Öl – Entspannung durch Dark Transits?

Der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl ist infolge der jüngsten Kampfhandlungen in der Straße von Hormus wieder deutlich gestiegen.

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Dr. Jörg Krämer; Dr. Ralph Solveen

Commerzbank Economic Research

11.09.2026

Das macht eine Einigung zwischen den Konfliktparteien noch unwahrscheinlicher als bisher. Aber auch ohne eine diplomatische Lösung dürfte in den kommenden Monaten eine graduelle Deeskalation einsetzen und dank der geheimen Durchfahrten von Tankern durch die Meerenge dürften sich die Öltransporte aus der Golfregion schrittweise erholen. Ungünstiger ist der Ausblick für Ölprodukte und Erdgas. Hier dürften Behinderungen von Transport und Produktion das Angebot noch länger einschränken.

Die Lage in der Straße von Hormus eskaliert erneut

Seit dem 31. August haben die gegenseitigen militärischen Angriffe zwischen den USA und dem Iran wieder deutlich zugenommen. Während der Iran verstärkt Schiffe in der Straße von Hormus und US-Militärstützpunkte in der Region angreift, attackieren die USA Ziele an der Küste Irans sowie Öltanker unter iranischer Flagge. Als Konsequenz sprang der Ölpreis auf über 100 US Dollar pro Faß.

Die erneute Konfrontation macht eine diplomatische Lösung des Konflikts noch einmal unwahrscheinlicher. Auch die politischen Rahmenbedingungen haben sich seit der Aushandlung des Rahmenabkommens im Juni deutlich geändert: In Teheran bestimmen die Hardliner um den religiösen Führer Modschtaba Chamenei und die Führung der Revolutionsgarde die Politik immer stärker und verhindern eine diplomatische Annäherung. Die USA haben ihrerseits das Interesse an einem "Deal" verloren, da der Iran das Rahmenabkommen trotz massiver Zugeständnisse der USA gebrochen hatte.

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