Geschäftskonto: Welche Kosten und Gebühren fallen an?

Kontoführungsgebühren sind nur ein Teil der Gesamtkosten. Welche Preisbestandteile beim Geschäftskonto anfallen und worauf Sie beim Kostenvergleich achten sollten.

Geschäftskonto Kosten
, Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kosten eines Geschäftskontos setzen sich aus fixen Gebühren (Kontoführung, Karten) und variablen Kosten (Buchungen, Bargeld) zusammen. 
  • Grundgebühren für Geschäftskonten liegen häufig zwischen 5 € und 55 € pro Monat. 
  • Freikontingente für Buchungsposten unterscheiden sich stark – von 10 bis mehrere Hundert pro Monat. 
  • Zusätzliche Kosten entstehen oft bei Bargeld, Fremdwährungen oder außerhalb der Freikontingente. 
  • Nicht die Grundgebühr allein entscheidet – oft lohnt sich ein Premium-Modell mehr als ein Einsteiger-Konto. 

Welche fixen und variablen Kosten fallen an?

Die Kosten eines Geschäftskontos setzen sich aus zwei Kategorien zusammen: fixe Gebühren, die monatlich anfallen, und variable Kosten, die von der Nutzung abhängen. Wer die Kosten seines Geschäftskontos senken will, muss beide Blöcke im Blick haben. 

Fixe Kosten

Fixe Kosten fallen unabhängig davon an, wie oft Sie das Konto nutzen:

  • Kontoführungsgebühr: monatliche Grundgebühr für die Kontoführung. Je nach Modell und Bank variieren die Preise. 
  • Karten: Girocard, Debit- oder Kreditkarte. Manche Karten sind inklusive, andere werden separat berechnet. 
  • Zusatzkonten: Fremdwährungskonten oder Unterkonten kosten oft eine feste Monatsgebühr. 

Variable Kosten

Variable Kosten hängen davon ab, wie Sie das Konto nutzen: 

  • Buchungsposten: Preis pro Buchung, sobald Sie das Freikontingent überschreiten. 
  • Bargeld: Gebühren für Bargeldeinzahlung und Bargeldauszahlung. Je nach Anbieter können hier mehrere Euro pro Vorgang anfallen. 
  • Fremdwährungstransaktionen: Kursaufschläge bei Zahlungen in anderen Währungen. 

Zusammengefasst: Wie viel ein Konto am Monatsende tatsächlich kostet, hängt vom Nutzungsverhalten ab. Ein Konto mit höherer Grundgebühr, aber vielen Freibuchungen kann günstiger sein als ein „kostenloses“ Konto mit hohen Einzelgebühren. Deshalb lohnt sich vor der Auswahl eine ehrliche Einschätzung der eigenen Buchungszahlen und der Bargeldnutzung.

Geschäftskonto eröffnen

Ob Freiberufler, GmbH oder wachsendes Unternehmen: Bei der Commerzbank finden Sie das passende Geschäftskonto – digital eröffnet und individuell auf Ihre Anforderungen abgestimmt.

Was sind Buchungsposten und was kosten sie?

Ein Buchungsposten ist jede einzelne Transaktion auf dem Konto – eine Überweisung, eine Lastschrift, ein Dauerauftrag oder eine Kartenzahlung. Fast alle Banken bieten ein monatliches Freikontingent an. Danach wird pro Buchung abgerechnet. 

Zwei Arten von Buchungen werden unterschieden: 

  • Beleglose Buchungen: online oder per App eingereicht. Meist günstiger und Standard beim Freikontingent. 
  • Beleghafte Buchungen: per Papier-Überweisung oder in der Filiale. Häufig teurer als beleglose Buchungen. 

Beispiel Commerzbank: Die Freikontingente unterscheiden sich je nach Kontomodell. 

Kontomodell KlassikGeschäftskonto Freibuchungen pro Monat 10Preis je weiterer Buchung 0,20 €
Kontomodell PremiumGeschäftskonto  Freibuchungen pro Monat 50Preis je weiterer Buchung 0,15 €
Kontomodell PremiumGeschäftskonto Plus  Freibuchungen pro Monat 250Preis je weiterer Buchung 0,10 €

Beispielrechnung: Wie sich das im Alltag auswirkt, zeigt der Vergleich der drei Modelle bei unterschiedlicher Buchungszahl. Grundlage sind die regulären Grundgebühren nach Ablauf der Aktionslaufzeiten. 

Kontomodell KlassikGeschäftskonto Bei 30 Buchungen/Monat 19,90 €Bei 60 Buchungen/Monat 25,90 €
Kontomodell PremiumGeschäftskonto  Bei 30 Buchungen/Monat 34,90€Bei 60 Buchungen/Monat 36,40 € 
Kontomodell PremiumGeschäftskonto Plus  Bei 30 Buchungen/Monat 54,90€Bei 60 Buchungen/Monat 54,90€

Wer regelmäßig mehr als 20 bis 25 Buchungen pro Monat abwickelt, fährt mit einem Kontomodell mit größerem Freikontingent oft günstiger als mit einem niedrigeren Modell und vielen Zusatzbuchungen. 

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Welche Zusatzleistungen kosten extra? 

Extra kosten alle Zusatzleistungen, die nicht in der Grundgebühr enthalten sind – vor allem Firmenkreditkarten, Bargeldservice, Fremdwährungskonten und digitale Buchhaltungs-Anbindungen. Je nach Anbieter und Kontomodell sind sie inklusive oder gegen Aufpreis buchbar.

Firmenkreditkarten und Kartengebühren

Business-Karten gibt es als Debit- oder Kreditvariante. Debitkarten belasten das Konto sofort, Kreditkarten sammeln die Umsätze und rechnen sie monatlich ab. Beim KlassikGeschäftskonto der Commerzbank gibt es eine Business Card Premium Debit ab 5,90 € pro Monat, eine Business Card Premium (Kredit) ab 79,90 € pro Jahr. In höheren Kontomodellen sind die Karten meist inklusive.

Bargeldservice

Wie hoch die Kosten für Bargeldein- und -auszahlungen sind, hängt stark von Anbieter und Kontomodell ab. FinTech-Konten haben oft nur begrenzt kostenlose Abhebungen, Filialbanken ein größeres Automatennetz. Bei der Commerzbank kosten Bargeldvorgänge 2,50 €, ein Kassenvorgang 5,00 €. Zum Automatennetz gehört die Cash Group – Commerzbank, Deutsche Bank, HypoVereinsbank und Postbank. 

Fremdwährungskonto

Sinnvoll, wenn Sie regelmäßig Rechnungen in anderen Währungen wie US-Dollar oder Britischen Pfund erhalten oder ausstellen. Bei der Commerzbank kostet es 9,90 € pro Monat, im höchsten Kontomodell ist es inklusive.

Digitale Buchhaltungs-Services

Anbindungen an DATEV oder andere Buchhaltungslösungen kosten ebenfalls meist zusätzlich. Beim KlassikGeschäftskonto der Commerzbank: COINFO 13 € pro Monat und COTRANSFER 6 € pro Monat – im Premium-Modell sind diese Anbindungen inklusive.

Welche zusätzlichen Gebühren gibt es?

Zusätzliche Gebühren sind Kostenpunkte, die nicht in der beworbenen Grundgebühr auftauchen, sondern erst im Preis-Leistungsverzeichnis. „Kostenlos“ bedeutet bei Geschäftskonten meist nur: keine monatliche Grundgebühr. Viele Kostenbestandteile bleiben trotzdem. 

Typische versteckte Kostenpunkte:

  • Überziehungszinsen: Wer sein Konto überzieht, zahlt deutlich höhere Zinsen als bei einem regulären Kredit. Günstiger ist ein vorab vereinbarter Kontokorrentkredit. 
  • Buchungsgebühren nach Freikontingent: Wer das Kontingent überschreitet, zahlt pro Buchung. Bei manchen günstigen Konten liegt das Freikontingent bei nur 10 bis 25 Buchungen pro Monat. 
  • Rücklastschriften: Bucht die Bank eine Lastschrift zurück, entstehen Gebühren zwischen 3 € und 10 € pro Vorgang. Wer die Gebühr trägt, hängt vom Rücklastschrift-Grund ab. 
  • Fremdwährungsgebühren: Bei Zahlungen in anderen Währungen fallen häufig 1 bis 3 Prozent Aufschlag zusätzlich zum Devisenkurs an. Bei 10.000 € Umsatz sind das 100 € bis 300 € zusätzliche Kosten. 
  • Bargeldeinzahlung außerhalb des Netzes: Besonders bei Direktbanken und FinTechs oft teuer, weil Einzahlungen nur über Partnerbanken laufen. 
  • Kartenersatz und Papier-Kontoauszüge: Nachbestellungen einer Karte oder Auszüge auf Papier werden häufig extra berechnet. 
  • Inaktivitätsgebühren: Bei manchen Anbietern fallen Gebühren an, wenn das Konto längere Zeit nicht genutzt wird. 

Tipp: Prüfen Sie das Preis-Leistungsverzeichnis der Bank vor Vertragsabschluss. Dort sind alle Gebühren transparent aufgelistet. 

Checkliste
, Wie vergleiche ich die Kosten richtig? 

Richtig vergleichen heißt: über die Gesamtkosten schauen, nicht über die Grundgebühr allein. Entscheidend ist Ihr Nutzungsverhalten – SEPA-Überweisungen, Kartennutzung und Bargeld schlagen unterschiedlich zu Buche. 

Diese Punkte sollten Sie prüfen: 

  1. 1.Wie viele Buchungen habe ich pro Monat – und liegt das über oder unter dem Freikontingent? 
  2. 2.Wie hoch sind die Gebühren für SEPA-Überweisungen innerhalb und außerhalb des Freikontingents? 
  3. 3.Zahle ich häufig Bargeld ein oder aus? 
  4. 4.Brauche ich eine oder mehrere Firmenkreditkarten, und welche Kartengebühren fallen dafür an? 
  5. 5.Nutze ich Fremdwährungen oder internationale Zahlungen? 
  6. 6.Wie hoch fallen Zusatzleistungen wie DATEV-Anbindung ins Gewicht? 

Wichtig: Kontomodelle sind nicht statisch. Wenn sich Ihre Anforderungen ändern, kann sich auch das passende Modell ändern. 

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