iShares MSCI Brazil

Der MSCI Brasilien-Index erzielt Underperformance im April 2026

Votum: Halten

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie im Basisinformationsblatt (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Jährliche Ausschüttung der Erträge
  • Physische Index-Nachbildung
  • Niedrige Geld-Brief-Spanne

20.05.2026

Investmentansatz

Anlageziel des iShares MSCI Brazil UCITS ETF (Inc)

Der iShares MSCI Brazil UCITS ETF (Inc) ist ein börsengehandelter Indexfonds (Exchange Traded Fund, ETF), der möglichst genau die Wertentwicklung vom MSCI Brazil Index abbildet.

MSCI Brazil Index

Der MSCI Brazil UCITS ETF (Inc) bildet die Entwicklung von Brasiliens großen bis mittelgroßen Unternehmen mit einer Gesamtmarktkapitalisierung von rund 84% ab. Der Index misst die Wertentwicklung von Unternehmen mit hoher und mittlerer Marktkapitalisierung in Brasilien. Unternehmen sind im Referenzindex entsprechend Ihrer Freefloat-Marktkapitalisierung gewichtet. Das bedeutet, dass bei der Berechnung des Referenzindex nur Aktien herangezogen werden, die ausländischen Anlegern zur Verfügung stehen, und nicht sämtliche ausgegebene Aktien eines Unternehmens.

Die Freefloat-Marktkapitalisierung ist das Produkt aus dem Aktienkurs eines Unternehmens und der Anzahl der Anteile, die ausländischen Anlegern zur Verfügung stehen.

Physische Replikation des ETF

Physische Replikation baut auf der Grundidee des Indexnachbaus auf. Dabei wird ein ETF so zusammengestellt, dass er tatsächlich die Anteile aller Wertpapiere enthält, die sich auch im zugrunde liegenden Index finden.

Allerdings ist ein Index kein statisches Gebilde und Details verändern sich im Zeitablauf. So bleibt die Gewichtung einzelner Aktien entsprechend ihrer sich täglich ändernden Marktkapitalisierung nicht auf Dauer gleich. Zudem werden immer wieder einzelne Titel ausgetauscht. Die einen verlassen den Index, andere kommen neu hinzu. Um diese Dynamik nachzuvollziehen, gilt es beim iShares MSCI Brazil UCITS ETF nach einer bestimmten Zeit die Gewichtungen anzupassen und einzelne Titel auszutauschen.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft iShares
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Brasilien
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Replikationsmethode Voll replizierend (Physisch)
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN A0HGWA
ISIN IE00B0M63516
Produktgruppe Aktien, Aktienfonds, Aktien-ETFs
Sparplanfähig Ja
VL-fähig Ja
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,74%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Bovespa legt seit Anfang 2025 um rund 30 Prozent zu

Der MSCI Brasilien-Index erzielte im April eine deutliche Underperformance gegenüber dem MSCI EM-Index. Der kräftige Anstieg des MSCI EM-Index resultiert vor allem aus der sehr starken Performance der Halbleiterindustrie in Südkorea und Taiwan, die von einer außergewöhnlich hohen Nachfrage nach KI-fähigen Speicherchips profitieren. In Brasilien hatten in Q1 2026 u.a. verbesserte Einzelhandelsumsätze, ein fester Arbeitsmarkt, ein starkes Lohnwachstum, die Aussicht auf den Beginn des Zinssenkungszyklus und nicht zuletzt ein niedriger als erwartet ausgefallenes Budgetdefizit für deutliche Kursanstiege gesorgt.

Brasilien profitierte überdies vom Ausbruch des Nahostkonfliktes Ende Februar 2026, der zu einem spürbaren Anstieg einiger Rohstoffpreise (u.a. Rohöl) führte. Zwar erhöhen sich durch den höheren Ölpreis auch in Brasilien zeitweise die Inflation bzw. die Inflationserwartungen. Da Brasilien aber ein Nettoexporteur von Öl ist, dürfte das BIP im Jahr 2026 etwas höher ausfallen.

Der Bovespa-Index hat seit Anfang 2026 um rund 10% zugelegt (per 15. Mai), notiert aber rund 10% unter seinem Jahreshoch von 198.657 Punkten (14. April). Die Korrektur der vergangenen Wochen liegt u.a. an der gestiegenen Unsicherheit in Bezug auf die Präsidentschaftswahlen im Oktober 2026 sowie an der Erwartung deutlich geringerer Leitzinssenkungen als ursprünglich angenommen. Der Bovespa ist derzeit mit einem KGV von 12 recht fair bewertet. Auf IBES-Basis erwartet der Konsensus ein Wachstum der Unternehmensgewinne in Höhe von 45% (J/J) für 2026 sowie von 14% (J/J) für 2027.

Nach der kräftigen Aufwertung des brasilianischen Real gegenüber dem USD (+10%, per 18. Mai) erachten wir die brasilianische Währung kurzfristig als überkauft und erwarten eine moderate Abwertung in den kommenden Wochen. Der Leitzinssenkungszyklus hat unterdessen begonnen, dürfte aber infolge der gestiegenen Inflation (u.a. infolge des Nahostkonfliktes) geringer als zunächst erwartet ausfallen. Kritisch zu sehen ist weiterhin die recht hohe Verschuldung (Gross Public Debt) in Brasilien. Das Budgetdefizit betrug zuletzt 8,1%. Gemäß Prognosen des IWF wird die Verschuldungsquote bis 2030 um weitere 7 Prozentpunkte steigen, auf dann fast 100% des BIP.

Wichtig ist nach wie vor die Einhaltung der Fiskaldisziplin, worauf Investoren sehr stark achten. Überdies funktioniert die Justiz gut und die Zentralbank macht einen sehr guten Job und genießt hohes Ansehen. All das sind wichtige Säulen, um Brasilien in dieser schwierigen Umbruchzeit wieder zu mehr innen- und außenpolitischen Stabilität und Ansehen zu verhelfen. Allerdings ist dies ein „steiniger Weg“.

Zu den negativen Faktoren in Brasilien zählt unter anderem die nachlassende Konjunkturdynamik. Nachdem das BIP im Jahr 2025 laut Prognosen um rund 2,3% (J/J) wachsen dürfte, sollte es im Jahr 2026 nur noch um 1,5% (J/J) zulegen. Die Auswirkungen des Zollstreits der USA mit anderen Ländern könnten das Wachstum in den USA schmälern. Das dürfte dann auch negative Wachstumseffekte für China und somit auch für Brasilien haben. Für das Jahr 2027 erwartet der Konsensus überdies „nur“ noch ein Wachstum der Firmengewinne in Höhe von 14% (J/J). Zudem fürchten einige Investoren, dass die Reformbemühungen unter Lula im Wahljahr 2026 ins Stocken geraten könnten (u.a. Arbeitsmarkt, Privatisierungen).

Einsatz im Portfoliokontext

Wer eine Geldanlage plant, sollte diese nach den Gesichtspunkten Risiko, Ertrag und Liquidität beurteilen. Hier kann keine generelle Empfehlung erfolgen, da jeder Anleger eigene Vorstellungen und Voraussetzungen bezüglich dieser Werte hat. Aus diesem Grund kann trotz unserer aktuellen Empfehlung, z.B. aufgrund von Portfoliodiversifizierung, eine Anlage in den iShares MSCI Brazil sinnvoll sein.

20. Mai 2026

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft iShares
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Brasilien
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Replikationsmethode Voll replizierend (Physisch)
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN A0HGWA / IE00B0M63516
Fondsauflage 18.11.2005
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Sparplanfähig Ja
VL-fähig Ja
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 29.05.2026
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 +33,15% / +32,62% / +43,27%
Volatilität (3 Jahre)3 22,48%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,74%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,74%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten, sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen

Risiken

  • Zum Schutz der Interessen der Anteilsinhaber kann es bei Fonds zur Aussetzung von Ausgaben, Zeichnungen, Rückkäufen und Rücknahmen aufgrund von nicht ausreichender Liquidität kommen. Das bedeutet, dass den Anlegern die Zeichnung, der Rückkauf oder die Rückgabe von Anteilen vorübergehend untersagt wird. Allgemeine Informationen zum Umgang mit Aussetzungen sind im Verkaufsprospekt des Fonds zu finden. Die Fondsgesellschaft wird darüber hinaus Details im Falle einer Aussetzung veröffentlichen, bspw. über ihre Internetseite.
  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Für diesen Fonds kann die Rücknahme der Anteile beschränkt werden, wenn die Rückgabeverlangen der Anleger den im Verkaufsprospekt festgelegten Schwellenwert an einem Geschäftstag erreichen oder auch überschreiten. Der Schwellenwert legt den Punkt fest, ab dem die Rückgabeverlangen aufgrund der Liquiditätssituation des Investmentvermögens nicht mehr im Interesse der Anleger ausgeführt werden können. Eine Rückgabe der Anteile kann dann ganz oder teilweise nicht möglich sein. Eventuell nicht ausgeführte Verkaufsaufträge können gestrichen oder auf den nächsten Geschäftstag vorgetragen werden. Weitere Informationen zur evtl. Rücknahmebeschränkung sind im Verkaufsprospekt des Fonds zu finden. Die Fondsgesellschaft wird darüber hinaus Details im Falle einer Rücknahmebeschränkung veröffentlichen, bspw. über ihre Internetseite.
  • Zum Schutz der Interessen der Anteilsinhaber kann es bei diesem Fonds zu Abweichungen gegenüber dem Ausgabepreis bzw. Rücknahmepreis kommen, da die Fondsgesellschaft im Rahmen ihrer Bewertungsstrategie ab einer gewissen Höhe von Mittelzu- bzw. -abflüssen Anpassungen des Ausgabepreises nach oben bzw. des Rücknahmepreises nach unten vornehmen kann (sog. Dual Pricing). Details zum evtl. Dual Pricing sind im Verkaufsprospekt des Fonds veröffentlicht. Da uns die etwaige Anwendung im Vorfeld nicht bekannt ist, können evtl. damit verbundene Effekte auf den Ausgabe- bzw. Rücknahmepreis hier nicht berücksichtigt werden.
  • Bei Fonds kann es zu einer Abspaltung illiquider Anlage kommen (sog. Side Pockets). Vermögenswerte, die nur schwer oder gar nicht handelbar sind, werden in diesem Fall vom Investmentvermögen in separate Anteile getrennt. Anleger müssen berücksichtigen, dass die illiquiden Vermögenswerte zwar liquidiert werden sollen, aber eine Rückgabe dieser Anteile nicht möglich ist. Weitere Informationen zur evtl. Abspaltung illiquider Anlagen (Side Pockets) sind im Verkaufsprospekt des Fonds zu finden.