Familien und Finanzen, Was kostet ein Kind wirklich?
Von Windeln bis Smartphone: Ein Kind kostet Familien heute durchschnittlich rund 165.000 Euro bis zur Volljährigkeit. Welche Ausgaben anfallen – und wie Eltern besser planen können.
Was kostet ein Kind?, Das Wichtigste in Kürze
- Ein Kind kostet durchschnittlich 763 Euro pro Monat.
- Bis zum 18. Geburtstag summieren sich die direkten Kosten im Schnitt auf rund 165.000 Euro.
- Besonders teuer werden oft Betreuung, Wohnen, Freizeit und später Technik oder Ausbildung.
Was kostet ein Kind im Monat?
Die Antwort hängt stark vom Alter des Kindes, dem Wohnort und dem Lebensstil der Familie ab. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) geben Familien im Schnitt rund 763 Euro pro Monat für ein Kind aus.1
Bei einem Dreipersonenhaushalt mit durchschnittlichen privaten Konsumausgaben – etwa für Wohnen, Ernährung, Mobilität oder Freizeit – von rund 4.081 Euro pro Monat2 entfallen damit etwa 19 Prozent der monatlichen Konsumausgaben auf das Kind.
Mit zunehmendem Alter steigen die Kosten allerdings deutlich an:3
Alter des Kindes | Durchschnittliche Kosten pro Monat |
|---|---|
Unter 6 Jahre | ca. 679 Euro |
6 bis unter 12 Jahre | ca. 784 Euro |
12 bis unter 18 Jahre | ca. 953 Euro |
Vor allem Jugendliche verursachen oft höhere Ausgaben – etwa für Kleidung, Freizeit, Mobilität oder digitale Geräte.
Wie viel kostet ein Kind bis zum 18. Lebensjahr?
Wer alle laufenden Kosten zusammenrechnet, landet schnell bei einer großen Summe: So kostet ein Kind bis zur Volljährigkeit durchschnittlich rund 165.000 Euro. Je nach Wohnort, Betreuungskosten und Ausbildungsweg können die tatsächlichen Gesamtkosten aber auch deutlich höher liegen.
In den Gesamtkosten nicht enthalten sind dabei häufig:
- größere Wohnungen oder höhere Energiekosten
- Führerschein oder Auslandsaufenthalte
- Studium oder längere Ausbildungszeiten
Gerade diese indirekten Kosten unterschätzen viele Familien. Deshalb lohnt es sich, finanzielle Rücklagen möglichst früh einzuplanen.
Welche Kosten Eltern oft unterschätzen
Viele denken bei Kinderkosten zuerst an Kleidung oder Spielzeug. Im Alltag summieren sich aber oft ganz andere Posten:
- Erstausstattung
- ca. 1.500–4.000 Euro
- Kita oder Krippe
- regional sehr unterschiedlich – teilweise beitragsfrei ab 3 Jahren. Was aber i.d.R. überall dazu kommt, ist das Verpflegungsgeld, welches mit gut 100 Euro/Monat berechnet werden kann.
- Freizeit und Hobbys
- mehrere tausend Euro über die Jahre
- Smartphone und Technik
- punktuelle Anschaffungskosten plus laufende Zusatzkosten durch Verträge
- Klassenfahrten und Schulmaterial
- regelmäßige Sonderausgaben i.H.v. mehreren hundert Euro pro Schuljahr
Hinzu kommen sogenannte Skaleneffekte: Das erste Kind ist statistisch meist am teuersten. Bei mehreren Kindern lassen sich Kleidung, Möbel oder Spielzeug oft weiterverwenden.
Staatliche Unterstützung für Familien
Ein Teil der laufenden Kosten lässt sich durch staatliche Familienleistungen abfedern. Dazu gehören unter anderem:
- Kindergeld: liegt 2026 bei 259 Euro pro Monat und Kind
- Kinderzuschlag: für Eltern mit geringem Einkommen; liegt aktuell bei 297 Euro/Monat4
- Elterngeld: je nach Höhe des Einkommens der Eltern und Aufteilung der Elternzeit
- Kinderfreibetrag: liegt 2026 bei 6.828 Euro pro Kind für zusammen veranlagte Eltern beziehungsweise bei 3.414 Euro pro Elternteil. Zusätzlich gibt es einen Freibetrag für Betreuung, Erziehung und Ausbildung in Höhe von 2.928 Euro beziehungsweise 1.464 Euro pro Elternteil.5
Wer getrennt lebt oder Kindesunterhalt zahlen muss, sollte außerdem die aktuellen Regelungen kennen.
Wie Familien die Kosten besser planen können
Kinder kosten Geld – aber viele Ausgaben von Familien lassen sich früh strukturieren. Besonders wichtig ist ein realistischer Überblick über laufende und zukünftige Kosten.
Hilfreich können zum Beispiel sein:
- feste Monatsbudgets
- Rücklagen für größere Ausgaben
- frühes Sparen für Ausbildung oder Studium
- getrennte Konten für Familienkosten – zum Beispiel mit dem Drei-Kontenmodell der Commerzbank
Frühzeitig Rücklagen aufbauen
Wer regelmäßig kleinere Beträge zurücklegt, kann größere Ausgaben später besser auffangen – etwa Klassenfahrten, den Führerschein oder ein Studium.
Hier können Sparlösungen wie ETF- oder Fonds-Sparpläne helfen, langfristig Vermögen aufzubauen.
- Bereits ab 25 Euro/Monat bei der Commerzbank möglich
- Flexibel anpassbar oder pausierbar
- Große Auswahl an ETFs und Fonds
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