Amundi Japan Topix UCITS ETF - Daily Hedged EUR

Japans Börse bleibt auch im April 2022 ein Underperformer

Votum: Halten

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Massives Konjunkturprogramm wegen Covid-19-Pandemie
  • Inflation steigt auch in Japan an
  • Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs

09.06.2022

Investmentansatz

Anlageziel des Amundi Japan Topix UCITS ETF - Daily Hedged EUR

Der Amundi Japan Topix UCITS ETF - Daily Hedged EUR ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des Topix Index anknüpft. Durch den täglichen Euro Hedge werden Währungsrisiken vermieden.

Bei der Berechnung des Index werden neben den Kurswerten der in ihm enthaltenen Unternehmen auch Bruttodividendenzahlungen berücksichtigt.

Tokyo Stock Price Index

Berechnet wird der Tokyo Stock Price Index (TOPIX) seit 1969. Er enthält alle japanischen Aktien, welche im amtlichen Handel zugelassen sind. Die Gewichtung der einzelnen Unternehmen im Index erfolgt anhand der Marktkapitalisierung. Wegen dieser hohen Zahl an vertretenen Unternehmen wird der Topix als aussagekräftiger für den Zustand der japanischen Wirtschaft angesehen als der Nikkei.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet. Das bedeutet, swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio (sogenannter Basket) und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit der BNP Paribas Bank einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (der Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs in der Regel nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Amundi
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Japan All Caps EUR-Hedged
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung thesaurierend
WKN A2H58W
ISIN LU1681037864
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 -
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,48%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Japan bleibt auch im April 2022 ein Underperformer

2021 büßte der MSCI Japan-Index 0,1% an Wert ein. Damit weist er sowohl gegenüber dem MSCI Welt-Index (+16,8%) als auch gegenüber dem MSCI Developed-Index (+20,1%) eine deutliche Underperformance aus. Der breite Topix-Index (in Yen) legte im Berichtszeitraum allerdings um 10,4% zu.

Auch der Start ins neue Jahr verlief zum Teil recht schwach. Von Januar bis April 2022 büßte der MSCI Japan-Index 15,6% ein. Der exportorientierte Markt litt zum Teil unter der Zinswende der US-Notenbank, die vor allem die schwergewichtigen IT-Werte kräftig unter Druck setzte. Zudem belastete die neue „Omikron-Welle“ die japanische Konjunktur zu Beginn des Jahres 2022; Japan hinkte bei den Booster-Impfungen zeitweise hinter anderen Ländern her. Der Yen, der im Jahr 2021 rd. 10% gegenüber dem USD abwertete, verlor seit Anfang 2022 gegenüber dem Greenback rd. 10% an Wert (per 23. Mai 2022) und schwächte somit die Performance für ausländische Anleger spürbar.

Premier Kishida stellt Konjunkturpaket vor

Japans neuer Regierungschef Fumio Kishida legte zusammen mit dem von ihm eingesetzten Expertenrat ein 21-seitiges Papier vor, in dem die wichtigsten Maßnahmen für Wachstum und Umverteilung erörtert werden. Kishida hatte schon im Vorfeld der Wahlen für einen „neuen Kapitalismus“ plädiert, der für eine bessere Verteilung des Wohlstands sorgen soll. Jetzt gibt es erste Vorschläge. Studenten, Beschäftigten ohne Festanstellung und Haushalten mit Niedrigeinkommen werden einmalig 100.000 Yen (763 Euro) überwiesen. Alle Japaner unter 18 Jahre sollen ebenfalls 100.000 Yen bekommen, je zur Hälfte in bar (2021) und als Gutschein (2022).

Direkthilfen für die Land- und Forstwirtschaft sollen den Preisanstieg bei Benzin etc. abmildern. Beschäftigte in den Bereichen Kindergärten, Pflege?und Altersheimen sollen Lohnerhöhungen bekommen. Firmen, die die Löhne ihrer Angestellten erhöhen, könnten zudem steuerlich entlastet werden. Der Nachtragshaushalt (Konjunkturpaket in Höhe von mehreren 10 Billionen Yen) soll bis zum Jahresende verabschiedet werden. Bis dahin will die Regierung auch eine Steuerreform verabschiedet haben. Da Japan bislang erst zwei Drittel der bereits beschlossenen Coronahilfen (ca. 500 Mrd. Euro) ausgegeben hat, kann Kishida noch auf ein ordentliches Finanzpolster zurückgreifen.

Deutliche Fortschritte bei japanischen Firmen in den vergangenen Jahren

Viele japanische Unternehmen sind trotz der schweren Corona-Krise relativ gut aufgestellt. Die Bargeldreserven bei vielen Firmen sind hoch. Laut Analystenschätzungen halten rund zwei Drittel der Unternehmen ihre Dividenden während der Coronakrise stabil. 15 Prozent erhöhen die Dividendenzahlungen sogar. Der Anteil der Firmen, die künftig eine Dividendenerhöhung planen, stieg um 40% an. Viele Firmen setzen ihr Kapital effizienter ein und kaufen mehr Aktien zurück. Viele börsennotierten Firmen blicken zudem zuversichtlich in die die Zukunft. Allerdings sind die Gewinnmargen vieler japanischer Firmen nicht so hoch wie beispielsweise in den USA.

Japanische Wirtschaft dürfte sich 2022/23 nur leicht erholen

Für das laufende Fiskaljahr 2022/23 (per Ende März 2023) rechnet der Konsensus mit einem BIP-Wachstum von 2,1% (J/J; Vorjahr: +1,7% J/ J). Japan profitiert vor allem von den bislang beschlossenen und zum Teil umgesetzten Konjunkturprogrammen und Nachtragshaushalten. Die Regierung kündigte im Mai 2022 ein weiteres Subventionspaket in Höhe von rund 20 Mrd. Euro an. Das dürfte die Konjunktur erneut stützen. Da im Juli 2022 eine Oberhauswahl stattfindet, ist ein zusätzliches Konjunkturpaket nicht ausgeschlossen.

Japans ohnehin schon sehr hohe Verschuldung hat sich durch die Corona-Konjunkturpakete nochmals spürbar erhöht. Bei einem unveränderten Nullzinsniveau ist die Schuldentragfähigkeit aber weiterhin gegeben. Japan genießt unverändert ein hohes Vertrauen unter den Anlegern, auch wenn der Yen 2021 gegenüber dem USD um ca. 10% abgewertet hat.

Fazit

Trotz großvolumiger Konjunkturprogramme zur Bekämpfung der negativen Folgen durch die Covid-19-Pandemie weist der MSCI Japan-Index seit Anfang 2021 eine Underperformance aus. Japan hinkte lange mit den Covid-Impfungen hinterher, bevor sich die Lage verbesserte. Allerdings fehlen derzeit weiterhin positive strukturelle Impulse. Der schwache Yen stützt zwar die Börse, Auslandsinvestoren verlieren hierdurch aber deutlich an Performance. Wir bestätigen unser Votum „Halten“

Investition im Portfoliokontext

Wer eine Geldanlage plant, sollte diese nach den Gesichtspunkten Risiko, Ertrag und Liquidität beurteilen. Hier kann keine generelle Empfehlung erfolgen, da jeder Anleger eigene Vorstellungen und Voraussetzungen bezüglich dieser Werte hat. Aus diesem Grund kann trotz unserer aktuellen Empfehlung, z.B. aufgrund von Portfoliodiversifizierung, eine Anlage in diesem ETF sinnvoll sein.

09. Juni 2022

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Amundi
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Japan All Caps EUR-Hedged
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung thesaurierend
WKN / ISIN A2H58W / LU1681037864
Fondsauflage 18.04.2018
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan -
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 - / - / -
Volatilität (3 Jahre)3 -
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 -
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Laufende Kosten 0,48%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,48%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kosteninformation

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds

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