Lyxor Bund Future Daily (-1x) Inverse UCITS ETF

Geringes Wachstum im Jahresauftaktquartal

Votum: Halten

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Von steigenden Zinsen profitieren
  • Synthetische Index-Nachbildung
  • Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs

09.05.2022

Investmentansatz

Anlageziel des Lyxor Bund Future Daily (-1x) Inverse UCITS ETF

Der Lyxor Bund Future Daily (-1x) Inverse UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des Solactive Bund Daily (-1x) Inverse Index anknüpft.

Die Strategie ist auf Tagesbasis an die Wertentwicklung des Euro-Bund-Future, als wichtigsten Indikator für die Zinsentwicklung in Deutschland, über eine Anlage in eine sog. Short-Position gekoppelt.

Beim Euro-Bund-Future handelt es sich um einen Terminkontrakt auf eine fiktive 10-jährige Anleihe der Bundesrepublik Deutschland. Insgesamt gilt, dass die Strategie fallen wird, wenn die Zinsen im Bereich der 10-jährigen Anleihen fallen bzw. die Strategie wird steigen, wenn die Zinsen im 10-jährigen Bereich steigen.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet. Das bedeudet, swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio (sogenannter Basket) und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit einem Swap-Partner einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Hieraus ergeben sich sowohl für den Swap-Partner als auch für den Fonds Zahlungsverpflichtungen. Entwickeln sich beispielsweise die im Index enthaltenen Wertpapiere besser als die vom Fonds erworbenen, ist der Swap-Partner verpflichtet, den Unterschied in der Wertentwicklung an den Fonds zu zahlen.

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (der Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs in der Regel nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Frankfurt
Fondstyp Rentenfonds
Anlagesegment Deutschland Short
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN ETF562
ISIN LU0530119774
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,20%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Geringes Wachstum im Jahresauftaktquartal

Die reale BIP nahm um 0,2% Q/Q (+3,7% J/J) im 1. Quartal 2022 zu, was vor allem auf die Lockerungen der Corona-Beschränkungen und einen moderaten Anstieg der Industrieproduktion zurückgeht. Aber der Krieg in der Ukraine verunsichert Unternehmen und Konsumenten massiv, treibt die Energiepreise nach oben und spricht zusammen mit der Null-Corona-Politik Chinas lediglich für eine Stagnation der deutschen Wirtschaft im 2. Quartal. Käme es sogar zu einem Stopp russischer Gaslieferungen, würde die dadurch ausgelöste Energiekrise wohl eine tiefe Rezession verursachen. Für das gesamte Jahr rechnen wir mit einem BIP-Anstieg von 3,0%

Inflationsrate steigt im April weiter an

Die jährliche Inflationsrate stieg in Deutschland im April leicht von 7,3% auf 7,4%. Zwar sind die Energiepreise im März gefallen, womit sich der Anstieg gegenüber Vorjahr abschwächte, aber die Nahrungsmittelpreise verteuerten sich deutlich. Offensichtlich geben die Unternehmen ihre deutlich gestiegenen Kosten für Energie und Vorprodukte an ihre Kunden zunehmend weiter. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine verstärkte diese Faktoren noch einmal. An dieser Situation dürfte sich so schnell nichts ändern. Der Krieg in der Ukraine verteuert Energie und Nahrungsmittel. Wir gehen davon aus, dass sich der jahresdurchschnittliche Preisanstieg in Deutschland in diesem Jahr auf 6,5% erhöhen wird.

Renditeausblick

Die bevorstehenden Leitzinserhöhungen und das weiter inflationäre Umfeld dürften zu einer Fortsetzung des Renditeanstiegs führen. Es sind fast vier EZB-Zinserhöhungen eingepreist, werden aber von vielen Analysehäusern nicht in diesem Umfang erwartet. Auch die EZB ist unentschlossen und will datenabhängig handeln und der EZB-Rat ist weiter uneinig. Zeichnen sich erste EZB-Zinserhöhungen realistischer ab und zeigt die Rückführung der Wertpapierneukäufe Wirkung, ist ein weiterer Renditeanstieg zu erwarten. Zudem gibt es Gegenwind vom US-Bondmarkt (Fed-Zinserhöhungen, Bilanzverkürzung) und auch andere Notenbanken, wie die Bank of England, bringen die EZB unter Zugzwang.

Wir rechnen bis Jahresende mit Renditen von 1,25% bis 1,50% für 10-jährige Bundesanleihen. Die Renditekurve dürfte im Euroraum steiler werden. In der Euro-Peripherie kann der Anstieg noch höher ausfallen und zu Spreadausweitungen führen. Staatsanleihen im Euroraum bleiben weiterhin unattraktiv, solange Kursverluste drohen und sich die Renditen noch auf relativ niedrigem Niveau befinden. In den USA rechnen wir mit einem Renditeanstieg auf 3,50% für 10-jährige US-Treasuries. Die Zinskurve dürfte dort flach bleiben.

Fazit

Die Rentenmärkte erleben eine Neubewertung und stehen weiter unter Druck. Wie weit die Renditen ansteigen werden, hängt neben dem Umfang der EZB-Zinserhöhungen vom weiteren Verlauf des Krieges in der Ukraine und der Entwicklung der Rohstoff- und Verbraucherpreise ab. Inzwischen zeichnet sich ein Ölembargo gegen Russland ab. Das inflationäre Umfeld dürfte noch anhalten. Wir rechnen mit zwei Zinserhöhungen der EZB in diesem Jahr. Attraktiver als Staatsanleihen sind weiterhin Bank- und Unternehmensanleihen. Aufgrund des erwarteten Renditeanstiegs präferieren wir den mittleren Laufzeitenbereich, um größere Kursverluste zu vermeiden.

Wir votieren den Lyxor Bund Future Daily (-1x) Inverse UCITS ETF auf Grund seiner Short-Struktur weiterhin mit Halten.

Investition im Portfoliokontext

Wer eine Geldanlage plant, sollte diese nach den Gesichtspunkten Risiko, Ertrag und Liquidität beurteilen. Hier kann keine generelle Empfehlung erfolgen, da jeder Anleger eigene Vorstellungen und Voraussetzungen bezüglich dieser Werte hat. Aus diesem Grund kann trotz unserer aktuellen Empfehlung, z.B. aufgrund von Portfoliodiversifizierung, eine Anlage in diesem ETF sinnvoll sein.

09. Mai 2022

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Frankfurt
Fondstyp Rentenfonds
Anlagesegment Deutschland Short
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN ETF562 / LU0530119774
Fondsauflage 07.10.2010
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse D
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 04.07.2022
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 +12,94% / +9,35% / -3,82%
Volatilität (3 Jahre)3 5,79%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,20%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,20%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance der zugrundeliegenden Strategie
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
  • Der Fonds ermöglicht eine gezielte Teilhabe an langfristigen Zinsentwicklung in Deutschland. Diese Fokussierung bietet die Chance, von der Entwicklung Deutschlands zu profitieren

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds
  • Der ETF bildet die tägliche prozentuale und nicht die absolute Wertentwicklung des Basisindex annähernd spiegelbildlich ab.
  • Steigt der Basisindex, fällt der Wert des ETFs