Amundi MSCI India Swap II UCITS ETF EUR Acc

Indische Börse weist im ersten Quartal 2026 eine Underperformance auf

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie im Basisinformationsblatt (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

Indien bleibt Wachstumslokomotive mit Schattenseiten

Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs

Synthetische Index-Nachbildung

29.09.2026

Investmentansatz

Anlageziel des Amundi MSCI India Swap II UCITS ETF EUR Acc

Der Amundi MSCI India Swap II UCITS ETF EUR Acc ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund - ETF). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des MSCI India Index anknüpft.

Bei der Berechnung des Index werden neben den Kurswerten der in ihm enthaltenen Unternehmen auch Dividenden- und Bonuszahlungen abzüglich der Quellensteuer berücksichtigt.

MSCI India Index

Der MSCI India Index spiegelt die Wertentwicklung der Aktien von Unternehmen aus Indien wider. Bei den im Index vertretenen Unternehmen handelt es sich um Unternehmen mit großer und mittlerer Marktkapitalisierung. Diese setzen sich aus 85% der frei verfügbaren Aktien am entsprechenden Markt zusammen. Der Index wird vierteljährlich überprüft und neu gewichtet.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet. Das bedeutet, swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio (sogenannter Basket) und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit der BNP Paribas Bank einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (der Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs in der Regel nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Amundi ETF Asset Management
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Indien
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Replikationsmethode Synthetisch
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN A2H57G
ISIN LU1681043086
Produktgruppe Aktien, Aktienfonds, Aktien-ETFs
Sparplanfähig Nein
VL-fähig Nein
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,80%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Votenherabstufung für die indische Börse auf Neutral

Wir stufen unser Votum für die Börse in Indien von Übergewichten auf Neutral herab. Nach einer zwischenzeitlichen leichten Erholung des Sensex-Index führte die erneute Eskalation in Nahost mit einhergehenden kräftig steigenden Ölpreisen wieder zu verstärktem Kursdruck, da Indien stark von Ölimporten abhängig ist. Die Notenbank könnte den Leitzins im vierten Quartal 2026 erhöhen. Ein weiterer Hemmschuh im KI-geprägten Umfeld bleibt ein Mangel an Halbleiter- und KI-Werten. Indiens Stärke lag bisher vor allem im Bereich der Software.

Aufgrund der oben erwähnten Belastungsfaktoren (steigender Ölpreis und ein Mangel an KI-Werten) hat die Börse in Indien im bisherigen Jahresverlauf enttäuscht. Der Sensex-Index gab seit Anfang 2026 um 12% nach. Auch die indische Rupie entwickelte sich etwas schwächer, was dem Euro-Investor noch einmal Performance kostete. Konsequenterweise wurden die Schätzungen für das erwartete Gewinnwachstum (Sensex) sukzessive nach unten revidiert. Rekordhohe Portfolioabflüsse waren die Folge. Immerhin standen inländische institutionelle Investoren auf der Käuferseite und verhinderten einen noch schlimmeren Ausverkauf an der Börse in Indien.

Die Zusammensetzung des Nifty 50-Index ist sehr fokussiert. Zwei Drittel der Marktkapitalisierung vereinen sich auf die Bereiche Finanzen (39%), IT (11%), Energie (10%) und Autos (7%). Der MSCI Indien-Index (mehr als 130 große Firmen) deckt rund 85 Prozent des Börsenwertes aller indischen Firmen ab. Die Hälfte des Börsenkapitals entfällt auf die Bereiche Finanzen (ICICI Bank, HDFC, Axis, Bajaj Finance, Kotak Mahindra), Konsum und IT (Infosys, Tata Consultancy). Reliance Industries (Energie) ist der größte indische Konzern.

Indien bleibt eine Wachstumslokomotive mit Schattenseiten

Die indische Volkswirtschaft weist seit langer Zeit eine der weltweit höchsten Wachstumsraten auf. In den vergangenen Jahren hat sich die gesamtwirtschaftliche Produktion mehr als verdoppelt. Schon Ende dieses Jahrzehnts könnte Indien laut einer Prognose des Internationalen Währungsfonds Japan und Deutschland hinter sich lassen und zur drittgrößten Volkswirtschaft avancieren. Verantwortlich für das starke Wachstum zeichnet vor allem die unverändert stark wachsende Bevölkerung. Laut Schätzungen der Weltbank dürfte Indiens Bevölkerung von derzeit 1,4 Mrd. auf 1,7 Mrd. Einwohner im Jahr 2050 zulegen.

Eine mögliche substanzielle Einigung auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Irankrieges dürfte den Ölpreis deutlich sinken lassen. Das wird dann das Fiskalbudget entlasten, da Indien Benzin, Gas etc. derzeit subventioniert und stark von Ölimporten abhängig ist. Ein nachhaltig moderaterer Ölpreis dürfte auch den Inflationsdruck mindern, sodass die Notenbank möglicherweise auf eine Zinserhöhung verzichten kann.

Abwärtsrevisionen für das BIP dürften langsam auslaufen. Auch bei den erwarteten Schätzungen für die Unternehmensergebnisse dürfte der Negativtrend langsam auslaufen. Das KGV des indischen Marktes ist mit 18,8 mittlerweile wieder deutlich günstiger bewertet als in den Vorjahren (KGV 2025: 24,6).

Langfristig dürfte die Wachstumsstory in Indien intakt bleiben (siehe unten). Die erwarteten Wachstumsraten (BIP) dürften weiterhin recht hoch bleiben. Indien verfügt über eine sehr junge Bevölkerung (günstige Demografie). Das Land wird zunehmend in die Weltwirtschaft eingebunden (wachsende Direktinvestitionen, Urbanisierung, Reformen etc.).

Indiens Manko ist ein Mangel an KI- und Halbleiterwerten (Stichwort: KI-Disruption), die in den vergangenen zwei Jahren in einem nie dagewesenen Ausmaß explodiert sind. Softwaretitel haben in Indien entsprechend gelitten (wie SAP in Deutschland). Eine Korrektur bei KI- und Halbleiterwerten könnte wieder mehr Kapital in die vernachlässigten Softwaretitel fließen lassen.

Fazit

Der indische Sensex enttäuschte seit Anfang 2026. Der Ausbruch des Nahostkrieges belastete die Börse merklich, da die indische Volkswirtschaft stark von Ölimporten abhängig ist. Das robuste BIP-Wachstum sowie ein solides Firmengewinnwachstum sprechen neben positiven strukturellen Faktoren mittelfristig zwar weiter für Indien. Kurzfristig belastet aber die Nahostkrise weiterhin, sodass wir unser Votum auf Neutral herabstufen. Um von der langfristigen Wachstumstory in Indien profitieren zu können, votieren wir den Amundi MSCI India Swap II UCITS ETF weiterhin mit „Kauf“.

29. September 2026

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Amundi ETF Asset Management
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Indien
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Replikationsmethode Synthetisch
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN / ISIN A2H57G / LU1681043086
Fondsauflage 18.04.2018
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Sparplanfähig Nein
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 28.09.2026
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -8,86% / -0,04% / +3,98%
Volatilität (3 Jahre)3 16,19%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,80%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,80%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kosteninformation

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Kennzahlen und Kosten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen

Risiken

  • Zum Schutz der Interessen der Anteilsinhaber kann es bei Fonds zur Aussetzung von Ausgaben, Zeichnungen, Rückkäufen und Rücknahmen aufgrund von nicht ausreichender Liquidität kommen. Das bedeutet, dass den Anlegern die Zeichnung, der Rückkauf oder die Rückgabe von Anteilen vorübergehend untersagt wird. Allgemeine Informationen zum Umgang mit Aussetzungen sind im Verkaufsprospekt des Fonds zu finden. Die Fondsgesellschaft wird darüber hinaus Details im Falle einer Aussetzung veröffentlichen, bspw. über ihre Internetseite.
  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Für diesen Fonds kann die Rücknahme der Anteile beschränkt werden, wenn die Rückgabeverlangen der Anleger den im Verkaufsprospekt festgelegten Schwellenwert an einem Geschäftstag erreichen oder auch überschreiten. Der Schwellenwert legt den Punkt fest, ab dem die Rückgabeverlangen aufgrund der Liquiditätssituation des Investmentvermögens nicht mehr im Interesse der Anleger ausgeführt werden können. Eine Rückgabe der Anteile kann dann ganz oder teilweise nicht möglich sein. Eventuell nicht ausgeführte Verkaufsaufträge können gestrichen oder auf den nächsten Geschäftstag vorgetragen werden. Weitere Informationen zur evtl. Rücknahmebeschränkung sind im Verkaufsprospekt des Fonds zu finden. Die Fondsgesellschaft wird darüber hinaus Details im Falle einer Rücknahmebeschränkung veröffentlichen, bspw. über ihre Internetseite.
  • Zum Schutz der Interessen der Anteilsinhaber kann es bei diesem Fonds ab einer gewissen Höhe von Mittelzu- bzw. -abflüssen zur Anwendung einer zusätzlichen Verwässerungsschutzgebühr durch die Fondsgesellschaft kommen, die dann bereits im Ausgabe- bzw. Rücknahmepreis enthalten ist. Details zur evtl. Verwässerungsschutzgebühr sind im Verkaufsprospekt des Fonds veröffentlicht. Da uns die etwaige Anwendung im Vorfeld nicht bekannt ist, können evtl. damit verbundene Effekte auf den Ausgabe- bzw. Rücknahmepreis hier nicht berücksichtigt werden.
  • Bei Fonds kann es zu einer Abspaltung illiquider Anlage kommen (sog. Side Pockets). Vermögenswerte, die nur schwer oder gar nicht handelbar sind, werden in diesem Fall vom Investmentvermögen in separate Anteile getrennt. Anleger müssen berücksichtigen, dass die illiquiden Vermögenswerte zwar liquidiert werden sollen, aber eine Rückgabe dieser Anteile nicht möglich ist. Weitere Informationen zur evtl. Abspaltung illiquider Anlagen (Side Pockets) sind im Verkaufsprospekt des Fonds zu finden.