iShares Healthcare Innovation UCITS ETF - USD ACC

Investieren in Mega-Trend Healthcare

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Wachstumsperspektiven langfristig überdurchschnittlich
  • Physische Index-Nachbildung
  • Niedrige Geld-Brief-Spanne
  • ESG-Produkt nach Artikel 8 der EU-Verordnung 2019/2088 (Offenlegungsverordnung): Dieser Fonds ist ein Finanzprodukt, das im Rahmen seiner Anlagestrategie ökologische oder soziale Merkmale berücksichtigt und bewirbt

23.03.2021

Investmentansatz

Anlageziel des iShares Healthcare Innovation UCITS ETF

Der iShares Healthcare Innovation UCITS ETF strebt die Nachbildung der Performance eines Index an, der sich aus Unternehmen der Industrie- und Schwellenländer zusammensetzt, die erhebliche Einkommen aus spezifischen Sektoren generieren, die auf die Erweiterung des aktuellen Stands der medizinischen Behandlung und Technik fokussiert sind. Der ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds (Exchange Traded Fund, ETF), der möglichst genau die Wertentwicklung des STOXX Global Breakthrough Healthcare Index abbildet.

iShares Healthcare Innovation UCITS ETF

Der Index bildet die Wertentwicklung eines Segments von Eigenkapitalwerten innerhalb des STOXX Global Total Market Index (TMI) („Parent-Index“) ab, die umfangreiche Erträge aus Innovationen in der Gesundheitsversorgung erzielen. In dem Index enthaltene Unternehmen müssen mindestens 50% ihres Jahresumsatzes aus einem oder mehreren vordefinierten Sektoren in Verbindung mit dem Thema Innovationen in der Gesundheitsversorgung generieren, welche unter folgende Kategorien fallen: Generika, Immuntherapie (z. B. Stammzellenbehandlung) und IT-Unternehmen im Gesundheitswesen.

Physische Replikation des ETF

Physische Replikation baut auf der Grundidee des Indexnachbaus auf. Der iShares Healthcare Innovation UCITS ETF investiert in alle oder eine representative Auswahl der Wertpapiere des zugrunde liegenden Index (Optimised Sampling).

Allerdings ist ein Index kein statisches Gebilde und verändert sich im Detail. So bleibt die Gewichtung einzelner Aktien entsprechend ihrer Marktkapitalisierung und Entwicklung nicht auf Dauer gleich. Zudem werden immer wieder einzelne Titel ausgetauscht. Die einen verlassen den Index, andere kommen neu hinzu. Um diese Dynamik nachzuvollziehen, gilt es beim iShares Healthcare Innovation UCITS ETF nach einer bestimmten Zeit die Gewichtungen anzupassen und einzelne Titel auszutauschen.

Die Indexmethode umfasst sechs Untersektoren, um ein zielgerichtetes Engagement in dem spezifischen Thema zu bieten. Sinkt der Umsatz eines Unternehmens aus den vordefinierten Sektoren unter 45% des Gesamtumsatzes, wird es bei der nächsten Anpassung aus dem Index entfernt.

Wertentwicklung 5 Jahre

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Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft iShares
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Gesundheit/Pharma
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN A2ANH2
ISIN IE00BYZK4776
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,40%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Berichtssaison und Bewertung

Auch die Berichtssaison zum Jahresschluss 2020 wurde von den Widrigkeiten der Pandemie bestimmt. Insgesamt wiesen die Gesundheitskonzerne zwar solide Zahlen aus, doch gab es markante Unterschiede in den einzelnen Segmenten. Während die Diagnostik-Sparten grundsätzlich profitierten, zeigte sich der Pharmabereich partiell belastet. Darüber hinaus stiegen die Forschungs- und Entwicklungsausgaben. Zwar hoben die Konzerne, deren Impfstoffe gegen SARS CoV-2 zugelassen wurden, ihre Absatzprognosen an, doch müssen die Erwartungen nach Beendigung der Impfkampagnen wieder angepasst werden.

Insgesamt gab es deutlich weniger positive Überraschungen als in anderen Branchen, dafür überzeugten die Pharmakonzerne sowohl bei Gewinnen als bei Umsätzen mit gestiegenen Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahr. Der Gesundheitssektor gehört nach IT und Finanzen dauerhaft zu den Segmenten, die das größte Potential bei Aktienrückkäufen aufweisen. Die Dividendenrendite ist inzwischen nur noch durchschnittlich.

Direkte Auswirkungen des neuen Corona-Virus auf den Sektor

Wer entwickelt zuerst einen Impfstoff, ein wirkungsvolles Medikament oder eine flächendeckend einsetzbare Testreihe? Diese Themen wurden bei Einzelwerten an der Börse immer wieder gespielt und führten teilweise zu heftigen Kursreaktionen, die aber meist nicht von Dauer waren. Für die gesamte Branche waren diese Themen eher nebensächlich.

Der Schrecken über den Ausbruch der Pandemie und die nie erlebten Kontaktbeschränkungen sorgten dafür, dass viele Menschen einerseitsLebensmittel, aber auch die für sie wichtigen Medikamente horteten, was dann zwangsläufig zu Lieferengpässen führte, bzw. im letzteren Fall die bestehenden verstärkte. Auch der Run auf Nahrungsergänzungsmittel sowie rezeptfreie Präparate gegen Erkältungen und Allergien war sehr groß. Selbst wenn hier bald wieder eine Normalisierung eingetreten ist, sollte sich die Sensibilisierung für die eigene Gesundheit doch deutlich erhöht haben. Auch eine grundsätzlich ablehnende Haltung gegen Impfungen dürfte zumindest überdacht werden.

Negativ für die Branche war sicherlich die Blockierung von Betten auf Intensivstationen. Einerseits wurden so Operationen gestrichen, Krankenhäuser waren nicht mehr ausgelastet, klinische Studien wurde verschoben und die Zulassungsbehörde FDA führte zwischenzeitlich keine Kontrollen mehr durch. Auch Arztpraxen wurden wegen der allgemeinen Infektionsgefahr weniger frequentiert. Die Folge waren Produktionsstopps, entfallende Aufträge sowie Einschränkungen bei Forschung und Logistik. Da zusätzlich auf Grund von Werksschließungen und eingeschränkten Transportkapazitäten die Lieferketten unterbrochen wurden, stiegen die Preise für Wirkstoffe und Logistik.

Langfristthema Big Data

Im Gesundheitssektor bieten sich große Chancen durch die Künstliche Intelligenz (KI), die auf lernfähigen Algorithmen basiert. Die Verknüpfung und intelligente Analyse großer Datenmengen (Big Data) hebt die Effizienz sowie Qualität und ist auf alle Felder im Gesundheitssektor anwendbar.

In der Medizintechnik ist KI bereits Standard. So haben Algorithmen längst einen Großteil der Analysetätigkeit bei Röntgen- oder CT-Aufnahmen übernommen. Hand-Prothesen können mithilfe der KI vom Patienten wie eine gesunde Hand gesteuert werden. Auch kann KI allein anhand weniger Kniebeugen feststellen, wie hoch der Arthrose-Grad eines Patienten ist etc.

Dagegen hinkte die Pharmaindustrie in der digitalen Entwicklung lange hinterher, doch die KI hat auch hier mittlerweile ihren Siegeszug angetreten. In der Pharma-Branche herrscht nun ein regelrechter Datenrausch. KI revolutioniert vor allem die Arzneimittelentwicklung. Große Datenmengen können extrem schnell verarbeitet werden, KI entdeckt dabei versteckte Zusammenhänge, die zunächst einmal das Grundverständnis für viele Krankheiten vertiefen und somit möglicherweise Ansatzpunkte zur Behandlung liefern.

Gerade bei den sehr heterogenen Krebs- und den neurodegenerativen Erkrankungen spielt das sehr komplexe Zusammenspiel verschiedener Faktoren eine Rolle. KI ermöglicht bessere Prävention, genauere schnellere Diagnosen und personalisierte Therapien. Auch in der Medikamentenforschung selber werden die Prozesse optimiert. Neue Wirkstoffe zu finden ist zeitintensiv und vor allem teuer. Die Kosten hierfür können dank KI deutlich gesenkt werden, da mit diesem „Tool“ sowohl Prozesse automatisiert als auch Prognosen präziser getroffen werden können.

Aktuelle Einschätzung

Nur zum Höhepunkt der Corona-Krise bewies der Gesundheitsbereich wieder einmal seine defensiven Qualitäten. Marode Gesundheitssysteme wurden enttarnt und müssen über die nächsten Jahre auf die erlebten Anforderungen einer jederzeit wieder möglichen Virus-Epidemie ausgerichtet werden. Darüber hinaus dürfte das Thema Gesundheit und Fitness auch gesellschaftspolitisch stärker fokussiert werden.

Die Gesundheitsbranche überzeugt grundsätzlich durch Kontinuität, Sicherheit und Substanz. Die Unternehmen steigern stetig ihre Ausschüttungsquoten, reorganisieren die Konzernstrukturen mit klarer Fokussierung auf Kernbereiche und begegnen dem intensiven Wettbewerb zudem mit Übernahmen, Kooperationen und Partnerschaften. Bemerkenswert ist zudem die Innovationskraft. Dementsprechend bleibt der Sektor einer unserer Langfristfavoriten. Insbesondere Segmente Medizintechnik und Biowissenschaften stechen hier hervor und sollten verstärkt in den Fokus der Anleger rücken.

Aktuell sind aber andere Qualitäten gefragt. Anleger suchen zurückgebliebene Branchen mit schnellem Erholungspotential. Der durch die neuesten Hilfsprogramme und den fortschreitenden Impfverlauf angewachsene Konjunkturoptimismus rückt zunehmend zyklische Branchen in den Anlegerfokus. Langfristig sollte die Gesundheitsbranche durch den Ausbruch des neuen Corona-Virus aber an Attraktivität hinzugewonnen haben. Wir bestätigen unser Votum „Kauf“.

23. März 2021

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Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft iShares
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Gesundheit/Pharma
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN / ISIN A2ANH2 / IE00BYZK4776
Fondsauflage 08.09.2016
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Ja
Nachhaltigkeits- einstufung ESG-Produkt (Art. 8)
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 09.04.2021
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 +51,02% / +51,24% / -
Volatilität (3 Jahre)3 22,43%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,40%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,40%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kosteninvormation

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds