• Kosten beim Reifenwechsel

    Kosten beim Reifenwechsel

    Übersicht und wertvolle Spartipps

Alles rund um den Reifenwechsel: Ablauf, Kosten und Vorschriften

Für viele ist der Wechsel der Autoreifen schon lange eine lästige, aber regelmäßige Pflichtübung. Doch ist ein Tausch vom Gesetzgeber überhaupt vorgeschrieben? Welche Bereifung macht eigentlich Sinn? Und was für Kosten stellt die Werkstatt beim Reifenwechsel in Rechnung? Wir klären diese Fragen und stellen Ihnen Möglichkeiten vor, Ihren Geldbeutel zu schonen.


Definition Reifenwechsel – oder heißt es Radwechsel?

Der Begriff Reifenwechsel wird umgangssprachlich für zwei leicht unterschiedliche Vorgänge verwendet. Die eigentliche Bedeutung setzt einen Satz Winterreifen und einen Satz Sommerreifen voraus, aber nur einen Satz Felgen. Zu jeder Saison nimmt die Werkstatt in diesem Fall die Räder vom Fahrzeug ab und zieht die Gummireifen von der Felge. Danach wird die neue Bereifung auf die vorhandenen Felgen gezogen und die Räder finden ihren Weg zurück an die Achsen.

Außerdem sprechen Sie vom Reifenwechsel, wenn Ihre vorhergehende Bereifung abgefahren ist. Kaufen Sie neue Reifen, ist der gleiche Vorgang notwendig, wie wenn Sie die vorhandene Bereifung saisonal tauschen.

Beim Radwechsel haben Sie für jeden Reifensatz auch einen Satz der Felge gekauft. Genaugenommen werden beim Wechsel also vollständige Räder vom Auto geholt und durch andere Räder ersetzt. Felge und Reifen werden bei diesem Vorgang nicht getrennt. Besitzt ein Auto separate Sommer- und Winterräder, nennt das der Fachmann „achtfach bereift“.

Welchen Vorteil hat der Radwechsel?

Vielleicht stellen Sie sich die Frage, aus welchem Grund Sie einen zweiten Satz Felgen anschaffen sollten, wenn Ihre Werkstatt auch einen Reifenwechsel vornimmt. Folgende Überlegungen helfen bei einer Entscheidung:

  • Den Kosten für einen Extrasatz der Felge steht die deutliche Ersparnis bei jedem Radwechsel entgegen.
  • Räder sind leichter zu lagern als Reifen ohne Felge.
  • Beim Verkauf ist ein Fahrzeug mit 8 Kompletträdern mehr Wert.
  • Durch das häufige Abziehen der Reifen von der Felge nutzen sich beide schneller ab.
Vorteil eines Reifenwechsels

Ist der Reifenwechsel obligatorisch?

Es gibt 2 gute Gründe, die Bereifung an Ihrem Auto zu tauschen:

1. Die Jahreszeiten

Für glatte Straßen und glitschigen Schneematsch brauchen Sie eine andere Gummierung als für den glühend heißen Asphalt im Hochsommer.

2. Der Verschleiß

Das Profil Ihrer Bereifung nutzt sich mit der Zeit ab. Scharfes Bremsen, Löcher in den Straßen und Berührungen des Randsteins belasten die Lauffläche und es entstehen Schäden an der Seitenwand.

Leistungen bei Werkstätten

Seit Januar 2018 gilt:

Bei Reif, Eis und Schnee sind Winterräder per Gesetz Pflicht. Die Faustregel, von Oktober bis Ostern mit Winterrädern zu fahren, reicht deshalb nicht aus, falls es im Mai nochmals schneit. Dabei ist das M+S Symbol für Winterreifen vor 2018 noch bis zum 30.9.2024 erlaubt. Neue Winterräder müssen über das Alpine-Kennzeichen (Berg mit Schneeflocke) verfügen. Halten Sie sich nicht an diese Vorschrift, müssen Sie mit 60 – 80 € und einem Punkt in Flensburg rechnen. Bei einem Unfall kann auch der Versicherungsschutz ausfallen.

Womit straft Sie die Justiz bei abgefahrenen Reifen? Erreicht die Profiltiefe an der dünnsten Stelle keine 1,6 mm mehr, sind 50 – 75 € und ein Punkt zu erwarten. Dabei ist wichtig: Sowohl der Fahrer des Autos als auch der Fahrzeughalter werden für das nicht verkehrssichere Fahrzeug geahndet. Außerdem ist der Versicherungsschutz in diesem Fall nicht mehr gewährleistet.


Sommerreifen versus Winterreifen – was macht den Unterschied?

Damit das Material mit den Umständen der jeweiligen Jahreszeiten perfekt zurechtkommt, unterscheiden sich die Reifenarten in der Gummimischung, Materialhärte und dem Aufbau des Profils. Winterreifen sind weicher und verfügen über ein grobes Profil. Dadurch haften sie besser am Asphalt, auch wenn die Temperaturen niedrig sind. Außerdem rutschen sie nicht so schnell auf glatten und matschigen Straßen.

Sommerreifen benötigen eine harte Gummimischung, damit sie sich auf heißem Asphalt nicht so schnell abnutzen. Winterreifen haben in der warmen Saison keine lange Lebensdauer, denn die Mindestprofiltiefe ist rasch erreicht. Das Profil der Sommerreifen unterstützt Ihr Auto bei Aquaplaning, das durch Starkregen entsteht.

Sommerreifen versus Winterreifen

Sind Ganzjahresreifen eine wirkliche Alternative?

Sie werden auch Allwetterreifen genannt und sprechen Fahrzeughalter an, die sich den saisonalen Reifenwechsel sparen möchten. Dabei vereint das Profil die Eigenschaften für Aquaplaning und Haftung bei Glätte in sich. Natürlich kann der Ganzjahresreifen nur ein Kompromiss zwischen der notwendigen Weichheit der Gummimischung bei Kälte und der Abnutzung im Sommer sein. Dadurch erreicht der Allwetterreifen auch nicht den Sicherheitsgrad des Winterreifens bei Glätte. Fahren Sie in einer milden Region und möchten Sie Kosten in der Anschaffung und bei der Reifenmontage sparen, dann kann der Ganzjahresreifen für Sie eine echte Option sein.


Der Ablauf eines Reifenwechsels

Die Reifenmontage in der Werkstatt beginnt mit dem Abnehmen der Räder. Mithilfe einer Spezialmaschine zieht der Automechaniker nun die Reifen von der Felge ab und eine neue Bereifung auf. Im Anschluss muss er die Räder wuchten, damit sie ein gleichmäßiges Laufverhalten aufweisen. Nun befestigt er die Kompletträder wieder am Fahrzeug und zieht die Radmuttern über Kreuz mit einem Drehmomentschlüssel an. Zuletzt überprüft er den Luftdruck.

Einige weitere Schritte sind mit Zusatzkosten verbunden:

  • Reinigen der Felgen
  • Achsvermessung
  • Spur einstellen
  • Lagerung der Reifen
  • Überprüfung der Profiltiefe der Altreifen
  • neue Einstellung des RDKS (Reifendruckkontrollsystem)

Der Radwechsel in wenigen Schritten

Besitzen Sie Kompletträder, sieht die Arbeit unseres Fachmanns gleich wesentlich einfacher aus. Zuerst löst er wieder die Schrauben und entfernt die Räder. Danach kann er jedoch sofort die zweite Garnitur auf die Radaufhängung montieren. Dazu nutzt er wieder den Drehmomentschlüssel und denkt daran, die Schrauben über Kreuz anzuziehen. Nachdem er den Luftdruck kontrolliert hat, ist seine Arbeit bereits getan.

Es sei denn, Sie haben zusätzliche Wünsche geäußert:

  • Reinigung der Felgen
  • Einlagerung der Kompletträder
  • Achsvermessung
  • Spur einstellen
  • Profiltiefe an den Kompletträdern messen
  • RDKS einstellen

DIY: Sollten Sie die Räder selbst wechseln?

Wie so oft im Leben spart Eigenleistung Kosten. Den Radwechsel können Sie mit ein wenig Geschick selbst vornehmen. Er ist nicht aufwendig und schnell gemacht. Informationen zum benötigten Luftdruck finden Sie in Ihrer Betriebsanleitung. Vergessen Sie nicht, immer die Profiltiefe der abgenommenen Bereifung zu überprüfen.

Tippbox: Richtiges Werkzeug nutzen

Tipp: Um die Sicherheit zu erhöhen, ist das richtige Werkzeug notwendig. Mit einem Drehmomentschlüssel befestigen Sie die Schrauben genauso fest, wie vom Hersteller gefordert. Auf einem korrekt genutzten Wagenheber sitzt Ihr Fahrzeug sicher auf, während Sie an den Radaufhängungen schrauben

Ihre Reifen können Sie ohne teures Spezialgerät nicht selbst wechseln, sonst könnte das Material Schaden nehmen. Außerdem müssen Sie die Felge nach dem Aufziehen der Bereifung noch wuchten.


Kostenfaktoren beim Reifenwechsel

Nachfolgend, die Kosten, die beim Reifenwechsel entstehen können:

Neue Reifen und / oder Felgen kaufen

Ist die Profiltiefe für eine weitere Saison auf der Straße zu klein, kommen Sie nicht um den Kauf von zumindest zwei neuen Reifen herum. Zum Glück sind neben exklusiven Markenprodukten auch preiswerte Reifen zu haben. Steigen Sie von Reifenwechsel auf Kompletträder um, benötigen Sie 4 Felgen oder gleich 4 Kompletträder.

Tippbox: Richtige Wahl bei Felgen

Tipp: Stahlfelgen sind deutlich günstiger zu haben als Alufelgen und sind vor allem im Winter denkbar unempfindlich, Kompletträder haben Reifenhändler oft im Angebot. Stellt sich noch die Frage: wohin mit den Altreifen? Geben Sie sie beim Reifenhändler ab, lassen Sie sie von der Werkstatt entsorgen oder bringen Sie die Reifen zum Wertstoffhof Ihrer Gemeinde.

Auswuchten beim Radwechsel – ist das sinnvoll?

Flattert bei hohen Geschwindigkeiten das Lenkrad? Fühlt sich die Steuerung unruhig an? Beim Reifenwechsel ist auswuchten obligatorisch. Beim Radwechsel lohnt es sich, wenn Sie in der letzten Saison Veränderungen bei den Fahreigenschaften bemerkt haben. Ein aufgezogenes Rad ist nicht kreisrund. Es hat Unwuchten, die ausgeglichen werden müssen. Dabei wird das Rad auf die Unregelmäßigkeiten geprüft und zum Ausgleich werden Gewichte auf die Felgen aufgebracht. Im Laufe der Zeit können die Gewichte verrutschen. Sie spüren dann während der Fahrt die Laufunruhe der Räder.

Reifen und Räder richtig lagern

Räder müssen mit einem erhöhten Luftdruck (0,5 bar) liegend gelagert werden, Reifen sollten stehen. Außerdem müssen Sie Reifen alle zwei Wochen umlagern, damit sich keine Stehflächen bilden. Diese können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Die Raumbedingungen in beiden Fällen sind optimal, wenn:

  • der Raum trocken und kühl ist.
  • kein Sonnenlicht auf das Gummi fallen kann.
  • keine chemischen Mittel oder Fette an die Bereifung kommen.

Reinigung der Felge

Um das Material der Felge vor Korrosion oder Kratzern zu schützen, ist es empfehlenswert, sie von Zeit zu Zeit zu reinigen. Werden sie mehrere Monate gelagert, sollten sie sauber in ihr Quartier kommen. Dann bleiben sie lange schön.

Zusatzkosten bei RDKS

RDKS steht für Reifendruckkontrollsystem. Aktuell werden alle Fahrzeuge damit ausgestattet und ein funktionierendes System gehört gemäß EU-Verordnung an Bord aller Autos mit Herstellung ab 01.11.2014. 2 unterschiedliche Systeme werden verbaut: das indirekte und das direkte RDKS. Beim indirekten System muss beim Räderwechsel lediglich der Bordcomputer auf die anderen Räder umgestellt werden. Das direkte System hat Sensoren am Reifen. Beim Reifenwechsel werden daher die Sensoren entweder mitübernommen und ein neues Service-Kit verwendet oder Sie erwerben einen zweiten Satz Sensoren. Dann müssen bei der Reifenmontage nur die Sensoren mit der Bordelektronik verbunden werden. Außerdem überprüft der Fachmann bei jeder Montage Batterien und Funktion der Sensorik.

Achsvermessung und Spureinstellung

Zieht Ihr Auto auf gerader Strecke zu einer Seite? Sind die Reifen schräg abgefahren? Denken Sie in diesem Fall über eine Achsvermessung nach. Die Werkstatt stellt dabei fest, ob die Spur neu eingestellt werden muss. Es kommen Kosten in Höhe von 50 bis 150 € auf Sie zu, je nach Aufwand.


Planen Sie mit diesen Kosten beim Reifenwechsel

Um einen fairen Vergleich der Kosten anstellen zu können und um Extras aufzuzeigen, gehen wir von einem Beispiel aus: Die Blätter fallen von den Bäumen, ein eisiger Wind weht und Sie sehen ein, dass der Winter im Anmarsch ist. Voller Vorfreude auf den ersten Schnee denken Sie auch an Ihren fahrbaren Untersatz. Schließlich soll ein Schlitten rutschen und nicht das Auto.

Sie sind Kunde eines Autohauses und vereinbaren einen Termin für die Reifenmontage Ihrer Winterreifen. Sie haben es gerne bequem und lassen daher die Werkstatt alle anfallenden Arbeiten erledigen. Die Reifen lagern Sie ein und damit Ihr Auto im Winter alle Sicherheitsstandards erfüllt, buchen Sie den Komplettservice. Was wird der Wechsel zu den Winterreifen kosten?

Kosten beim Reifenwechsel
Kosten beim Reifenwechsel

Fallen beim Radwechsel weniger Kosten an?

Es ist schon wieder Winter. Sie haben sich schon im Sommer entschieden, 4 neue Felgen zu kaufen. Ihre Reifen haben durch das Auf- und Abziehen Schaden genommen und Sie rechnen mit einer längeren Lebensdauer bei Kompletträdern. Trotzdem beauftragen Sie Ihre Werkstatt mit dem Komplettpaket. Was müssen Sie nun für den Radwechsel ausgeben?

Obwohl Sie sich über die niedrigeren Kosten für den Radwechsel freuen, ist Ihnen klar, dass Sie für die RDKS-Sensoren und den zweiten Satz Felgen Extraausgaben hatten. Durch eine längere Lebensdauer der Reifen und der Ersparnis beim Wechsel amortisieren sie sich jedoch in wenigen Saisons.

Radwechsel weniger Kosten
Radwechsel weniger Kosten

Mit diesen 6 Tricks sparen Sie beim Reifenwechsel

Trotz der häufig vorgegebenen Inspektionskosten gibt es zahlreiche Tipps und Hinweise, wie Sie Ihre Kosten reduzieren können. Die folgenden 5 Ansätze lohnen sich daher für jeden, der sich vor überzogenen Gebühren und Kosten bei der Inspektion mit seinem Auto schützen möchte.

Tipp 1: Selbst die Reifen wechseln

Selbst die Reifen wechseln

Wer den Räderwechsel zuhause in der Garage durchführt, kommt am günstigsten von Saison zu Saison.

Tipp 2: Vorrausschauen und Geld sparen

Vorrausschauen und Geld sparen

Holen Sie sich Preise ein und vergleichen Sie Kosten.

Tipp 3: Bei den Zusatzkosten sparen

Bei den Zusatzkosten sparen

Lagern Sie die Reifen im Keller, reinigen Sie die Felgen selbst und verzichten Sie auf das Wuchten, wenn Ihr Auto ruhig und unauffällig fährt.

Tipp 4: Ganzjahresreifen als Alternative

Ganzjahresreifen als Alternative

Überlegen sie sich gut, ob sich Winterreifen für Sie rentieren oder ob Ganzjahresreifen die kostengünstigere Variante sind.

Tipp 5: Die Zahlung nach hinten verschieben

Die Zahlung nach hinten verschieben

Überbrücken Sie die Kosten mit dem Limit Ihrer Kreditkarte oder dem Betrag auf Ihrem Girokonto. Sparen Sie bei den Zusatzkosten: So verschieben Sie mit etwas Glück die Zahlung um einen Monat.

Tipp 5: Investieren und Zusatzausgaben durch einen Kleinkredit decken

Investieren und Zusatzausgaben durch einen Kleinkredit decken

Rechnen Sie durch, was Sie beim Radwechsel sparen, wenn Sie in einen zusätzlichen Satz günstiger Stahlfelgen und eventuell RDKS-Sensoren investieren. Lohnt es sich bei Ihrem Fahrzeug diesen Einmalbetrag zu setzen? Ein Kleinkredit überbrückt die Zusatzausgabe.


So viel kostet ein Reifenwechsel

Winterreifen sind Pflicht und das nicht nur, weil es das Gesetz vorschreibt. Für die eigene Sicherheit ist jeder Fahrzeughalter im Winter auf geeignete Bereifung angewiesen und muss regelmäßig die Profiltiefe der Reifen überprüfen. Wer gerne Kosten spart, kann auf Ganzjahresreifen zurückgreifen oder selbst zupacken und den Radwechsel erledigen. Möchten Sie die Anschaffungskosten bei den Felgen reduzieren, kommen Sie um den Werkstattbesuch nicht herum. Reifen auf die Felge ziehen und das moderne RDKS-System erfordern Spezialwerkzeuge, die Otto Normalverbraucher nicht zur Verfügung stehen

So viel kostet ein Reifenwechsel

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