Deutschland – Early Bird stabil

Unser Frühindikator für die deutsche Wirtschaft, der Early Bird, ist im Mai geringfügig um einen Punkt auf 30 gefallen.

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Dr. Ralph Solveen

Commerzbank Economic Research

19.06.2026

Ausschlaggebend war der stetig abnehmende Rückenwind von der Geldpolitik, was der schwächere Euro und ein günstigeres weltwirtschaftliches Umfeld nicht vollständig wettmachen konnten. Trotz des etwas niedrigeren Mai-Werts des Early Birds bleiben die "normalen" konjunkturellen Rahmenbedingungen aber überdurchschnittlich, und dies dürfte zusammen mit den höheren Staatsausgaben die Belastungen durch den Iran-Krieg weitgehend ausgleichen.

Der Early Bird hat sich auch im Mai auf einem recht hohen Niveau gehalten. Denn er ist nur minimal von 31 auf 30 Punkte gefallen und liegt damit weiterhin deutlich über der Nulllinie, sodass er unverändert überdurchschnittliche konjunkturelle Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft signalisiert. Wie in den Vormonaten hat dabei der Schub von der Geldpolitik abgenommen. Denn von den Zinssenkungen der EZB in den Jahren 2024 und 2025 erhält die Konjunktur kaum noch Impulse. Das insgesamt weiterhin positive monetäre Umfeld ergibt sich inzwischen alleine durch das niedrige Niveau des kurzfristigen Realzinses. Für sich genommen verbessert hat sich das Umfeld durch einen wieder etwas schwächeren Euro sowie ein leicht überdurchschnittliches weltwirtschaftliches Umfeld, das in erster Linie auf einen höheren ISM-Index für die US-Industrie zurückzuführen ist.

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