Doppelgarage: Kosten & Finanzierung

07.07.2026 – Eine Doppelgarage bietet Platz und Komfort, hat aber ihren Preis. Erfahren Sie, wie viel die Doppelgarage kostet und wie Sie Ihre Garage finanzieren können.

Finanzierung einer Doppelgarage
, Das Wichtigste in Kürze

  • Kostenrahmen: Eine Doppelgarage kann zwischen 8.000 und 35.000 Euro kosten. 
  • Kostenfaktoren: Fundament, Bauweise, Größe, Genehmigungen und Extras wie elektrische Tore beeinflussen die Gesamtkosten der Doppelgarage. 
  • Finanzierung: Neben Eigenkapital sind Baufinanzierungen im Zuge einer Gesamtfinanzierung (Mindestsumme von 50.000€),, Modernisierungskredite und Förderprogramme mögliche Wege zur Finanzierung einer Doppelgarage.  

Warum sich eine Doppelgarage lohnen kann

Die Doppelgarage zeichnet sich vor allem durch zwei einzelne Garagentore aus, die unabhängig voneinander geöffnet und geschlossen werden können. Bei diesem Garagentyp stehen die beiden Fahrzeuge nicht unbedingt direkt nebeneinander, da sie durch eine zusätzliche Wand getrennt sind. Man könnte auch von zwei einzelnen Garagen unter einem gemeinsamen Dach sprechen.

Eine solche Doppelgarage lohnt sich für Sie vor allem dann, wenn:

  • Sie mehr als ein Fahrzeug haben oder mit einer anderen Person im Haushalt die Garage teilen möchten 
  • Sie in einem Reihenhaus wohnen und auch Ihr Nachbar eine Garage benötigt – so könnten Sie auch die Kosten für die Doppelgarage teilen 
  • Autos, Fahrräder, Gartengeräte oder andere Gegenstände wind- und wettergeschützt stehen sollen 
  • Sie in einer besonders schneereichen Region leben und sich das Freikratzen der Scheiben und Warmlaufen des Motors sparen möchten 
  • Sie besonders viel Stauraum benötigen 
  • Sie den Wert Ihrer Immobilie erhöhen möchten 

Neben den praktischen Vorteilen einer Doppelgarage spielt bei der Entscheidung für diesen Garagentyp natürlich auch der finanzielle Aspekt eine wichtige Rolle. Was kostet eine Doppelgarage, welche Faktoren bestimmen letztendlich den Preis und mit welchen Gesamtkosten müssen Sie rechnen? 

Kosten einer Doppelgarage

Genaue Kosten einer Doppelgarage lassen sich nicht pauschal benennen, denn der Preis hängt von verschiedenen Faktoren ab. Je nach Größe, Bauart, Material und Ausstattung können Sie zwischen 8.000 und 35.000€ für eine Doppelgarage zahlen. Es kommt ganz auf Ihre Wünsche und Bedarfe an. Zu den Faktoren, die den Preis hochtreiben, gehören beispielsweise Fundament, Garagentore, Elektrik, Beleuchtung und Genehmigungen, die Sie für so manchen Bau einer Garage benötigen. 

Gut zu wissen:

Welcher Bau erlaubt ist und wofür Sie eine Baugenehmigung brauchen, entnehmen Sie entweder dem Bebauungsplan der Gemeinde oder der Landesbau- bzw. Garagenverordnung des jeweiligen Bundeslandes.

Vielleicht möchten Sie Fenster haben, wünschen sich eine besondere Farbe oder eine extravagante Ausführung? Dann zahlen Sie einen entsprechend höheren Preis.

Wichtige Kostenfaktoren im Detail

Die Kosten für den Bau einer Doppelgarage setzen sich aus einer Vielzahl einzelner Posten zusammen. Dazu gehören sowohl bauliche Elemente als auch planerische und organisatorische Schritte. Wer die einzelnen Faktoren kennt, kann sein Budget deutlich besser kalkulieren und gezielt Entscheidungen treffen, die sowohl zum eigenen Bedarf als auch zum finanziellen Rahmen passen. 

Bevor der eigentliche Bau beginnt, müssen wichtige Vorarbeiten durchgeführt werden. Dazu zählt die Begutachtung des Baugrunds, das Vermessen der Fläche sowie die Einschätzung des zeitlichen und materiellen Aufwands. Bei vielen Anbietern sind diese ersten Schritte im Gesamtpreis enthalten. Dennoch lohnt es sich, dies zuvor abzuklären. Eine sorgfältige Vorbereitung verhindert spätere Verzögerungen und Zusatzkosten.  

Je nach Bundesland und Größe der Garage ist eine Baugenehmigung erforderlich. Die Kosten dafür variieren auch hier, liegen jedoch meist zwischen 300€ und 1.000€. Neben der Gebühr fallen häufig zusätzliche Kosten für Entwurfszeichnungen oder Kosten für einen Statiker und seine statischen Berechnungen an. 

Tipp: Ein frühzeitiger Blick in die regionalen Bauvorschriften spart Zeit und verhindert teure Planungsfehler. 

Die Beauftragung eines Fachbetriebs oder Architekten gewährleistet, dass alle Schritte korrekt ausgeführt werden – von Fundament über die Statik bis hin zur Elektroinstallation. Eine professionelle Planung kann dabei helfen, Kostenfallen früh zu erkennen und Alternativen aufzuzeigen.

Fundament und Bodenplatte 

Das Fundament bildet die Basis jeder stabilen Doppelgarage. Der Aufwand für die Erdarbeiten hängt maßgeblich von der Beschaffenheit des Bodens ab. Müssen Felsen entfernt, weiche Bodenanteile ausgetauscht oder der Untergrund verdichtet werden, steigen die Kosten entsprechend. Ein von Natur aus tragfähiger Baugrund ist daher ein entscheidender Vorteil und spart teuren Zusatzaufwand.  

Die Verlegung der Bodenplatte aus Beton ist einer der zentralen Faktoren im Bauprozess. Qualität und Dicke der Bodenplatte spielen eine wichtige Rolle. Für Einfahrten oder Rangierflächen kann zusätzlicher Beton oder Stahlbewehrung notwendig sein. Wer Wert auf eine hochwertige Optik legt, etwa durch glatte oder beschichtete Oberflächen, muss ebenfalls mehr Kosten einkalkulieren.

Wände und Dach

Die Wahl der Wandkonstruktion beeinflusst nicht nur die Stabilität der Garage, sondern auch den Preis.  

  • Fertiggaragen aus Stahl sind kostengünstig, schnell aufgebaut, bieten aber weniger Wärmedämmung und meist eine kürzere Lebensdauer.  
  • Fertiggaragen aus Beton kosten mehr, überzeugen jedoch durch hohe Stabilität und geringe Instandhaltungskosten.  
  • Gemauerte Massivgaragen sind die hochwertigste Garagenart – stabil, langlebig und individuell gestaltbar, dafür aber auch die teuerste Option.  

Die Entscheidung für den Garagentyp hängt vor allem von dem gewünschten Nutzungszweck und Langlebigkeit ab.  

Ein robustes Dach schützt nicht nur das Innere der Garage, sondern beeinflusst auch die Gesamtkosten. Je nach Bauart kommen Flachdächer oder Satteldächer zum Einsatz. Hochwertige Abdichtungen, Dachziegel oder Bitumenbahnen erhöhen die Haltbarkeit und minimieren das Risiko für Feuchtigkeitsschäden. Eine funktionierende Entwässerung über Dachrinnen oder Fallrohre ist unerlässlich, um Witterungsschäden zu vermeiden.  

Zusätzliche Ausstattung & Komfort

Zusätzliche Türen und Fenster erhöhen die Nutzbarkeit, etwa durch besseren Zugang oder mehr Tageslicht. Sie verursachen jedoch auch mehr Kosten. Besonders energieeffiziente Fenster liegen preislich höher, können aber langfristig Heizkosten sparen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Sie die Garage auch als Hobby- oder Werkraum nutzen möchten.

Garagentore

Das Garagentor gehört zur zentralen Ausstattung. Moderne Sektionaltore bieten gute Dämmwerte und Sicherheitsmerkmale.  

  • Einfachere Schwingtore sind günstiger, aber wenig komfortabel.  
  • Elektrische Torantriebe steigern den Bedienkomfort, verursachen aber auch zusätzliche Kosten.  

Elektrik und Beleuchtung

Der Einbau einer Elektroinstallation für Licht, Bewegungsmelder oder Ladestation für E-Autos ist besonders dann sinnvoll, wenn die Garage vielseitig genutzt werden soll. Hier variieren die Kosten je nach Umfang der gewünschten Ausstattung.

Wärmedämmung oder Heizung

Wer seine Garage im Winter frostfrei halten möchte oder zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten plant, sollte eine Dämmung oder sogar eine Heizung einplanen. Dies erhöht zwar die Baukosten, steigert jedoch den Komfort und schützt Fahrzeuge, Geräte und Werkzeuge vor Frostschäden.

Photovoltaikanlage auf dem Dach

Ein Garagendach eignet sich perfekt für eine PV-Anlage. Diese Investition mag zwar zunächst kostenintensiv sein, amortisiert sich aber durch gesparte Energie und mögliche Einspeisung über die Jahre hinweg. 

Smart-Home-Anbindung

Moderne Garagen lassen sich problemlos in bestehende Smart-Home-Systeme integrieren. So können Sie darüber Garagentore, Lichtquellen oder die Überwachungstechnik steuern. Diese Lösungen erhöhen neben dem Komfort auch die Sicherheit, erfordern jedoch zusätzliche Kosten.

Tipp: Viele Ergänzungen wirken auf den ersten Blick teuer, können sich aber langfristig durch Energieeinsparungen, gesteigerte Nutzungsmöglichkeiten und höheren Komfort bezahlt machen. Wer bereits bei der Planung die eigenen Bedürfnisse realistisch einschätzt und Preise vergleicht, kann schnell mehrere Tausend Euro sparen, ohne an Qualität einzubüßen.

Finanzierung einer Doppelgarage

Nicht jeder kann oder möchte den Bau oder Kauf einer Doppelgarage vollständig aus eigener Tasche finanzieren. Eine solide Finanzierung sorgt dafür, dass Sie das Projekt ohne finanzielle Engpässe zeitnah und nach Ihren Vorstellungen umsetzen können. Welche Finanzierungsmöglichkeit am besten zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation, dem vorhandenen Eigenkapital und den Gesamtkosten ab. 

Eigenfinanzierung über Rücklagen

Die günstigste Option ist natürlich immer die Finanzierung über genügend Eigenkapital. Wer reichlich Ersparnisse hat, spart sich Zinsen und Gebühren. Sollten Sie für die Finanzierung der Doppelgarage an Ihre Rücklagen gehen, achten Sie darauf, nicht Ihre gesamten Ersparnisse zu benötigen. Ein Notgroschen für unvorhergesehene Ausgaben ist immer sinnvoll.

Vorteile

  • Keine Zins- oder Zahlungsverpflichtungen 
  • Hohe Flexibilität von der Planung bis zur Umsetzung 
  • Schnelle Umsetzung 

Nachteile

  • Ihre Liquidität wird stark gebunden 
  • kein steuerlicher Vorteil 

Baufinanzierung über die Hausbank

Wenn die Doppelgarage im Rahmen eines Hausbaus oder einer größeren Sanierung entsteht, kann sie oft einfach in die bestehende Baufinanzierung integriert werden. Viele Banken akzeptieren die Garage als wertsteigernden Bestandteil der Immobilie – das ermöglicht niedrige Zinssätze und lange Laufzeiten.  

Vorteile

  • Günstige Zinssätze durch grundbuchliche Absicherung 
  • Hohe Planungssicherheit 
  • Gute Option beim Hausbau 

Nachteile 

Modernisierungskredit – einfache Lösung für Bestandsimmobilien

Möchten Sie die Doppelgarage nachträglich zu einem bestehenden Haus hinzufügen, profitieren Sie von einem Modernisierungskredit. Dieser ist bei der Commerzbank beispielsweise nicht grundbuchgesichert, sodass Sie ihn ganz einfach online bei uns beantragen können. 

Vorteile

  • Schnelle Genehmigung ohne Grundbucheintrag 
  • Flexible Tilgung möglich 
  • Ideal für kleinere bis mittlere Investitionen 

Nachteile

  • Höhere Zinsen als bei Baufinanzierungen 
  • Kredit wird auf das persönliche Einkommen geprüft.

Förderungen und KfW-Programme nutzen

Zwar gibt es keine direkte KfW-Förderung für Garagen, doch indirekt können Förderprogramme relevant sein – etwa bei einer energieeffizienten Bauweise oder der Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach Ihrer Doppelgarage.

Beispiel: 

  • KfW-Programm 270: Förderung von PV-Anlagen und Stromspeichern (z.B. auf Garagendächern). Erkundigen Sie sich am besten selbst auf der Seite der KfW, um über aktuelle Förderprogramme informiert zu sein.  
  • Regionale Förderprogramme: Einige Bundesländer und Kommunen bezuschussen nachhaltige Bau- oder Begrünungsmaßnahmen. 

Tipp: Wer sein Dach begrünt oder eine Solaranlage installiert, kann nicht nur Fördergelder erhalten, sondern langfristig Energiekosten senken und den Immobilienwert steigern.

Finanzierung über den Garagenanbieter

Einige Hersteller von Fertiggaragen bieten eigene Raten- oder Leasingmodelle an. Diese können attraktiv sein, wenn Sie schnell eine Garage benötigen und keinen Bankkredit aufnehmen möchten. Hier lohnt sich jedoch ein genauer Vergleich, da die effektiven Jahreszinsen hier oftmals höher sind als bei Bankkrediten.

Kostenbeispiel: Doppelgarage finanzieren

Sie planen den Bau einer modernen Doppelgarage aus Beton. Hierzu möchten Sie einen professionellen Service beauftragen, der sich um jedes Detail von der Planung bis zur Umsetzung kümmert. Dieser Komfort soll es ermöglichen, selbst so wenig wie möglich mit dem Bauprojekt beschäftigt zu sein. Die folgenden Kostenbeispiele sind als durchschnittlich zu beachten und können je nach Anbieter und Region abweichen:

Statische Analyse und Bauleitung
1.500€
Aushebung eines Fundaments
1.500€
Erstellung und Verlegung einer Bodenplatte
2.500€
Mauern der Wände
8.000€
Integration des Regenabflusses
1.500€
Eindeckung des gesamten Daches
3.000€
Verputzen der Fassade und Malerarbeiten
3.500€
Tor, zusätzliche Türen und Fenster
1.500€
Elektroinstallation
500€

Die Gesamtkosten liegen bei 23.500 €.

Wie Sie sehen, sind hier Kostenpunkte aufgelistet, die teilweise notwendig sind und andere, auf die Sie auch verzichten können, wie beispielsweise zusätzliche Fenster. Durch das Beispiel bekommen Sie jedoch einen groben Überblick über die Kosten, die beim Bau einer Garage anfallen können. Im Folgenden geben wir Ihnen noch ein paar Tipps, wie Sie die Kosten gut planen und die Finanzierung einer Doppelgarage übersichtlich gestalten können.

Tipps zur Kostenplanung

Gute Vorbereitung ist wie so oft die halbe Miete. Das gilt auch für den Bau oder Kauf einer Doppelgarage. Wer die Kosten realistisch plant, kann nicht nur Geld sparen, sondern auch unnötigen Stress vermeiden.

Bevor Sie die ersten Angebote einholen, sollte Ihr Kostenrahmen stehen. Kalkulieren Sie außerdem einen kleinen Puffer von 10-15% ein, der unvorhergesehene Kosten decken kann. So können Sie auf spätere Nachfinanzierungen verzichten. 

Vergleichen Sie Angebote – und zwar richtig. Es lohnt sich immer, Angebote verschiedener Hersteller bzw. Anbieter einzuholen. Entscheidend ist hierbei nicht nur der Preis, sondern auch der Leistungsumfang. Welche Materialien sind enthalten, ist der Bau des Fundaments im Preis inbegriffen? Gerade solche Details machen oft den Unterschied. 

Unterschätzen Sie nicht die Nebenkosten. Neben den reinen Baukosten fallen oft Zusatzkosten an, etwa für die Baugenehmigung, Erdarbeiten, Entwässerung, Stromanschluss oder Pflasterarbeiten für die Zufahrt zur Garage. Planen Sie diese Kosten in Ihre Kalkulation mit ein.

Können Sie wirklich so viel Eigenleistung beim Bau der Garage erbringen? Sind Sie handwerklich begabt, können Sie sicher einiges beitragen, wie beispielsweise beim Innenausbau, Verlegen der Elektrik oder Malerarbeiten. Doch Vorsicht: Arbeiten sollten Sie nur dann übernehmen, wenn Sie diese auch fachgerecht ausführen können. Fehler korrigieren zu lassen, kostet später häufig mehr.

Optimieren Sie die Zeitplanung. Auch Verzögerungen kosten Geld. Eine abgestimmte Zeitplanung mit allen Gewerken verhindert Stillstand und Mehrkosten.

Setzen Sie auf Qualität, statt auf den niedrigsten Preis. Billige Materialien oder eine schlechte Verarbeitung kosten Sie langfristig mehr. Hochwertige und langlebige Baustoffe wie verzinkter Stahl und Beton zahlen sich über die Jahre durch geringe Instandhaltungskosten aus. 

Prüfen Sie rechtzeitig Fördermöglichkeiten und Optionen zur Finanzierung.

FAQ
, Häufige Fragen zu Kosten und Finanzierung einer Doppelgarage

Die Kosten einer Doppelgarage variieren je nach Bauweise: 

  • Fertiggarage (aus Beton oder Stahl): ca. 10.000-25.000€ 
  • Massivgarage (gemauert): ca. 20.000-40.000€ 
  • Holzgarage: ca. 8.000-20.000€ 

Zu den hier angegebenen Preisen kommen außerdem Zusatzkosten wie Fundament, Erdarbeiten, Elektrik und eventuelle Gebühren für die Baugenehmigung. Rechnen Sie insgesamt mit 15-30% Zusatzkosten. 

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