CO2-Kosten steigen trotz EU-Reform weiter
Während die Preise für Öl und Gas zuletzt wieder gefallen sind, ist der europäische CO2-Preis im Trend gestiegen.
FX & Commodity Strategy
26.06.2026
Öl- und Gaspreise sinken, CO2-Preis steigt, ...
In den vergangenen Wochen sind die Öl- und Gaspreise wegen der Hoffnung auf eine nachhaltige Öffnung der Straße von Hormus wieder deutlich gefallen. Gleichzeitig hat aber der CO2-Preis zugelegt – und zwar seit Ausbruch des Kriegs per Saldo stärker als der Ölpreis, auch wenn dieser stärker schwankte. Außerdem zeigt der Trend beim CO2-Preis anders als bei Öl weiter nach oben.
... und er wird im Trend weiter steigen, ...
Für einen im Trend weiter steigenden CO2-Preis spricht, dass die EU am Zertifikatehandel als ihr Hauptinstrument zur Verringerung der CO2-Emissionen festhalten wird. Sie wird die Anzahl der zur Verfügung stehenden Zertifikate in den kommenden Jahren weiter verknappen und die Zertifikate damit verteuern, um den Anreiz für eine weitere Verringerung der CO2-Emissionen zu vergrößern.
... zumal weitere Belastungen drohen, ...
Zudem drohen weitere Belastungen. So soll nach den aktuellen Planungen die Anzahl der den Unternehmen kostenlos zur Verfügung gestellten Zertifikate weiter verringert werden. Bisher war hiervon in erster Linie der Energiesektor betroffen, während die Zuteilungen an die energieintensiven Sektoren nur langsam zurückgingen, sodass die Unternehmen ihre CO2-Emissionen bis zuletzt größtenteils mit den kostenlos erhaltenden Zertifikaten abdecken konnten. Folglich waren sie bisher von den CO2-Preisen oft nur indirekt über einen höheren Strompreis betroffen, auf den durch das ETS I bereits ein CO2-Preis erhoben wird. Die kostenlosen Zertifikate sollen über die nächsten zehn Jahre um durchschnittlich 11,5 % pro Jahr zurückgehen, sodass ihre Belastung massiv zunehmen würde. In den vergangenen zehn Jahren waren es etwa 6,5 % pro Jahr.
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