Deutschland – Schwächerer Euro hilft Early Bird

Unser Frühindikator für die deutsche Wirtschaft, der Early Bird, ist im Juni von 33 auf 30 Punkte gefallen.

people___profile_24_outline
Dr. Ralph Solveen

Commerzbank Economic Research

03.08.2026

Denn die Impulse von der Geldpolitik nehmen weiter ab, und das weltwirtschaftliche Umfeld war etwas ungünstiger als im Mai. Geholfen hat hingegen der schwächere Euro. Mit einem Wert weit im positiven Bereich macht der Early Bird weiter Hoffnung, dass die deutsche Wirtschaft nach einem voraussichtlich eher schwachen Sommerhalbjahr gegen Ende dieses Jahres wieder Tritt fassen wird.

Nach drei Anstiegen in Folge ist der Early Bird im Juni wieder gefallen. Mit 30 Punkten – nach 33 im Mai – liegt er aber weiterhin klar im positiven Bereich und signalisiert damit überdurchschnittliche konjunkturelle Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft.

Ein Grund für den Rückgang des Indikators im Juni sind die stetig nachlassenden Impulse von der Geldpolitik. Schließlich liegen die Zinssenkungen der EZB immer weiter in der Vergangenheit, und im Juni hat die Notenbank ihre Leitzinsen sogar wieder leicht angehoben. Infolgedessen ist der kurzfristige Realzins zwar immer noch vergleichsweise niedrig – was für sich genommen positiv für die Konjunktur ist –, aber er ist geringfügig höher als vor einem Jahr – was für sich genommen die Konjunktur eher bremst. Zudem hat sich das weltwirtschaftliche Umfeld, das wir anhand der Einkaufsmanagerindizes für die Industrie in den USA, in China und im Euroraum (ohne Deutschland) messen, leicht eingetrübt. Hingegen ist der Gegenwind vom Devisenmarkt eingeschlafen. Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr war der Indikator für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft – der reale Außenwert einer fiktiven D-Mark – im Juni wieder etwas niedriger als ein Jahr zuvor.

Den vollständigen Text finden Sie im PDF-Dokument.