Was sind Dachfonds – Einführung & Tipps

Das Investieren in Dachfonds kann sich für Anleger lohnen – abhängig davon, wie ihr persönliches Anlageprofil gestrickt ist. Welche Dachfonds gibt es, welche Vor- und Nachteile bieten sie und für wen lohnen sie sich?

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Dachfonds – was bedeutet das? Statt sich selbst über verschiedene Fondsarten zu informieren, um in diese zu investieren, können Anleger ihr Portfolio durch das Investieren in Dachfonds diversifizieren und das Risiko auf mehrere Fonds streuen. Darüber hinaus wird die diversifizierte Anlage eines Dachfonds vom Fondsmanagement übernommen, was für Anleger durch eine bessere Risikostreuung attraktiv sein kann.

Dachfonds – was ist das?

Dachfonds werden grundsätzlich aktiv vom Fondsmanagement verwaltet. Einmal in einen solchen Fonds investiert, müssen sich Anleger nicht darum kümmern, in welche Fonds sie investieren möchten. Stattdessen übernehmen die Fondsmanager die Aufgabe, das Fondsvolumen zu investieren und sich dabei nach den geltenden Gesetzen und den selbst gesetzten Anlagezielen zu richten.

Dachfonds investieren ausschließlich in andere Fonds (Zielfonds) oder ETFs. Dabei können unterschiedliche Fondsmanager verschiedene Anlagestrategien verfolgen, die sich zum Beispiel durch das Investieren in Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds, Immobilienfonds oder Private-Equity-Fonds unterscheiden.

Wie funktionieren Dachfonds?

Bei Dachfonds hängt die Wahl der Zielfonds von der Anlagestrategie des Fondsmanagements ab. Es könnte beispielsweise die Fonds auswählen, die in der Vergangenheit die besten Ergebnisse an der Börse erzielt haben. Dabei können Fondsmanager allerdings nicht vollständig frei wählen. Das Portfolio eines Dachfonds unterliegt nämlich den folgenden Anforderungen nach § 196 des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB):

  • Gesamtverteilung des Dachfonds: Der Anteil eines Zielfonds darf maximal 20% des Gesamtvermögens des Dachfonds betragen.
  • Maximalvolumen: Die gesamte Investition in einen Zielfonds darf maximal 10% des Zielfondsvolumens betragen.
  • Keine Dachfonds: Es ist nicht erlaubt, in einen anderen Dachfonds zu investieren.
  • Offene Fonds: Dachfonds dürfen nur in offene Fonds investieren, also in Fonds, die jedem zugänglich sind und von denen jederzeit Anteile gekauft und verkauft werden dürfen. Auch sind risikoreiche Spezialfonds von der Investition ausgeschlossen.

Was sind Investmentdachfonds?

Bei Investmentdachfonds handelt es sich um Dachfonds, deren Anlagestrategie darin besteht, in offene Investmentfonds zu investieren. Die Zielfonds kaufen und verkaufen also Anteile und Aktien, die wiederum das Portfolio des Zielfonds abbilden.

Was sind Aktiendachfonds?

Handelt es sich um einen Aktiendachfonds, so müssen die Investitionen in Aktienfonds getätigt werden, deren Vermögen zu mindestens 51% aus Aktien besteht.

Was sind Indexdachfonds?

Indexdachfonds zeichnen sich dadurch aus, dass hier das Fondsmanagement in sogenannte Indexfonds investiert. Diese bilden einen Index ab, statt aktiv Anteile und Aktien zu kaufen oder verkaufen. Sie agieren also passiv statt aktiv. Zu den Indizes gehören beispielsweise der DAX, Dow Jones oder S&P 500, die die Performance der wichtigsten Unternehmen einer Region oder Branche nachbilden. Unter die Indexfonds fallen auch ETFs.

Für wen lohnen sich Dachfonds?

Dachfonds lohnen sich für Anleger, die in ein diversifiziertes Portfolio investieren möchten, ohne dabei selbst regelmäßig Fonds, Aktien oder Immobilien aktiv vergleichen, kaufen oder verkaufen zu müssen. Bei der Auswahl des Dachfonds sollten Sie als Anleger auf die Anlagestrategie des Fondmanagements achten, um die passende Strategie für sich und Ihr eigenes Anlageprofil zu finden.

Sind Dachfonds eine gute Geldanlage?

Die Entscheidungen des Fondsmanagements, sowie Risiko und Renditechance der Zielfonds bestimmen maßgeblich das Risiko und die Rendite des Dachfonds. Bei der Auswahl sollten Sie sowohl auf die Strategie als auch auf die bisherige Performance des Dachfonds achten, die eine Tendenz aufzeigen können. So können Sie Risiken und Renditen für die betreffende Anlage einschätzen. Vom Bundesverband deutscher Investmentgesellschaften wurde dafür die sogenannte BVI-Methode herausgebracht, die Wertentwicklungen von Dachfonds nach Bereinigung der Gebühren darstellt.

Weiterhin bietet ein Dachfonds eine weite Risikostreuung, da das investierte Vermögen nicht nur auf verschiedene Fonds, sondern auch auf deren einzelne Anlageklassen und verschiedene Fondsmanager verteilt wird. Darüber hinaus besteht im Rahmen eines Sparplans die Möglichkeit, mithilfe des Cost-Average-Effekts die Renditen zu erhöhen.

Wie viel verdient man mit Dachfonds?

Wie viel man mit einem Dachfonds verdient, kann – wie generell beim Börsenhandel – nicht pauschal gesagt werden. Allerdings können Kursanalysen der Märkte, abhängig vom gewählten Dachfonds und dessen Anlagestrategie sowie Zeitpunkt der Anlage, eine erste Einschätzung geben. Generell gilt: Höhere Renditen bedeuten ein höheres Risiko, während sichere Anlagen mit einer geringeren Rendite aufwarten.

Außerdem fallen für das aktive Fondsmanagement Gebühren an, die sich auf die tatsächlichen Renditen auswirken. Diese enthalten die Verwaltungsgebühren der einzelnen Zielfonds sowie die Kosten für die aktiven Fondsmanager.

Wie hoch ist das Risiko bei Dachfonds?

Grundsätzlich sind Dachfonds nicht risikobehafteter als andere Fonds. Es kommt selbstverständlich darauf an, in welche Art Fonds investiert wird. Immobilien- sowie Rentenfonds mit Staatsanleihen gelten generell als weniger risikobehaftet, während Aktienfonds zwar in höhere Renditen resultieren können, allerdings auch ein höheres Risiko aufweisen können. Insgesamt ist das Risiko bei Dachfonds, ähnlich wie bei klassischen Fonds, abhängig von den getätigten Investitionen.

Weitere Faktoren, die das Risiko beeinflussen können, sind:

  • das Fondsmanagement und dessen Anlagestrategie,
  • das Fondsmanagement der Zielfonds, die wiederum ihre eigenen Anlagestrategien verfolgen

Vor- und Nachteile von Dachfonds

Vorteile Dachfonds

  • Breit gestreutes Portfolio
  • Bereits mit kleinen Summen investierbar
  • Anlagen in Aktien-, Renten-, Investmentfonds sowie ETFs möglich

Nachteile Dachfonds

  • Rendite ergibt sich aus der Performance des Fondsmanagements und der Anlagestrategie in Zielfonds
  • Häufig höhere Gebühren als bei klassischen Fonds
  • Nicht immer unabhängig durch Investitionen in konzerneigene Fonds

Wie kann ich in Dachfonds investieren?

Bei der Commerzbank investieren Sie auf verschiedene Arten in Fonds: Entweder mit einmaligen Einlagen oder mit einem individuellen Sparplan. Zu den von unseren Kunden am häufigsten gekauften Fonds gehören Aktien- und Mischfonds sowie Sparpläne auf ETF-Fonds. Sprechen Sie uns an und wir beraten Sie gern bezüglich Ihrer persönlichen Anlagestrategie!