Amundi MSCI India UCITS ETF

Partizipation am indischen Aktienmarkt

Votum: Halten

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

Indische Wirtschaft dürfte im Fiskaljahr 2022/23 kräftig wachsen

Aktienbewertungen aufgrund kräftiger Hausse in den Jahren 2020/21 stark gestiegen

Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs

Synthetische Index-Nachbildung

30.03.2022

Investmentansatz

Anlageziel des Amundi MSCI India UCITS ETF

Der Amundi MSCI India UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund - ETF). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des MSCI India Index anknüpft.

Bei der Berechnung des Index werden neben den Kurswerten der in ihm enthaltenen Unternehmen auch Dividenden- und Bonuszahlungen abzüglich der Quellensteuer berücksichtigt.

MSCI India Index

Der MSCI India Index spiegelt die Wertentwicklung der Aktien von Unternehmen aus Indien wider. Bei den im Index vertretenen Unternehmen handelt es sich um Unternehmen mit großer und mittlerer Marktkapitalisierung. Diese setzen sich aus 85% der frei verfügbaren Aktien am entsprechenden Markt zusammen. Der Index wird vierteljährlich überprüft und neu gewichtet.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet. Das bedeutet, swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio (sogenannter Basket) und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit der BNP Paribas Bank einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (der Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs in der Regel nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Amundi ETF Asset Management
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Indien
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN A2H57G
ISIN LU1681043086
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,80%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

MSCI Indien-Index weist im Februar 2022 eine leichte Underperformance aus

Der MSCI Indien-Index gab im Februar 2022 um 4,1% nach. Damit wies er sowohl gegenüber dem MSCI Welt-Index (-2,7%) als auch gegenüber dem MSCI EM-Index (-3,1%) eine leichte Underperformance aus. Seit Beginn des Kriegsausbruchs in der Ukraine am 24. Februar 2022 verzeichnete Indien zwar einen verstärkten Abfluss von ausländischen Aktieninvestitionen, da die Bande zu Russland (u.a. über Rohstoff- und Rüstungsimporte) relativ eng sind. Das spiegelt sich aber derzeit nicht in der Performance des Leitindex Sensex wider. Dieser büßte seit Anfang des Jahres 2022 (per 11. März 2022) lediglich um 5% ein und schlug sich somit besser als viele andere Leitindizes in der Region.

Für Kaufinteresse und Zuversicht unter den Anlegern sorgte unter anderem die Bekanntgabe eines wachstumsorientierten Budgets für das Fiskaljahr 2022/23. Die darin geplanten Investitionsausgaben mit Fokus auf die Infrastruktur (Eisenbahn, Straßen, Häfen) umfassen 2,9% des BIP, eine Erhöhung um rund 35% ggü. dem Vorjahr. Kehrseite der Medaille ist allerdings eine spürbare Erhöhung der Verschuldung. Im Fiskaljahr 2022/23 dürfte das Fiskaldefizit 6,4% des BIP betragen. Die Regierung rechnet mit einem BIP-Wachstum in Höhe von 8 bis 8,5% für das Fiskaljahr 2022/23. Zu den belastenden Faktoren zählen nach wie vor die hohe Arbeitslosigkeit, die steigenden Inflation sowie steigende Omikron-Zahlen.

Rückblick 2021: MSCI Indien-Index weist 2021 eine kräftige Outperfomance aus

Der MSCI Indien-Index gewann im Jahr 2021 25,1 Prozent an Wert. Damit erzielte er sowohl gegenüber dem MSCI EM-Index (-4,6%) als auch gegenüber dem MSCI Welt-Index (+16,8%) eine deutliche Outperformance. Verantwortlich hierfür zeichneten vor allem die Bekanntgabe des indischen Haushalts-Budgets, das als sehr kapitalmarktfreundlich eingestuft wurde (es beinhaltet u.a. eine spürbare Erhöhung der Investitionen sowie Reformen auf der Angebotsseite) sowie die Konjunkturpakete der Regierung und eine Beschleunigung der Impfungen gegen Covid-19. In der Folge fielen die negativen konjunkturellen Effekte deutlich geringer als zuvor erwartet aus.

Die Hoffnungen auf eine forcierte Impfung der Bevölkerung gegen Covid-19 befeuerte die Börse in der zweiten Jahreshälfte 2021 ebenso wie eine Reihe von Start-ups (2021 gingen rund 30 „Einhörner“ an den Start, d.h. mit einem Marktwert von mehr als 1 Mrd. USD) sowie die ungebrochen üppige Liquidität im System und die Erwartung eines starken Wachstums der Firmengewinne in Höhe von fast 39% (J/J) für das Jahr 2021. Dies impliziert eine hohe KGV-Bewertung von 25,7. Die Märkte handeln auf Rekordhochs mit einer Standardabweichung von größer 2. Die Gefahr einer Korrektur ist auf diesen Bewertungshöhen deutlich gestiegen.

Fazit

Dank der fortgesetzten starken Erholung der globalen Konjunktur und der Aktienkurse gewann der MSCI Indien-Index im Jahr 2021 25,1% an Wert. Die Bekanntgabe eines kapitalmarktfreundlichen Budgets beflügelte die Börse im vergangenen Jahr ebenso wie Impffortschritte im Kampf gegen Covid-19. Zudem erlebte die Börse einen Neuemissionsboom bei Aktien. Im Jan./Feb. 2022 kam es zu Gewinnmitnahmen. Aufgrund der hohen Bewertung reduzieren wir unser Votum auf „Halten“.

Investition im Portfoliokontext

Wer eine Geldanlage plant, sollte diese nach den Gesichtspunkten Risiko, Ertrag und Liquidität beurteilen. Hier kann keine generelle Empfehlung erfolgen, da jeder Anleger eigene Vorstellungen und Voraussetzungen bezüglich dieser Werte hat. Aus diesem Grund kann trotz unserer aktuellen Empfehlung, z.B. aufgrund von Portfoliodiversifizierung, eine Anlage in den Amundi India UCITS ETF sinnvoll sein.

30. März 2022

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Amundi ETF Asset Management
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Indien
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN / ISIN A2H57G / LU1681043086
Fondsauflage 18.04.2018
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan -
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 30.06.2022
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 +6,43% / +28,52% / -
Volatilität (3 Jahre)3 24,12%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,80%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,80%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kosteninformation

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds