Xtrackers MSCI World Communication Services UCITS ETF

Bewertungskluft zwischen Telekoms und Unterhaltung wird größer

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Hohe Kreativität und Innovationskraft bei „Interaktive Medien u. Dienstleistungen“
  • Starke Synergieeffekte bei der Verschmelzung der ehemaligen Teilbereiche, aber auch attraktive neue Geschäftssegmente, die ergänzend wirken
  • Restrukturierungs- und Konsolidierungsfantasie weiter hoch
  • Physische Indexnachbildung

12.08.2020

Investmentansatz

Anlageziel des Xtrackers MSCI World Telecom Services UCITS ETF

Der Xtrackers MSCI World Telecom Services UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des MSCI World Telecommunication Services Total Return Net Index anknüpft.

MSCI World Telecommunication Services TRN Index

Der Index bildet die Wertentwicklung von im MSCI WORLD Index enthaltenen und nach dem Global Industry Classification Standard (GICS®) in die Kategorie Telecommunication Services (Telekommunikation) eingestuften Unternehmen nach. Dabei bildet der Index 85% der frei verfügbaren Aktien aus diesem Sektor ab.

Bei dem Index handelt es sich um einen Total Return Net Index. Dieser berechnet die Wertentwicklung der Indexbestandteile unter der Annahme, dass alle Dividenden und Ausschüttungen nach Abzug gegebenenfalls anfallender Steuern reinvestiert werden.

Physische Indexnachbildung

Physische Replikation baut auf der Grundidee des Indexnachbaus auf. Der Xtrackers MSCI World Telecom Services UCITS ETF investiert in alle oder eine repräsentative Auswahl der Wertpapiere des zugrunde liegenden Index (Optimised Sampling).

Allerdings ist ein Index kein statisches Gebilde und verändert sich im Detail. So bleibt die Gewichtung einzelner Aktien entsprechend ihrer Marktkapitalisierung und Entwicklung nicht auf Dauer gleich. Zudem werden immer wieder einzelne Titel ausgetauscht. Die einen verlassen den Index, andere kommen neu hinzu. Um diese Dynamik nachzuvollziehen, gilt es beim Xtrackers MSCI World Telecom Services UCITS ETF nach einer bestimmten Zeit die Gewichtungen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen und einzelne Titel auszutauschen.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Xtrackers
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Kommunikation
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN A113FK
ISIN IE00BM67HR47
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,30%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Bewertung der Branche

Die Telekommunikationsunternehmen verfügen über vergleichsweise stabile Einkommensquellen. Die Konzerne generieren langfristig sichere Cash- Ströme, die immer noch hohen Dividendenrenditen sind ein wesentliches Investmentargument. Wir sehen die für neue Geschäftsideen offene Branche auf einem guten Weg, die beschriebenen strukturellen Probleme konzeptionell zu lösen. Angesichts der schwachen Performance über mehr als ein Jahr hat sich die ehemalige spürbare Überbewertung inzwischen auf einem Niveau eingependelt, dass deutlich unter dem Marktdurchschnitt liegt.

Der harte Kampf um Anteile in den bereits zu großen Teilen gesättigten Märkten hat aber auch seine Nachteile. Ein ausufernder Wettbewerb sorgt in den Industrienationen beim reinen Mobilfunkgeschäft für ständig rückläufige ARPU-Zahlen (durchschnittlicher Umsatz pro User). Die zunehmende Produktangleichung ist ein zusätzliches Problem. Da über Netzqualität und Hardware kaum mehr ein signifikanter Wettbewerbsvorteil zu gewinnen ist, sind die Anbieter gezwungen, über die Servicequalität und nicht zuletzt den Preis zu konkurrieren.

Der zuletzt immer intensivere Wettbewerb wirkte sich zunehmend auf die Margen aus. In der aktuellen Phase liefern sich die Marktteilnehmer einen intensiven Verdrängungswettbewerb und investieren wieder stärker, als letztendlich operative Gewinne einstreichen zu können. Die Dividendenrendite bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau.

Interaktive Medien und Dienstleistungen

Diese Subbranche sticht absolut heraus. Die beiden Konzerne Alphabet (Google) und Facebook vereinen allein rund ein Drittel der gesamten Marktkapitalisierung der gesamten Branche auf sich. Allerdings sind die Börsenstars der letzten Jahre zuletzt in sehr schwieriges Fahrwasser geraten. Die immer weiter gestiegenen Bewertungen und die sich summierenden Probleme führten im vierten Quartal 2018 zu massiven Kursabschlägen. Im allgemeinen Aufwärtstrend seit Beginn 2019 konnten die Konzerne aber den Großteil der Verluste aufholen.

Die letzten Gewinnberichte zeigen auf, dass das Umfeld schwieriger geworden ist. Facebook befindet sich in einer wichtigen Umbauphase, in der die Werbung der veränderten Forennutzung angepasst werden muss. Alphabet belasten wegen der neuen regulatorischen Anforderungen ein erweiterter Investitionsbedarf und steigende Kosten. Neben dem dominierenden Werbegeschäft muss man dringend neue Ertragssäulen aufbauen (Cloud-Computing, Künstliche Intelligenz, Sprachassistenten, autonomes Fahren, Visual Search).

2019 mussten beide Konzerne erneut Strafen in Milliardenhöhe wegstecken, konnten aber größtenteils operativ überzeugen. Der Jahresauftakt 2020 verlief trotz Corona vergleichsweise solide. Facebook vermeldete zwar eine nachlassende Nachfrage nach Internetwerbung, konnte aber dennoch mit seinen Umsätzen überzeugen. Künftig will man mit Facebook-Shops die diversen Netzwerkkanäle für Online-Geschäfte nutzen und so den etablierten Plattformen Amazon und eBay Konkurrenz machen.

Alphabet fielen im März die Werbeeinnahmen weg, zeigte sich aber dank des Cloud-Geschäfts und einer hohen Nutzung von YouTube sehr widerstandfähig. Auch wenn Q2 deutlich schwieriger verlaufen sein dürfte, erscheinen beide Konzerne relativ gut gegen die Pandemie-Belastungen gewappnet.

Fazit

Der eigentlich heterogene Sektor wird klar dominiert von den Schwergewichten Alphabet und Facebook (Branchenanteil knapp 36%) aus dem ehemaligen Bereich IT Software & Services. Diese vereinen zwar immenses Wachstumspotential, sind aber auch dem Risiko verschärfter Datenschutzregeln unterworfen, was Ende 2018 zu deutlichen Kursreaktionen führte. Telekoms und Medien bewirken eine defensive Stabilisierung, besitzen aber keine vergleichbaren Gewinnperspektive. Wir votieren weiterhin mit „Kauf“.

12. August 2020

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Xtrackers
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Kommunikation
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN / ISIN A113FK / IE00BM67HR47
Fondsauflage 16.03.2016
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Ja
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 23.09.2020
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 +3,01% / +24,00% / -
Volatilität (3 Jahre)3 18,86%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,30%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,30%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kosteninformation

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)