US-Zwischenwahlen – Schlappe für Trump?
Am 3. November finden die Zwischenwahlen zum US-Kongress statt.
Commerzbank Economic Research
31.07.2026
Verpassen die Wähler Trump einen Denkzettel?
Die Amerikaner sind unzufrieden. Umfragen zufolge sorgen sie sich vor allem um die hohe Inflation, und der Krieg gegen den Iran ist unpopulär. Die Zustimmungswerte für Präsident Trump sind daher sehr niedrig, im Durchschnitt verschiedener Umfragen zeigen sich etwa 55% mit seiner Amtsführung nicht einverstanden. Die Republikanische Partei sieht daher mit Sorge auf die Zwischenwahlen am 3. November. Dann werden alle 435 Abgeordnete des Repräsentantenhauses neu gewählt, und es stehen 35 der 100 Senatssitze zur Wahl. Bisher haben die Republikaner Mehrheiten in beiden Häusern des Kongresses, was die Regierungsführung erleichtert. Dies dürfte sich mit den Wahlen ändern.
Demokraten im Repräsentantenhaus favorisiert, ...
In der Vergangenheit haben die Amerikaner die Zwischenwahlen fast immer dazu genutzt, die Opposition zu stärken. Seit 1950 hat die Partei des Präsidenten in den Zwischenwahlen gewöhnlich Sitze im Repräsentantenhaus verloren, im Mittel waren es 18 Sitze. Eine der wenigen Ausnahmen war die Wahl 2002, die durch die Sondersituation nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 geprägt war. Da die Republikaner aktuell nur über eine knappe Mehrheit von 218 Sitzen gegenüber 212 Demokraten verfügen (von den übrigen 5 Sitzen sind 4 unbesetzt und 1 entfällt auf eine Unabhängigen), ist es sehr wahrscheinlich, dass die Demokraten den Republikanern die Mehrheit im Repräsentantenhaus abnehmen werden.
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