Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie im Basisinformationsblatt (gesetzliche Pflichtinformation).
Votum: Kauf
Highlights
- Superzyklus für europäische Verteidigungswerte hat begonnen
- Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs
- Physische Index-Nachbildung
10.03.2026
Investmentansatz
Anlageziel des Amundi Stoxx Europe Defense UCITS ETF
Das Anlageziel des Amundi Stoxx Europe Defense UCITS ETF besteht darin, die Wertentwicklung des STOXX Europe Total Market Defense Capped Index abzubilden und die Differenz zwischen der Wertentwicklung des Fonds und der des Index, den sogenannten Tracking Error, zu minimieren.
STOXX Europe Total Market Defense Capped Index
Der STOXX Europe Total Market Defense Capped Index ist ein Aktienindex, der auf dem STOXX Europe Total Market Index (der „Hauptindex“) basiert und die Wertentwicklung von Unternehmen abbilden soll, die gemäß der Industry Classification Benchmark dem Sektor Luft- und Raumfahrt und Verteidigung zuzuordnen sind und deren Umsatzengagement nachweislich im Verteidigungsbereich liegt. Das Umsatzengagement im Verteidigungsbereich wird anhand von Revere (RBICS)-Daten (Methode der Umsatzermittlung, ob ausreichend Umsatz aus Verteidigungsgütern stammt) definiert, und der Index zielt darauf ab, Unternehmen mit einem nachgewiesenen Engagement im Thema Verteidigung zu erfassen.
Der zugrunde liegende Index ist so konzipiert, dass die Gewichtung einzelner Titel auf maximal 10% begrenzt ist. Der Index wird vierteljährlich überprüft, wobei sowohl die Zusammensetzung als auch die Gewichtung angepasst werden.
Der Hauptindex deckt gemäß Indexmethodik etwa 95 % der Streubesitz-Marktkapitalisierung in 17 europäischen Ländern ab.
Physische Replikation des ETF
Physische Replikation baut auf der Grundidee des Indexnachbaus auf. Dabei wird ein ETF so zusammengestellt, dass er tatsächlich die Aktien aller Unternehmen enthält, die sich auch im zugrunde liegenden Index befinden – beim Dax zum Beispiel alle 40 Aktien. Dabei ist der Anteil jeder Aktie genauso groß wie ihr jeweiliges Gewicht im Index.
Allerdings ist ein Index kein statisches Gebilde und Details verändern sich im Zeitablauf. So bleibt die Gewichtung einzelner Aktien entsprechend ihrer sich täglich ändernden Marktkapitalisierung nicht auf Dauer gleich. Zudem werden immer wieder einzelne Titel ausgetauscht. Die einen verlassen den Index, andere kommen neu hinzu. Um diese Dynamik nachzuvollziehen, gilt es beim ETF nach einer bestimmten Zeit die Gewichtungen anzupassen und einzelne Titel auszutauschen.
Wertentwicklung 5 Jahre
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Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.
Zahlen und Fakten
| Stammdaten | |
|---|---|
| Fondsgesellschaft | Amundi Luxembourg S.A. |
| Fondstyp | Aktienfonds |
| Anlagesegment | Europa Rüstung/Verteidigung |
| Managementtyp | Passiv (ETF) |
| Währung | EUR |
| Replikationsmethode | Voll replizierend (Physisch) |
| Ertragsverwendung | Thesaurierend |
| WKN | ETF264 |
| ISIN | LU3038520774 |
| Produktgruppe | Aktien, Aktienfonds, Aktien-ETFs |
| Sparplanfähig | Ja |
| VL-fähig | Ja |
| Kosten | |
|---|---|
| Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 | 0,00% |
| Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): | 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage |
| Performanceabhängige Vergütung | - |
| Laufende Kosten2 | 0,35% |
1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt
2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden
Votum: Kauf
Das angekündigte XXL-Fiskalpaket für Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung über die kommenden zwölf Jahre markiert einen Wendepunkt für Europas Industriepolitik. Die massiven staatlichen Investitionsprogramme haben bereits jetzt die europäische Verteidigungsindustrie sowie Infrastrukturanbieter beflügelt und die langfristigen Gewinnperspektiven der Unternehmen signifikant verbessert. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich ein struktureller Trend ab: Ein Superzyklus für europäische Verteidigungswerte hat begonnen.
Europäischer Verteidigungssektor vor einem langfristigen Aufschwung
Der europäische Verteidigungssektor steht am Beginn eines langfristigen Wachstumszyklus. Getrieben durch steigende Verteidigungsausgaben der NATO-Staaten – allen voran Deutschland – erwarten wir eine starke Entwicklung in den kommenden Jahren. Das sicherheitspolitische Umfeld in Europa hat sich seit 2022 grundlegend verändert und führt nun zu einer nachhaltigen Neupriorisierung staatlicher Budgets.
Zusätzliche Dynamik erhielt diese Entwicklung Anfang 2025 durch Signale aus den USA. Aussagen von Donald Trump sowie eine vielbeachtete Rede von JD Vance unterstrichen die Erwartung, dass Europa künftig stärker selbst für seine Verteidigungsfähigkeit sorgen müsse. Diese politische Haltung verstärkt den Druck auf europäische Staaten, ihre militärischen Fähigkeiten und Rüstungsbudgets weiter auszubauen.
Vor diesem Hintergrund gewinnt der europäische Verteidigungssektor strukturell an Bedeutung. Der steigende Bedarf an militärischer Ausrüstung, Munition und moderner Technologie dürfte die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen der Branche über viele Jahre hinweg unterstützen.
2025–2035: Ein Jahrzehnt des Wiederaufrüstungszyklus
Als Reaktion auf die veränderte geopolitische Lage haben europäische Staaten und die NATO umfassende Programme zur Stärkung ihrer militärischen Fähigkeiten beschlossen.
- Kernpunkt der Entwicklung: Auf dem NATO-Gipfel im Juni 2025 wurde beschlossen, dass bis 2035 jedes NATO-Mitglied mindestens 5% seines BIP in Verteidigung investieren soll, davon 3,5% direkt in Verteidigung und 1,5% in verteidigungsrelevante Infrastruktur.
- Deutschland übernimmt eine Vorreiterrolle: Die Bundesregierung plant, die Verteidigungsausgaben bereits bis 2029 auf 3,5% des BIP zu steigern (2014: 1,2%, 2024: 2,1%).
Diese Entwicklung dürfte den europäischen Verteidigungssektor über viele Jahre hinweg strukturell stärken und eine außergewöhnlich lange Investitionsphase einleiten.
2026: Großaufträge in Sicht
Allein die deutsche Regierung plant 150 Aufträge im Wert von über 25 Mio. Euro pro Auftrag im Zeitraum von September 2025 bis Dezember 2026 zu vergeben. Diese langfristigen Projekte schaffen Planungssicherheit für die Unternehmen und eröffnen erhebliches Wachstumspotenzial.
Starkes Wachstum bei stabiler Nachfrage
In den kommenden fünf Jahren dürften die Verteidigungsausgaben in Deutschland jährlich um über 13% und in Europa um etwa 8,8% steigen. Diese Entwicklung wird die Umsätze und Gewinne der Unternehmen im Verteidigungssektor deutlich antreiben.
Obwohl die Bewertungen vieler Aktien aktuell ambitioniert erscheinen, bleibt die Perspektive bis 2030 attraktiv. Unsere Analysten gehen davon aus, dass sich die Gewinne führender deutscher Rüstungsunternehmen bis 2030 mehr als versechsfachen könnten.
Kursschwankungen bieten Chancen
Naturgemäß bleibt der Sektor anfällig für geopolitische Entwicklungen, die zu kurzfristiger Volatilität führen können. Kursrücksetzer etwa bei Waffenstillstandshoffnungen für die Ukraine bieten Nachkaufchancen. Die langfristige Wiederaufrüstung der NATO ist strategisch beschlossen und unabhängig von kurz- und mittelfristigen politischen Entwicklungen.
Fazit: Verteidigungsaktien bleiben attraktiv
Besonders stark von der Wiederaufrüstung der NATO profitieren europäische und insbesondere deutsche Verteidigungsunternehmen.
Wir sind davon überzeugt, dass die Verteidigungsrallye noch nicht vorbei ist und dass die Aktienkurse der Verteidigungsaktien das starke Wachstum des nächsten Jahrzehnts noch nicht vollständig widerspiegeln. Daher gehören Verteidigungstitel auch 2026 ins Portfolio.
10. März 2026
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Übersicht ausgewählter Strukturgrafiken
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Zahlen und Fakten
| Stammdaten | |
|---|---|
| Fondsgesellschaft | Amundi Luxembourg S.A. |
| Fondstyp | Aktienfonds |
| Anlagesegment | Europa Rüstung/Verteidigung |
| Managementtyp | Passiv (ETF) |
| Währung | EUR |
| Replikationsmethode | Voll replizierend (Physisch) |
| Ertragsverwendung | Thesaurierend |
| WKN / ISIN | ETF264 / LU3038520774 |
| Fondsauflage | 12.05.2025 |
| Orderannahmezeit | Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr) |
| Sparplanfähig | Ja |
| VL-fähig | Ja |
| Weitere Anteilsklassen | |
| Kennzahlen | |
|---|---|
| Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 | - / - / - |
| Volatilität (3 Jahre)3 | - |
| Kosten | |
|---|---|
| Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 | 0,00% |
| Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): | 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage |
| Verwaltungsvergütung | 0,35% |
| Performanceabhängige Vergütung | - |
| Laufende Kosten2 | 0,35% |
| Laufende Vertriebsprovision4 | - |
1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt
2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden
3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR
4 Fließt an die Commerzbank AG
Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.
Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.
Zum Schutz der Interessen der Anteilsinhaber kann es bei diesem Fonds ab einer gewissen Höhe von Mittelzu- bzw. -abflüssen zur Anwendung einer zusätzlichen Verwässerungsschutzgebühr durch die Fondsgesellschaft kommen, die dann bereits im Ausgabe- bzw. Rücknahmepreis enthalten ist. Details zur evtl. Verwässerungsschutzgebühr sind im Verkaufsprospekt des Fonds veröffentlicht. Da uns die etwaige Anwendung im Vorfeld nicht bekannt ist, können evtl. damit verbundene Effekte auf den Ausgabe- bzw. Rücknahmepreis hier nicht berücksichtigt werden.
Chancen & Risiken
Chancen
- Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
- Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
- Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
- ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
- Der Fonds ermöglicht die Teilhabe an der Entwicklung der europäischen Aktienmärkte und damit eine besonders breite Streuung (Diversifikation) des Fondsportfolios, sodass dieser weniger abhängig von der Entwicklung einzelner Regionen ist
Risiken
- Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
- Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
- Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
- Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
- Zum Schutz der Interessen der Anteilsinhaber kann es bei Fonds zur Aussetzung von Ausgaben, Zeichnungen, Rückkäufen und Rücknahmen aufgrund von nicht ausreichender Liquidität kommen. Das bedeutet, dass den Anlegern die Zeichnung, der Rückkauf oder die Rückgabe von Anteilen vorübergehend untersagt wird. Allgemeine Informationen zum Umgang mit Aussetzungen sind im Verkaufsprospekt des Fonds zu finden. Die Fondsgesellschaft wird darüber hinaus Details im Falle einer Aussetzung veröffentlichen, bspw. über ihre Internetseite.
- Für diesen Fonds kann die Rücknahme der Anteile beschränkt werden, wenn die Rückgabeverlangen der Anleger den im Verkaufsprospekt festgelegten Schwellenwert an einem Geschäftstag erreichen oder auch überschreiten. Der Schwellenwert legt den Punkt fest, ab dem die Rückgabeverlangen aufgrund der Liquiditätssituation des Investmentvermögens nicht mehr im Interesse der Anleger ausgeführt werden können. Eine Rückgabe der Anteile kann dann ganz oder teilweise nicht möglich sein. Eventuell nicht ausgeführte Verkaufsaufträge können gestrichen oder auf den nächsten Geschäftstag vorgetragen werden. Weitere Informationen zur evtl. Rücknahmebeschränkung sind im Verkaufsprospekt des Fonds zu finden. Die Fondsgesellschaft wird darüber hinaus Details im Falle einer Rücknahmebeschränkung veröffentlichen, bspw. über ihre Internetseite.
- Bei Fonds kann es zu einer Abspaltung illiquider Anlage kommen (sog. Side Pockets). Vermögenswerte, die nur schwer oder gar nicht handelbar sind, werden in diesem Fall vom Investmentvermögen in separate Anteile getrennt. Anleger müssen berücksichtigen, dass die illiquiden Vermögenswerte zwar liquidiert werden sollen, aber eine Rückgabe dieser Anteile nicht möglich ist. Weitere Informationen zur evtl. Abspaltung illiquider Anlagen (Side Pockets) sind im Verkaufsprospekt des Fonds zu finden.