Die Risiken des KI-Booms

Die Einführung der Künstlichen Intelligenz hat vor allem in den USA einen Investitionsboom ausgelöst.

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Bernd Weidensteiner, Dr. Christoph Balz

Commerzbank Economic Research

10.07.2026

Das schiere Ausmaß des Ressourceneinsatzes erhöht das Risiko einer Übertreibung. Diese könnte einen Rückschlag an den Börsen auslösen. Wir bewerten die Risiken und kommen zum Schluss, dass der Boom zunächst weitergehen dürfte.

KI löst Investitionsboom aus, ...

Die großen US-Hochtechnologieunternehmen und hier speziell die Betreiber von Rechenzentren ("Hyperscaler") investieren hunderte von Milliarden Dollar in die Infrastruktur für die Künstliche Intelligenz (KI), vor allem in Rechenzentren. Immer mehr Ressourcen werden in diesen Sektor gelenkt, von dem viele glauben, das er einen Fortschrittsschub wie die großen Basisinnovationen der Vergangenheit auslösen wird.

Solche Innovationsschübe gingen auch früher gewöhnlich mit einem Investitionsboom einher, was uns die Möglichkeit gibt, den aktuellen Boom mit vergangenen Zyklen zu vergleichen. KI hat bisher vor allem die Investitionen in IT beflügelt. In diesem Jahr dürften die realen Investitionen in IT-Ausrüstungen und Software etwa 50% höher sein als im Jahr 2022 – dem Jahr, in dem ChatGPT auf den Markt kam.

Dagegen lagen die IT-Investitionen im vierten Jahr der "Dot Com"-Euphorie in den 1990er Jahren bereits um gut 120% über dem Ausgangswert von 1995. Noch etwas stärker sind die Investitionen im britischen Eisenbahn-Boom im 19. Jahrhundert gestiegen. Damit erscheint der aktuelle Investitionszyklus noch nicht übertrieben, wenn es sich bei KI tatsächlich um eine der großen Basisinnovationen der Wirtschaftsgeschichte handelt.

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