
Planbar und zinssicher investieren , Anleihen kaufen: regelmäßig Zinsen erhalten
Investieren Sie in Anleihen und profitieren Sie von planbaren Zinszahlungen. Welche Rendite möglich ist, hängt von Laufzeit, Bonität und Risiko des Emittenten ab.
Auf einen Blick, Warum Anleihen für viele Anleger interessant sind
Oft besser als ein Sparkonto
Anleihen bringen – je nach Bonität des Emittenten – oft mehr Zinsen als klassische Sparformen wie Spar- oder Tagesgeldkonten. Sie sind jedoch mit anderen Risiken verbunden.
Wertpapier – aber sicher(er)!
In der Regel ist die Schwankung bei Anleihen niedriger als bei anderen Wertpapieren (z. B. Aktien). Zudem ist die Rückzahlung Ihres investierten Geldes in der Regel rechtlich verpflichtend.
Kurschancen nutzen
Neben festen Zinsen können zusätzliche Erträge entstehen, wenn Sie eine Anleihe vor Laufzeitende zu einem höheren Kurs verkaufen.
Anleihen ergänzen Ihr Portfolio
Ein gutes Portfolio ist “breit aufgestellt”, enthält also verschiedene Anlageklassen, um Verlustrisiken zu mindern. Anleihen können dabei ein zusätzlicher Baustein sein.
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Anleihen kaufen, In drei Schritten zur Anleihe
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Wichtige Fragen zum Anleihenkauf
Der Emittent (oder Schuldner) ist die Institution oder Organisation, die die Anleihe ausgibt. Ihr Ziel: Kapital von Investoren aufnehmen, um es für sich zu nutzen.
Es gibt verschiedene Emittenten. Zu den häufigsten gehören Staaten (Staatsanleihen), Unternehmen (Unternehmensanleihen) und Banken sowie Finanzinstitute.
Grundsätzlich wird zwischen Staatsanleihen und Unternehmensanleihen unterschieden. Staatsanleihen werden von Ländern ausgegeben und gelten bei Staaten mit hoher Bonität oft als vergleichsweise stabil. Unternehmensanleihen stammen von Unternehmen; hier können die Zinsen höher ausfallen, gleichzeitig hängt das Risiko stärker von der wirtschaftlichen Lage des Emittenten ab. Daneben gibt es zum Beispiel auch Pfandbriefe, die zusätzlich durch bestimmte Vermögenswerte abgesichert sind.
Falls Sie Anleihen auswählen, lohnt sich immer ein Blick auf Emittent, Bonität, Laufzeit und Mindeststückelung.
Die Mindeststückelung gibt an, ab welchem Betrag eine Anleihe gekauft werden kann. Viele Anleihen starten bei 1.000 Euro, einzelne Emissionen jedoch erst bei 10.000 oder 100.000 Euro. Das bedeutet: Nicht jede Anleihe ist für jede Anlagesumme geeignet. Die Stückelung legt der Emittent bei Ausgabe fest und sie bleibt während der Laufzeit verbindlich. Eine hohe Mindeststückelung kann zudem die Streuung erschweren, weil sich das Kapital dann auf weniger Anleihen verteilen lässt. Wenn der Mindestbetrag zu hoch ist, können Fonds oder ETFs eine Alternative sein, weil dort bereits kleinere Beträge möglich sind.
Verschiedene Faktoren können die Kurse und Renditen von Anleihen beeinflussen. Drei der wichtigsten:
Marktzinsen
Fälschlicherweise glauben viele, dass mit dem Marktzins auch die Zinsen von Anleihen steigen. Tatsächlich verhält es sich genau umgekehrt: Steigt der Marktzins, sinken die Kurse bestehender Anleihen, da nun Anleihen mit höherer Verzinsung attraktiver werden.
Bonität des Emittenten
Die Bonität zeigt, wie kreditwürdig der Emittent ist und wie wahrscheinlich Zinszahlungen sowie die Rückzahlung am Laufzeitende sind. Ratings unabhängiger Agenturen helfen bei der Einschätzung. Gute Bonität bedeutet meist geringeres
Risiko, niedrigere Bonität oft höhere Renditechancen – aber auch ein höheres Ausfallrisiko.
Restlaufzeit der Anleihe
Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Anleihe darauf, welche Restlaufzeit sie hat. Denn diese hat Einfluss darauf, wie anfällig die Anleihen für Kursveränderungen und Zinsschwankungen sind.
Im Idealfall sollte man bereits in der Zeichnung Anteile erwerben, sie halten und nur bei höherem Kurs den Verkauf anstreben. Anleihen sind eher langfristige, weniger Spekulationspapiere.
Ob eine Anleihe im Kurs steigt oder fällt, verändert den vereinbarten Zins nicht. Dieser wird bei Emission festgelegt und bleibt bis zum Laufzeitende unverändert. Kursveränderungen beeinflussen aber die Rendite, die Sie tatsächlich erzielen können – insbesondere dann, wenn Sie die Anleihe vor Laufzeitende kaufen oder verkaufen:
- Steigt der Kurs über den ursprünglichen Ausgabepreis hinaus, zahlen Anleger beim Kauf mehr als den Nennwert. Für bestehende Anleger entstehen mögliche Kursgewinne, während für neue Käufer die laufende Rendite sinkt., zahlen Anleger beim Kauf mehr als den Nennwert. Wer bereits investiert ist, kann bei einem Verkauf vor Laufzeitende einen Kursgewinn erzielen. Für neue Käufer sinkt dagegen die laufende Rendite, weil der feste Zins auf einen höheren Kaufpreis trifft.
- Sinkt der Kurs, ist die Anleihe günstiger erhältlich. Dadurch kann die Rendite für neue Käufer steigen, weil der feste Zins auf einen niedrigeren Einstiegspreis bezogen wird. Wer bereits investiert ist und vorzeitig verkauft, realisiert dagegen unter Umständen einen Kursverlust.
Das Entscheidende ist also: Nicht nur der Zins zählt, sondern auch der Zeitpunkt Ihres Einstiegs und ob Sie bis zum Laufzeitende halten.
Risiken:
- Anleihen sind Wertpapiere – und als solche unterliegen sie den Schwankungen des Kapitalmarktes. Es ist also möglich, dass Sie Verluste erleiden.
- Allerdings sind Anleihen verglichen mit Aktien weniger risikoreich, da die Schwankungen üblicherweise schwächer ausfallen.
- Das genaue Risiko einer Anleihe hängt auch vom Emittenten, also dem Verkäufer der Anleihe, ab. So lassen sich Staatsanleihen und Unternehmensanleihen unterscheiden. Erstere gelten als “sicherer”.
Renditechancen:
- Anleihen sind oft festverzinslich, sie erhalten also eine regelmäßige Zinszahlung. Die Höhe der Verzinsung hängt von der Anleihe und dem Kaufzeitpunkt ab.
- Darüber hinaus haben Sie zusätzliche Renditechancen mit Anleihen. Diese hängen davon ab, wie sich der Kurs der Anleihe während der Laufzeit entwickelt.
- Grundsätzlich gilt: Je risikoreicher die Anleihe, desto höher die Renditechance.
Sie können Ihre Anleihen jederzeit verkaufen. Ob sich das wirklich lohnt, hängt allerdings vom Verkaufszeitpunkt ab: Je nachdem, wie sich der Kurs Ihrer Anleihe entwickelt hat, können Sie durch den Verkauf Gewinne erzielen oder Verluste erleiden.
Das hat oft vor allem marktpsychologische Gründe: Anleihen gelten für viele als “sicherer Hafen” unter den Wertpapieren. Treten am Kapitalmarkt Turbulenzen auf, investieren viele Anleger verstärkt in Anleihen, was deren Kurse steigen lassen kann. Dieser Zusammenhang gilt jedoch nicht immer: Auch das allgemeine Zinsniveau beeinflusst, ob Anleihekurse tatsächlich steigen oder fallen.
Nachrangige Anleihen haben ein spezielles Risiko: Sollte der Emittent (also das Unternehmen oder der Staat, der die Anleihe verkauft) zahlungsunfähig werden, erhalten zunächst Anleihen, die nicht nachrangig sind, Ihr Geld zurück. Damit steigt im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Emittenten Ihr Verlustrisiko.
Dafür bieten nachrangige Anleihen meist höhere Zinsen als andere Anleihen. Ob Sie das erhöhte Risiko für eine potenziell höhere Rendite eingehen möchten, ist eine persönliche Entscheidung. Prüfen Sie in jedem Fall zuvor, wer der Emittent ist, um einzuschätzen, ob das Risiko eines Zahlungsausfalls besteht.
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