Allianz Rohstofffonds

Minenaktien – ein Teilbereich des Rohstoffmarktes

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Teilbereiche des Rohstoffmarktes profitieren von der Energiewende
  • Nachhaltigkeitsfaktoren im Investmentansatz berücksichtigt
  • Fonds bleibt langfristig hinter Vergleichsindex zurück

27.01.2022

Investmentansatz

Anlageziel des Fonds

Der Allianz Rohstofffonds zielt darauf ab, langfristig ein Kapitalwachstum zu erwirtschaften. Er investiert mindestens 70% des Fondsvermögens in Aktien von Unternehmen, die von der Exploration, der Förderung oder der Verarbeitung von Bodenschätzen profitieren sollten. Zu den Bodenschätzen gehören Nichteisenmetalle (z.B. Nickel, Kupfer und Aluminium), Eisenerz, Kohle, Edelmetalle (z.B. Gold oder Platin), Diamanten oder Industriesalze und Mineralien (z.B. Schwefel).

Globale Rohstofftrends als Basis der Einzelaktienauswahl

Der Investmentprozess kombiniert die Beurteilung gesamtwirtschaftlicher Faktoren mit detaillierter Analyse einzelner Unternehmen. Das Fondsmanagement versucht globale Rohstofftrends – insbesondere Angebots-/Nachfrage-Situationen – frühzeitig zu erkennen, um anschließend durch eine gezielte Aktienauswahl die Unternehmen zu identifizieren, die davon überproportional profitieren. Dabei nutzt das Management individuelle Firmenbesuche und weitere direkte Treffen mit den jeweiligen Entscheidungsträgern.

Konzentriertes Portfolio mit teils großen Abweichungen zum Index

Der Investmentschwerpunkt liegt auf Unternehmen mit überzeugendem Geschäftsmodell und überlegenem Gewinnwachstum, die attraktiv bewertet sind. Zudem haben Nachhaltigkeitskriterien eine große Bedeutung im Analyseprozess. Ein Hauptaugenmerk liegt auf der Einhaltung von Mindeststandards z.B. im Umweltschutz oder bei Menschenrechten, was im Rohstoffsektor häufig ein Problemfeld darstellt. Der Fonds investiert in ein konzentriertes Portfolio aus grundsätzlich 30 bis 50 Einzeltiteln. Dabei kann es zum Teil zu hohen Abweichungen der Gewichte vom Vergleichsindex Euromoney Global Mining Index kommen. Außerdem zeichnet sich der Fonds durch eine relativ geringe Umschlagshäufigkeit aus.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Allianz Global Investors GmbH
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Rohstoffe
Managementtyp Aktiv
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN 847509
ISIN DE0008475096
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 5,00%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 1,81%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Globale Rohstoffmärkte im Aufwind

Die robuste Entwicklung an den internationalen Rohstoffmärkten hat sich auch im Jahr 2021 fortgesetzt und verlief im Einklang mit der ökonomischen Erholung. Neben der konjunkturellen Belebung zeichnen sich strukturelle Trends ab, die zu dynamischen Verschiebungen führen. Hier sind Themen wie Elektromobilität, erneuerbare Energien, Co2 Reduktion und Digitalisierung zu nennen, die umfassende Investitionen in Energienetzte und digitale Infrastruktur erfordern. Inflationssorgen begünstigen die fundamentalen Trends zusätzlich.

In einzelnen Teilsegmenten (Eisenerz und Stahl) war nach einer Übertreibung im Vorjahr eine Normalisierung zu beobachten, die insbesondere auf Unsicherheiten über die weitere wirtschaftliche Entwicklung in China (Auswirkungen von Evergrande auf den lokalen Immobilienmarkt) zurückzuführen ist. Temporär war auch ein deutlicher Anstieg bei den Kohlepreisen zu verzeichnen, was Engpässen (deutlicher Preisanstieg bei Erdgas) bei der Energieversorgung geschuldet war. Dies wurde durch einen Handelsstreit zwischen China und Australien sowie extremere Wettereffekte verstärkt, die in China zu einem deutlichen Rückgang bei der Wasserkraft führten.

Aus Sicht des Fondsmanagements waren diese Verknappungen eher temporärer Natur. Demgegenüber scheint die Angebotsseite bei zahlreichen Rohstoffen mittelfristig überfordert zu sein, die strukturell steigende Nachfrage zu bedienen. Seit dem letzten Rohstoffzyklus verharrt der Sektor in einem Zustand jahrelanger Unterinvestition, dem nach Ansicht des Fondsmanagements nur mit massiven Investitionssteigerungen und langwierigen Projektentwicklungen zu begegnen ist.

Mit Value Schwerpunkt in den nächsten Rohstoffzyklus

Die Ausrichtung des Portfolios zeigt naturgemäß eine starke Betonung von Value Faktoren. Dies erwies sich über die letzten 12 Monate als günstig, was zu einer erfreulichen Wertentwicklung insbesondere im vierten Quartal führte. Das Fondsmanagement sieht sich mit seinem bewertungsbezogenen Investmentstil bestätigt, der sich typischerweise in einem klassischen Aufschwung auszahlt. Insbesondere im Nachgang zur aktuellen Corona Pandemie sehen wir mittelfristig positive Perspektiven für den Rohstoffbereich.

Nachhaltigkeitsfaktoren mit hohem Stellenwert im Investmentansatz

Das Portfoliomanagement folgt einem Ansatz, der die Chancen ganzheitlichen Risiken gegenüberstellt. Der Analyseprozess nimmt Kontroversen der Unternehmen zum Anlass, den Kontakt mit den Unternehmenslenkern zu suchen, um Probleme zu lösen (Engagement). Sollte sich herausstellen, dass die Unternehmen nicht willens sind, oder aber zu lange bräuchten, um gravierende Kontroversen auszuräumen, so werden die betroffenen Wertpapiere verkauft. So wurde z.B. Glencore verkauft, da das Unternehmen durch ein Joint-Venture in Menschenrechtsverletzungen in der kolumbianischen Guajira verwickelt war. Anders als die JV-Partner zeigte Glencore keine zufriedenstellende Strategie, das Problem zu lösen.

Trotz Kapitalwachstum über 5 Jahre hinter Vergleichsindex

Der Allianz Rohstofffonds hat sein Anlageziel, langfristig Kapitalwachstum zu erwirtschaften, mit Blick auf 5 Jahre erreicht. Dabei erzielte er auf das Jahr gerechnet 10,5% (Stand 31.12.2021). Gleichwohl konnte der Fonds, trotz seines disziplinierten und klar strukturierten Investmentprozesses, die selbstgesteckte Messlatte über 3 und 5 Jahre nicht erreichen. In 2021 hingegen erzielte er einen Wertzuwachs von 22,6% und liegt damit über seinem Vergleichsindex. Der aktive Ansatz und die gezielte Einzelwertselektion machten sich positiv bemerkbar. Zusätzlich profitierte der Fond von seiner Untergewichtung im Eisenerzbereich.

Ausblick mit neuem Vergleichsindex

Für 2022 geht das Management weiterhin von einer positiven Entwicklung an den Rohstoffmärkten aus. Die strukturellen Trends (Elektromobilität, Energiewende etc.) sollten konjunkturelle Sorgen überkompensieren. Ferner bleibt die Versorgungslage bei einigen Industrien nach wie vor angespannt, was mittelfristig zu höheren Preisen führen könnte. Diese Knappheit sehen sie aber nicht bei Eisenerz, so dass sie hier weiterhin vorsichtig positioniert bleiben. Durch die erfolgte Umstellung der Benchmark per Mitte Dezember 2021 (MSCI ACWI METALS&MINING 30%BUFFER10/40) wird der UCITS Begrenzung (10% für Einzelwerte) Rechnung getragen. Dies bietet für die Zukunft einen fairen Vergleichsindex.

27. Januar 2022

Übersicht ausgewählter Strukturgrafiken

Struktur nach Branchen

Ladevorgang...

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Allianz Global Investors GmbH
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Rohstoffe
Managementtyp Aktiv
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN 847509 / DE0008475096
Fondsauflage 25.07.1983
Orderannahmezeit Erfassung bis 17.00 h (t), Bewertungstag: t+1, Valuta: t+3
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Ja
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 04.07.2022
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 +1,54% / +28,20% / +48,72%
Volatilität (3 Jahre)3 28,07%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 5,00%
Pauschalvergütung 1,80%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 1,81%
Laufende Vertriebsprovision4 59,42% der Pauschalvergütung

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich wird der angegebene Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag erhoben. Er variiert jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodells. So fällt z.B. beim PremiumDepot und PremiumFondsDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Die vom Fonds gehaltenen Wertpapiere notieren in Fremdwährung, sodass der Anlageerfolg von der Wechselkursentwicklung profitieren kann
  • Der Fonds ermöglicht die Partizipation an der Entwicklung der Minenaktien. Deren Entwicklung (und auch der Branchenpreise) hängt von unternehmerischen und auch branchenspezifischen Entwicklungen ab

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Die vom Fonds gehaltenen Wertpapiere notieren in Fremdwährung, sodass der Anlageerfolg von der Wechselkursentwicklung belastet werden kann
  • Dieses Marktsegment kann auch schlechter abschneiden als andere Branchen bzw. der Gesamtmarkt
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des ursprünglichen Kapitals entsprechen
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds