Deutschland - Early Bird macht ein bisschen Hoffnung

Unser Frühindikator für die deutsche Wirtschaft, der Early Bird, ist im April deutlich von 24 auf 31 Punkte gestiegen...

people___profile_24_outline
Dr. Ralph Solveen

Commerzbank Economic Research

08.05.2026

...und hat damit seine Aufwärtstendenz der vergangenen Monate fortgesetzt. Dabei ist zubeachten, dass der Early Bird mit den massiv gestiegenen Energiepreisen und den deutlich steigenden Ausgaben des deutschen Staates zwei derzeit wichtige Einflussfaktoren auf die deutsche Wirtschaft nicht berücksichtigt. Allerdings zeigt sein Anstieg im April, dass sich die sonstigen Einflussfaktoren zuletzt positiv entwickelt haben. Dies erhöht die Chance, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten trotz der massiven Belastung durch den Iran-Krieg nicht schrumpfen wird.

Positive Nachrichten für die deutsche Wirtschaft: Unser Frühindikator für die deutsche Wirtschaft ist im April recht deutlich von 24 auf 31 Punkte gestiegen. Dazu beigetragen hat, dass der Gegenwind vom Devisenmarkt nachgelassen hat. So war der Indikator der preislichen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft – der reale Außenwert einer fiktiven D-Mark – im April nach unserer Schätzung nur noch knapp 1% höher als vor einem Jahr. Im Februar hatte noch eine reale Aufwertung von mehr als 3% zu Buche gestanden. Hinzu kam, dass sich das weltwirtschaftliche Umfeld, das wir mit Hilfe der Einkaufsmanagerindizes für die USA (ISM-Index), China und den Euroraum ohne Deutschland messen, trotz des Iran-Kriegs etwas verbessert hat. So hat der Index für den Euroraum ohne Deutschland spürbar zugelegt. Anders als im vergangenen Monat war hierfür in erster Linie kein Sondereffekt, sondern eine bessere Entwicklung von Produktion und Auftragseingängen verantwortlich. Das monetäre Umfeld hat sich hingegen angesichts der zunehmenden Spekulationen auf eine Zinserhöhung der EZB leicht verschlechtert.

Den vollständigen Text finden Sie im PDF-Dokument.