betrag in lokaler Währung angegeben sein; Währungsumrechnungen mit dynamischem Wechselkurs können sonst zu deutlich höheren Kosten führen.
Was ist wichtig? , Geld abheben im Ausland
Im europäischen Ausland kann mit der Girokarte meist problemlos Bargeld abgehoben werden – jedoch oft gegen Gebühr. Außerhalb Europas ist die Akzeptanz eingeschränkter. Kreditkarten bieten meist breitere Einsatzmöglichkeiten, sind aber oft ebenfalls gebührenpflichtig. Zudem erheben viele Automatenbetreiber eine sogenannte Direktgebühr (zwischen 2 und 5 Euro).
Geht das einfach so?, Hohe Geldbeträge abheben
Wer größere Summen (zum Beispiel 5.000 Euro) benötigt, sollte:
- die Obergrenze vorab bei der Bank anpassen lassen. Mehr dazu erfahren Sie hier.
- die Bank über die geplante Bargeldauszahlung informieren. Bei der Commerzbank können Sie zum Beispiel online eine Auszahlungsvormerkung vornehmen, um unabhängig vom Tages- oder Wochenlimit Ihrer Girocard bis zu 20.000 Euro pro Tag und Karte an Commerzbank Geldautomaten abheben zu können. Mehr erfahren Sie hier.
- bei Automaten mehrere Teilabhebungen einplanen, da die Kapazität der Geldausgabemöglichkeit auf eine bestimmte Geldscheinmenge technisch limitiert ist. Aus Sicherheitsgründen ist es empfehlenswert, hohe Beträge nie allein abzuheben.
Schritt-für-Schritt erklärt, Geld abheben am Automaten
So gehen Sie sicher vor:
- Karte einführen
- PIN verdeckt eingeben
- Betrag / Stückelung wählen
- Gebührenhinweis beachten
- Auszahlung bestätigen
- Karte und Bargeld entnehmen.
Achten Sie dabei auf Ihre Umgebung und mögliche Manipulationen am Automaten, etwa durch Skimming.
Was ist Skimming?
Skimming ist eine Form des Kartenbetrugs, bei der Kriminelle an Geldautomaten oder Terminals heimlich – meist per Zusatzleser – Magnetstreifendaten auslesen und gleichzeitig PIN-Eingaben etwa via Mini-Kamera oder Tastatur-Attrappe aufzeichnen. Mit diesen Daten fertigen sie Duplikate an und heben Geld ab.
Mit diesen 6 Tipps schützen Sie sich, Geld abheben und Kartengebrauch im Internet
Geben Sie Ihre Bankkarte nicht aus der Hand und behalten Sie sie im Auge.
Schreiben Sie Ihre PIN nirgendwo auf oder speichern Sie sie im Handy und geben Sie sie an niemanden weiter.
Achten Sie auf Ihre Kartendaten beim online bezahlen. So können Sie auch unter anderem Phishing vorbeugen. Prüfen Sie Anbieter lieber zweimal und achten Sie auf das Impressum bei Online-Shops – fehlt es oder ist es unvollständig, ist das ein Warnsignal für möglichen Betrug.
Lassen Sie sich am Geldautomaten nicht in Gespräche verwickeln oder von anderen „helfen“. Betrüger können so versuchen, an Ihre Daten oder Ihr Geld zu kommen.
Stimmt alles mit dem Geldautomaten oder erscheint Ihnen irgendetwas komisch? Achten Sie beim Geld abheben auf zum Beispiel zusätzlich montierte Komponenten, informieren Sie umgehend die Bank und lassen Ihre Karte sperren, wenn Sie einen manipulierten Automaten bereits benutzt haben.
Überprüfen Sie regelmäßig die Bezahlvorgänge auf Ihrem Konto – achten Sie auf Unregelmäßigkeiten oder nicht nachvollziehbare Abbuchungen.
Was tun bei Problemen beim Geld abheben?
- Karte eingezogen? Kontaktieren Sie Ihre Bank oder den Automatenbetreiber.
- Limit erreicht? Prüfen Sie das verfügbare Guthaben oder beantragen Sie eine Anhebung.
- Kein Bargeld ausgezahlt, aber Konto belastet? Dokumentieren Sie den Vorfall und stellen Sie eine Rückbuchungsanfrage.
- Verdacht auf Betrug? Lassen Sie die Karte umgehend sperren.
Alle wichtigen Rufnummern im Notfall bei der Commerzbank auf einen Blick
- Girocard Sperrhotline: 0180 5 021 021
(Gebühren: 14 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz, maximal 42 Cent/Minute aus dem Mobilfunknetz). - Commerzbank Kreditkarten sperren: +49 69 5050 2040
Mehr Informationen zur Kreditkarten-Sperrung lesen Sie auch hier. - Online-Banking Sperrhotline: +49 69 50 50 27 86
Diese Nummer ist rund um die Uhr, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, weltweit erreichbar. - Bankenübergreifend gibt es auch den Sperr-Notruf: (+49) 116 116
FAQ, Häufige Fragen zu Geld abheben
Ja, viele Banken bieten Mobile-Cash oder Cardless-Cash-Funktionen an. Damit können Sie per Banking-App am Automaten Geld abheben – ganz ohne Karte. Die Commerzbank bietet diese Funktion jedoch nicht an.
Ja, mit Ihrer Commerzbank Girocard können Sie kostenfrei Bargeld in teilnehmenden Filialen von Rewe, Penny, Toom, Aldi Süd, Lidl, Edeka, DM, Netto, Norma, Familia und Galeria Kaufhof abheben. Der Mindesteinkaufswert für eine Bargeldauszahlung liegt – je nach Markt – zwischen 1 Cent und 20 Euro.
Eine teilnehmende Filiale in Ihrer Nähe finden Sie ganz einfach über unsere Filialsuche:
Nein, Apotheken gehören in der Regel nicht zu den kooperierenden Bargeldauszahlungsstellen. Geld abheben ohne Automaten ist aktuell bei Einkaufsmöglichkeiten wie Supermärkten, Drogerien oder auch Baumärkten oft ab einem gewissen Betrag möglich.
Wenn der Automat kein Geld ausgezahlt hat, aber Ihr Konto dennoch belastet wurde, wird auf eine Kundenreklamation in der Regel innerhalb von 3 bis 10 Bankarbeitstagen reagiert. Unser Tipp: Notieren Sie Datum, Uhrzeit, Standort und Automatennummer – und informieren Sie sofort den Automatenbetreiber – es kann sich auch um eine Betrugsmasche wie Cash Trapping handeln. Beim Cash Trapping wird mit manipulativen Vorrichtungen die Geldausgabe am Geldautomaten blockiert.
Mehr Informationen zu Bankautomatenstörungen finden Commerzbank-Kunden auch hier.
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