Rentenlücke berechnen mit dem Rentenlückenrechner
Zwischen Ihrer künftigen Rente und dem, was Sie zum Leben brauchen, liegt meist eine Lücke. Wie groß sie bei Ihnen ist, rechnet der Rentenlückenrechner in Minuten aus.

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen Ihrer künftigen Nettorente und dem Geld, das Sie im Alter brauchen. Wie groß sie ausfällt, hängt von Ihrem Einkommen, Ihren Beitragsjahren und Ihren Plänen für den Ruhestand ab. Ihren persönlichen Wert ermitteln Sie direkt hier: Zum Rentenlückenrechner
Das Wichtigste in Kürze
- Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen Ihrer Nettorente und Ihrem Bedarf im Alter.
- Als Orientierung brauchen Sie im Ruhestand 70 bis 80% Ihres letzten Nettoeinkommens.
- Je früher Sie zusätzlich vorsorgen, desto kleiner fällt die Lücke aus.
- Der Rentenlückenrechner zeigt Ihnen Ihre persönliche Lücke in wenigen Minuten.
Jetzt Rentenlücke berechnen
Sie brauchen dafür zwei Werte: Ihr durchschnittliches Gehalt über die gesamte Berufslaufbahn und Ihre voraussichtlichen Lebenshaltungskosten im Alter. Optional kommen zusätzliche Einnahmen wie Mieten oder Kapitalerträge hinzu, dazu Ihr geplantes Renteneintrittsalter und vorhandene Rücklagen.
Der zweite Wert ist der schwierigere. Zu den Lebenshaltungskosten zählen Wohnen, Verpflegung, Mobilität, Versicherungen und Freizeit. Wer hier zu niedrig schätzt, sieht eine zu kleine Lücke. Der FinanzAssistent analysiert Ihre Umsätze und belegt diesen Wert automatisch vor.
Das Ergebnis zeigt entweder eine Lücke oder einen Überschuss. Ein Überschuss bedeutet, dass Ihre erwartete Rente die kalkulierten Kosten deckt. Prüfen Sie dann, ob Ihre Kostenschätzung wirklich realistisch ist.
Was ist die Rentenlücke?
Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen Ihrer voraussichtlichen Nettorente und dem Geld, das Sie im Alter tatsächlich brauchen. Sie wird auch Versorgungslücke genannt. Entscheidend ist die Nettorente, nicht der Bruttobetrag aus Ihrer Renteninformation.
Von der Bruttorente gehen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab, dazu kommt die Steuer. Wer 2026 in Rente geht, muss 84% der Rente versteuern. Das ist kein Steuersatz, sondern der Anteil, der überhaupt in die Steuerberechnung einfließt. Er hängt am vom Jahr Ihres Rentenbeginns ab und bleibt danach lebenslang gleich.
Die Lücke ist dabei kein Fehler im System, sondern Folge seiner Logik. Das Rentenniveau liegt bei 48%. Wer 45 Jahre lang genau durchschnittlich verdient hat, bekommt also eine Rente in Höhe von knapp der Hälfte seines früheren Gehalts. Bis zum 1. Juli 2031 darf der Wert nicht darunter fallen. Die gesetzliche Rente ersetzt also von Anfang an nur einen Teil Ihres Einkommens. Dass immer weniger Beitragszahler für immer mehr Rentner aufkommen, erhöht den Druck auf dieses Niveau zusätzlich.
Wie hoch ist die Rentenlücke im Durchschnitt?
Eine echte Durchschnittslücke gibt es nicht, weil sie vom Einkommen abhängt. Als grobe Orientierung wird oft ein Betrag von rund 800€ im Monat genannt. Ihre eigene Lücke kann deutlich darunter oder darüber liegen.
Beziffern lässt sich dagegen die eine Seite der Rechnung, nämlich die gesetzliche Rente.
| Kennzahl Rentenniveau (Haltelinie) | Wert 48% | Stand gilt bis 1. Juli 2031 |
| Kennzahl Durchschnittlicher Zahlbetrag aller Altersrenten | Wert 1.195€ | Stand 31.12.2025 |
| Kennzahl Zahlbetrag nach mindestens 35 Versicherungsjahren | Wert 1.336€ | Stand 31.12.2025 |
Der erste Wert enthält alle Altersrenten, auch die mit wenigen Beitragsjahren. Beides sind Zahlbeträge nach Kranken- und Pflegeversicherung, aber vor Steuern.
Wie viel Geld brauchen Sie im Alter?
Als Orientierung gelten 70 bis 80% Ihres letzten Nettoeinkommens. Das ist eine Faustregel, kein berechneter Bedarf. Sie beruht darauf, dass im Ruhestand einige Kosten wegfallen, andere dafür hinzukommen. Ihre Wunschrente kann darüber liegen.
Das fällt im Ruhestand weg:
- Fahrtkosten zur Arbeit und Arbeitskleidung
- Beiträge zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung
- Ausgaben für Kinder in Ausbildung
- häufig die Rate für die eigene Immobilie
Das kommt hinzu:
- Gesundheit, Zahnersatz und später Pflege
- mehr Zeit für Reisen, Hobbys und Enkel
- Umbau der Wohnung oder ein Umzug
Über 20 oder 30 Jahre steigen die Preise, aber auch die Renten. Beides gleicht sich ungefähr aus, deshalb rechnen Sie mit heutigen Beträgen. Wer sichergehen will, setzt beim Bedarf zehn Prozent auf. Probieren Sie beides im Rentenlückenrechner durch.
Ein Beispiel
| Schritt Durchschnittliches Bruttogehalt | Wert 4.000€ |
| Schritt Erwartete Bruttorente nach dem aktuellen Rentenniveau | Wert 1.920€ |
| Schritt Abzüglich Steuern pauschal 20% angenommen | Wert − 384€ |
| Schritt Erwartete Nettorente | Wert 1.536€ |
| Schritt Lebenshaltungskosten im Alter | Wert 2.400€ |
| Schritt Rentenlücke pro Monat | Wert 864€ |
Über 20 Jahre Rentenbezug summieren sich 864€ im Monat auf gut 207.000€. Wer früher in Rente geht, verliert zusätzlich 0,3% pro Monat, wer länger arbeitet, gewinnt 0,5% pro Monat.
Das Modell ist vereinfacht, Ihre tatsächliche Rente kann abweichen.
Rentenlücke schließen

Altersvorsorgedepot
Staatlich geförderte Anlage in Fonds und ETFs, Nachfolger der Riester-Rente. Der Staat gibt 50% Zulage auf die ersten 360€ Eigenbeitrag im Jahr und 25% auf weitere Beiträge bis 1.800€, zusammen höchstens 540€. Mit Kindern kommen bis zu 300€ pro Kind hinzu.
- Wertpapiersparplan
Monatlich in ETFs oder Fonds sparen, jederzeit verfügbar, ohne Bindung an den Rentenbeginn.
- Privatrente
Lebenslange monatliche Rente, Höhe und Beginn vertraglich festgelegt. Planbar, dafür weniger flexibel.
- Betriebliche Altersvorsorge
Über den Arbeitgeber, Beiträge fließen aus dem Bruttoeinkommen. Viele Arbeitgeber zahlen einen Zuschuss.
Ansprüche prüfen, die Sie schon haben
Nicht jede Lücke müssen Sie wegsparen. Manche Zeiten zählen für Ihre Rente, ohne dass Sie Beiträge gezahlt haben.
- Kindererziehung: bis zu drei Jahre pro Kind, bewertet wie ein Durchschnittsverdienst. Für vor 1992 geborene Kinder sind es bisher 2,5 Jahre, ab dem 1. Januar 2027 ebenfalls drei. Ausgezahlt wird die Erhöhung ab 2028.
- Berücksichtigungszeiten: bis zu zehn Jahre nach der Geburt, die vor allem Teilzeitphasen besser bewerten.
- Schule und Studium: ab dem 17. Lebensjahr bis zu acht Jahre, die für Wartezeiten zählen.
- Pflege: Beiträge von der Pflegeversicherung, wenn Sie regelmäßig eine Person mit Pflegegrad 2 oder höher pflegen.
Welche Zeiten bei Ihnen zählen, klärt die Deutsche Rentenversicherung. Was dort nicht gespeichert ist, fließt auch nicht in Ihre Rente ein.
Welche Mischung aus Vorsorge und bestehenden Ansprüchen für Sie passt, lässt sich schlecht pauschal sagen. Unsere Expertinnen und Experten beraten Sie dazu gerne, online oder vor Ort.
Häufige Fragen zur Rentenlücke
Die Rentenlücke ist der Betrag, der Ihnen im Alter monatlich fehlt, also die Differenz zwischen Ihrer voraussichtlichen Nettorente und Ihren Lebenshaltungskosten.
Am schnellsten mit dem Rentenlückenrechner. Sie geben Ihr durchschnittliches Gehalt über die Berufslaufbahn und Ihre erwarteten Lebenshaltungskosten ein, das Ergebnis ist Ihre persönliche Lücke. Zusätzliche Einnahmen, Rücklagen und ein abweichendes Renteneintrittsalter können Sie ergänzen.
Dabei hilft Ihnen der FinanzAssistent. Er analysiert Ihre Umsätze und belegt den Wert automatisch vor. Das lohnt sich, weil die meisten ihre laufenden Kosten unterschätzen und die Rentenlücke dadurch kleiner erscheint, als sie ist.
In Ihrer Renteninformation, die die Deutsche Rentenversicherung jährlich verschickt. Für den Rechner brauchen Sie sie nicht, er leitet die Rente selbst ab. Zur Gegenprobe ist sie aber nützlich. Ansprüche bei mehreren Stellen bündelt die Digitale Rentenübersicht.
Durch zusätzliche Vorsorge und durch das Prüfen bestehender Ansprüche. Infrage kommen das Altersvorsorgedepot ab 2027, ein Wertpapiersparplan, die Privatrente, die Basisrente und die betriebliche Altersvorsorge. Dazu sollten Sie Kindererziehungs-, Studien- und Pflegezeiten melden.
Nein, aber der Hebel verschiebt sich. Bei 15 bis 17 Jahren bis zur Rente trägt die Rendite weniger als die Sparrate, die Beiträge müssen also höher ausfallen. Dafür sind in diesem Alter Einkommen und Spielraum meist größer als mit 30.
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