Am Ölmarkt steigt der Druck

Die neuerliche Eskalation am Persischen Golf hat Rohöl deutlich verteuert.

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Thu Lan Nguyen

FX and Commodity Research

24.07.2026

Dabei könnten die Preise noch weiter steigen, da mit der Straße von Bab al-Mandab eine weitere Transportroute geschlossen werden könnte. Die ersten Engpässe drohen aber bei einigen Ölprodukten, deren Lagerbestände deutlich gefallen sind.

Am Ölmarkt klafft wieder eine Angebotslücke ...

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran hatte nur vorübergehend für Ruhe gesorgt. Inzwischen sind die Kämpfe wieder aufgeflammt und die Straße von Hormus ist weitgehend blockiert, durch die vor dem Krieg rund ein Fünftel des globalen Ölangebots transportiert wurde. Als Folge ist der Preis für ein Barrel Brentöl um 30 USD auf zuletzt 100 USD je Barrel gestiegen.

... doch Lagerbestände bieten weiterhin Puffer

Noch höhere Ölpreise wurden in den vergangenen Monaten dadurch verhindert, dass sich der Ölmarkt als erstaunlich anpassungsfähig erwiesen hat. Denn das fehlende Öl aus der Golfregion in Höhe von rund 20 Mio Barrel pro Tag (inkl. Ölprodukte) musste nur zu einem geringen Teil durch einen Rückgriff auf Lagerbestände kompensiert werden. So sind die Lagerbestände der OECD-Länder von rund 4,1 Mrd. Barrel Ende Februar auf nur 3,9 Mrd Barrel Ende Mai gefallen. Somit verfügen die OECD-Staaten weiterhin über einen recht komfortablen Puffer. Wir bestätigen unsere bisherige Einschätzung, dass die Bestände in etwa bis Mitte nächsten Jahres reichen werden.

Höhere Förderung, ...

Bisher wurde der Markt dadurch entlastet, dass die Produktion außerhalb der Golfregion (vor allem USA, Brasilien und Kasachstan) hochgefahren wurde. Sie war im Durchschnitt von März bis Mai laut IEA 1,3 Mio Barrel pro Tag höher als im Februar.

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