Xtrackers MSCI World Energy UCITS ETF

Geschichtsträchtiger Ölpreiskollaps

Votum: Verkauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Nachfrage coronabedingt eingebrochen
  • Niedrige Geld-Brief-Spanne

14.05.2020

Investmentansatz

Anlageziel des Xtrackers MSCI World Energy UCITS ETF

Der Xtrackers MSCI World Energy UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des MSCI World Energy Total Return Net Index anknüpft.

MSCI WOLRD ENERGY TRN INDEX

Der Index bildet die Wertentwicklung von im MSCI WORLD Index enthaltenen und nach dem Global Industry Classification Standard (GICS®) in die Kategorie Energy (Energie) eingestuften Unternehmen nach. Dabei bildet der Index 85% der frei verfügbaren Aktien aus diesem Sektor ab.

Bei dem Index handelt es sich um einen Total Return Net Index. Dieser berechnet die Wertentwicklung der Indexbestandteile unter der Annahme, dass alle Dividenden und Ausschüttungen nach Abzug gegebenenfalls anfallender Steuern reinvestiert werden.

Physische Replikation des Index

Physische Replikation baut auf der Grundidee des Indexnachbaus auf. Der Xtrackers MSCI World Energy UCITS ETF investiert in alle oder eine repräsentative Auswahl der Wertpapiere des zugrunde liegenden Index (Optimised Sampling).

Allerdings ist ein Index kein statisches Gebilde und verändert sich im Detail. So bleibt die Gewichtung einzelner Aktien entsprechend ihrer Marktkapitalisierung und Entwicklung nicht auf Dauer gleich. Zudem werden immer wieder einzelne Titel ausgetauscht. Die einen verlassen den Index, andere kommen neu hinzu. Um diese Dynamik nachzuvollziehen, gilt es beim Xtrackers MSCI World Energy UCITS ETF nach einer bestimmten Zeit die Gewichtungen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen und einzelne Titel auszutauschen.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Deutsche Asset Management (UK) Limited
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Energie
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN A113FF
ISIN IE00BM67HM91
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,30%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Ölpreise im freien Fall

Im Rahmen des Förderkürzungsabkommen konnte sich Saudi Arabien mit seiner Forderung, wegen des Nachfrageeinbruchs durch Corona eine zusätzliche Drosselung um 1,5 Mio. durchzuführen, vor allem gegenüber Russland nicht durchsetzen. Als dann Saudi Arabien entschied, den Ölhahn sogar aufzudrehen, war das Kartell gescheitert.

Unter anderem auch diese Entwicklung hatte die Ölpreise bereits deutlich unter Druck gesetzt, doch war es letztendlich der Verfall-Termin für den Mai-Kontrakt bei WTI am 21. April, der für den völligen Kollaps sorgte. Erstmals in der Historie fielen Ölpreise auf ein negatives Niveau. Einerseits dürfte dies hauptsächlich technische Hintergründe gehabt haben, aber die Ausgangsbasis waren eine starker Kaufüberhang, ein Überangebot an Öl sowie überfüllte Lager.

Auch beim nächsten Terminverfall kann erhöhter Preisdruck drohen, da sich das Umfeld wohl nicht so schnell ändern sollte. Wir rechnen damit, dass die Ölpreise kurzfristig im Bereich der aktuellen niedrigen Niveaus bleibensollten. Erst ein wesentlicher Anstieg der Nachfrage (der im zweiten Halbjahr anstehen sollte, sofern die Infektionszahlen weitere Rückführungen der „Lockdowns“ zulassen) bzw. eine deutlich verringerte Produktion dürfte die Ölpreise dauerhaft stabilisieren.

Historische Investitionskürzungen, Einfrieren der Aktienrückkaufprogramme, was wird aus den Dividenden?

Die Ölindustrie reagierte sehr schnell auf den Ölpreisverfall, die meisten großen integrierten Konzerne kürzten ihre Investitionsbudgets in Größenordnungen zwischen 20% und 40%, die laufenden Aktienrückkaufprogramme wurde größtenteils ausgesetzt, Kostensenkungsmaßnahmen deutlich intensiviert. Equinor senkte seine Q1- Dividende um 67%, Shell um 66% und der Ausrüster Schlumberger um 75%. Apache, Spezialist für Förderung im Bereich US-Schieferöl, beabsichtigt sogar, seine Dividende zu zehnteln.

Bleiben die Ölpreise auch im zweiten Quartal auf diesen niedrigen Niveaus, dürften andere Konzerne mit entsprechenden Maßnahmen folgen. Aktuell läuft die Berichtssaison, die weitere negative Zahlen und Ankündigungen für die Anleger bereithalten könnte.

Allgemeine Einschätzung

Fehlende Förderdisziplin, nahezu ausgeschöpfte Lagerkapazitäten und das krisenbedingte Einbrechen der Nachfrage führten zu einem historischen Ölpreiskollaps. Auch wenn im zweiten Halbjahr wieder mit verbesserten Bedingungen zu rechnen sein dürfte, werden die Ölpreise kurzfristig unter Druck bleiben und die Ölkonzerne zu weiteren Kostensenkungen zwingen. Müssen in diesem Zuge weitere Dividenden gesenkt werden, wäre dies ein weiterer Tiefpunkt für die weltweite Ölindustrie. Wir reduzieren unser Votum auf „Verkauf“.

14. Mai 2020

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Deutsche Asset Management (UK) Limited
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Energie
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN / ISIN A113FF / IE00BM67HM91
Fondsauflage 09.03.2016
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Ja
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 23.09.2020
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -45,30% / -41,02% / -
Volatilität (3 Jahre)3 31,79%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,30%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,30%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds