Xtrackers MSCI World Consumer Staples UCITS ETF

Leere Supermarktregale – war da mal was?

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Defensivqualitäten: Vergleichsweise geringe Markt- und Konjunkturabhängigkeit
  • Corona-Epidemie dürfte unterdurchschnittlich belasten
  • Langfristig stablies Umsatzwachstum
  • Niedrige Geld-Brief-Spanne
  • Physische Index-Nachbildung

16.06.2020

Investmentansatz

Anlageziel des Xtrackers MSCI World Consumer Staples UCITS ETF (DR)

Der Xtrackers MSCI World Consumer Staples UCITS ETF (DR) ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des MSCI World Consumer Staples Total Return Net Index anknüpft.

MSCI World Consumer Staples TRN Index

Der MSCI World Consumer Staples Total Return Net Index ist ein nach dem Streubesitzanteil gewichteter Index, der die Wertentwicklung von an Aktienmärkten in den Industrieländern notierten Unternehmen abbilden soll. Der MSCI World Consumer Staples Total Return Net Index bildet die Wertentwicklung von im MSCI World Consumer Staples Index enthaltenen und nach dem Global Industry Classification Standard (GICS®) in die Kategorie Consumer Staples (Basiskonsumgüter) eingestuften Unternehmen nach.

Der Sektor Consumer Staples (Basiskonsumgüter) umfasst beispielsweise Lebensmittel, Lebensmitteleinzelhandel sowie Haushalts- und Pflegeprodukte. Die Gewichtung eines Unternehmens im Index hängt von seiner relativen Größe, gemessen am Gesamtwert der frei verfügbaren Aktien eines Unternehmens im Vergleich zu anderen Unternehmen, ab. Der Index soll 85% der frei verfügbaren Aktien des Sektors Consumer Staples (Basiskonsumgüter) aus Industrieländern abbilden.

Bei dem Index handelt es sich um einen Total Return Net Index. Dieser berechnet die Wertentwicklung der Indexbestandteile unter der Annahme, dass alle Dividenden und Ausschüttungen nach Abzug gegebenenfalls anfallender Steuern reinvestiert werden.

Physische Replikation des Index

Physische Replikation baut auf der Grundidee des Indexnachbaus auf. Der Xtrackers MSCI World Consumer Staples UCITS ETF investiert in alle oder eine repräsentative Auswahl der Wertpapiere des zugrunde liegenden Index (Optimised Sampling).

Allerdings ist ein Index kein statisches Gebilde und verändert sich im Detail. So bleibt die Gewichtung einzelner Aktien entsprechend ihrer Marktkapitalisierung und Entwicklung nicht auf Dauer gleich. Zudem werden immer wieder einzelne Titel ausgetauscht. Die einen verlassen den Index, andere kommen neu hinzu. Um diese Dynamik nachzuvollziehen, gilt es beim Xtrackers MSCI World Consumer Staples UCITS ETF (DR) nach einer bestimmten Zeit die Gewichtungen anzupassen und einzelne Titel auszutauschen.

Wertentwicklung 5 Jahre

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Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Xtrackers
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Verbrauchsgüter
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN A113FG
ISIN IE00BM67HN09
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,30%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Bisherige Entwicklung

Die vergleichsweise defensiven Basiskonsumgüteraktien zeigen ihre Qualität besonders in schwierigen Aktienjahren, während sie dem Markt in Boomphasen eher hinterherhinken. Nach dem vergleichsweise freundlichen Jahresstart sind die Märkte in eine durch die Corona-Epidemie ausgelöste Panik verfallen. Die Infektionswelle hat Implikationen auf Produktion, Logistik und Nachfrage. Während die zyklischen Konsumgüter eher entbehrlich sind, bleiben Basiskonsumgüter vielfach „lebensnotwendig“. In diesem Umfeld gehen wir davon aus, dass sich diese Unternehmen deshalb vergleichsweise überdurchschnittlich resistent zeigen.

Grundsätzlich positive fundamentale Basis

Die geringe Konjunkturreagibilität und die niedrige Schwankungsbreite des Konsums (im Vergleich zu Investitionen) sollten dem Sektor in einer Situation, in der die härteste Rezession seit den Weltkriegen eingetreten ist, dauerhaft als attraktive Eigenschaften ausgelegt werden. In der aktuellen Erholungsphase hat allerdings das Sentiment gedreht und Zykliker sind stärker in den Fokus gerückt.

Gesundheit zunehmend im Fokus

Während die im Gebrauchgütersektor gelisteten Fast-Food-Restaurants angesichts der immer stärker werdenden Gesundheitsbedenken bereits sukzessive ihr Angebot umzustellen begonnen haben, sind auch die Softdrink-Hersteller immer stärker unter Beschuss geraten. Da nach Frankreich (und Mexiko) auch die britische Regierung die Erhebung einer Steuer auf zuckerhaltige Getränke beschlossen hat, wird sich die Getränkeindustrie weiter Richtung zuckerreduzierter Softdrinks, bzw. Säfte und Wasser orientieren. Bereits in den letzten Quartalen waren die Absätze der stark kalorienhaltigen Getränke deutlich rückläufig gewesen.

So geht man beispielsweise im Bereich Tabak neue Wege. Die immer stärkeren Restriktionen durch die Gesundheitsbehörden haben inzwischen selbst die Tabakproduzenten dazu gebracht, die bisherige Strategie zu ändern und den Zigarettenkonsum in Frage zu stellen. Vielmehr versucht man auf neue margenstarke Produkte wie E-Zigaretten oder Verdampfer umzulenken, die ähnlich süchtig machen, aber das Krebsrisiko senken sollten. Doch auch diese werden inzwischen von den Regulierungsbehörden kritisch gesehen.

Lebensmittel/Getränke/Tabak (Neutral gewichten)

Die Quartalsvorlagen der Lebensmittelgesellschaften zeigten in den letzten Jahren sinkende organische Wachstumsraten auf. Sowohl Nestlé, Danone als auch Unilever stellen sich auf einen weiter schwierigen Konsumententrend in Europa, schwankende Wechselkurse und immer wieder aufkommende Probleme in den BRIC-Staaten ein.

Seither zeigt sich allerdings Licht am Horizont. Insbesondere zum Jahresauftakt 2019 überzeugten die Lebensmittelkonzerne auf breiter Ebene. Vor allem in Schwellenländen konnte das organische Wachstum überzeugen. Als Wachstumstreiber erwiesen sich nicht die alten Kernprodukte, sondern die neuen Trendthemen Wasser, Kaffee, Säuglingsnahrung und auch Tierfutter. Auch im Folgequartal übertraf man die Erwartungen an das organische Umsatzwachstum. In Q3 herrschen aber wieder Abschwächungstendenzen vor. Nestlé konnte zwar noch die Markterwartungen erfüllen, litt aber unter einer relativ schwachen Preisentwicklung und rückläufigem Wachstum in China.

Das Jahresauftaktquartal 2020 zeigte ein komplett verändertes Bild. Einerseits profitierte man von den Hamsterkäufen, weiß aber genau, dass dies ein einmaliger Effekt ist und diese Umsätze wieder abflachen werden. Produkte, die vornehmlich in Restaurants verwendet werden, waren hingen schwach, deren Absatz sollte sich aber mit den Lockerungen wieder stabilisieren. Positiv verlief das Online-Geschäft und hier sollte es sich um einen dauerhaften Trend handeln. Auch die Lebensmittelproduzenten sehen aktuell keine sichere Basis, um eine realistischen Ausblick zu geben. Wir nehmen unser Votum wieder auf neutral gewichten zurück.

Auch für die Getränkehersteller stellten zuletzt Währungsverwerfungen und die Umstellung auf neue Verbrauchergewohnheiten starke Belastungen dar. Coca Cola baut schon länger seine Produktpalette von zuckerhaltigen Limonaden Richtung Smoothies, Tees und kalorienreduzierte Getränke um, dabei punktete der Konzern vor allem in den USA mit der neuen „Coca Cola Zero Sugar“. Dieser Schwenk, die schlankere Konzernstruktur (u.a. Auslagerung des kostenintensiven Abfüllgeschäfts) sowie der Umbau zu einem „Lizenzmodell“ scheinen sich neben Preiserhöhungen (bzw. geringeren Abfüllgrößen) auszuzahlen.

Fazit

Nahrungsmittelproduzenten und Tabakindustrie sind angesichts der sich verändernden Lebenswerte gezwungen, ihre Produktpalette neu auszurichten. Die Supermarktketten agieren in einem unverändert hart umkämpften Markt. Einzig Haushaltsprodukte entwickeln sich relativ stabil. Mit den zunehmenden Lockerungen schwindet auch der bisherige Pandemie-Schock an der Börse und die defensiven Qualitäten der Branche treten wieder hinter die strukturellen Probleme zurück. Wir senken das Votum wieder auf „Kauf“.

16. Juni 2020

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Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Xtrackers
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Verbrauchsgüter
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN / ISIN A113FG / IE00BM67HN09
Fondsauflage 09.03.2016
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Ja
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 19.09.2020
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -1,78% / +17,78% / -
Volatilität (3 Jahre)3 14,50%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,30%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,30%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kosteninformation

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten, auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten, sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds