Lyxor EURO STOXX 50 Daily (-1x) Inverse UCITS ETF - ACC

Ukraine-Krieg belastet die europäischen Aktienmärkte

Votum: Halten

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Die Wirtschaft im Euroraum dürfte 2022 wachsen, doch die Rohstoffpreiskrise trübt das Wachstumspotential zunehmend
  • Günstiges Kurs-Gewinn-Verhältnis des Euro Stoxx 50
  • Gegenläufige Kursentwicklung des EURO STOXX 50
  • Synthetische Index-Nachbildung

11.03.2022

Investmentansatz

Anlageziel des Lyxor EURO STOXX 50 Daily (-1x) Inverse UCITS ETF - ACC

Der Lyxor EURO STOXX 50 Daily (-1x) Inverse UCITS ETF - Acc ist ein OGAW-konformer börsengehandelter Fonds mit dem Ziel, den Referenzindex EURO STOXX 50 Short Return Index so genau wie möglich abzubilden.

Der EURO STOXX 50 Short Return Index bildet die inverse Performance des Euro STOXX 50 ab (Fremdkapitalverzinsung nach EONIA).

Eine positive Veränderung des Euro STOXX 50 führt zu einer negativen Veränderung des EURO STOXX 50 Short Return Index und eine negative Veränderung des Euro STOXX 50 führt zu einer positiven Veränderung des EURO STOXX 50 Short Return Index ungefähr gleichen prozentualen Ausmaßes auf Tagesbasis in der Strategie.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet. Das bedeutet, swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio (sogenannter Basket) und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit meinem Swap-Partner einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Hieraus ergeben sich sowohl für den Swap-Partner als auch für den Fonds Zahlungsverpflichtungen. Entwickeln sich beispielsweise die im Index enthaltenen Wertpapiere besser als die vom Fonds erworbenen, ist der Swap-Partner verpflichtet, den Unterschied in der Wertentwicklung an den Fonds zu zahlen.

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (der Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs in der Regel nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor International Asset Management S.A.S.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Eurozone Short
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Theasaurierend
WKN A0MNT8
ISIN FR0010424135
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 -
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,40%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Rohstoffpreise-Krise belastet Gewinnaussichten für den Euro Stoxx 50

Die Gewinne der Unternehmen im Euro Stoxx 50 haben sich im Jahr 2021 kräftig erholt, und das durchschnittliche erwartete Gewinnwachstum für 2021 liegt bei beeindruckenden 68%. Die Gewinnerwartungen für das Geschäftsjahr 2022 wurden im vergangenen Quartal dank einer überzeugenden Gewinnsaison nochmals um 5% von 266 auf 281 Indexpunkte erhöht, womit das für 2022 erwartete Gewinnwachstum bei 8% liegt.

Mit dem durch den Ukraine-Kriegs ausgelösten Schock explodierender Rohstoffpreise drohen nun jedoch bald wieder negative Gewinnrevisionen am europäischen Aktienmarkt. Es besteht das Risiko, dass die Unternehmensgewinne für 2022 schließlich unter dem Niveau des Jahres 2021 liegen werden.

Auch auf Unternehmensebene hatten sich die Gewinntrends für das Geschäftsjahr 2022 im Vorfeld des Ukraine-Kriegs positiv entwickelt. Für 34 der Unternehmen im Euro Stoxx 50 sind die Markterwartungen für den Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2022 im vergangenen Quartal nach oben revidiert worden. Für 17 der 50 Unternehmen wurden die Gewinnprognosen sogar um mehr als 5% erhöht. Dagegen wurden nur für sechs der 50 Unternehmen die Gewinnprognosen um mehr als 5% reduziert.

Die Rohstoffpreiskrise wird nun jedoch zu einem zunehmend negativen Gewinnrevisionsmomentum führen. Viele Unternehmen müssen mit deutlich höheren Inputkosten klarkommen, und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage wird unter anderem durch die sehr hohen Energiepreise unter Druck kommen.

Leitzinswenden und Ukraine-Sorgen: KGV wieder unter dem Zehn-Jahres-Durchschnitt

Die lange Liste der Risikofaktoren – Omikron, Inflation, Leitzinswende, Ukraine – hat in den vergangenen Monaten zu einem deutlich fallenden Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für europäische Aktien geführt. Das KGV für den Euro Stoxx 50 ist seit Mitte 2021 deutlich von 20 auf 12 gefallen, da sich neben den Kursverlusten auch der Trend der Gewinnerwartungen für die 50 Euro Stoxx-Unternehmen zuletzt trotz Corona-Beschränkungen robust nach oben bewegt hat. Der Euro Stoxx 50 notiert damit wieder mit einem KGV deutlich unter dem Zehn-Jahres-Durchschnitt von 14.

Erwartete Dividendenrendite des Euro Stoxx 50 steigt wieder auf 3,6%

Die erwartete Dividendenrendite des Euro Stoxx 50 ist aufgrund der jüngsten Kursverluste wieder auf 3,6% gestiegen. Damit liegt die Rendite wieder leicht über dem Zehn-Jahresdurchschnitt von 3,5%. Doch dieser Vergleich zur Vergangenheit berücksichtigt nicht, dass im Gegensatz zu früheren Börsenzyklen Anleger nur noch geringe Renditen in anderen Assetklassen finden.

Fazit

Der Start in das Börsenjahr 2022 ist für die europäischen Aktienmärkte aufgrund großer Inflationssorgen und des Ukraine-Kriegs sehr enttäuschend verlaufen. Zwar werden internationale Anleger europäische Aktien meiden, solange der tragische Putin-Krieg weitergeht. Jedoch liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis für den Euro Stoxx 50 mit 12 bereits sieben Punkte unter dem KGV des S&P 500.

Einsatz im Portfoliokontext

Wer eine Geldanlage plant, sollte diese nach den Gesichtspunkten Risiko, Ertrag und Liquidität beurteilen. Hier kann keine generelle Empfehlung erfolgen, da jeder Anleger eigene Vorstellungen und Voraussetzungen bezüglich dieser Werte hat. Aus diesem Grund kann trotz unserer aktuellen Empfehlung, z.B. aufgrund von Portfoliodiversifizierung, eine Anlage in den Lyxor EURO STOXX 50 Daily (-1x) Inverse UCITS ETF - ACC sinnvoll sein.

11. März 2022

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Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor International Asset Management S.A.S.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Eurozone Short
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Theasaurierend
WKN / ISIN A0MNT8 / FR0010424135
Fondsauflage 03.04.2007
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan -
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 30.06.2022
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 +4,65% / -27,57% / -35,40%
Volatilität (3 Jahre)3 23,57%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 -
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,40%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,40%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kosteninformation

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
  • Der Fonds ermöglicht die Teilhabe an der Entwicklung der internationalen Aktienmärkte und damit eine besonders breite Streuung (Diversifikation) des Fondsportfolios, sodass dieser weniger abhängig von der Entwicklung einzelner Regionen ist

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Steigt der Basisindex, fällt der Wert des ETFs
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds