Xtrackers MSCI World Materials UCITS ETF

Abnehmender Konjunkturoptimismus belastet frühzyklische Branche

Votum: Halten

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Infrastrukturmaßnahmen und die Veränderung im weltweiten Energiemix wirken sich langfristig positiv auf die Branche aus
  • Überdurchschnittliche (geo-) politische Risiken belasten die frühzyklische Branche
  • Physische Indexnachbildung

19.11.2018

Investmentansatz

Anlageziel des Xtrackers MSCI World Materials UCITS ETF

Der Xtrackers MSCI World Materials UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des MSCI World Materials Total Return Net Index anknüpft.

MSCI World Materials TRN Index

Der Index bildet die Wertentwicklung von im MSCI WORLD Index enthaltenen und nach dem Global Industry Classification Standard (GICS®) in die Kategorie Materials (Grundstoffe) eingestuften Unternehmen nach. Dabei bildet der Index 85% der frei verfügbaren Aktien aus diesem Sektor ab.

Bei dem Index handelt es sich um einen Total Return Net Index. Dieser berechnet die Wertentwicklung der Indexbestandteile unter der Annahme, dass alle Dividenden und Ausschüttungen nach Abzug gegebenenfalls anfallender Steuern reinvestiert werden.

Physische Replikation des Index

Physische Replikation baut auf der Grundidee des Indexnachbaus auf. Der Xtrackers MSCI World Materials UCITS ETF investiert in alle oder eine representative Auswahl der Wertpapiere des zugrunde liegenden Index (Optimised Sampling).

Allerdings ist ein Index kein statisches Gebilde und verändert sich im Detail. So bleibt die Gewichtung einzelner Aktien entsprechend ihrer Marktkapitalisierung und Entwicklung nicht auf Dauer gleich. Zudem werden immer wieder einzelne Titel ausgetauscht. Die einen verlassen den Index, andere kommen neu hinzu. Um diese Dynamik nachzuvollziehen, gilt es beim Xtrackers MSCI World Materials UCITS ETF nach einer bestimmten Zeit die Gewichtungen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen und einzelne Titel auszutauschen.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft db x-trackers
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Grundstoffe
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN A113FL
ISIN IE00BM67HS53
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
TER2 0,30%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Total Expense Ratio, Gesamtkosten nach Angabe der Fondsgesellschaft für das letzte abgelaufene Geschäftsjahr

Positive Tendenzen der beiden Vorjahre und Abschwächung in 2018

Während die Grundstoffaktien den langjährigen Negativtrend (2011-2015) bereits im Verlauf von 2016 abschütteln konnten, gelang den Rohstoffpreisen erst mit Beginn des Jahres 2017 die endgültige Trendwende. Das weltweite Wirtschaftswachstum konnte vor allem im zweiten Halbjahr sukzessive zulegen. In Folge stiegen die Preise der Industriemetalle in diesem Jahr auch spekulativ unterstützt bis Mitte November deutlich an.

Kurzfristiger Trendwechsel

Mit Beginn des Jahres 2016 hatte dieser Trend gedreht. Die extrem negative Positionierung der spekulativen Anleger führte zu notwendigen Short-Eindeckungen bei Basismetallen. Lageraufstockungen sowie die aggressiveren geld- und fiskalpolitischen Lockerungen in China sorgten darüber hinaus für eine Zwischenerholung der Nachfrage. Die kurzfristige Abschwächung des US-Dollar unterstützte diese Entwicklung.

Die folgenden Preisanstiege bei Metallen waren die Grundlage dafür, dass die Branche Grundstoffe zusammen mit der Energie zu einem der stärksten Sektoren im Jahr 2016 avancierte. Allerdings basierte das positive Preissentiment nicht auf einem dynamischeren Wirtschaftswachstum, sondern vor allem auf der ultraexpansiven Geldpolitik der Notenbanken sowie den außerordentlichen Angebotsausfällen und -einschränkungen. Während die Aktienmärkte sich im gegebenen Umfeld lange Zeit prächtig entwickeln konnten, arbeiteten die meisten Rohstoffpreise dagegen lange Zeit an einer Bodenbildung.

Spätestens mit Beginn 2017 gelang dann auch hier der Trendwechsel. Das weltweite Wirtschaftswachstum konnte vor allem im zweiten Halbjahr sukzessive zulegen. In Folge stiegen die Preise der Industriemetalle in diesem Jahr auch spekulativ unterstützt bis Mitte November deutlich an. 2018 dürften sich positive und negative Faktoren in etwa die Waage halten. Einerseits sollten die höheren Preise zur Kapazitätsausweitung motivieren, auf der anderen Seite dämpfen aber umweltpolitisch bedingte Minenschließungen. Die steigenden Produktionskosten wiederum bremsen die Investitionsbereitschaft. Die niedrigen Lagerbestände an den Terminbörsen sichern gut nach unten ab.

Aktuelle Ausgangssituation

Die Bewertung der Branchensegmente entwickelt sich auf Basis der Gewinne höchst volatil und dreht nicht selten von einer klaren Überbewertung in eine spürbare Unterbewertung. Mit der Schwächephaseder Metalle und Minen (M&M) von März bis August 2017 war ein solcher Wechsel wieder eingetreten. M&M gehörte so zu den am niedrigsten bewerteten Sub-Sektoren. Darüber hinaus ist ihr Branchenanteil zu Gunsten der Chemie weiter gefallen. Der Bereich Chemie besitzt nun eine knapp doppelt so hohe Gewichtung wie M&M. Zwar konnte sich das Segment vor allem in der zweiten Jahreshälfte von 2017 wieder deutlich erholen, ohne allerdings die alten Bewertungsniveaus wiederzuerlangen.

Während die Subbranche M&M im letzten Jahr vergleichsweise volatil war, konnten sich hingegen die beiden anderen Segmente Baustoffe und Chemie stabil entwickeln. Inzwischen hat sich der Bewertungsspread zwischen den Subbranchen wieder etwas eingeengt. Gegenüber dem Gesamtmarkt besteht eine klare Unterbewertung.

In den USA standen Grundstoffe bereits im ersten Halbjahr 2018 unter Druck und nehmen inzwischen klar den letzten Platz unter den US-Branchen ein. Im EUROSTOXX 50 bewiesen vor allem M&M und mit Abstrichen die Chemie bis zum Herbst relative Stärke. Doch inzwischen hat auch hier die Stimmung gedreht und die beiden Segmente entwickeln sich auch hier deutlich unterdurchschnittlich. Auch das Baustoffsegment musste den beiden starken Vorjahren etwas Tribut zollen und hinkt im Euroraum den anderen Bereichen hinterher.

Fazit

Das knappe und unsichere Angebot stützt zwar noch die Preise der Basismetalle, doch dürfte die zunehmende zyklische Preise der Basismetalle, doch dürfte die zunehmende zyklische insbesondere das Umfeld für M&M wegen der drohenden Eskalation im US-Handelskrieg mit China deutlich verschlechtert. Zudem belasten steigende Produktionskosten. Auch Chemie und Baumaterialien dürften künftig unter der sich abschwächenden Konjunkturdynamik leiden. Wir stufen das Votum auf „Halten“ herab.

19. November 2018

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft db x-trackers
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Grundstoffe
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN / ISIN A113FL / IE00BM67HS53
Fondsauflage 22.03.2016
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 14.12.2018
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -9,48% / - / -
Volatilität (3 Jahre)3 -
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,30%
Performanceabhängige Vergütung -
TER2 0,30%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Total Expense Ratio, Gesamtkosten nach Angabe der Fondsgesellschaft für das letzte abgelaufene Geschäftsjahr

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)