Amundi Stoxx Europe Defense UCITS ETF

Europas Sicherheit als Investmentchance

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie im Basisinformationsblatt (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Europäische Rüstungswerte bleiben strategisch attraktiv
  • Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs
  • Physische Index-Nachbildung

17.09.2026

Investmentansatz

Anlageziel des Amundi Stoxx Europe Defense UCITS ETF

Das Anlageziel des Amundi Stoxx Europe Defense UCITS ETF besteht darin, die Wertentwicklung des STOXX Europe Total Market Defense Capped Index abzubilden und die Differenz zwischen der Wertentwicklung des Fonds und der des Index, den sogenannten Tracking Error, zu minimieren.

STOXX Europe Total Market Defense Capped Index

Der STOXX Europe Total Market Defense Capped Index ist ein Aktienindex, der auf dem STOXX Europe Total Market Index (der „Hauptindex“) basiert und die Wertentwicklung von Unternehmen abbilden soll, die gemäß der Industry Classification Benchmark dem Sektor Luft- und Raumfahrt und Verteidigung zuzuordnen sind und deren Umsatzengagement nachweislich im Verteidigungsbereich liegt. Das Umsatzengagement im Verteidigungsbereich wird anhand von Revere (RBICS)-Daten (Methode der Umsatzermittlung, ob ausreichend Umsatz aus Verteidigungsgütern stammt) definiert, und der Index zielt darauf ab, Unternehmen mit einem nachgewiesenen Engagement im Thema Verteidigung zu erfassen.

Der zugrunde liegende Index ist so konzipiert, dass die Gewichtung einzelner Titel auf maximal 10% begrenzt ist. Der Index wird vierteljährlich überprüft, wobei sowohl die Zusammensetzung als auch die Gewichtung angepasst werden.

Der Hauptindex deckt gemäß Indexmethodik etwa 95 % der Streubesitz-Marktkapitalisierung in 17 europäischen Ländern ab.

Physische Replikation des ETF

Physische Replikation baut auf der Grundidee des Indexnachbaus auf. Dabei wird ein ETF so zusammengestellt, dass er tatsächlich die Aktien aller Unternehmen enthält, die sich auch im zugrunde liegenden Index befinden – beim Dax zum Beispiel alle 40 Aktien. Dabei ist der Anteil jeder Aktie genauso groß wie ihr jeweiliges Gewicht im Index.

Allerdings ist ein Index kein statisches Gebilde und Details verändern sich im Zeitablauf. So bleibt die Gewichtung einzelner Aktien entsprechend ihrer sich täglich ändernden Marktkapitalisierung nicht auf Dauer gleich. Zudem werden immer wieder einzelne Titel ausgetauscht. Die einen verlassen den Index, andere kommen neu hinzu. Um diese Dynamik nachzuvollziehen, gilt es beim ETF nach einer bestimmten Zeit die Gewichtungen anzupassen und einzelne Titel auszutauschen.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Amundi Luxembourg S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Europa Rüstung/Verteidigung
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Replikationsmethode Voll replizierend (Physisch)
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN ETF264
ISIN LU3038520774
Produktgruppe Aktien, Aktienfonds, Aktien-ETFs
Sparplanfähig Ja
VL-fähig Ja
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,35%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Das europäische Umfeld für Verteidigung und Infrastruktur hat sich in wenigen Jahren grundlegend verändert. Massive staatliche Investitionsprogramme, deutlich höhere Verteidigungsbudgets und neue europäische sowie transatlantische Finanzierungsinstrumente legen den Grundstein für einen langfristigen Nachfragezyklus. Davon profitieren bereits heute europäische Verteidigungsunternehmen und Anbieter sicherheitsrelevanter Infrastruktur. Damit zeichnet sich ein struktureller Trend ab: Europa befindet sich in einer Phase deutlich höherer Verteidigungsinvestitionen.

Europäischer Verteidigungssektor mitten in einem langfristigen Aufschwung

Der europäische Verteidigungssektor befindet sich in einem langfristigen Wachstumszyklus. Getrieben durch steigende Verteidigungsausgaben der NATO-Staaten und insbesondere Deutschlands entstehen für die Branche über Jahre zusätzliche Absatzmöglichkeiten. Das sicherheitspolitische Umfeld Europas hat sich seit dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 nachhaltig verändert und zu einer dauerhaften Neubewertung staatlicher Prioritäten geführt.

Zusätzliche Dynamik entstand durch die veränderte sicherheitspolitische Rolle der USA. Die Forderung nach einer stärkeren europäischen Eigenverantwortung für die Verteidigung hat den politischen Druck erhöht, militärische Fähigkeiten auszubauen und die europäischen Verteidigungsindustrien deutlich leistungsfähiger zu machen.

Vor diesem Hintergrund gewinnt der europäische Verteidigungssektor strukturell an Bedeutung. Der Bedarf an Munition, Luft- und Raketenabwehr, Drohnen, militärischer Mobilität, Cyberfähigkeiten und moderner Ausrüstung dürfte die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen der Branche über Jahre hinweg stützen.

2025–2035: Ein Jahrzehnt des Wiederaufrüstungszyklus

Die NATO hat inzwischen konkrete Programme zur Stärkung ihrer militärischen Fähigkeiten beschlossen.

  • Ein zentraler Schritt war der NATO-Gipfel im Juni 2025. Die Mitgliedstaaten haben sich verpflichtet, bis 2035 jährlich 5% des BIP für Verteidigung und verteidigungsrelevante Sicherheit aufzuwenden. Mindestens 3,5% sollen auf die klassischen Verteidigungsaufgaben entfallen, 1,5% auf Bereiche wie kritische Infrastruktur, Cyberabwehr, Resilienz und den Ausbau der Verteidigungsindustrie.
  • Deutschland übernimmt eine Vorreiterrolle: Die Bundesregierung plant, die Verteidigungsausgaben bereits bis 2029 auf 3,5% des BIP zu steigern, gegenüber 2,1% im Jahr 2024 und 1,2% im Jahr 2014.

Diese Entwicklung schafft für die europäische Rüstungsindustrie eine ungewöhnlich langfristige Perspektive. Gleichzeitig müssen die Unternehmen ihre Produktionskapazitäten ausbauen, Lieferketten sichern und ihre Belegschaften deutlich erweitern, um die wachsende Nachfrage bedienen zu können.

Europa mobilisiert zusätzliche Milliarden

Neben den nationalen Haushalten stellt auch die Europäische Union zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten bereit. Mit dem Programm „ReArm Europe“ beziehungsweise „Readiness 2030“ soll eine deutliche Ausweitung der europäischen Verteidigungsinvestitionen ermöglicht werden. Insgesamt können dadurch bis zu 800 Mrd. Euro an zusätzlichen Mitteln mobilisiert werden.

Auch Deutschland hat seine Investitionsmöglichkeiten für Verteidigung erheblich ausgeweitet, indem es Verteidigungsausgaben dauerhaft aus der Schuldenbremse herausgenommen hat.

Starkes Wachstum bei stabiler Nachfrage

Die Dynamik zeigt sich inzwischen auch in den tatsächlichen Ausgaben. Die Verteidigungsausgaben der 27 EU-Mitgliedstaaten erreichten 2025 rund 418 Mrd. Euro und sollen 2026 auf etwa 454 Mrd. Euro steigen. Gleichzeitig nehmen die Investitionen in neue Ausrüstung besonders stark zu. Für 2026 werden rund 163 Mrd. Euro an Verteidigungsinvestitionen erwartet (+22% ggü. Vj., +160% ggü. 2021).

Deutschland hat seine Verteidigungsausgabenziele in diesem Jahr für das Jahr 2029 von 150 Mrd. Euro auf 180 Mrd. Euro noch einmal stark erhöht.

Damit steigt die Planbarkeit für die europäischen Rüstungsunternehmen. Langfristige Beschaffungsprogramme und steigende Produktionskapazitäten können Umsatz und Ergebnis über mehrere Jahre stützen. Allerdings sind die Bewertungen vieler Aktien inzwischen deutlich gestiegen. Die entscheidende Frage ist daher weniger, ob die Nachfrage wächst, sondern in welchem Umfang dieses Wachstum bereits in den Aktienkursen berücksichtigt ist.

Kursschwankungen bieten Chancen

Trotz der strukturell positiven Aussichten bleibt der Verteidigungssektor anfällig für politische Entscheidungen, geopolitische Entwicklungen und Veränderungen bei den Erwartungen an die zukünftigen Rüstungsausgaben. Entsprechend können einzelne Aktien trotz steigender Auftragseingänge erheblich schwanken.

Entscheidend ist deshalb die Unterscheidung zwischen dem langfristigen Branchentrend und der kurzfristigen Kursentwicklung. Der politische Wille zur Aufrüstung ist inzwischen in konkreten NATO-, EU- und nationalen Ausgabenprogrammen verankert. Gleichzeitig müssen Anleger berücksichtigen, dass hohe Erwartungen und ambitionierte Bewertungen einen Teil dieser Entwicklung bereits vorwegnehmen.

Fazit

Die europäische Verteidigungsindustrie profitiert von einem außergewöhnlich starken und langfristig angelegten Investitionszyklus. NATO, EU und nationale Regierungen erhöhen ihre Ausgaben verbindlich und schaffen damit eine deutlich bessere Visibilität für die Branche als noch vor wenigen Jahren.

Der Amundi Stoxx Europe Defense UCITS ETF bietet die Möglichkeit, an diesem strukturellen Wachstumspotential zu partizipieren und dabei das Einzelwertrisiko durch die breite Streuung innerhalb des Sektors zu reduzieren. Die jüngste Korrektur eröffnet dabei zusätzliche Chancen für langfristig orientierte Anleger.

17. September 2026

Region

Ladevorgang...

Top Holding

Ladevorgang...

Übersicht ausgewählter Strukturgrafiken

Region

Ladevorgang...

Top Holding

Ladevorgang...

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Amundi Luxembourg S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Europa Rüstung/Verteidigung
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Replikationsmethode Voll replizierend (Physisch)
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN / ISIN ETF264 / LU3038520774
Fondsauflage 12.05.2025
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Sparplanfähig Ja
VL-fähig Ja
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 28.09.2026
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -4,43% / - / -
Volatilität (3 Jahre)3 -
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,35%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,35%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Kennzahlen und Kosten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Zum Schutz der Interessen der Anteilsinhaber kann es bei diesem Fonds ab einer gewissen Höhe von Mittelzu- bzw. -abflüssen zur Anwendung einer zusätzlichen Verwässerungsschutzgebühr durch die Fondsgesellschaft kommen, die dann bereits im Ausgabe- bzw. Rücknahmepreis enthalten ist. Details zur evtl. Verwässerungsschutzgebühr sind im Verkaufsprospekt des Fonds veröffentlicht. Da uns die etwaige Anwendung im Vorfeld nicht bekannt ist, können evtl. damit verbundene Effekte auf den Ausgabe- bzw. Rücknahmepreis hier nicht berücksichtigt werden.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
  • Der Fonds ermöglicht die Teilhabe an der Entwicklung der europäischen Aktienmärkte und damit eine besonders breite Streuung (Diversifikation) des Fondsportfolios, sodass dieser weniger abhängig von der Entwicklung einzelner Regionen ist

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Zum Schutz der Interessen der Anteilsinhaber kann es bei Fonds zur Aussetzung von Ausgaben, Zeichnungen, Rückkäufen und Rücknahmen aufgrund von nicht ausreichender Liquidität kommen. Das bedeutet, dass den Anlegern die Zeichnung, der Rückkauf oder die Rückgabe von Anteilen vorübergehend untersagt wird. Allgemeine Informationen zum Umgang mit Aussetzungen sind im Verkaufsprospekt des Fonds zu finden. Die Fondsgesellschaft wird darüber hinaus Details im Falle einer Aussetzung veröffentlichen, bspw. über ihre Internetseite.
  • Für diesen Fonds kann die Rücknahme der Anteile beschränkt werden, wenn die Rückgabeverlangen der Anleger den im Verkaufsprospekt festgelegten Schwellenwert an einem Geschäftstag erreichen oder auch überschreiten. Der Schwellenwert legt den Punkt fest, ab dem die Rückgabeverlangen aufgrund der Liquiditätssituation des Investmentvermögens nicht mehr im Interesse der Anleger ausgeführt werden können. Eine Rückgabe der Anteile kann dann ganz oder teilweise nicht möglich sein. Eventuell nicht ausgeführte Verkaufsaufträge können gestrichen oder auf den nächsten Geschäftstag vorgetragen werden. Weitere Informationen zur evtl. Rücknahmebeschränkung sind im Verkaufsprospekt des Fonds zu finden. Die Fondsgesellschaft wird darüber hinaus Details im Falle einer Rücknahmebeschränkung veröffentlichen, bspw. über ihre Internetseite.
  • Bei Fonds kann es zu einer Abspaltung illiquider Anlage kommen (sog. Side Pockets). Vermögenswerte, die nur schwer oder gar nicht handelbar sind, werden in diesem Fall vom Investmentvermögen in separate Anteile getrennt. Anleger müssen berücksichtigen, dass die illiquiden Vermögenswerte zwar liquidiert werden sollen, aber eine Rückgabe dieser Anteile nicht möglich ist. Weitere Informationen zur evtl. Abspaltung illiquider Anlagen (Side Pockets) sind im Verkaufsprospekt des Fonds zu finden.